{"id":940,"date":"2024-10-24T13:43:13","date_gmt":"2024-10-24T13:43:13","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=940"},"modified":"2025-01-16T10:47:41","modified_gmt":"2025-01-16T10:47:41","slug":"die-mietlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-mietlinge\/","title":{"rendered":"Die Mietlinge"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">S\u00f6ldner und ihr schlechter Ruf.<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"340\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/steiner.jpg\" alt=\"Steiner\" class=\"wp-image-943\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/steiner.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/steiner-265x300.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>S\u00f6ldner haben einen schlechten Ruf, und je mehr sie sich bem\u00fchen ihn loszuwerden, desto mehr scheint er an ihnen haften zu bleiben. So schreibt der Deutsche Rolf Steiner in seinen Memoiren, dass er immer noch unter der Bezeichnung &#8222;S\u00f6ldner&#8220; leide: &#8222;Ich bin kein S\u00f6ldner. Ich k\u00e4mpfte weder in Biafra noch im Sudan f\u00fcr Geld&#8220;. Er bezeichnet sich statt dessen als &#8222;Mann des Krieges&#8220;, f\u00fcr den Treue, Kameradschaft und Ehre zentrale Werte sind. Vergleichbare \u00c4u\u00dferungen findet man auch bei anderen Autoren, die gerne als Krieger, Abenteurer, Condottieri oder was auch immer aber bitte nicht als S\u00f6ldner verstanden werden wollen. Hinter all diesen Anstrengungen steckt das Vorurteil, dass S\u00f6ldner feige, verr\u00e4terisch, unmoralisch, grausam, unloyal und vor allem nat\u00fcrlich geldgierig sind. Kurz und gut: ein S\u00f6ldner ist jederzeit bereit seinen Auftraggeber f\u00fcr die entsprechende Summe zu verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun mag ja sein, dass der Begriff heute von manchen so verstanden wird. Allerdings wird manchmal auch versucht Soldaten generell mit &#8222;M\u00f6rdern&#8220; gleichzusetzen. Wenn man also schon \u00fcber das zweit\u00e4lteste Gewerbe der Welt spricht, sollte man dabei die historischen Tatsachen nicht vollst\u00e4ndig ignorieren und ein wenig analysieren, was hinter diesen Vorurteilen steckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um gleich mit dem wichtigsten Punkt &#8211; der Loyalit\u00e4t &#8211; anzufangen: Nicht erst seit K\u00f6nig Davids ber\u00fchmten &#8222;Krethi und Plethi&#8220; (Kreter und Philister) wurden S\u00f6ldner immer wieder als Leibgarden und besonders zuverl\u00e4ssige Elitetruppen verwendet. Diese Tradition l\u00e4sst sich durchaus \u00fcber das Mittelalter bis in die Neuzeit weiter verfolgen. Von der War\u00e4gergarde der byzantinisachen Kaiser, der schottischen Leibwache der franz\u00f6sischen K\u00f6nige im Mittelalter, den englischen Bogensch\u00fctzen Karls des K\u00fchnen, den deutschen Musketieren in polnischem oder venezianischem Sold bis zu den Schweizer Garden der franz\u00f6sischen K\u00f6nige und des Papstes. Es gibt zahlreiche Schlachten, in denen die fremden S\u00f6ldner immer noch k\u00e4mpften, als die &#8222;nationalen&#8220; Truppen bereits l\u00e4ngst das Weite gesucht hatten. Normalerweise hielten S\u00f6ldner ihren Herren immer noch die Treue wenn das Volk l\u00e4ngst rebellierte und der Adel mit dem Feind konspirierte. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich so etwas kaum quantifizieren, wir wagen jedoch die Behauptung, dass wahrscheinlich wesentlich mehr K\u00f6nige und Feldherren von ihren Landsleuten verraten und im Stich gelassen wurden als von fremden S\u00f6ldnern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"339\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/gurkhas.jpg\" alt=\"Gurkhas\" class=\"wp-image-946\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/gurkhas.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/gurkhas-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Des weiteren wird immer wieder angef\u00fchrt, dass S\u00f6ldner oft keine Ehre h\u00e4tten und sich der Sache, f\u00fcr die sie k\u00e4mpften, moralisch nicht verpflichtet f\u00fchlten. Dazu w\u00e4re zu sagen, dass S\u00f6ldner vor allem professionelle Krieger sind und deshalb unter ihnen wie in allen Eliteformationen gerade Ehrenkodex und soldatische Wertvorstellungen besonders stark ausgepr\u00e4gt sind. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich ihre Wertvorstellungen im wesentlichen auf ihren Beruf reduzieren und ihre oft sehr starke Loyalit\u00e4t auf die Vorgesetzten, die Kameraden und manchmal den Soldherren begrenzt ist. Von S\u00f6ldnern staatsb\u00fcrgerliche Tugenden oder Treue gegen\u00fcber einer abstrakten Verfassung zu erwarten w\u00e4re sicher viel verlangt. Doch auch hier gleichen sie manchen Elitesoldaten. Die h\u00f6heren Ziele, die Ideale wegen denen Kriege gef\u00fchrt wurden, waren S\u00f6ldnern sicher oft relativ gleichg\u00fcltig. Was manchmal jedoch gerade den Effekt hatte, dass sie immer noch aushielten, wenn die Moral der Idealisten l\u00e4ngst zusammengebrochen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen wir nun zum Standardargument, das gegen S\u00f6ldner ins Feld gef\u00fchrt wird: Sie k\u00e4mpfen f\u00fcr Geld, sind sozusagen die Huren des Krieges. Dabei geht man jedoch von der irrigen Vorstellung aus, dass S\u00f6ldner sozusagen auf dem freien Arbeitsmarkt je nach Angebot ihre Auftraggeber frei ausw\u00e4hlen konnten. Dies traf jedoch wie auch bei der Prostitution immer nur auf einige wenige Spitzenkr\u00e4fte zu. Die gro\u00dfe Masse gehorchte jedoch der Not und sehr oft kamen dann noch Dummheit, Leichtsinn, Betrug oder Zwang ins Spiel. Zu den meisten Zeiten ihrer Geschichte verdienten S\u00f6ldner zudem weniger als Facharbeiter. Dabei versteht sich von selbst welches Personal rekrutiert werden konnte: gesellschaftliche Randgruppen, Deklassierte, Au\u00dfenseiter, Emigranten, Kriminelle und nat\u00fcrlich von Anfang an immer wieder Kriegsgefangene. Auch hier kann man deutliche Parallelen zu Prostitution erkennen. Es bleibt jedoch allerdings ein wesentlicher Unterschied: S\u00f6ldner k\u00f6nnen sich nicht mehrmals t\u00e4glich verkaufen, sie bleiben meistens jahrelang &#8211; manchmal ein ganzes Leben &#8211; bei einem K\u00e4ufer. Und dabei entwickeln sich eben nun einmal Loyalit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass S\u00f6ldner ihre Arbeitgeber wechseln, wie manche Leute ihr Hemd, ist ein weit verbreiteter Irrglaube, der meistens mit Beispielen aus dem 15. und 16. Jahrhundert untermalt wird. In dieser Zeit spielten S\u00f6ldner zwar bereits eine wichtige milit\u00e4rische Rolle, allerdings war kaum jemand in der Lage sie \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu bezahlen. Vor allem in Italien k\u00e4mpften sie deshalb oft einige Monate f\u00fcr Florenz und anschlie\u00dfend f\u00fcr Mailand oder Pisa. Das hatte jedoch nichts mit Charakterlosigkeit zu tun, sondern lediglich damit, dass sie sich als &#8222;Gelegenheitsarbeiter&#8220; nach neunen Dienstherren umsehen mussten. Die gro\u00dfe Masse der S\u00f6ldner diente schon aus Bequemlichkeit nur einem Herren, sobald ein geregeltes Steueraufkommen l\u00e4ngere Kontrakte erlaubte. Au\u00dferdem sollte man beachten, dass die Kontrakte nach M\u00f6glichkeit mit solchen Arbeitgebern abgeschlossen wurden, mit deren Anliegen man sich identifizieren konnte. So dienten die protestantischen Schotten im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg bevorzugt Schweden, die irischen Wildg\u00e4nse dagegen den Habsburgern, und selbst den S\u00f6ldnern im Kongo der 60er Jahre sollte man zugestehen, dass sie wahrscheinlich nicht f\u00fcr eine kommunistische Regierung gek\u00e4mpft h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem bei S\u00f6ldnern, wenn sie nur halbwegs gut gef\u00fchrt und bezahlt wurden, war deshalb auch nur in seltenen Ausnahmen ihre mangelnde Treue, sondern dass diese im Nachhinein betrachtet den falschen Personen gegolten hatte. So halfen die fremden Leibgarden meistens Volksaufst\u00e4nde und Adelsverschw\u00f6rungen niederzuschlagen, verteidigten Tyrannen oder folgten ihren Offizieren ohne gro\u00dfe Bedenken bei Staatsstreichen. Es ist in diesem Zusammenhang bezeichnend, dass im spanischen B\u00fcrgerkrieg das Milit\u00e4r weitgehend der gew\u00e4hlten Regierung die Treue hielt, w\u00e4hrend sich die Putschisten auf die spanische Fremdenlegion und die marokkanischen S\u00f6ldner &#8211; die &#8222;Regulares&#8220; &#8211; st\u00fctzten. Als dann 1961 einige franz\u00f6sische Gener\u00e4le in Algerien gegen de Gaulle putschten benutzten sie dazu vor allem die Elite der Fremdenlegion: das 1. REP. \u00dcber 100 Fremdenlegion\u00e4re folgten ihren Offizieren dann auch noch nach dem gescheiterten Putsch in den Untergrund und ver\u00fcbten Attentate f\u00fcr die OAS (Organisation Armee Secrete). Dadurch wurden sie aus franz\u00f6sischer Sicht zwar zu Verr\u00e4tern, als S\u00f6ldner hatten sie jedoch lediglich ihren Offizieren die Treue gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die anderen Punkte, die S\u00f6ldnern immer wieder angekreidet werden &#8211; Disziplinlosigkeit, Beutegier und Grausamkeit -, erweisen sich bei genauerer Betrachtung als \u00e4u\u00dferst relativ. Das Problem dabei ist, dass meistens der S\u00f6ldner als etwas unhistorisches verstanden wird, und man eine Art finsteren mittelalterlichen Kriegsknecht mit Soldaten verschiedenster Epochen konfrontiert. Vergleicht man jedoch S\u00f6ldner mit anderen Kombattanten der gleichen Zeit und Kulturkreise, stellt man fest, dass sie als professionelle K\u00e4mpfer meistens nicht nur \u00fcber mehr Disziplin als Milizen und Volksaufgebote verf\u00fcgten, sondern auch \u00fcber mehr als die adligen Standeskrieger. Bei der Beutegier muss man beachten, dass z.B. im Mittelalter mit Soldtruppen oft gr\u00f6\u00dfere Massen von Kriegern aus \u00e4rmeren Schichten auf der B\u00fchne erschienen, f\u00fcr die sich manches lohnte, was die Herren vom Adel verschm\u00e4hten. Wenn allerdings Volksaufgebote wie die der Hussiten oder Schweizer im Krieg erfolgreich waren, so waren sie auch sehr schnell f\u00fcr ihre Raublust ber\u00fcchtigt. F\u00fcr die Zeit der franz\u00f6sischen Revolution und der napoleonischen Kriege kann man dagegen feststellen, dass die modernen Massenheere sogar ausgiebiger pl\u00fcnderten als die S\u00f6ldnertruppen des Absolutismus. Auch in puncto Grausamkeit haben S\u00f6ldner sicher selten andere in gleichen Kriegen t\u00e4tige Truppen \u00fcbertroffen. Viele der ganz gro\u00dfen Schweinereien im Laufe der Geschichte sind sogar von so genannten Idealisten im Namen eines h\u00f6heren Ziels wie Religion, Rasse oder Klasse ver\u00fcbt oder zumindest angeordnet worden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"280\" height=\"360\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/machiavelli.jpg\" alt=\"Niccolo Machiavelli \" class=\"wp-image-947\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/machiavelli.jpg 280w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/machiavelli-233x300.jpg 233w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Sucht man nun nach den Ursachen f\u00fcr den schlechten Ruf der S\u00f6ldner, so st\u00f6\u00dft man automatisch Niccolo Machiavelli (1469-1527) dem sicher wichtigsten und einflussreichsten politischen Theoretiker am Beginn der Neuzeit. Machiavelli erlebte wie Italien zu Zankapfel und Beute von Franzosen und Spaniern wurde. Sein erkl\u00e4rtes Ziel war es &#8222;Italien von den Barbaren zu befreien&#8220;. Aber das Kriegswesen Italiens lag zu seiner Zeit v\u00f6llig in den H\u00e4nden privater S\u00f6ldnerf\u00fchrer, der so genannten Condottieri, die ihre Dienste an den Meistbietenden verkauften. Machiavelli polemisierte eifrig gegen ihre &#8222;unblutigen Schlachten&#8220;, in denen sie sich gegenseitig schonten und nur ihren eigenen Vorteil verfolgten. &#8222;Vom Kriege lebend, hatten sie gleichsam ein B\u00fcndnis und Einverst\u00e4ndnis miteinander; sie hatten den Krieg zum Handwerk gemacht und zogen ihn, sich schonend, auf eine Weise hinaus, dass gr\u00f6\u00dftenteils beide kriegf\u00fchrenden Teile verloren.&#8220; Sein Gesamturteil ist vernichtend: &#8222;denn sie sind uneinig, ehrgeizig, disziplinlos und untreu, \u00fcberheblich den Freunden und feig dem Feind gegen\u00fcber; sie sind ohne Furcht vor Gott und ohne Treue gegen die Menschen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie in seiner Zeit \u00fcblich suchte er die L\u00f6sung in der Antike. Seiner Ansicht nach waren R\u00f6mer und Griechen allein durch Volksheere frei geblieben, und der Anfang des r\u00f6mischen Untergangs begann mit den gotischen S\u00f6ldnertruppen. Um von der seiner Meinung nach fatalen Institution des S\u00f6ldnerwesens loszukommen, f\u00f6rderte er in Florenz die Aufstellung einer B\u00fcrgermiliz, die aber wie nicht anders zu erwarten 1512 von spanischen S\u00f6ldnern vernichtend geschlagen wurde. Machiavellis grundlegendes Problem war, dass er das S\u00f6ldnerwesen zu einer Zeit bek\u00e4mpfen wollte, als es gerade zu seinem ganz gro\u00dfen Siegeszug angetreten war. B\u00fcrgermilizen oder auch die in so genannten Landesdefensionen zusammengefassten Bauernaufgebote hatten gegen S\u00f6ldnertruppen nicht mehr die geringste Chance, und selbst den Adligen blieb oft nur noch die M\u00f6glichkeit als Offizier Solddienst zu nehmen. Au\u00dferdem \u00fcbersah er v\u00f6llig, dass die von ihm so gesch\u00e4tzten absoluten F\u00fcrsten das Volk gar nicht bewaffnen wollten, sondern sich viel lieber auf Fremde verlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wesentlich pragmatischer waren dagegen die Oranier, die in den Niederlanden den Widerstand gegen Habsburgs Milit\u00e4rmaschine organisierten. Wie Machiavelli waren auch sie stark von klassischen Autoren beeinflusst und versuchten das Milit\u00e4r nach r\u00f6mischem Vorbild zu reformieren. Sie versuchten allerdings nicht die S\u00f6ldner abzuschaffen, sondern begannen damit, diese regelm\u00e4\u00dfig zu bezahlen. Als Gegenleistung konnten sie daf\u00fcr Disziplin und Gehorsam verlangen. Die oranischen Heeresreformen wurden schlie\u00dflich vorbildlich f\u00fcr die abendl\u00e4ndische Kriegskunst, und damit wurde der regelm\u00e4\u00dfig bezahlte S\u00f6ldner zum Vater des modernen Soldaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Machiavelli hatte sich in einigen Punkten geirrt, so bestanden die Legionen des r\u00f6mischen Imperiums l\u00e4ngst nicht mehr aus B\u00fcrgern und auch die Schlachten der Codottieri waren wesentlich blutiger als allgemein angenommen (wir werden auf diese Fragen noch ausf\u00fchrlicher in anderen Kapiteln eingehen), dennoch war seine Wirkung als Publizist gewaltig, und die meisten modernen Vorurteile gegen\u00fcber S\u00f6ldnern gehen letztlich auf ihn zur\u00fcck. Allerdings blieb es nicht dabei. Mit dem amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg wurde der Patriot erstmals publikumswirksam ausgeschlachtet. Da k\u00e4mpften dann tapfere Milizion\u00e4re gegen die hessischen &#8222;Mietlinge&#8220; (Hirelings) des englischen K\u00f6nigs. Dass der Krieg nur durch die tatkr\u00e4ftige Mithilfe franz\u00f6sischer Soldregimenter gewonnen wurde, hat man in der Euphorie nat\u00fcrlich unterschlagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"356\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schweizer_tuilerien.jpg\" alt=\"Tod der Schweizer\" class=\"wp-image-949\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schweizer_tuilerien.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schweizer_tuilerien-300x178.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tod der Schweizer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als es kurz darauf zur Franz\u00f6sischen Revolution kam, standen die S\u00f6ldner wieder einmal auf der falschen Seite. Allerdings nicht weil es ihnen an Loyalit\u00e4t fehlte, sondern weil sie ganz im Gegenteil zuviel davon hatten. Auf franz\u00f6sischer Seite k\u00e4mpften nun Patrioten gegen die Soldknechte der Tyrannen. Doch auch Frankreichs Gegner konnten schlie\u00dflich nur die notwenigen Truppenmassen mobilisieren, indem sie an die vaterl\u00e4ndischen Gef\u00fchle ihrer Untertanen appellierten. Der bislang verachtete Soldatenberuf wurde im Aufschwung der nationalen Begeisterung zum Ehrendienst. Machiavellis Pl\u00e4ne schienen sich endlich durchgesetzt zu haben. Auf der Strecke blieben die S\u00f6ldner. Sie standen jetzt f\u00fcr all das Schlechte und R\u00fcckst\u00e4ndige, das \u00fcberwunden worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die B\u00fcrger Europas war es nun Ehrensache, die Verteidigung des Vaterlandes wie die alten Griechen und R\u00f6mer selbst in die Hand zu nehmen. Dass dieses B\u00fcrgertum, das f\u00fcr die Verbreitung der neuen Ideologie sorgte, allerdings selbst entweder gar nicht diente oder eine Karriere als Reserveoffizier machte, versteht sich von selbst. Milit\u00e4rdienst war zwar eine patriotische Pflicht, wurde aber weiterhin weitgehend von denen geleistet, die kein Wahlrecht und auch an weltlichem Besitz wenig bis gar nichts zu verteidigen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gutes Beispiel f\u00fcr diese Doppelmoral ist Englands Eintritt in den Krimkrieg 1854. Da England den russischen Massenheeren nur eine relativ kleine Berufsarmee entgegenzusetzen hatte, kam die Regierung recht schnell auf das altbew\u00e4hrte Rezept der S\u00f6ldnerwerbung zur\u00fcck. Doch da ging ein Aufschrei der Emp\u00f6rung durch die britische \u00d6ffentlichkeit. Die Presse sah die nationale Wehrf\u00e4higkeit in Gefahr, und im Parlament sprach die Opposition davon, dass &#8222;Mietlinge, Metzger und M\u00f6rder aus den tiefsten deutschen Slums nicht mit dem notwendigen Enthusiasmus f\u00fcr die edle Sache entflammt werden k\u00f6nnten&#8220;. Statt dessen schlug man vor, gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen bei Werbungen unter Iren und der englischen Mittelschicht zu unternehmen. Doch dazu h\u00e4tte man wiederum den miserablen Sold erh\u00f6hen m\u00fcssen, was wiederum die Liberalen f\u00fcrchteten, da das zu einer allgemeinen Erh\u00f6hung der L\u00f6hne gef\u00fchrt h\u00e4tte. Letzten Endes war das das ausschlaggebende Argument und man beschloss die Aufstellung dreier Fremdenlegionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des 19. Jahrhunderts gelang es jedoch den meisten europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chten, sich neue Rekrutierungsgebiete in den Kolonien zu erschlie\u00dfen. England n\u00fctzte vor allem das gigantische Menschenreservoir Indiens und ein Historiker bezeichnete dann auch treffend die Gurkhas als &#8222;Englands Hessen im 19. Jahrhundert&#8220;. Frankreich versuchte in Westafrika nachzuziehen, aber auch Holland, Deutschland, Italien, Belgien und Spanien rekrutierten flei\u00dfig in ihren Kolonien. Im I. Weltkrieg k\u00e4mpften dann 1.300.000 Inder f\u00fcr England, und 160.000 Westafrikaner f\u00fcr Frankreich. Da es sich bei all diesen Truppen nach offizieller Definition um keine S\u00f6ldner mehr handelte, klagte auch niemand \u00fcber mangelnde Moral oder Loyalit\u00e4t. Ganz im Gegenteil: Senegalesen, Gurkhas oder Askaris zeigten ihren wei\u00dfen Herren gegen\u00fcber echte Treue und Opferbereitschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem I. Weltkrieg betraten mit Kommunismus und Faschismus zwei neue Ideologien die B\u00fchne, f\u00fcr die man auch wieder als Ausl\u00e4nder k\u00e4mpfen und sterben durfte, ohne als S\u00f6ldner diffamiert zu werden. Dabei geriet das Wort tats\u00e4chlich ein wenig in Vergessenheit, es schien wie die Landsknechte oder Bukaniere einer fernen Vergangenheit anzugeh\u00f6ren. Aktuell wurde es erst wieder mit dem Prozess der Entkolonialisierung in den 50er und 60er Jahren. Als die franz\u00f6sische Fremdenlegion zuerst in Indochina und dann in Algerien k\u00e4mpfte, wurde vielen klar, dass nun S\u00f6ldner die Interessen des Imperialismus vertraten. Wieder einmal war nicht ihre mangelnde Loyalit\u00e4t das Problem, sondern dass sie in einem verlorenen Krieg verheizt wurden und dabei wie so oft in ihrer Geschichte die \u00f6ffentliche Meinung gegen sich hatten. Aber Frankreich war auf dem R\u00fcckzug, und die Welt war anscheinend bereit die Fremdenlegion als Teil der franz\u00f6sischen Folklore zu akzeptieren. Doch da kam es zu den K\u00e4mpfen im Kongo, und relativ kleine S\u00f6ldnereinheiten machten nicht nur die UN-Truppen l\u00e4cherlich, sondern entschieden durch ihre Schlagkraft pl\u00f6tzlich \u00fcber afrikanische Politik.<\/p>\n\n\n\n<p>Die OAS (Organisation Afrikanischer Staaten) und jede Menge anderer Staaten waren alarmiert. Hatten Kapitalismus und Imperialismus nun eine Hintert\u00fcr gefunden, durch die sie sich in die politischen Angelegenheiten selbst\u00e4ndiger Nationen einmischen konnten? Der Westen musste Abbitte leisten und Besserung geloben. Sein Bauernopfer waren die S\u00f6ldner, die nun international von der UNO ge\u00e4chtet wurden, nachdem die OAS sich im Gegenzug damit einverstanden erkl\u00e4rt hatte die bestehenden S\u00f6ldnertruppen des Westens (spanische und franz\u00f6sische Fremdenlegion, Gurkhas, Milit\u00e4rberater etc.) nicht l\u00e4nger als S\u00f6ldner zu bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"405\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/moritz-sachsen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-950\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/moritz-sachsen.jpg 320w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/moritz-sachsen-237x300.jpg 237w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Grabmal von Moritz von Sachsen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;S\u00f6ldner&#8220; ist seither wie &#8222;Faschist&#8220; zu einer inhaltsleeren Worth\u00fclse geworden, mit der immer die anderen diffamiert werden. Wie haltlos allerdings viele der gegen S\u00f6ldner angef\u00fchrten Argumente sind, wird ganz besonders deutlich, wenn man sich nicht auf das einfache Fu\u00dfvolk beschr\u00e4nkt, sondern seine Aufmerksamkeit einmal auf die etwas bekannteren Namen richtet. Pl\u00f6tzlich ist dann nicht mehr von S\u00f6ldnern, sondern von Abenteurern im schlimmsten Fall von Gl\u00fccksrittern die Rede. Richtige S\u00f6ldner &#8211; auch wenn sie niemand so bezeichnet &#8211; waren: Eugen von Savoyen, der nachdem er in Frankreich abgewiesen worden war, in \u00d6sterreich Karriere machte, Moritz von Sachsen, der uneheliche Sohn Augusts des Starken und sp\u00e4tere Marschall von Frankreich, Friedrich Wilhelm von Steuben, der arbeitslose preu\u00dfische Offizier, der sozusagen als letzte M\u00f6glichkeit die Stelle in den USA angenommen hatte. Die Liste lie\u00dfe sich nat\u00fcrlich ohne Probleme gewaltig verl\u00e4ngern.<br><br>Da diese M\u00e4nner so ber\u00fchmt wurden, dass sie schlie\u00dflich die Stellung von Nationalheiligen erreichten, spricht niemand mehr von ihrer fremden Herkunft und ihren einstigen Motiven. Ganz im Gegenteil: Moritz von Sachsen wurde zum Franzosen und Eugen zum \u00d6sterreicher gemacht. Aber damit nicht genug. Bei so viel Ber\u00fchmtheit, sind sogar die im Stich gelassenen Heimatl\u00e4nder weiterhin auf ihre verlorenen S\u00f6hne stolz. F\u00fcr uns sieht es allerdings wieder einmal danach aus, wie Geschichte leider allzu oft geschrieben wird: den Gro\u00dfen, die meist schon zu Lebzeiten nicht viel zu leiden hatten, errichtet man Denkm\u00e4ler, das Fu\u00dfvolk dagegen, mit dessen Blut und Knochen die Schlachten geschlagen wurden, wird vergessen, verurteilt und dann auch noch verachtet. S\u00f6ldner sind Berufskrieger und so besehen kann man ihnen viel vorwerfen: Habgier, Grausamkeit, Totschlag etc. Letzten Endes waren sie aber nur in Ausnahmenf\u00e4llen schlimmer als andere Truppen zur gleichen Zeit, als Profis waren sie jedoch meistens tapferer und auch zuverl\u00e4ssiger als diese. Ob dies in einer endlosen Reihe vergessener und meist sinnloser Kriege ein Qualit\u00e4tsmerkmal ist, mag jeder selbst entscheiden. Gedankt wurde es ihnen jedenfalls nicht.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00f6ldner und ihr schlechter Ruf.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":944,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[94,8],"tags":[],"class_list":["post-940","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archetypen","category-artikel"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Mietlinge - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-mietlinge\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Mietlinge - 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