Seehase & Krekeler: Der gefiederte Tod (2001)

Seehase & Krekeler: Der gefiederte Tod

Der Titel Der gefiederte Tod ist programmatisch: Es geht um die tödliche Effizienz eines schlichten Holzbogens, der kange die Schlachtfelder des Hundertjährigen Krieges dominierte. Die Autoren schildern detailreich die Entwicklung des Langbogens von seinen keltischen und walisischen Ursprüngen bis zu seinem Niedergang im 16. Jahrhundert.

Besonders gelungen ist die Verbindung von technischer Präzision und erzählerischer Kraft. Man erfährt, aus wie der ideale Bogen gefertigt wurde. Aber die Autoren vergessen nie, dass hinter dieser Waffe Menschen standen: Bogenschützen, die jahrelang trainierten, deren Knochen sich durch die Belastung verformten.

Das Buch ist reich bebildert, mit zeitgenössischen Darstellungen, Fotografien von Nachbauten und detaillierten Karten der Schlachtfelder. Die Quellenarbeit ist solide: Seehase und Krekeler stützen sich auf Chroniken, Waffeninventare und archäologische Funde. Besonders erfreulich ist, dass sich die Autoren bei den Schlachten nicht auf die allzu oft wiederholten „Highlights“ beschränken, sondern auch ausführlich auf weniger bekannte eingehen.

Fazit: Ein Standardwerk für alle, die sich für mittelalterliche Kriegsführung, Waffentechnik oder den Hundertjährigen Krieg interessieren.

Unsere Bewertung: 7 von 10

ein gut lesbares und äußerst informatives Buch.

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