Dale Comstock (*1962)

Dale Comstock wurde 1962 geboren und wuchs in Deutschland auf, da sein Vater als US-Soldat dort stationiert war. Als Erwachsener ging er selbst zum US-Militär und diente dort als Falschirmjäger und schließlich bei den Special Forces. Nach eigenen Aussagen war er an Einsätzen in Grenada, Panama, Somalia, Irak, Afghanistan und Jemen beteiligt.

Bereits während seiner Militärzeit trainierte er verschiedene Kampfsportarten und machte Bodybuilding.

Nachdem er das Militär verlassen hatte, war er als Security-Spezialist tätig. Teileweise für private Firmen aber auch für Reality-TV-Shows. Offensichtlich liebte er das Ambiente geheimer Operationen, konnte aber selten der Versuchung wiederstehen sich selbst in Szene zu setzen. So pendelte er zwischen kleinen Auftritten in der Medienbrache und der Arbeit für PMCs.

Das Dilemma wurde offensichtlich als er 2015 begann für die PMC „Spear Operations Group“zu arbeiten. Die hatte von den Vereinigten Arabischen Emiraten viel Geld erhalten, um im Jemen oppositionelle Politiker zu ermorden. Spear hatte für diese Aufträge mehrere hoch qualifizierte Söldner angeheuert, darunter auch Comstock.

Natürlich war die gesamte Operation so geheim wie illegal. Als die Geschichte dann dennoch aufflog, hatte Comstock keine Probleme dem BBC ein ausführliches Interview zu geben, in dem er in bestem Kongo-Müller-Stil mit seinen Heldentaten prahlte. Er gab Sprüche von sich wie: „I love hunting down bad guys and ending them.“ oder: „we went in and executed the targets. It was a fair fight“. Er war gewissermaßen der Traumkandidat eines Journalisten für ein Söldnerinterview.

Rechtliche Konsequenzen wird er in den USA natürlich nicht befürchten müssen, dennoch ist er zur Zeit in mehrere Prozesse mit Angehörigen der Opfer und seinen ehemaligen Arbeitgebern von Spear verwickelt.

3 Kommentare

  1. Der wirkt auch nicht gerade wie der aller schlaueste. Eher so Marke Abziehbild. Das er rechtliche Konsequenzen zu befürchten hat zeigt ja das er nicht wirklich ein Vollprofi sein kann.

  2. Angeblich hat er eine ganze Reihe von Universitätsabschlüssen. Wenn man sich dann aber das Interview ansieht, kann man bezweifeln, dass sein IQ die Zimmertemperatur stark übersteigt.

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