{"id":5606,"date":"2026-06-26T08:22:23","date_gmt":"2026-06-26T08:22:23","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=5606"},"modified":"2026-06-26T08:22:25","modified_gmt":"2026-06-26T08:22:25","slug":"fremde-leibgarden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/fremde-leibgarden\/","title":{"rendered":"Fremde Leibgarden"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>gesch\u00e4tzt von den M\u00e4chtigen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von den alten Hochkulturen bis zur Franz\u00f6sischen Revolution lie\u00dfen sich Herrscher bevorzugt von fremden S\u00f6ldnern besch\u00fctzen &#8211; wenn sie es sich leisten konnten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines der d\u00fcmmsten Vorurteile \u00fcber S\u00f6ldner ist, dass sie feige, treulos und verr\u00e4terisch sind. Deshalb sind sie Milizen oder anderen regionalen Aufgeboten nicht nur moralisch sondern auch kriegerisch unterlegen. Allerdings ist dies in etwa so, als ob eine Mannschaft internationaler Profifu\u00dfballer h\u00e4tte gegen einen lokalen Verein letzten Endes keine Chance h\u00e4tte, da dessen Spieler ja aus Liebe zu ihrem Verein, die Profis dagegen nur &#8222;f\u00fcr Geld&#8220; spielen w\u00fcrden. Besch\u00e4ftigt man sich jedoch mit dem Thema etwas offener, ohne Geschichtsb\u00fccher allein nach Argumenten f\u00fcr patriotische Parolen zu durchk\u00e4mmen, entdeckt man schnell dass professionelle S\u00f6ldner oft die besten und zuverl\u00e4ssigsten Truppen gestellt haben.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die alten Hochkulturen<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"446\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/sherden.jpg\" alt=\"Sherden S\u00f6ldner\" class=\"wp-image-5609\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/sherden.jpg 420w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/sherden-300x319.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sherden S\u00f6ldner<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits in der Schlacht bei Kadesh (1274 n. Chr.) &#8211; der ersten bedeutenden Schlacht, von der etwas detaillierte Aufzeichnungen vorhanden sind &#8211; retteten die Sherden-S\u00f6ldner von Pharao Ramses II. durch ihr tapferes Ausharren den Tag. Die Sherden hatten vorher selbst gegen \u00c4gypten gek\u00e4mpft. Nach einer schweren Niederlage aber hatte Ramses viele Gegangene als S\u00f6ldner in seine Armee eingereiht. Aufgrund ihrer Kriegst\u00fcchtigkeit, dienten sie als Elitetruppen und stellten einen bedeutenden Teil von Ramses Leibgarde. Von noch gr\u00f6\u00dferer Bedeutung waren S\u00f6ldner aus dem Sudan, die oft als Bogensch\u00fctzen und Elitetruppen verwendet wurden. Die &#8222;Medjai&#8220;, ein besonders kriegerisches Volk des Sudan, dienten als Polizeitruppe, zur Bewachung der k\u00f6niglichen Gr\u00e4ber und in der Leibwache des Pharao. Sie waren schlie\u00dflich so typisch f\u00fcr diese Arbeit, dass ihr Name zu einem Synonym f\u00fcr &#8222;Polizei&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in Babylon, Akkad und Assyrien verwendete man S\u00f6ldner bevorzugt in der Leibgarde der Herrscher oder als Polizeitruppe. Die Ursache daf\u00fcr liegt auf der Hand. Gro\u00dfe Kriege gegen andere Reiche waren meistens seltene Ausnahmen. Ein Herrscher musste vor allem Verschw\u00f6rungen des eigenen Adels oder Aufst\u00e4nde der Bev\u00f6lkerung bef\u00fcrchten. Und bei solchen Auseinandersetzungen war auf Fremde, die keine famili\u00e4ren Beziehungen zu den Rebellen hatten, ungleich mehr Verlass.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Legende des biblischen <a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/koenig-david\/\">K\u00f6nigs David<\/a> illustriert recht deutlich wie ein Herrscher im vorderen Orient um 1000 v. Chr. agierte. David lebte am Hof von K\u00f6nig Saul, fiel dann aber in Ungnade, da er als aufsteigende Konkurrenz empfunden wurde. Er floh daraufhin mit anderen Unzufriedenen und formierte aus ihnen eine eigene Truppe, die sich als R\u00e4uberbande im Grenzland durchschlug. Dort wurde er dann von einem Kleink\u00f6nig der Philister rekrutiert, der David und seine M\u00e4nner in seiner Leibgarde besch\u00e4ftigen wollte. In einem neuen Krieg zwischen den Philistern und Israel, an dem David nicht teilnehmen musste, fand K\u00f6nig Saul samt seinen S\u00f6hnen den Tod.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David eilte nun mit seiner kampferprobten Gefolgschaft, der sich auch einige Philister angeschlossen hatten, in die Heimat zur\u00fcck, wo er nach kurzen K\u00e4mpfen den Thron besteigen konnte. Nun selbst an der Macht, sch\u00fctzte sich David mit einer Leibgarde aus S\u00f6ldnern. Als dann sp\u00e4ter sein Sohn Absalom gegen ihn rebellierte und fast das ganze Volk f\u00fcr sich gewinnen konnte, blieben David nur seine S\u00f6ldner und alten Kameraden aus der R\u00e4uberzeit. Allerdings wurde das Aufgebot Israels dann in der Entscheidungsschlacht von Davids Veteranen vernichtend geschlagen und Absalom starb auf der Flucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob sich die Geschichte nun wirklich so zugetragen hat, ist stark umstritten. Dennoch kann man davon ausgehen dass die meisten Herrscher zwischen Babylon und Theben vor den gleichen Problemen standen und deshalb \u00e4hnliche Methoden anwandten. Fremde, oft &#8222;barbarische&#8220; S\u00f6ldner waren bei internen K\u00e4mpfen loyaler, wurden aber auch generell als besonders kriegerisch gesch\u00e4tzt. Dies wird oft auch dadurch verdeutlicht, dass diese wilden Krieger mit ihrer traditionellen Kleidung und Waffen dienten, wie an \u00e4gyptischen Darstellungen der Sherden oder der Medjai sch\u00f6n zu sehen ist. Wie gez\u00e4hmte Raubtiere unterstrichen sie damit Macht und Glanz des besch\u00fctzten Monarchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"531\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/galater.jpg\" alt=\"Galater S\u00f6ldner in \u00c4gypten gefunden\" class=\"wp-image-5610\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/galater.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/galater-254x450.jpg 254w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Figur eines Galaters aus \u00c4gypten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kleopatra hatte sp\u00e4ter dann eine Leibwache keltischer S\u00f6ldner aus Galatien. Nach ihrem Tod schenkte Augustus diese Truppe Herodes dem K\u00f6nig von Israel. Sie diente ihm anscheinend zuverl\u00e4ssig mehrere Jahrzehnte und sorgte dann noch bei seiner Begr\u00e4bnisprozession durch ihr exotisch, martialisches Erscheinen f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen. Aber genau dies war auch ein wichtiger Grund f\u00fcr K\u00f6nige, wilde, &#8222;exotische&#8220; Krieger zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Antike<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu den Reichen im vorderen Orient findet man im klassischen Griechenland oder in Rom diese Art von Garden bestenfalls in seltenen Ausnahmef\u00e4llen. In diesem Staaten waren Kriegsdienst und B\u00fcrgerrecht untrennbar verbunden. Das hei\u00dft, der Kriegsdienst war die Basis f\u00fcr zahlreiche Privilegien. Unter diesen Umst\u00e4nden war es nat\u00fcrlich kaum m\u00f6glich Fremde mit noch gr\u00f6\u00dferen Privilegien auszustatten. Fremde Garden unterhielten deshalb nur einige griechische Tyrannen, die m\u00e4chtig und reich genug waren, um mit ihrer Hilfe die eigene Bev\u00f6lkerung in Schach zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u00e4nderte sich aber mit dem Wechsel zur Berufsarmee. In Rom rissen zuerst erfolgreiche Heerf\u00fchrer die Macht an sich, bis dann Julius C\u00e4sar, der erfolgreichste von ihnen, die erste kaiserliche Dynastie gr\u00fcndete. Zur Absicherung ihrer Macht wurde aus bew\u00e4hrten Soldaten die Pr\u00e4torianergarde geschaffen. Allerdings folgten die Pr\u00e4torianer auch bald eigenen Interessen. So erwarteten sie f\u00fcr ihre Loyalit\u00e4t immer reichere Geschenke, beteiligten sich an Konspirationen, st\u00fcrzten und ermordeten schlie\u00dflich sogar Kaiser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Es \u00fcberrascht deshalb nicht, dass sich viele Kaiser noch einmal mit einer pers\u00f6nlichen Leibwache umgaben. Im Idealfall wurde diese w\u00e4hrend eines erfolgreichen Feldzuges aus besonders bew\u00e4hrten K\u00e4mpfern gebildet. Nat\u00fcrlich kamen dazu auch Legion\u00e4re in Frage; es f\u00e4llt jedoch auf, dass oft nichtr\u00f6mische Barbaren bevorzugt wurden. So hatte bereits C\u00e4sar eine Leibgarde aus germanischen und gallischen Reitern. Marcus Antonius brachte von seinen Feldz\u00fcgen im Orient eine Garde Itur\u00e4er Bogensch\u00fctzen mit. Bei den julisch-claudischen Kaisern wurde dann die haupts\u00e4chlich aus Batavern gebildete germanische Leibgarde eine feste Institution.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch danach hielten sich viele Kaiser germanische Leibwachen. Aber manche bevorzugten auch maurische Speerwerfer, parthische oder arabische Bogensch\u00fctzen. Sp\u00e4ter wurden auch zunehmend Hunnen verwendet, die als Reiter und Bogensch\u00fctzen besonders gesch\u00e4tzt wurden. Wichtig scheint vor allem gewesen zu sein, dass die Gardisten aus kriegerischen, barbarischen Gesellschaften stammten. Um dies zu unterstreichen, durften sich Teile ihrer urspr\u00fcnglichen Waffen, Kleidung und Haartracht beibehalten.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Das Mittelalter<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im europ\u00e4ischen Mittelalter sind diese Leibgarden dann weitgehend verschwunden. Das lag in allererster Linie daran, dass so gut wie niemand \u00fcber die finanziellen Mittel verf\u00fcgte, S\u00f6ldner \u00fcber l\u00e4ngere Dauer zu besch\u00e4ftigen, was ja die Basis jeder Leibgarde ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die wenigen Ausnahmen st\u00f6\u00dft man deshalb auch dort, wo das Finanzwesen noch funktionierte. So f\u00fchrte Byzanz seine Kriege weiterhin zu einem guten Teil mit fremden S\u00f6ldnern. Ab dem Beginn des 10. Jahrhunderts trifft man dort auf die ber\u00fchmte <a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-waraegergarde\/\">War\u00e4gergarde<\/a>, die bis zum Fall der Stadt im 4. Kreuzzug 1203 unterhalten wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das andere Beispiel ist das K\u00f6nigreich Sizilien, wo der Stauferkaiser Friedrich II. und seine Nachfolger so genannte &#8222;Sarazenen&#8220; im Dienst hatten. Diese Moslems aus Sizilien erwiesen sich bei den K\u00e4mpfen gegen die rebellischen Kommunen und den Papst als au\u00dferordentlich zuverl\u00e4ssig. Sie dienten deshalb auch als Leibgarden. Neben ihrer Treue sch\u00e4tzte der Kaiser aber auch ihr exotisches Aussehen, wenn sie besonders gekleidet als &#8222;barbarische&#8220; Leibgarde aber auch als F\u00fchrer von Leoparden, L\u00f6wen und Elefanten seine universale Macht demonstrierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die anderen europ\u00e4ischen Herrscher konnten sich einen solchen Luxus einfach nicht leisten. Sie st\u00fctzten sich haupts\u00e4chlich auf ihr pers\u00f6nliches Gefolge, die &#8222;familia regis&#8220;, das im Krieg durch S\u00f6ldner verst\u00e4rkt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der Islam<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"632\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/massaker.jpg\" alt=\"die Gardisten eines Emirs ermorden die gegnerische Fraktion\" class=\"wp-image-5611\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/massaker.jpg 450w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/massaker-300x421.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">die Gardisten eines Emirs ermorden die gegnerische Fraktion<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz anders war die Lage dagegen in der Welt des Islam. Von Nordindien \u00fcber den Irak, bis nach Marokko und Spanien unterhielten die meisten Herrscher starke Leibgarden aus Fremden. Ihr Reichtum erlaubte es ihnen sogar, f\u00fcr diese Kinder zu kaufen, die dann \u00fcber Jahre ausgebildet wurden und ihr ganzes Leben im Dienst der Dynastie verblieben. Die Kinder stammten normalerweise von V\u00f6lkern, die als besonders kriegerisch betrachtet wurden. Im Orient stammten sie haupts\u00e4chlich von den t\u00fcrkischen St\u00e4mmen Zentralasiens, sp\u00e4ter den Tscherkessen im Kaukasus, in Nordafrika bediente man sich s\u00fcdlich der Sahara, im &#8222;Sudan&#8220;, und in Spanien sch\u00e4tzte man besonders slawische Krieger, so genannte &#8222;<a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-saqaliba\/\">Saqualiba<\/a>&#8222;, die von fr\u00e4nkischen Sklavenh\u00e4ndlern oder Wikingern geliefert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig an diesen Garden war, dass sie ihrem Herrn treu ergeben waren, aber zur Bev\u00f6lkerung oder dem lokalen Adel keine Beziehung hatten. Die von al-Hakam I. (796\u2013822), dem m\u00e4chtigen Emir von C\u00f3rdoba, gegr\u00fcndete Sklavengarde wurde &#8222;Khurs&#8220; (die Stummen) genannt, das sie kein Arabisch sprachen. Mit dieser mehrere tausend Mann starken Truppe konnte er eine Adelsverschw\u00f6rung und sp\u00e4ter einen Volksaufstand blutig niederschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich konnte es auch vorkommen, dass Sklavengarden rebellierten und sogar die Macht an sich rissen. Doch dazu kam es eigentlich nur, wenn sie \u00fcber mehrere Generationen Teil der etablierten Machtstrukturen und sich ihrer eigentlichen Macht bewusst geworden waren. Sie waren aber sicher um vieles zuverl\u00e4ssiger als die r\u00f6mischen Pr\u00e4torianer, die 15 von 48 Kaisern verrieten oder ermordeten, und heute vor allem ein Synonym f\u00fcr machtgierige Milit\u00e4rs sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verwendung von Milit\u00e4rsklaven, so genannter &#8222;Mamluks&#8220;, als Elitetruppen und Garden l\u00e4sst sich bereits f\u00fcr das Kalifat der Abbasiden im 8. Jahrhundert belegen und erstreckt sich bis ins 19. Jahrhundert, wo der Vizek\u00f6nig von \u00c4gypten mit der Eroberung des Sudan beginnt, um dort die Sklaven f\u00fcr seine Armee zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erkl\u00e4rungen f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen gibt es einige. So verst\u00e4rkten die Araber als \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Eroberer ihre Armeen von Anfang an mit gro\u00dfen Kontingenten von Kriegsgefangenen. Sp\u00e4ter war es wichtig, dass Mamluks nicht zum Adel geh\u00f6rten und von der Erbfolge ausgeschlossen waren. Die Verwendung von Klerikern, Ritterorden oder der Ministerialen, die ja oft Unfreie waren, in Europa ist sicher etwas \u00c4hnliches.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die Herrscher oft zahlreiche m\u00e4nnliche Nachkommen hatten, waren blutige K\u00e4mpfe um die Erbfolge fast die Regel. Brudermord (Fratrizid) war deshalb weit verbreitet und wurde im ottomanischen Reich schlie\u00dflich sogar zum Gesetz erhoben. Nat\u00fcrlich k\u00e4mpften auch christlich-abendl\u00e4ndische Herrscher &#8211; entgegen patriotischer Mythen &#8211; vorwiegend gegen Familienangeh\u00f6rige und rebellische Adlige, allerdings landeten die Besiegten dann eher im Exil oder im Kerker. Wenn gemordet wurde, so geschah es heimlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Suche nach zuverl\u00e4ssigen Rekruten, frei von lokalen Bindungen, bew\u00e4hrten sich solche aus armen, unzivilisierten Randgebieten am besten. Ein arabischer Chronist schrieb: &#8222;Immer wenn sich Menschen in fruchtbaren Ebenen niederlassen, Bequemlichkeiten ansammeln und sich an ein Leben in Luxus und \u00dcberfluss gew\u00f6hnen, geht ihre Tapferkeit in dem selben Ausma\u00df zur\u00fcck wie W\u00fcsten- und Wildnisgewohnheiten abnehmen.&#8220; Es waren die gleichen Eigenschaften, die man sp\u00e4ter in Europa an S\u00f6ldnern aus Schottland, der Schweiz oder vom Balkan sch\u00e4tzte.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Von den Garden zu den &#8222;Gardes du Corps&#8220;<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings fehlte es in Europa lange an staatlicher Organisation um die notwendigen Steuern einzutreiben, die man f\u00fcr den permanenten Unterhalt einer Streitmacht notwendig war. Die Herrscher waren auf die Heeresfolge des Adels angewiesen, der gleichzeitig das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr den Ausbau der Zentralgewalt war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Im Sp\u00e4tmittelalter gelang es dann langsam hier und da, die Privilegien von Adel und St\u00e4nden einzuschr\u00e4nken und damit an die begehrten Steuern zu kommen. Diese Mittel wurden vorwiegend zur Anwerbung professioneller Truppen verwendet, unter denen man dann auch bald die ersten fremden Garden findet. Verglichen mit den Tausenden im Dienst der Kalifen von Bagdad oder C\u00f3rdoba waren es aber \u00e4u\u00dferst bescheidenen Formationen. Dennoch demonstrieren sie, wem Herrscher gerne vertrauten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"470\" height=\"618\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schotten-garde.jpg\" alt=\"Schotten der Garde um 1460\" class=\"wp-image-5617\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schotten-garde.jpg 470w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schotten-garde-300x394.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schotten der Garde um 1460<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine der ersten Einheiten war die schottische Garde (Gardes \u00c9cossaises) der franz\u00f6sischen K\u00f6nige. Sie wurde 1418 w\u00e4hrend des Hundertj\u00e4hrigen Krieges gebildet, als tausende <a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schotten\/\">schottischer S\u00f6ldner<\/a> Frankreich vor der Niederlage retteten. Die lediglich hundert Mann starke Garde war sicher auch ein Zeichen der Anerkennung, mit dem der Dienst aller Schotten honoriert werden sollte. Allerdings wurde bei den b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden der Zeit die Loyalit\u00e4t der Fremden sicher auch gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als dann 1471 Ludwig XI. seiner Garde die Hundertschweizer (Cent-Suisses) hinzuf\u00fcgte wollte er damit auch seine guten Beziehungen zu den Schweizern verst\u00e4rken, auf die er in seinem Kampf gegen Karl den K\u00fchnen setzte. Dieser hatte wiederum eine gr\u00f6\u00dfere Zahl englischer Bogensch\u00fctzen in seiner Leibgarde, da er sie wahrscheinlich f\u00fcr das beste Mittel gegen Franzosen hielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00f6nige von Kastilien unterhielten im 15. Jahrhundert eine maurische Garde (guardia morisca), die ihre &#8222;maurische&#8220; Kleidung auch noch dann beibehielt, als bereits die meisten zum Christentum konvertiert waren. Die Tyrannen, die nach und nach die Macht in den italienischen Stadtstaaten an sich rissen, setzten fast ausschlie\u00dflich auf fremde Garden. Allerdings bedeutete &#8222;fremd&#8220; hier lediglich, dass sie meistens aus anderen Regionen kamen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber in Europa war der Ausbau der Zentralgewalten verbunden mit einem funktionierenden Steuersystem und einem stehenden Heer ein \u00e4u\u00dferst langwieriger Prozess, der mit gro\u00dfen Risiken und R\u00fcckschl\u00e4gen verbunden war. Die spanischen Habsburger verloren dabei mit den Niederlanden ihre reichsten Provinzen. Ihre \u00f6sterreichischen Vettern die Herrschaft im Reich, und der englische K\u00f6nig Karl I. sogar seinen Kopf. Am erfolgreichsten war sicher Frankreich, wo sich Ludwig XIV. als absoluter Herrscher durchsetzen konnte. Aber auch seine Macht war bei weitem nicht so absolut wie die orientalischer Sultane oder Kalifen. Bereits 74 Jahre nach seinem Tod f\u00fchrte der Versuch einer Steuererh\u00f6hung zur Franz\u00f6sischen Revolution.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europ\u00e4ische Herrscher mussten also taktieren und B\u00fcndnisse schlie\u00dfen. Am wichtigsten war es dabei den stets rebellischen Adel, der viel Macht eingeb\u00fc\u00dft hatte, zu kompensieren. Die einfachste Art waren prestigetr\u00e4chtige Stellen am Hof, wobei das neue professionelle Milit\u00e4r nat\u00fcrlich die meisten zu bieten hatte. Viele Adlige f\u00fchrten deshalb Regimenter, die sie jedoch eher selten bei Paraden zu Gesicht bekamen. Am begehrtesten waren die Leibgarden der Herrscher. In ihnen zu dienen galt bereits als Auszeichnung, dazu war man in bester Gesellschaft und befand sich im direktem Kontakt mit dem Herrscher. Die K\u00f6nige von Frankreich bildeten deshalb neben ihre schottischen und Schweizer Garde noch eine &#8222;Garde francaise&#8220;, die ausschlie\u00dflich Adligen aus den vornehmsten Familien vorbehalten war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese &#8222;Gardes du Corps&#8220;, wie sie meistens nach franz\u00f6sischem Vorbild genannt wurden, waren bald der Standard an allen europ\u00e4ischen H\u00f6fen. In ihren eleganten Uniformen, h\u00f6fischen Umgangsformen und Traditionen dienten sie jedoch in allererster Linie dazu, die Eitelkeiten des Adels zu befriedigen. Wenn daneben noch Leibgarden aus Fremden unterhalten wurden, so dienten sie eher der Traditionspflege oder sollten Paraden einen exotischen Aspekt verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Mit dem Patriotismus kam das vorl\u00e4ufige Ende<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All diese noblen Garderegimenter n\u00fctzten jedoch wenig, als 1792 in Paris das Volk die Tuilerien st\u00fcrmte. Einige hatten sich schon vorher dem Volk angeschlossen, andere ins Exil abgesetzt. Lediglich Teile der Schweizergarde leisteten erbitterten Widerstand und wurden dabei regelrecht abgeschlachtet. Dies f\u00fchrte jedoch lediglich dazu, dass S\u00f6ldner nun endg\u00fcltig als skrupellose Werkzeuge von Tyrannen betrachtet wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"552\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/mameluk-garde.jpg\" alt=\"Mameluk der Garde\" class=\"wp-image-5613\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/mameluk-garde.jpg 450w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/mameluk-garde-300x368.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mameluk der Garde<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Napoleon selbst verwandte zwar eine Schwadron Mameluken, die er aus \u00c4gypten mitgebracht hatte, als pers\u00f6nliche Leibgarde. Doch dies war nur ein kleiner exotischer Farbtupfer &#8211; sie waren auff\u00e4llig als Orientalen uniformiert &#8211; innerhalb der nach tausenden z\u00e4hlenden kaiserlichen Garde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Nachdem im Gefolge der Napoleonischen Kriege Patriotismus und Nationalismus zu den dominierenden Idelogien geworden waren, h\u00e4tte kaum ein europ\u00e4ischer Herrscher wagen k\u00f6nnen sich mit fremden S\u00f6ldnern zu umgeben. Lediglich w\u00e4hrend der Restauration in Frankreich erinnertern sich die Bourbonen der Treue ihrer Schweizer und begannen umgehend mit der Neuaufstellung einer Schweizergarde. Gegen sie als Symbole der Monarchie richtete sich dann w\u00e4hrend der Julirevolution von 1830 ganz besonders der Hass der Aufst\u00e4ndischen. Dieses Mal flohen die Schweizer jedoch bevor es zu schweren Zusammenst\u00f6\u00dfen kommen konnte. Viele von ihnen wurden anschlie\u00dfend in der neu aufgestellten Fremdenlegion diskret nach Algerien entsorgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Italien stellte sich der Vatikanstaat mit einer bunt gemischten S\u00f6ldnertruppe, zu der auch die p\u00e4pstliche Schhweizergarde z\u00e4hlte, der nationalen Einigungsbewegung entgegen. Garibaldi und seine Patrioten nutzten dies geschickt f\u00fcr ihre Propaganda und riefen dazu auf, die &#8222;p\u00e4pstlichen S\u00f6ldner&#8220; und &#8222;fremden Feiglinge&#8220; aus dem Land zu treiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Fremde Leibgarden verschwanden damit praktisch v\u00f6llig von der europ\u00e4ischen B\u00fchne. Eine ganz seltene Ausnahme war lediglich der spanische Diktator Francisco Franco, der sich ganz im Stil mittelalterlicher K\u00f6nige eine marokkanische Garde (Guardia Mora) hielt. Die Marrokaner hatten bereits im B\u00fcrgerkrieg als Elitetruppen Schrecken unter seinen Gegnern verbreitet. Ihre orientalischen Uniformen deuten jedoch wie bei Napoleons Mameluken und vielen anderen Garden darauf hin, dass sie auch als Paradesoldaten dienten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein alter Verb\u00fcndeter Adolf Hitler setzte zwar eher im Stil einer Pr\u00e4torianergarde auf die nationalen Weltanschauungssoldaten der Waffen-SS. Deshalb so klingt es heute eher wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte, dass in der Schlacht um Berlin die letzten Stellungen beim Reichstag von Resten der SS-Divisionen Charlemagne und Nordland verteidigt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man sollte dies aber nicht f\u00fcr das Ende fremder Leibgarden halten. Dass diese uralte Geschichte nicht zu Ende gekommen ist, entdeckt man schnell, wenn man die Betrachtung etwas \u00fcber die Grenzen den guten, alten Abendlandes ausweitet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"436\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/hindmarsh.jpg\" alt=\"General Hindmarsh\" class=\"wp-image-5614\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/hindmarsh.jpg 420w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/hindmarsh-300x311.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">General Hindmarsh<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Eine ganze Reihe afrikanischer Diktatoren wie Idi Amin, Mobutu, Charles Taylor st\u00fctzten sich auf afrikanische S\u00f6ldner und europ\u00e4ische, amerikanische oder israelische Sicherheitsberater. In der Zentralafrikanischen Republik bilden russische S\u00f6ldner zur Zeit das R\u00fcckgrat der Pr\u00e4sidentengarde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Interessanter wird es noch, wenn man die Golfstaaten betrachtet, denen es nicht an Geld daf\u00fcr aber an willigem Menschenmaterial fehlt. Der ehemalige australische General Michael Hindmarsh kommandiert zum Beispiel die Pr\u00e4sidentengarde der Vereinigten Arabischen Emirate. Von dort organisiert er die Anwerbung fremder S\u00f6ldner aus S\u00fcdamerika und Afrika mit denen der dreckige Krieg im Jemen gef\u00fchrt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem relativ kleinen Bahrain rekrutiert man seit langem S\u00f6ldner aus Pakistan, Jordanien und dem Jemen f\u00fcrs Milit\u00e4r und bei Bedarf auch f\u00fcr die Polizei. Als dann die Proteste des <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/2011_Bahraini_uprising\">Arabischen Fr\u00fchlings<\/a> begannen, wurden innerhalb Wochen \u00fcber 2.000 Pakistaner f\u00fcr die Nationalgarde rekrutiert. Auf die Ausl\u00e4nder war dann wie so oft Verlass; sie zerstreuten Demonstrationen, setzten Ausgangssperren durch und alles was sonst notwendig war, um die Regierung an der Macht zu halten. Es war so gesehen genau der &#8222;Job&#8220;, f\u00fcr den man fremde Garden schon vor \u00fcber 3.000 Jahren im Zweistromland und \u00c4gypten angeworben hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph\">\u00a9 Frank Westenfelder<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gesch\u00e4tzt von den M\u00e4chtigen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5619,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[94,8],"tags":[298],"class_list":["post-5606","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archetypen","category-artikel","tag-leibgarden"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Fremde Leibgarden - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/fremde-leibgarden\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Fremde Leibgarden - 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