Söldner im Dreißigjährigen Krieg

Der alltägliche Kampf ums Überleben.

Marodeure Das Negativbild des Söldners in der deutschen Geschichte wurde fast ausschließlich während des Dreißigjährigen Kriegs geprägt. Werden den Landsknechten des 15. Jahrhunderts oft noch wild-romantische Züge abgewonnen, und gelten die Söldner des Absolutismus meistens als armes, verschachertes Schlachtvieh, so scheinen sich in denen des Dreißigjährigen Krieges alle schlechten Eigenschaften zu vereinen: Brutalität, Raublust, Profitgier gepaart mit Illoyalität und der ständigen Bereitschaft bei besserer Bezahlung die Seiten zu wechseln. Doch gerade die Landsknechte waren nicht nur für Plünderungsorgien, Disziplinlosigkeit und Meutereien berüchtigt, sondern auch dafür, für jede Partei, die bezahlen konnte, zu kämpfen. Der Hauptursache des schlechten Rufs der Söldner des Dreißigjährigen Krieges ist sicher darin zu sehen, dass sie ihre Untaten hauptsächlich in Deutschland verübten. Die Landsknechte haben dagegen im kollektiven Gedächtnis Italiens und Frankreichs ähnliche Spuren hinterlassen; der "Landsquenet" wurde dort zu einem Synonym für Plünderungen und Ausschreitungen einer zügellosen Soldateska.

Die Situation der Söldner hatte sich im 17. Jahrhundert grundlegend geändert. Die Neuerungen kamen hauptsächlich aus den Niederlanden, wo der lange Unabhängigkeitskrieg gegen das übermächtige Spanien Reformen zuerst erzwungen und dann beschleunigt hatte. Nach vielen Niederlagen versuchten die Niederländer als erste, einen neuen Weg einzuschlagen. Unter Moritz von Oranien begannen sie Ende des 16. Jahrhunderts mit einer Heeresreform, die für die abendländische Kriegskunst vorbildlich werden sollte. Ausgangspunkt war die regelmäßige Bezahlung. Dafür konnte Disziplin und Gehorsam verlangt werden. Man gewöhnte die Söldner aber nicht nur an das bislang unbekannte Exerzieren, sondern nötigte sie auch zum Schanzen. Kein Landsknecht hatte vorher eine Schaufel in die Hand genommen. Diese Arbeit war etwas für die verachteten Schanzgräber und eines richtigen Kriegsmannes unwürdig. In den Niederlanden galt fortan das Motto: "Graben spart Blut". Festungsbau und Belagerungstechniken wurden zu regelrechten Wissenschaften. Bislang hatten die Schützen die Spießerhaufen als Plänkler mit einem unregelmäßigen Feuer unterstützt. Jetzt wurden Musketiere in mehreren Gliedern aufgestellt und darauf gedrillt, Salven abzugeben. Neben dem Ausbildungsstand erhöhte Moritz von Oranien auch die Zahl der Vorgesetzten; aus den Doppelsöldnern, die auf dem ersten Blatt der Musterliste geführt wurden, wurde die "Prima Plana" - der Offiziersstand. Die Feuerwaffen wurden effektiver und Musketiere ersetzten immer mehr die Spießer und Hellebardenträger. Die alten Gewalthaufen verschwanden zu Gunsten flacherer, beweglicherer Einheiten, die auf ihre Feuerkraft an Stelle des Massendrucks setzten.

Ein weiterer wichtiger Unterschied war die verlängerte Dienstzeit. Landsknechte waren zuvor oft nur für die Dauer eines Feldzuges von einigen Monaten angeworben und dann wieder entlassen worden. Während des Krieges in den Niederlanden war dann die Dienstzeit immer weiter verlängert worden. Die Söldner dienten nun meistens viele Jahre. Eine Entwicklung die durch den Dreißigjährigen Krieg weiter verstärkt wurde. Hatten sich Söldner früher auf einen zeitlich begrenzten Kriegszug begeben, wie ja das schweizer Wort "Reisläufer" verdeutlicht, so wurden sie nun zu dauerhaft Entwurzelten, deren eigentliche Heimat das Regiment war. Im Tross mit seinen Garküchen, Händlern und Prostituierten wuchs der Anteil an Familienangehörigen. Dabei wurde er zu einer Dauerinstitution, und übertraf in seinem Umfang die Zahl der Kombattanten bald um ein Vielfaches.

Mit steigendem Finanzaufkommen wurde aber nicht nur die Dienstzeit verlängert, sondern auch die Heeresstärken selbst stetig gesteigert. Wallenstein schaffte es dann als erster eine 100.000-Mann-Armee aufzustellen. Diese gewaltigen Truppenmassen über Jahre mit Ausrüstung und Nahrung zu versorgen überforderte die logistischen Möglichkeiten jeder kriegführenden Partei. In diese Lücke drängten nun die hohen Offiziere als selbständige Unternehmer. Sie organisierten Rekrutierung, Bewaffnung, Kleidung, Sold und natürlich das Essen der Truppe, und stellten ihre Ausgaben später ihrem Auftraggeber in Rechnung. Das reichte von einem Großunternehmer wie Wallenstein, der in seinen eigenen Ländereien eine richtiggehende Industrie zur Truppenversorgung aufgebaut hatte, über die Regimentskommandeure bis zu den Hauptleuten, die für eine bestimmte Summe die Verpflegung ihres Fähnleins einkauften. Es versteht sich von selbst, dass bei diesem System konstant betrogen wurde. Unsummen wurden an der Versorgung mit gepanschtem Mehl, verdorbenem Fleisch, schlechter Kleidung und billigen Waffen verdient. Beliebt waren auch die "Passe-Volanten"; d.h. für Gestorbene und Deserteure wurde weiterhin Sold und Kostgeld kassiert, und bei einer Musterung wurden dann von anderen Truppenteilen Ersatzleute ausgeliehen, die eben wie im Flug durchgereicht wurden.

Sölnderlager im 30jährigen Krieg

Die eigentlichen Leidtragenden dieses Systems waren natürlich die einfachen Söldner, an denen jeder verdienen wollte, der in der Hierarchie über ihnen stand. Obwohl einige der großen Schlachten wirklich mörderisch waren, erstaunt es deshalb nicht, dass die überwiegende Anzahl der Söldner Opfer der schlechten Versorgung wurden. Der englische Historiker Geoffrey Parker spricht sogar vom Zehnfachen der Schlachtverluste! Allgemein geht die Forschung von einer jährlichen Verlustrate von 25-30% aus. Der überwiegende Anteil der Söldner hatte also entgegen mancher Vorstellungen höchstwahrscheinlich nie direkt gegen einen Gegner gekämpft, sondern war irgendwo entlang der Marschstraßen oder in einem schlechten Winterlager verhungert, erfroren oder einer banalen Krankheit erlegen. Durch mangelnde Ernährung und schlechte Kleidung wurden die Truppen besonders anfällig für Seuchen. So soll das kaiserliche Heer 1620 in Böhmen fast 50% von 27.000 Mann wahrscheinlich durch Hungertyphus verloren haben. Viele Söldner gingen barfuß, hatten keine Mäntel und übernachteten in Strohhütten oder Erdlöchern. Im Winter 1621/22 erfroren viele der schlecht gekleideten Spanier und Italiener von Spinolas Armee, und Gustav Adolf verlor im Lager vor Nürnberg über 2/3 seiner Truppen.

Das Elend in manchen Winterlagern übersteigt heute wahrscheinlich die Vorstellungskraft. Die große Ausnahme war natürlich, wenn die Truppen bei wohlhabenden Bauern einquartiert wurden oder durch Regionen kamen, die noch nicht ausgesogen waren. Im Laufe der Zeit wurde es jedoch immer schwieriger die Truppen aus dem Land zu versorgen. In der letzten Phase des Krieges gingen deshalb die Heeresstärken rapide zurück, und der Anteil der Kavallerie stieg ständig, da nur noch Reiter die ausgeplünderten Landstriche schnell genug passieren konnten. Der Traum von reicher Beute war sicher schon immer ein wichtiges Motiv für Söldner gewesen. Für die des Dreißigjährigen Krieges wurde die Beute jedoch zu einer reinen Überlebensnotwendigkeit. Der Sold lag mit durchschnittlich 8-10 Gulden zwar zwischen dem Verdienst eines Hilfsarbeiters und dem eines Handwerksmeisters. Allerdings wurde er oft unregelmäßig oder gar nicht bezahlt. Zudem mussten die Söldner im Feldlager fast alles zu überhöhten Preisen kaufen. Viele hatten außerdem Frau und Kinder oder zumindest einen Buben. Man sollte das aus heutiger Sicht nicht für überflüssigen Luxus halten. Irgendjemand musste ja während des Dienstes auf die wenigen Habseligkeiten aufpassen, Feuer machen, abkochen, ein eventuell vorhandenes Lasttier versorgen und tausend andere kleine Arbeiten verrichten.

An ein Entrinnen aus dieser Misere war kaum zu denken. Natürlich gab es immer wieder zahlreiche Deserteure, vor allem wenn der Sold zu lange ausblieb oder die Versorgungslage katastrophal wurde. Doch wohin sollten sie gehen, von was leben? Überall gab es Banden verelendeter Bauer, die Deserteuren auflauerten, um ihnen Sold und Beute abzunehmen. Einzelne hatten kaum eine Chance durchzukommen, aber die Bauernbanden vernichten sogar ganze Kompanien. Letzten Endes blieb nur das Überlaufen zum Gegner. Man entkam zwar nicht dem Krieg, konnte aber vielleicht bessere Konditionen aushandeln und bekam erneut Handgeld. Dennoch belegen Spezialuntersuchungen, dass überraschend wenige desertierten. Der Großteil blieb seine ganze Dienstzeit - manchmal sogar über Jahrzehnte - beim gleichen Regiment. Einige wechselten notgedrungen die Einheit, wenn ihr altes Regiment aufgelöst wurde oder wenn sie als Kriegsgefangene "untergesteckt" wurden.

Sölnder im 30jährigen Krieg Die Veteranen, die bereits im Feuer gestanden hatten, bezeichnete man als "versuchte" oder "beschossene" Knechte. Sie waren das Rückgrat jedes Regiments. Jeder Oberst war auf diese alten "Kriegsgurgeln" angewiesen und war deshalb auch immer bereit, ihnen vieles durchgehen zu lassen. Mit fatalistischem Gleichmut ertrugen sie die Schrecken der Schlacht und gaben den jungen Rekruten den notwendigen Rückhalt. Weitaus wichtiger als ihr routiniertes Verhalten im Kampf war jedoch, dass sie die notwendigen Überlebensstrategien kannten. Sie fielen beim Marsch nicht zurück, konnten sich bei leichten Verwundungen und Krankheiten selbst kurieren, wussten wie man zur Not eine wetterfeste Hütte baute, fanden bei den Bauern den letzten Sack Getreide und ließen sich von den Marketendern nicht betrügen.

Ein einzigartiges Zeugnis von Alltag und Selbstverständnis eines solchen Veteranen ist ein 1993 von dem Historiker Jan Peters entdecktes Tagebuch, in dem ein einfacher Söldner von seinen Erlebnissen zwischen 1625 und 1649 berichtet. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem anonymen Verfasser um einen gewissen Peter Hagedorf, einen Müllersohn aus der Gegend von Magdeburg.

Hagedorf wanderte 1625 durch die Schweiz nach Norditalien; ob aus Reiselust, oder um Arbeit zu suchen, bleibt unklar. Jedenfalls ließ er sich dort für einige Monate von den venezianischen Truppen anwerben und nahm an den Kämpfen um das Veltin teil. Danach besuchte er mit einem Kameraden einige Städte in Norditalien, und nahm etwas später in Parma erneut Solddienst. Nach anderthalb Jahren machte er sich dann langsam auf den Heimweg. Nachdem sein Geld zu Ende gegangen war, bettelte er und erreichte so schließlich Ulm. Von Hunger oder schweren Kämpfen berichtet er nichts; der Solddienst scheint für ihn mehr eine Möglichkeit gewesen zu sein, etwas von der Welt zu sehen. Unter diesen Umständen war es für ihn dann ein selbstverständlicher Schritt, in Ulm in das Pappenheimsche Regiment von Tillys Armee einzutreten. Damit hatte er sozusagen den Dreißigjährigen Krieg betreten, wo er für die nächsten 22 Jahre bleiben sollte.

Belagerung Während dieser Zeit nahm er vor allem an den Kämpfen in Süddeutschland teil, an zahlreichen Belagerungen und Scharmützeln, aber auch an großen Schlachten wie Lützen oder Nördlingen. Er berichtet zwar chronologisch von den Märschen, dem Schanzen und den Gefechten, geht dabei aber nie besonders ins Detail. Man hat "den Feinden zugesetzt" oder "mit Kanonen auf die Feinde gespielt" und natürlich immer wieder geschanzt. Wie er sich persönlich dabei geschlagen hat oder ob er gar getötet hat, erscheint ihm nicht erwähnenswert. Die große politische Lage oder gar die Religion werden völlig ignoriert. Er dankt zwar Gott, wenn er wieder einmal Glück gehabt hat, lässt es aber dabei bewenden. Als er 1633 von den Schweden gefangen und untergesteckt wird, kämpft er nun genau so professionell gegen kaiserliche und Bayern. Nach der Niederlage bei Nördlingen kam er dann wieder in sein altes bayrisches Regiment. Für ihn scheint das absolut keinen Unterschied gemacht zu haben.

Wesentlich wichtiger ist ihm dagegen die Versorgungslage. Wenn es in einem Winterquartier genug Wein gab, findet er das durchaus interessant. "Diesen Winter habe auch hier Wein genug gehabt, umsonst." Als es einmal besonders reichlich Nahrung gab schreibt er: "hier haben wir kein Rindfleisch mehr wollen essen, sondern es haben müssen Gänse, Enten oder Hühner sein." Während er von seinen ganzen gefallenen Kameraden bestenfalls einige der Offiziere nennt, erzählt er, dass er einmal mit einem Vetter sein Pferd versoffen habe. Kampf und Tod waren für ihn anscheinend derart banale Sachen, dass man darüber nicht viele Worte verlieren musste, reichlich essen und trinken dagegen nicht. Das höchste Lob war ganz offensichtlich: "gefressen und gesoffen, dass es gut heißt."

Natürlich schreibt er auch über Hunger und Teuerung. Mehrmals notiert er genau, wie viel Brot, Wein oder Fleisch kosten. "Hier ist das Brot und Fleisch wieder an den höchsten Nagel gehängt worden, wegen des vielen Volks." Wenn sein Regiment in eine neue Region kommt, hat er fast immer zuerst ein Auge auf die Landwirtschaft und deren Produkte: "guter Weinwachs und Kornbau", "guter Wein gewesen" oder "viel Viehzucht und schöner Kornbau". Man könnte ihm jetzt ein allgemeines Interesse an Ackerbau und Viehzucht unterstellen, viel wahrscheinlicher ist es jedoch die Perspektive des Söldners, der sofort bei der Ankunft mit Kennerblick abzuschätzen beginnt, wie hier wohl die Quartiere sein werden, ob man hier noch gut leben oder vielleicht sogar richtig prassen kann.

Sölnderfamilie Dieser alltägliche Überlebenskampf, bei dem es weit mehr ums Essen als um Heldentaten ging, wird besonders durch die Familienbeziehungen des Söldners illustriert. Bald nach seinem Eintritt ins Pappenheimsche Regiment heiratete er zum ersten mal. Mit dieser Frau hatte er vier Kinder, die alle bereits nach Tagen oder wenigen Wochen starben. Nachdem seine Frau 1633 ebenfalls gestorben war, hatte er einige Jahre einen Jungen, der nun die anfallenden Hilfsdienste und Arbeiten erledigen musste. 1635 heiratete er nochmals. Von den fünf Kindern dieser Ehe überlebten immerhin zwei den Krieg, während die anderen ebenfalls sehr schnell starben. Die Frauen und der Junge dienten jedoch nicht nur der Bequemlichkeit des Söldners, indem sich kochten oder wuschen. Sie achteten auf die Habseligkeiten beim Tross, organisierten Lebensmittel und halfen beim plündern. Als er selbst schwer verwundet war, lief seine erste Frau unter Lebensgefahr in das brennende Magdeburg und brachte Bettzeug zum Verbinden, Wein, Kleider und zwei silberne Gürtel zurück. Der Junge holte einmal aus Heidelberg eine Kuh. Zudem mussten sie zur Erntezeit anscheinend immer Getreide auf den Feldern schneiden. Einmal sogar unter dem Geschützfeuer des belagerten Colmar. Von einer Teuerung berichtet er dann stolz, dass er mit seiner Frau einen Sack voll Gerste und Roggen gedroschen habe. Anschließend habe er mit zwei Schleifsteinen das Korn, gemahlen, einen Backofen in die Erde gegraben und so viel Brot gebacken, dass er noch mit gutem Gewinn davon verkaufen konnte.

Im September 1649 wurde er dann nach dem Frieden von Münster mit dreifachem Monatssold zu je 13 Gulden abgedankt. Er war nun Mitte bis Ende Vierzig hatte eine Frau und zwei kleine Kinder und wusste nicht wohin. Die Aufzeichnungen enden an diesem Punkt und man weiß nicht ob er versucht hat, im Zivilleben wieder Fuß zu fassen. Wahrscheinlich suchte er sich wie viele entlassene Söldner einen neuen Krieg. Das Reich war zwar ausgebrannt, aber der Kampf um die Vorherrschaft in Europa verlagerte sich damit lediglich an die Peripherie. Bereits vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges hatte in England der Bürgerkrieg begonnen, der dann auf Schottland und Irland übergriff. Die Niederländer kämpften ohne Unterbrechung in Brasilien und in Indonesien. Auch die Türkei wurde mit dem Überfall auf Kreta wieder an ihrer Westgrenze aktiv. Kurz darauf entbrannte im Wilden Feld ein Kosakenaufstand gegen Polen, in den die Türkei, Ungarn, Siebenbürgen, Dänemark, Schweden und schließlich Russland verwickelt wurden. Frankreich und Spanien kämpften unentwegt weiter an den Pyrenäen, in Italien und in Flandern.

In allen diesen Kriegen kamen zahlreiche Söldner aus dem Reich zum Einsatz. Oft machten sich ganze Regimenter unter ihren alten Obristen auf den Weg. Doch auch die deutschen Fürsten nutzten bald die Gelegenheit ihre Länder von den überschüssigen Merodebrüder und Kriegsgurgeln zu befreien und dafür noch harte Subsidien zu kassieren. Der Soldatenhandel, den viele mit den "verkauften Hessen" des Unabhängigkeitskrieges verbinden, hat seine Wurzeln in den überschüssigen Veteranen des Dreißigjährigen Krieges, die diese Weise gewinnbringend verkauft wurden. Natürlich handelte es sich bei diesen Söldner nicht nur um Deutsche. So bestand zum Beispiel ein bayerisches Regiment gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges aus 534 Deutschen, 217 Italienern, 15 Franzosen, 24 Lothringern, 24 Burgundern, 26 Griechen, 54 Polen, 5 Ungarn, 51 Slowenen, 11 Spaniern, 14 Tschechen, 14 Türken, 18 Dalmatiern, 2 Schotten, 2 Kroaten und jeweils einem Iren und einem Sizilianer. Ein Venezianer sprach in diesem Zusammenhang deshalb treffend von "Arche-Noah-Armeen".

© Frank Westenfelder  
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