
Regie: James Clavell
Autoren: J.B. Pick, James Clavell
Hauptbesetzung: Michael Caine, Omar Sharif, Florinda Bolkan
Ein gut gemeintes Lehrstück über den Dreißigjähriger Krieg, das leider völlig versagt.
IMDB
Ein Gebirgsdorf im Dreißigjähriger Krieg. Eine Horde heruntergekommener Söldner unter einem Hauptmann (Michael Caine) stolpert in ein verstecktes Alpental, das der Krieg vergessen hat. Die Bauern dort leben in paradiesischem Überfluss, angeführt von dem bigotten Dorfvorsteher Gruber (Nigel Davenport). Man einigt sich auf eine Zweckgemeinschaft: Die Söldner beschützen das Tal, die Bauern teilen ihre Vorräte. Natürlich geht das auf Dauer nicht gut.
Das grundlegende Problem des Films ist dass James Clavell zwar ein erprobter Autor historischer Romane ist, aber als Regisseur mehr als überfordert war. Er hat sich ohne Zweifel intensiv mit der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und ganz besonders seinen Schrecken auseinandergesetzt. Leider wirkt dann das, was im Film angekommen ist, mehr als aufgesetzt.
Eine brennende Stadt oder gehängte Bauern sehen nach Puppenstube aus. Bei der Ausstattung der Söldner hat man sich offensichtlich aus dem Fundus italienischer Sandalenfilme bedient. Wahrscheinlich wollte man das barbarische unterstreichen. Die Bauern tragen dagegen immer die beste Sonntagskleidung, sind sauber, wohlgenährt und haben gesunde Zähne. Es ist als häte es den Realismus der Italowestern nie gegeben.


Auch die Kampfszenen sind völlig unbeholfen und dilettantisch. Vor diesem Hintergrund wirken dann die hölzernen Dialoge über die Sinnlosigkeit von Krieg und Religion völlig aufgesetzt. Der ganze Film vermittelt den Eindruck eines Laientheaters. Michael Caine als zynischer Hauptmann, Omar Sharif als humanistischer Lehrer und Florinda Bolkan als Hexe sind dabei leider völlig unterfordert und fehlbesetzt.


Warum ist der Film in unserem Kontext interessant?
Natürlich ist das Thema sehr interessant. Allerdings ist leider kaum eine realistische Szene zu finden.
