
Jean-Baptiste Ventura wurde als Giovanni Battista Rubino in Modena geboren. „Ventura“ war die Übersetzung des sephardischen Namens „Mazal Tov“. Mit 17 diente er in der napoleonischen Armee des Königreichs Italien. Nach dem Sturz Napoleons wurde er entlassen und musste dann 1817 wegen napoleonischer Sympathien das Land verlassen.
Er ging zuerst nach Konstantinopel und von dort nach Persien, da dort europäische Söldner Karriere machen konnten. Er diente dort als Oberst in der Armee von Schah Fath Ali. Nach dessen Tod wurde er aber von englischen Konkurrenten aus seiner Stellung verdrängt.
Er zog also weiter nach Osten und trat in den Dienst des Maharajas Ranjit Singh, der das Reich der Sikh im Punjab regierte. Dort war er entscheidend am Aufbau einer Eliteeinheit nach französischem Vorbild beteiligt. Er diente noch zwei Nachfolgern von Ranjit Singh, bevor er 1843 nach Europa zurückkehrte.
Äußerst wohlhabend ließ er sich in Frankreich nieder, wo er bei Toulouse ein Weingut erwarb.
