{"id":5887,"date":"2026-08-16T12:55:01","date_gmt":"2026-08-16T12:55:01","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=5887"},"modified":"2026-08-17T11:40:32","modified_gmt":"2026-08-17T11:40:32","slug":"ungern-sternberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ungern-sternberg\/","title":{"rendered":"Ungern-Sternberg"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der blutige Baron und sein Reich in der Mongolei.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In der Schlussphase des russischen B\u00fcrgerkrieges eroberte der Deutschbalte und wei\u00dfrussische General Roman von Unbern-Sternberg mit seinen Truppen die Mongolei und errichtete dort ein Terrorregime. 1921 wurde er jedoch von der Roten Armee vernichtend geschlagen und kurz darauf hingerichtet. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter all den grausamen und perversen Gestalten, die der russische B\u00fcrgerkrieg in nicht geringer Zahl hervorbrachte, nimmt Baron Ungern-Sternberg sicher eine finstere Spitzenposition ein. In Europa erreichte er unter den Bezeichnungen der &#8222;blutige&#8220; oder der &#8222;verr\u00fcckte Baron&#8220; eine gewisse Ber\u00fchmtheit, in der Mongolei hielten ihn dagegen viele f\u00fcr den &#8222;Wiedergeborenen Kriegsgott&#8220; oder den &#8222;Wiedergeborenen Dschingis Khan&#8220;. Seiner eigenen Erz\u00e4hlung nach, bei der die Fakten sicher stark von Legenden \u00fcberwuchert wurden, entstammte die Familie Ungern von Sternberg einer Mischung aus Deutschen, Ungarn und Hunnen. Einige hatten an den Kreuzz\u00fcgen teilgenommen; einer war als fahrender Ritter durch ganz Europa gezogen und hatte in Spanien ein ruhmvolles Ende gefunden; ein anderer war ein ber\u00fcchtigter Raubritter gewesen. Ein Teil der Familie war mit dem Deutschen Orden nach Preu\u00dfen gegangen, wo dann bei Tannenberg zwei Barone der Familie gefallen waren. Da sich der Besitz der Ungern-Sternberg haupts\u00e4chlich in Lettland und Estland befunden hatte, waren sie dann russische Untertanen geworden. Ein Ungern-Sternberg hatte sich im indischen Ozean als Seer\u00e4uber bet\u00e4tigt, war schlie\u00dflich von den Briten gefangen und an die russische Regierung ausgeliefert worden. W\u00e4hrend seiner langen Zeit in Asien war er Buddhist geworden, was dann auch die Religion seiner Nachkommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"624\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ungern-sternberg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5892\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ungern-sternberg.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ungern-sternberg-300x312.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">der &#8222;blutige Baron&#8220; Ungern-Sternberg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Enkel Roman Feodorovich diente dann in Sibirien als zaristischer Offizier, wurde aber schlie\u00dflich wegen mehrerer Duelle und wiederholter Disziplinlosigkeit aus der Armee ausgeschlossen. 1912 hatte er die Mongolen in ihrem Unabh\u00e4ngigkeitskampf gegen China unterst\u00fctzt. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges war er dann wieder in die russische Armee aufgenommen worden und hatte wegen seiner Tapferkeit schnell Karriere gemacht. Im B\u00fcrgerkrieg schloss er sich dann den wei\u00dfen Truppen unter Koltschak an. Allerdings diente er dort in den Einheiten des Kosaken-Warlords Semjonov, die weitab der Front im \u00f6stlichen Sibirien auf unbeschreibliche Weise hausten. Ihr Kampf gegen die Bolschewiken bestand vor allem darin, dass sie ungehemmt die Bev\u00f6lkerung beraubten, zahllose &#8222;Verd\u00e4chtige&#8220; ermordeten, Versorgungsg\u00fcter der Alliierten unterschlugen und die Fl\u00fcchtlinge in der transsibirischen Eisenbahn auspl\u00fcnderten. Obwohl oder gerade weil im B\u00fcrgerkrieg blutiger Terror auf beiden Seiten zum Tagesgesch\u00e4ft geh\u00f6rte, spricht es B\u00e4nde, dass Koltschak nach seinem R\u00fcckzug nach Transbaikalien einige von Semjonovs Gener\u00e4len vor ein Kriegsgericht stellen lie\u00df. Ungern-Sternberg entzog sich der Untersuchung indem er sich mit seinen Kosaken in die Mongolei absetzte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem Koltschak im Januar 1920 von der <a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/zwischen-weiss-und-rot\/\">tschechischen Legion<\/a>, die sich damit ihren freien Abzug erkaufte, an die Rote Armee ausgeliefert worden war, versuchten sich viele der \u00dcberlebenden in die Mongolei durchzuschlagen. Manchmal waren es Offiziere mit den Resten von ehemaligen Regimentern, oft aber einzelne oder kleine Gruppen, die sich nun neu formatierten. In Turkestan im Westen etablierte sich Ataman Annenkov mit seinen Orenburg-Kosaken, bei Chiguchack General Bakich und im Altai Colonel Kaigarodov. Die st\u00e4rkste Gruppe stand jedoch unter dem Kommando Ungern-Sternbergs, der zudem auf starke Unterst\u00fctzung der Mongolen z\u00e4hlen konnte. Dabei machte er sich die bestehenden Spannungen zwischen Chinesen und Mongolen zunutze. Da die Mongolei lange chinesische Provinz gewesen war, hatte die einheimische Bev\u00f6lkerung immer mehr Einfluss und Land an zugewanderte Chinesen verloren. Beim Sturz der Mandschu-Dynastie 1911 hatte Russland die Gunst der Stunde genutzt und die Unabh\u00e4ngigkeit der Mongolei unterst\u00fctzt und so seinen eigenen Einfluss erweitert. China hatte deshalb w\u00e4hrend des russischen B\u00fcrgerkriegs nicht lange gez\u00f6gert und 1919 das Land erneut besetzt. Neben zahlreichen kleinen Milit\u00e4rposten stand das gr\u00f6\u00dfte Kontingent in der Hauptstadt Urga (dem heutigen Ulan-Bator).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungern-Sternberg h\u00e4tte sich mit seinen Kosaken und seinen zusammen geraubten Sch\u00e4tzen wie viele andere auch weiter nach Zentralasien oder China durchschlagen k\u00f6nnen. Er plante jedoch gr\u00f6\u00dferes. Zuerst wollte er mit den geflohenen Russen und den Mongolen, die chinesischen Besatzungstruppen aus der Mongolei vertreiben, dann die Bolschewiken in Sibirien vernichten und aus der Mongolei, Transbaikalien und der Mandschurei ein asiatische Reich schaffen, von dem er wie Dschingis Khan gegen Europa vorsto\u00dfen wollte. Man kann wohl davon ausgehen, dass der &#8222;verr\u00fcckte Baron&#8220; sp\u00e4testens hier jeden Bezug zur Realit\u00e4t verloren hatte. Um so erstaunlicher ist es, dass es ihm 1921 mit einer winzigen Armee aus Russen, einigen freiwilligen und noch mehr gepressten Mongolen, Burj\u00e4ten und Tibetern tats\u00e4chlich gelang, sich f\u00fcr einige Monate zum Herrn der Mongolei zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">W\u00f6lfe der Steppe<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann die groben Fakten in Lexika nachlesen. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roman_von_Ungern-Sternberg\">Ungern-Sternbergs Schicksal<\/a> wurde in zwei historischen Romanen und einem franz\u00f6sischen Comic verarbeitet, doch dabei verschwindet allzu viel von den Ereignissen hinter Hypothesen und purer Fiktion. Etwas genauer, wenn auch deutlich besch\u00f6nigend, berichtet Ossendowski in seinem Buch &#8222;Tiere, Menschen und G\u00f6tter&#8220; vom Terrorregime des Barons in Urga. Uns interessiert aber viel mehr die Perspektive der einfachen Soldaten, die dort in der Mongolei einen verzweifelten und absurden Kampf im Dienst eines wahnsinnigen Tyrannen ausfochten und sich dabei anscheinend von seinem kranken Geist infizieren lie\u00dfen, so dass sie in ihrer Verrohung die letzten Reste der Zivilisation abstreiften. Von ihren Strapazen w\u00e4hrend der Flucht, der unglaublichen H\u00e4rte und der Grausamkeit der K\u00e4mpfe in der eisigen Steppe berichtet Dimitri Alioshin, der das meiste aus allern\u00e4chster N\u00e4he miterlebt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dimitri hatte am Weltkrieg als Artillerist teilgenommen und sich nach der Revolution dann wie viele Offiziere den Truppen Koltschaks angeschlossen. Nachdem seine Einheit bald nach Koltschaks Ende von der Roten Armee bei Irkutsk zerschlagen worden war, gelang es ihm sich verkleidet als deutscher Kriegsgefangener langsam zu Fu\u00df in die Mongolei durchzuschlagen. Auch in der Mongolei herrschte Bandenkrieg \u00fcbelster Sorte, in dem sich Chinesische Soldaten, Nomaden, Kosaken, Wei\u00dfe und Rote erbittert bek\u00e4mpften. Da jede Gruppe panische Angst vor Spionen hatte, suchte man st\u00e4ndig nach Verr\u00e4tern, die dann ein grausamer Tod erwartete. Nat\u00fcrlich wurden dabei weit mehr Unschuldige als echte Spione hingerichtet. Ein einzelner Fl\u00fcchtling hatte in diesem Chaos keine Chance, und so schloss sich Dimitri einer Gruppe wei\u00dfer Kosaken an. Einige neue Freiwillige beschreibt er folgenderma\u00dfen: &#8222;Sie waren unterern\u00e4hrt und mangelhaft gekleidet, ohne Munition. Sie waren gef\u00e4hrliche M\u00e4nner, bereit zu bei\u00dfen und zu t\u00f6ten. T\u00f6ten bereitete ihnen gro\u00dfes Vergn\u00fcgen, nicht nur weil es ihren eigenen Tod hinausschob, sondern auch weil es sie st\u00e4rkte, sie mit Munition, Essen und Kleidung versorgte.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"678\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongole-krieger.jpg\" alt=\"Krieger in der Mongolei\" class=\"wp-image-5895\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongole-krieger.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongole-krieger-300x407.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">mongolischer Krieger 1920er<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam begannen sie ein wildes R\u00e4uberleben. Sie schlugen sich mit anderen Gruppen und \u00fcberfielen kleinere Chinesische Au\u00dfenposten, deren Besatzung sie gnadenlos massakrierten. Gefangene wurden nie gemacht. Als sie einmal in einem Gefecht eine andere Bande zerschlagen hatten, gab es f\u00fcr die \u00dcberlebenden keine Gnade. &#8222;Wie hungrige W\u00f6lfe mit b\u00f6sen Blicken sa\u00dfen sie auf dem Boden in der Ecke des Hofs. Wir gaben ihnen Picken und Schaufeln, und sie gruben ihre eigenen Gr\u00e4ber. Taub gegen\u00fcber ihren Protesten, Bitten und Seufzern, erstachen wir die zwei Mongolen, und der Chinese begrub sie. Wir h\u00e4ngten den dritten Banditen an seinem Zopf, da es eine unverdiente Gnade gewesen w\u00e4re, einen Chinesen schnell zu t\u00f6ten. Er starb sp\u00e4ter nach langen Todesqualen und unsere Hunde fra\u00dfen ihn in den n\u00e4chsten Tagen. Ich beobachtete all das und beteiligte mich an einigem. Wenn ein Mann durch all das gegangen ist, was ich seit der Revolution erlebt hatte, verliert er viele seiner zivilisierten Eigenschaften.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast erstaunt registriert Dimitri den Verrohungsprozess an sich und seinen Kameraden. Das hielt sie dennoch nicht davon ab, manchmal wehm\u00fctige russische Lieder zu singen. Besonders sentimental feierten sie Weihnachten, wobei der Baum mangels anderer Dinge mit Patronenh\u00fclsen und bunten Stofffetzen beh\u00e4ngt wurde. In dieser Zeit h\u00f6rten sie auch immer mehr vom verr\u00fcckten Baron, der Ende Oktober 1920 vergeblich versucht hatte Urga zu st\u00fcrmen. Von der weit \u00fcberlegenen chinesischen Garnison abgeschlagen, hatte er am Kerulen ein Winterlager bezogen und sammelte nun neue Kr\u00e4fte. Aber auch unter Dimitris abgebr\u00fchten Kameraden galt Ungern-Sternberg als perverser Sadist. So hatte er bei seinem \u00fcberst\u00fcrzten R\u00fcckzug von Urga die Schwerverwundeten einfach vergiften lassen, da sie seinen Marsch behinderten. Geradezu besessen suchte er st\u00e4ndig unter seinen eigenen Truppen nach &#8222;Verr\u00e4tern&#8220;, die er oft zu seinem pers\u00f6nlichen Vergn\u00fcgen zu Tode foltern lie\u00df. Einige wurden langsam \u00fcber Feuern gegrillt, andere lie\u00df er von seinen W\u00f6lfen zerrei\u00dfen, die meisten wurden aber in guter alter Kosakentradition totgepeitscht. Um die Disziplin unter seinen Soldaten aufrecht zu erhalten, wurden auch Offiziere bei den geringsten Anl\u00e4ssen gepeitscht. Eine andere \u00e4u\u00dferst beliebte Strafe war es, die Delinquenten mehrere Tage auf dem Eis eines Flusses oder einem Dach ausharren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter diesen Umst\u00e4nden hielt es Dimitris Gruppe f\u00fcr besser, ihren eigenen Krieg zu f\u00fchren. Als sie sich stark genug f\u00fchlten, unternahmen sie Einf\u00e4lle nach Russland. Dort gelang es ihnen sogar einige bolschewistische Au\u00dfenposten zu \u00fcberraschen und niederzumachen. Danach zogen sie sich wieder in die Mongolei zur\u00fcck und versuchten ihr Gl\u00fcck an anderer Stelle. Damit hatten sie sogar einen gewissen Erfolg, bis die Rote Armee eine Abteilung sibirischer Scharfsch\u00fctzen auf sie ansetzte. Nur unter schweren Verlusten konnten sie sich jetzt den Weg zur\u00fcck freik\u00e4mpfen. Als sie endlich ihre hartn\u00e4ckigen Verfolger abgesch\u00fcttelt hatten und noch dabei waren ihre Wunden zu lecken, wurden sie vom Regiment eines mongolischen Prinzen im Dienst Ungern-Sternbergs gestellt. Nun blieb ihnen keine Wahl mehr, sie mussten sich den Truppen des Barons anschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">S\u00f6ldner in Ungern-Sternbergs Heer<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie landeten zuerst in der Abteilung von Oberst Kazagrandi, der mit 500 Mann in Bangai Kure herrschte. Ossendowski, der ihm auch kurz begegnet war, nennt ihn zwar &#8222;einen Mann aus guter Familie, einen erfahrenen Ingenieur und trefflichen Offizier.&#8220; Allerdings scheint Kazagrandi fast genauso mordlustig wie der Baron gewesen zu sein. Der wesentliche Unterschied war nur, dass Kazagrandi haupts\u00e4chlich aus Geldgier t\u00f6ten lie\u00df. Reiche H\u00e4ndler, auch wohlhabende russische Kolonisten verschwanden in seinem Machtbereich meistens spurlos und ihr Besitz wanderte in Kazagrandis Taschen. Auf unliebsame Zeugen oder Offiziere, die sich Kritik anma\u00dften, wartete ein \u00e4hnliches Schicksal.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"398\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-ausbildung.jpg\" alt=\"Ausbildung mongolischer Soldaten\" class=\"wp-image-5897\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-ausbildung.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-ausbildung-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausbildung von Mongolen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch den Angriff auf Urga hatte sich die Lage der Russen, von denen einige tausend Kaufleute, Kolonisten und Fl\u00fcchtlinge im Land waren, dramatisch verschlechtert. Die Chinesen hatten alle Russen in Urga verhaftet und in engen K\u00e4figen zusammengepfercht, dort vegetierten sie nun unter unmenschlichen Verh\u00e4ltnissen. Diejenigen, die sich an anderer Stelle im Land aufhielten, versuchten sich teilweise nach China oder Mandschuko durchzuschlagen, den meisten blieb jedoch keine andere Wahl als sich Ungern-Sternbergs Truppen anzuschlie\u00dfen. Im Gegensatz zu den Kosaken handelte es sich bei ihnen jedoch haupts\u00e4chlich um Zivilisten die keine oder nur wenig Kriegserfahrung hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Armee, die der Baron am Kerulen sammelte galt folgende Rangordnung: An erster Stelle stand das mongolische Regiment, das seine Leibwache bildete und sich bei Unterkunft und Verpflegung zahlreicher Privilegien erfreute. Danach kamen die Burj\u00e4ten und die Tartaren. Diesen folgte ein japanisches Korps. Erst dann folgten die Regimenter aus gepressten Mongolen und die aus russischen Zivilisten, die allgemein sehr verachtet wurden. Aber ganz am anderen Ende rangierten die Wei\u00dfrussen und Kosaken. Sie waren &#8222;dreckig, zynisch und grausam&#8220; und das eigentliche R\u00fcckgrat der ganzen Armee. Dennoch richtete sich der Hass des Barons vorwiegend gegen sie. Fast alle waren ehemalige Offiziere der zaristischen Armee, die ihn einst ausgesto\u00dfen hatte, und das lie\u00df er sie bei jeder Gelegenheit sp\u00fcren. Immer wieder lie\u00df er einzelne als Verr\u00e4ter hinrichten, oder verteilte gro\u00dfz\u00fcgige Pr\u00fcgelstrafen. Wie wenig ihm das Schicksal seiner Soldaten bedeutete, wird besonders durch einen Vorfall unterstrichen. Als sich aufgrund der schlechten Versorgung die Krankheitsf\u00e4lle wegen Skorbut h\u00e4uften, befahl er dem leitenden Arzt einfach alle Kranken im Lazarett zu vergiften, was dieser auch ohne Z\u00f6gern tat. Danach gab es keine Krankmeldungen mehr. Die Soldaten zogen es vor, in ihren Jurten zu sterben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"653\" height=\"380\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/chinesen-mongolei.jpg\" alt=\"\u00dcberreste der chnisesischen Armee\" class=\"wp-image-5899\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/chinesen-mongolei.jpg 653w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/chinesen-mongolei-300x175.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 653px) 100vw, 653px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00dcberreste der chinesischen Armee ein paar Jahre sp\u00e4ter<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ende Januar 1921 begann der Baron einen neuen Angriff auf Urga vorzubereiten. Von milit\u00e4rischen Planungen oder Strategie hielt er allerdings wenig. Statt dessen befragte er die zahlreichen mongolischen Schamanen und Lamas in seinem Gefolge, die mit Hilfe verkohlter Schulterknochen von Schafen die Zukunft voraussagten. Als diese nun einen g\u00fcnstigen Termin gefunden hatten, befahl er vor dem Abmarsch eine abschlie\u00dfende Musterung. Erkennbar Kranke und Juden wurden dabei sofort erschossen. Verd\u00e4chtige &#8222;Rote&#8220; entlarvte der Baron selbst. Da er von seine h\u00f6heren F\u00e4higkeiten \u00fcberzeugt war, hielt er es f\u00fcr ausreichend, jedem Soldaten ins Gesicht zu blicken, um Verr\u00e4ter sofort zu erkennen. Nach diesen S\u00e4uberungen, denen Hunderte zum Opfer fielen, blieben ihm nach Sch\u00e4tzungen um die 2.000 Mann; die Chinesen hatten ungef\u00e4hr 12.000 in Urga.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Terrorregime in Urga<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrere Tage zog diese Truppe verzweifelter M\u00e4nner durch Schneest\u00fcrme und grausame K\u00e4lte \u00fcber das Hochplateau nach Urga. Trotz der feindlichen \u00dcbermacht wollten sie k\u00e4mpfen, allerdings nicht f\u00fcr hohe Ziele, sondern f\u00fcr Essen, Kleidung, warme Unterk\u00fcnfte und Beute. Zudem hatte ihnen der Baron versprochen, dass sie nach einem Sieg drei Tage ungest\u00f6rt pl\u00fcndern d\u00fcrften. Nachdem kurz vor der Stadt die Lamas noch einmal ausgiebig ihre Orakel befragt hatten, begann der Angriff. Die Schlacht um Urga dauerte mehrere Tage. Gleich am Anfang flohen viele Mongolen vor der chinesischen Artillerie und auch mit den russischen Zivilisten war nicht viel zu erreichen. Doch die Veteranen des B\u00fcrgerkrieges eroberten zuerst die Vorst\u00e4dte. Sie wussten, dass sie keine andere Chance hatten. Die Verwundeten wurden auf zweir\u00e4drigen von Yaks gezogenen Karren zur\u00fcck transportiert. Das dauerte Tage, und bis dahin waren die meisten erfroren. Schlie\u00dflich drangen die Kosaken in die Innenstadt vor und es begann ein blutiger Nahkampf mit Bajonetten S\u00e4beln und Handgranaten. Schlie\u00dflich waren die gepressten chinesischen Bauern diesen Wilden nicht mehr gewachsen und versuchten zu fliehen, was allerdings nur wenigen gelang. Diejenigen, die ihren Verfolgern entkamen, verdursteten oder erfroren zu tausenden bei ihrer Flucht nach S\u00fcden durch die Gobi. Noch Jahre sp\u00e4ter war die Stra\u00dfe mit Knochen \u00fcbers\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit begann das allgemeine Gemetzel. Es folgte ein dreit\u00e4giger Alptraum aus Vergewaltigung, Raub und Mord. &#8222;Betrunkene Reiter galoppierten durch die Stra\u00dfen, schossen und t\u00f6teten aus purem Spa\u00df&#8220;. Gesteigert wurde diese Gewaltorgie noch, als die russischen Gefangenen aus den Gef\u00e4ngnissen befreit wurden. Halb wahnsinnig vor Hunger und voller Rachegel\u00fcste ergossen sie sich in die Stra\u00dfen. Die Juden wurden durch die Stra\u00dfen gejagt und zu Tode gequ\u00e4lt; auch die chinesischen H\u00e4ndler teilten dieses Schicksal. Viele Frauen wurden brutal vergewaltigt; andere boten sich im Tausch gegen das Leben ihrer M\u00e4nner oder S\u00f6hne freiwillig an und wurden dennoch oft betrogen. Der Baron lie\u00df seine M\u00e4nner gew\u00e4hren, wahrscheinlich f\u00fchlte er sich nun wirklich wie Dschingis Khan. Erst nach den zugesagten drei Tagen sorgte er mit eiserner Faust wieder f\u00fcr Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz darauf wurde eine chinesische Entsatzarmee, die noch nichts vom Fall von Urga erfahren hatte, vernichtend geschlagen. Anscheinend rechnete Ungern-Sternberg nun mit einem gr\u00f6\u00dferen Bedarf an Soldaten, denn er lie\u00df nun nur die Offiziere erschie\u00dfen, w\u00e4hrend die Mannschaften in seine Armee eingereiht wurden. Einige wenige Monate, nur so lange wie sein sprunghafter kranker Geist es zulie\u00df, k\u00fcmmerte er sich um den Aufbau seines Reiches. Er ernannte ein Kabinett, lie\u00df Geld drucken, Steuern erheben, und nat\u00fcrlich mongolische Soldaten ausbilden. Dabei schmiedete er Pl\u00e4ne mit anderen wei\u00dfrussischen Warlords unter General Semenov, die sich ganz im Osten im Amurgebiet unterst\u00fctzt von den Japanern noch hielten. Zusammen planten sie einen gro\u00dfer Schlag gegen die Bolschewisten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"696\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-soldaten.jpg\" alt=\"Soldaten der Mongolei\" class=\"wp-image-5901\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-soldaten.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-soldaten-300x418.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Soldaten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 27. Mai wurde die letzte Musterung abgehalten, dann begann der Marsch nach Norden. Dieses Mal verzichtete der Baron zwar auf gr\u00f6\u00dfere S\u00e4uberungen innerhalb der Truppe, daf\u00fcr lie\u00df er aber die in Urga bleibenden russischen Zivilisten ermorden, da er keine Zeugen zur\u00fccklassen wollte. Wieder gab es keine genaueren Pl\u00e4ne, daf\u00fcr hatte Ungern-Sternberg ja seine buddhistischen Lamas mit ihren Gebetsm\u00fchlen und Orakeln aus Tierknochen, die sie immer h\u00e4ufiger befragen mussten. Auch Truppenst\u00e4rke hielt er f\u00fcr sekund\u00e4r, da er der festen \u00dcberzeugung war, dass sich die russische Bev\u00f6lkerung bei seinem Erscheinen sofort gegen die Bolschewisten erheben und zu seinen Fahnen eilen w\u00fcrde. Um so erboster war er, als die Russischen Bauern dann voller Panik in die Berge flohen. Im ersten &#8222;befreiten&#8220; Dorf lie\u00df er deshalb die wenigen Zur\u00fcckgebliebenen in einer Scheune verbrennen. Nachdem noch einige andere D\u00f6rfer erobert worden waren, wurden einige Tage mit der Befragung von Orakeln vertan. Dann r\u00fcckten die ersten Abteilungen der Roten Armee an. Bald waren Ungern-Sternbergs Truppen umzingelt und gerieten in m\u00f6rderisches MG-Feuer. Nur durch Erfahrung der alten Veteranen, die auch in verzweifelten Situationen stoisch die Ruhe bewahrten, gelang es auszubrechen und in die Mongolei zu entkommen. Dabei ging jedoch die gesamte schwere Ausr\u00fcstung samt der Artillerie verloren. Dimitri kommentiert die Ereignisse so: &#8222;Er wurde von einem viel schw\u00e4cheren Gegner, der nur halb so viel Artillerie und M\u00e4nner hatte, geschlagen. So wurden die Mysterien der Schafschultern vom gesunden Menschenverstand der Kommunisten besiegt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Mongolei sammelte der Baron Verst\u00e4rkungen von anderen Detachements und neue mongolische Regimenter, und stie\u00df noch einmal nach Russland vor. Wieder wurden ein paar verlassene D\u00f6rfer erobert. Schlie\u00dflich gelang es sogar eine rote Kavallerieabteilung zu schlagen. Die Gefangenen wurden alle erschossen, die Krankenschwestern dagegen der Soldateska \u00fcbergeben &#8211; nicht eine \u00fcberlebte die Vergewaltigungen. Bald waren jedoch neue Abteilungen der Roten Armee zur Stelle, darunter die gef\u00fcrchteten sibirischen Scharfsch\u00fctzen. Ungern-Sternbergs Truppen hielten und k\u00e4mpften zwei Tage verzweifelt, dann begann der \u00fcberst\u00fcrzte R\u00fcckzug in die Mongolei.. Allerdings hatte sich die Lage nun gewaltig verschlechtert, denn die Rote Armee hatte inzwischen Urga und die meisten gr\u00f6\u00dferen Orte im Norden erobert. So zog sich der Ring der Verfolger immer enger.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Niederlage und Flucht<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Burj\u00e4ten und Kosaken desertierten in Massen, und die Verbleibenden waren nicht mehr bereit, den wahnsinnigen Befehlen des Barons zu folgen. Allerdings hatten sie immer noch panische Angst vor ihm. Deshalb beschossen sie in einer Nacht sein Zelt mit einem Maschinengewehr. Aber der Baron entkam unverletzt, und floh zu Pferd zu seinem treuen Burj\u00e4tenregiment. Als ihn die aber mit einer Salve empfingen, ritt er weiter zu den Mongolen. Doch die ergriffen vor ihm die Flucht. Schlie\u00dflich \u00fcberw\u00e4ltigten ihn einige der Tapfersten. Da sie aber nicht wagten ihren wiedergeborenen Kriegsgott zu t\u00f6ten, lie\u00dfen sie ihn gebunden in Steppe zur\u00fcck. So fand ihn eine rote Patrouille. Als wichtiger Gefangener wurde er gut behandelt und nach Sibirien gebracht. Dort wurde ihm dann im September 1921 der Prozess gemacht. Kurz darauf wurde er in Nowosibirsk hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"337\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-krieger.jpg\" alt=\"irregul\u00e4re Truppen in der Mongolei\" class=\"wp-image-5902\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-krieger.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/mongolen-krieger-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">irregul\u00e4re Truppen in der Mongolei<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ungern-Sternbergs Flucht wurden im Lager zuerst seine treuen Diener und Spitzel massakriert. Die gepressten Nomaden ritten zu ihren St\u00e4mmen zur\u00fcck oder nahmen in kleinen Gruppen ihr altes R\u00e4uberleben wieder auf. Auch die \u00fcberlebenden Kosaken teilten sich. Dem Gros gelang es, nach S\u00fcdosten auf chinesisches Gebiet zu entkommen. Zu ihrem Gl\u00fcck zeigten sich die Chinesen wenig rachs\u00fcchtig. Nach Abgabe der Waffen transportierten die Truppe mit der Bahn nach Wladiwostok, wo sie sich Semenovs Kosaken anschlie\u00dfen konnten. Andere versuchten sich nach Mandschuko durchzuschlagen. Dimitri wollte dagegen mit einer relativ kleinen Gruppe \u00fcber Tibet nach Indien in englisches Gebiet. Im Altai verweigerten ihnen allerdings die kriegerischen St\u00e4mme den Durchzug, da sie in ihnen nichts als r\u00e4uberische Banditen sahen. &#8222;Tats\u00e4chlich haben Wilde und Kinder ihre eigene Logik, eine furchtlose Logik, die die Sachen bei ihrem richtigen Namen nennt,&#8220; musste Dimitri zugeben.<br><br>Also wandten sie sich wieder nach S\u00fcden, wo es ihnen schlie\u00dflich gelang mit der Hilfe Einheimischer in zwei Monaten die Gobi zu durchqueren. Als sie endlich chinesisches Gebiet erreichten, machten auch sie keine schlechten Erfahrungen. Der in dieser Region herrschende Warlord war ein strenger Antikommunist und wollte sie sofort als Ausbilder engagieren. Aber auch nachdem sie abgelehnt hatten, erhielten sie Verpflegung und freien Bahntransport von Baotou nach Peking. Dort l\u00f6ste sich die Gruppe dann auf. Einige fuhren nach Wladiwostok, um sich einem anderem wei\u00dfen General anzuschlie\u00dfen, zwei Kosaken gingen nach Indochina in die Fremdenlegion, andere blieben in China. Damit waren sie nicht untypisch f\u00fcr die zahlreichen Reste der zerschlagenen Wei\u00dfen Armeen, die um diese Zeit in China eintrafen. Viele dienten anschlie\u00dfend als S\u00f6ldner chinesischen Warlords, endeten in der Fremdenlegion oder als T\u00fcrsteher in Pariser Nachtclubs. Unter den chinesischen Gangstern in Shanghai geh\u00f6rte es jedenfalls bald zum guten Ton, sich einige Kosaken als Leibw\u00e4chter zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Literatur:<\/strong><br><br>Hopkirk, Peter<br>Setting the East Ablaze: Lenin&#8217;s Dream of an Empire in Asia<br>2001<br><br>Palmer, James H.<br>The Bloody White Baron: The Extraordinary Story of the Russian Nobleman Who<br>Became the Last Khan of Mongolia<br>2009<br><br>Bisher, Jamie<br>White Terror: Cossack Warlords of the Trans-Siberian<br>2005<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alioshin, Dimitri<br><a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/buecher\/asian-odyssey\/\">Asian Odyssey<\/a><br>1940<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der blutige Baron und sein Reich in der Mongolei.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5890,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[132,8],"tags":[165,91],"class_list":["post-5887","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-20-jahrhundert","category-artikel","tag-asien","tag-russland"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ungern-Sternberg - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ungern-sternberg\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Ungern-Sternberg - Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der blutige Baron und sein Reich in der Mongolei.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ungern-sternberg\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-08-16T12:55:01+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-08-17T11:40:32+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ungern-sternberg-ft.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"20\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ungern-sternberg\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ungern-sternberg\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\"},\"headline\":\"Ungern-Sternberg\",\"datePublished\":\"2026-08-16T12:55:01+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-17T11:40:32+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ungern-sternberg\\\/\"},\"wordCount\":3538,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ungern-sternberg\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/08\\\/ungern-sternberg-ft.jpg\",\"keywords\":[\"Asien\",\"Russland\"],\"articleSection\":[\"20. 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