{"id":5204,"date":"2026-03-24T09:19:44","date_gmt":"2026-03-24T09:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=5204"},"modified":"2026-04-12T14:52:57","modified_gmt":"2026-04-12T14:52:57","slug":"die-schlacht-am-boyne-1690","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/","title":{"rendered":"Die Schlacht am Boyne 1690"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>und der Flug der Wildg\u00e4nse.<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Nach den bitteren Erfahrungen mit den schwer kontrollierbaren S\u00f6ldnerheeren des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges begannen danach viele europ\u00e4ische M\u00e4chte mit dem Aufbau von stehenden Heeren. Da S\u00f6ldner in in den ben\u00f6tigten Zahlen nicht zur Verf\u00fcgung standen und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum auch nicht h\u00e4tten bezahlt werden k\u00f6nnen, griff man zunehmend auf die Unterschichten der eigenen Bev\u00f6lkerung zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"321\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/franz-regiment-1680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5216\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/franz-regiment-1680.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/franz-regiment-1680-300x161.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">franz\u00f6sisches Regiment um 1680<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese &#8222;nationalen&#8220; Regimenter bildeten bald das Gros der europ\u00e4ischen Heere. Allerdings waren S\u00f6ldner damit nicht einfach verschwunden. Erstens mieteten die Gro\u00dfm\u00e4chte bei Bedarf st\u00e4ndig fremde Soldregimenter zu Verst\u00e4rkung. So machten in Frankreich, das die st\u00e4rkste Armee unterhielt, Fremdenregimenter ungef\u00e4hr ein F\u00fcnftel der St\u00e4rke aus. Aber auch die nationalen Regimenter enthielten immer Ausl\u00e4nder, da auch im Einsatz geworben wurde und nicht selten Kriegsgefangene und Deserteure gepresst wurden. Kleinere Staaten wie Preu\u00dfen oder D\u00e4nemark rekrutierten sehr gerne Ausl\u00e4nder, um die Wirtschaftskraft der eigenen Bev\u00f6lkerung zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Unterhalt stehender Truppen \u00e4u\u00dferst kostspielig war, vermieten kleinere Staaten diese gerne an andere M\u00e4chte, um auf diese Weise ihr Milit\u00e4r oder ihren Hofstaat zu finanzieren. Soldaten oder S\u00f6ldner wurden dabei schnell zur Handelsware, die m\u00f6glichst kosteng\u00fcnstig angeschafft oder gemietet wurde, um m\u00f6glichst hohen Nutzen oder Profit zu erwirtschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung zur Verwendung stehender Heere vollzog sich w\u00e4hrend der langen Kriege, in denen Frankreich unter Ludwig XIV. gegen eine breite Allianz unter der F\u00fchrung der Niederlande um die Vorherrschaft in Europa k\u00e4mpfte. In diesem Konflikt, der sich \u00fcber mehrere Jahrzehnte erstreckte, waren die K\u00e4mpfe in Irland eigentlich nur eine Episode am Rande. Aber gerade wegen dieser zeitlich und geographisch relativ begrenzten Ereignisse, l\u00e4sst sich an ihnen relativ gut demonstrieren, wie S\u00f6ldner und Soldaten verwendet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum wichtigsten Gegenspieler von Ludwig XIV. wurde Wilhelm von Oranien der Generalstatthalter der Niederlande, der unerm\u00fcdlich an einer gro\u00dfen Koalition gegen Frankreich arbeitete. Dabei ergab sich eine ganz gro\u00dfe Chance, als der letzte englische Stuart-K\u00f6nig Jakob II. mit seinen Versuchen, den Katholizismus wieder zur dominanten Religion in England zu machen, gro\u00dfe Teile des Parlaments und der anglikanischen Kirche gegen sich aufbrachte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unzufriedenen boten nun Wilhelm von Oranien, der mit einer protestantisch erzogenen Tochter von Jakob verheiratet war, die englische Krone an. Dieser handelte schnell und entschlossen. Im Herbst 1688 landete er mit einem gro\u00dfen Heer in S\u00fcdengland. Da Jakob II. seiner Armee nicht vertraute &#8211; einige Offiziere waren zu Wilhelm \u00fcbergelaufen &#8211; wollte er keine Schlacht riskieren und floh ins Exil nach Frankreich. Wilhelm konnte daraufhin kampflos in London einziehen und etwas sp\u00e4ter den Thron besteigen. Nach dieser so genannten &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Glorious_Revolution\">der Glorreichen Revolution<\/a>&#8220; verlagerten sich die Auseinandersetzung nach Irland, dessen Parlament weiterhin Jakob als K\u00f6nig anerkannte.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser strategisch komplexen Situation ist es nun \u00e4u\u00dferst interessant, sich etwas genauer mit den eingesetzten Truppen und deren nationaler Zusammensetzung zu besch\u00e4ftigen. Teilweise waren sie im Land ausgehoben worden, folgten damit einer fr\u00fchen Form der Wehrpflicht und k\u00f6nnen deshalb nicht einfach als &#8222;S\u00f6ldner&#8220; bezeichnet werden. Andere, die wie die katholischen und protestantischen Iren als Freiwillige f\u00fcr ihren Besitz und ihre Religion k\u00e4mpften, sicher auch nicht. Allerdings wurden bestehende Regimenter oft von ihren Eigent\u00fcmern gegen gute Bezahlung vermietet oder komplett abgetreten. In diesem Fall verwandelten sich ehemals nationale Regimenter umgehend in S\u00f6ldnereinheiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"516\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/blaue-garden.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5221\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/blaue-garden.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/blaue-garden-300x310.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wilhelms Blaue Garden<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wilhelm von Oranien landete in England mit einer Armee aus erfahrenen S\u00f6ldnern. Den Gro\u00dfteil stellten zwar niederl\u00e4ndische Regimenter, doch auch die bestanden normalerweise zu \u00fcber der H\u00e4lfte aus Ausl\u00e4ndern, da die Niederlande mit ihrer relativ kleinen Bev\u00f6lkerung gar nicht in der Lage waren ausreichend nationale Truppen zu rekrutieren. Das zweitst\u00e4rkste Kontingent bildete die so genannte &#8222;Anglo-Dutch Brigade&#8220;, in der seit \u00fcber einem Jahrhundert schottische und <a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-englander\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">englische S\u00f6ldner<\/a> dienten. Sie bestand zu dieser Zeit aus jeweils drei englischen und drei schottischen Regimentern mit insgesamt etwa 3.000 Mann. Dazu kamen einige Regimenter Hugenotten und solche von deutschen F\u00fcrsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese bunt gemischte Armee von gut 15.000 Mann galt nach dem letzten Krieg gegen Frankreich als eine der besten Europas und war den unerfahrenen englischen Truppen weit \u00fcberlegen. Zur Verteidigung der Niederlande wurden Subsidienregimenter mit insgesamt etwa 13.000 Mann von deutschen F\u00fcrsten &#8211; haupts\u00e4chlich von Brandenburg &#8211; gemietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allen Dingen aber vertraute Wilhelm seinen S\u00f6ldnern wesentlich mehr als den Engl\u00e4ndern, von denen viele der Loyalit\u00e4t zu den Stuarts verd\u00e4chtigt wurden. Der Gro\u00dfteil der niederl\u00e4ndischen Truppen und die Anglo-Dutch Brigade wurden deshalb fest in englische Dienste \u00fcbernommen. Das hei\u00dft, die Niederl\u00e4nder &#8211; sofern es sich um solche handelte &#8211; dienten nun als S\u00f6ldner in England, die englischen und schottischen S\u00f6ldner dagegen wieder dem Vaterland.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese Truppen in den Niederlanden zu ersetzen, wurden ca. 10.000 Engl\u00e4nder nach Flandern geschickt, wo sie dann als S\u00f6ldner unter niederl\u00e4ndischem Befehl k\u00e4mpften. Die in England verbliebenen Truppen wurden umgehend einer intensiven S\u00e4uberung unterzogen, wobei alle Offiziere, die mit der alten Dynastie sympathisierten oder katholisch waren, entlassen wurden. Sie wurden durch solche von der Anglo-Dutch Brigade, Niederl\u00e4nder und Hugenotten ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Mannschaften war man nicht so gn\u00e4dig. Dazu war der Bedarf an g\u00fcnstigem Menschenmaterial einfach zu gro\u00df. K\u00f6nig Jakob II. hatte vor seinem Sturz noch eine gr\u00f6\u00dfere Zahl irische Truppen nach England geholt, da er ihnen als Katholiken besonders vertraute. Diese wurden nun auf der Insel Wright interniert. Von dort schlie\u00dflich nach Hamburg verschifft und an den Kaiser in Wien verkauft, der sie fern in Ungarn gegen die T\u00fcrken verwendete. Auf dem langen Weg gelang einigen die Flucht, die sich dann zur franz\u00f6sischen Armee durchschlugen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Wilhelm seine Macht festigte und die Armee f\u00fcr den Krieg auf dem Kontinent vorbereitete, versch\u00e4rfte sich die Situation in Irland. Es kam zu K\u00e4mpfen zwischen irischen Truppen, die Jakob II. unterst\u00fctzten, und protestantischen Milizen im Norden. Im M\u00e4rz 1689 kam Jakob mit franz\u00f6sischer Unterst\u00fctzung auf die Insel, um von hier aus den englischen Thron zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Wilhelm den Krieg in Irland f\u00fcr ein franz\u00f6sisches Ablenkungsman\u00f6ver hielt, blieb ihm schlie\u00dflich nicht anderes \u00fcbrig, als den stark bedr\u00e4ngten bedr\u00e4ngten Protestanten Hilfe zu schicken. Das Parlament hatte speziell daf\u00fcr die Aushebung neuer Truppen bewilligt. F\u00fcr den n\u00f6tigen R\u00fcckhalt sollten einige Bataillone von Wilhelms Veteranen sorgen. Schlie\u00dflich wurden 14 englische, zwei niederl\u00e4ndische und drei hugenottische Infanteriebataillone nach Irland geschickt. Einschlie\u00dflich der Kavallerie waren es circa 15.000 Mann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"435\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gefangene.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5222\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gefangene.jpg 700w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/gefangene-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gefangene und\/oder Rekruten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Armee stand unter dem Befehl des Grafen <a href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/biographien\/friedrich-von-schomberg-1615-1690\/\">Friedrich von Schomberg<\/a>, der in vielem typisch f\u00fcr die internationale Zusammensetzung des professionellen Offizierskorps der Zeit war. Er stammte aus einer alten kurpf\u00e4lzischen Adelsfamilie, hatte aber \u00fcber seine englische Mutter auch Verwandtschaft im englischen Adel. Er hatte sein Handwerk unter den Oraniern in den Niederlanden gelernt und sp\u00e4ter Schweden gedient. Seine eigentliche Kariere machte er dann nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg in Frankreich, wo er es bis zum Marschall brachte. Als \u00fcberzeugter Calvinist musste er jedoch mit den Hugenotten 1685 das Land verlassen. Wie viele von ihnen kam er nach Brandenburg, wo er sofort zum Oberbefehlshaber aller Truppen ernannt wurde. 1688 f\u00fchrte er dann die brandenburgischen Hilfstruppen in die Niederlande. Von dort begleitete er Wilhelm von Oranien als stellvertretender Kommandeur nach England.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte August 1689 landete er mit seinen Truppen bei Belfast, wo er weitere Unterst\u00fctzung erhielt. Dann r\u00fcckte er langsam nach S\u00fcden vor, bis er auf halbem Weg nach Dublin bei Dundalk ein festes Lager bezog. Daf\u00fcr hatte er vor allem zwei Gr\u00fcnde. Erstens \u00fcbersch\u00e4tze er die St\u00e4rke seiner Gegner weit. Vor allen Dingen aber bef\u00fcrchtete er, dass bei einer Schlacht Teile seiner Hugenotten zum Feind \u00fcbergehen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verhalten der Hugenotten demonstriert sehr anschaulich, welche Probleme S\u00f6ldnerregimenter damals mit sich brachten. Eigentlich galten die Hugenotten als Glaubensfl\u00fcchtlinge als \u00e4u\u00dferst loyal und milit\u00e4risch erfahren. Schomberg selbst f\u00fchlte sich in erster Linie als Hugenotte, und sein pers\u00f6nliches Leibregiment bestand aus hugenottischer Kavallerie, die er f\u00fcr weitaus besser als englische hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schwierigkeiten begannen bei dem Ersatz. Normalerweise schickten Regimenter Rekrutierungsoffiziere in den Ort ihrer Aufstellung, die dann dort mit \u00dcberredung, Gewalt oder mit Hilfe der Beh\u00f6rden den Nachschub beschafften. Exilantenregimenter hatten dagegen meistens keinen Zugriff mehr auf die Rekruten der Heimat und mussten deshalb nehmen, was sie irgendwie bekommen konnten. Die Hugenottenregimenter waren franz\u00f6sischsprachig und deshalb ein guter Anlaufpunkt f\u00fcr belgische Deserteure und Kriegsgefangene. Nat\u00fcrlich wurden auch Deutsche, Niederl\u00e4nder, Schweizer, Engl\u00e4nder und in Irland zur Not auch irische Katholiken genommen. Es gab sicher Vorschriften, doch die Rekrutierungsoffiziere hatten in allererster Linie ihre Quoten zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"406\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/soldner-lager.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5218\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/soldner-lager.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/soldner-lager-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Lager in Dundalk wurden einige Hugenotten verhaftet, die mit den Jakobiten Briefe gewechselt hatten. Einer hatte sich erboten f\u00fcr eine Amnestie in Frankreich mit 400 anderen Hugenotten \u00fcberzulaufen. Schomberg lie\u00df schlie\u00dflich einen Aufruf verlesen, dass sich alle Katholiken umgehend stellen sollten. Alle die sp\u00e4ter entdeckt werden w\u00fcrden, w\u00fcrden umgehend hingerichtet werden. Daraufhin meldeten sich 150 Mann, die nach England zur\u00fcckgeschickt wurden. Nat\u00fcrlich wollte man auch auf sie nicht verzichten und verwendete sie sp\u00e4ter im Garnisonsdienst in den Niederlanden.<\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a> Viel verh\u00e4ngnisvoller als die Deserteure wurden in Dundalk jedoch Krankheiten und Lagerseuchen, die in wenigen Monaten ein gutes Drittel von Schombergs Arme dahinrafften (die Sch\u00e4tzungen schwanken zwischen 5 und 9.000 Toten). Wahrscheinlich fiel der Gro\u00dfteil Typhus oder Dysenterie zum Opfer. Einige starben sicher auch an Lungenentz\u00fcndung oder verhungerten einfach. Denn die Versorgungslage war katastrophal. Schombergs Agenten in England waren unf\u00e4hig, ausreichend Schiffe zu mieten, um Material und Lebensmittel zu schicken. Geld f\u00fcr Lazarette war unterschlagen worden. So blieb die gro\u00dfe Masse ohne Zelte, mit unzureichenden Rationen sich selbst \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Desaster waren meistens viel schlimmer als die legend\u00e4ren Schlachten. Interessant ist allerdings, dass sich auch hier der Wert von professionellen S\u00f6ldnern zeigte. Die Verluste gab es haupts\u00e4chlich in den neu rekrutierten englischen Regimentern. W\u00e4hrend die Engl\u00e4nder zu tausenden starben, hatten Holl\u00e4nder und Franzosen (d.h. Hugenotten) relativ geringe Verluste.<\/p>\n\n\n\n<p>So schreibt ein Beobachter \u00fcber die Errichtung des Lagers in Dundalk: &#8222;unsere holl\u00e4ndischen und franz\u00f6sischen Regimenter bauten sich sofort gute, warme H\u00fctten. Aber unsere englischen Regimenter &#8211; alles unerfahrene Soldaten, die nichts von der Bedeutung guter Unterk\u00fcnfte wussten &#8211; vernachl\u00e4ssigten dies, bis weder Stroh noch Holz zu finden war. Als dann der Regen kam, starben unsere M\u00e4nner wie verrottete Schafe.&#8220; Ein schweizer S\u00f6ldner beschreibt, wie er w\u00e4hrend der Krankheit H\u00fchnerbr\u00fche kochte oder Schiffszwieback von Matrosen kaufte, wie er und seine Kameraden fouragierten, bei Bauern nach Lebensmitteln suchten, sich aber auch zur Not mit Kresse zufrieden gaben, w\u00e4hrend die Engl\u00e4nder manchmal noch nicht einmal die primitive Hafergr\u00fctze der Iren essen wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch f\u00fcr die Jakobiten war der Krieg nicht gut gelaufen. Sie waren mit der Belagerung von Derry gescheitert und hatten dann auch noch eine schwere Niederlage durch protestantische Milizen erlitten. Beiden Parteien kamen deshalb zu der Einsicht, dass sie eine gr\u00f6\u00dfere Zahl professioneller Truppen ben\u00f6tigen wurden, um eine Entscheidung zu erzwingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jakobiten konnten professionelle Truppen nur aus Frankreich erhalten, aber dort war man inzwischen selbst an mehreren Fronten in schwere K\u00e4mpfe verstrickt. Dennoch war es f\u00fcr Ludwig XIV. von Vorteil seinen Hauptgegner Wilhelm mit seinen besten Truppen weiter in Irland zu besch\u00e4ftigen. Er bot deshalb an, sechs Regimenter mit insgesamt gut 6.000 Mann erfahrener Truppen zu schicken. Im Gegenzug verlangte er aber, dass daf\u00fcr 6.000 Iren nach Frankreich kommen sollten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"627\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zurlauben.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5219\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zurlauben.jpg 350w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zurlauben-251x450.jpg 251w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Regiment Zurlauben<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im April 1690 landete das franz\u00f6sische Korps in Cork unter der F\u00fchrung des Herzogs von Lauzun, der zwar milit\u00e4risch v\u00f6llig unterfahren war, daf\u00fcr aber beste Beziehungen bei Hof hatte. Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der geschickten Truppen waren keine Franzosen. Das Regiment Famechon war im letzten Krieg aus Wallonen gebildet worden, und das Regiment Zurlauben, das als einziges aus zwei Bataillonen und damit ca. 2.000 Mann bestand, wird oft irrt\u00fcmlich als &#8222;Schweizer Regiment&#8220;. bezeichnet. Schweizer waren aber nur der Inhaber, der Graf von Zurlauben, und einige seiner Offiziere. Die Mannschaften aber waren haupts\u00e4chlich deutsche und niederl\u00e4ndische Kriegsgefangene und Deserteure von den K\u00e4mpfen in den spanischen Niederlanden im Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch sollte man nicht annehmen, dass es sich um zweitklassige Truppen handelte. Ludwig XIV. selbst sch\u00e4tzte den Kampfwert der Fremdenregimenter wesentlich h\u00f6her als den franz\u00f6sischer Linienregimenter. Dementsprechend erhielten sie auch mehr Sold. Allerdings hatte Lauzun Anweisungen, die Truppen zu schonen und m\u00f6glichst intakt zur\u00fcckzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den selben Schiffen, mit denen das franz\u00f6sische Korps gekommen war, wurden kurz darauf die 6.000 zugesagten Iren nach Brest transportiert. Bei ihrer Rekrutierung war es vielleicht noch etwas rauher zugegangen als im restlichen Europa. Viele waren gegen ihren Willen gepresst worden, es gab eine Menge Kranke, dazu kamen Frauen und Kinder. Gut tausend gelang die Flucht, wodurch danach besonders hemmungslos rekrutiert wurde. Dabei verfiel man sogar auf die Idee, einigen gefangenen irischen Protestanten die Freiheit zu versprechen, wenn sie jeweils acht Rekruten lieferten. 14 Gefangene waren anscheinend reich genug, um die entsprechenden S\u00f6ldner zu kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Franzosen waren von den erhaltenen Truppen alles andere als begeistert. Kaum einer hatte Waffen, und die meisten trugen zerrissene Lumpen. Ein Bericht beschreibt sie als: &#8222;ohne Hemden, Schuhe oder H\u00fcte und voll mit Ungeziefer&#8220;. 700 wurden sofort zur\u00fcckgeschickt, dann wurden sie neu organisiert und weitere ausgesondert bis schlie\u00dflich drei Regimenter mit insgesamt 4.800 Mann \u00fcbrig waren. Sie bildeten den Grundstock der sp\u00e4ter legend\u00e4ren &#8222;Irischen Brigade&#8220; in Frankreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Da war das Korps unter Lauzun sicher von besserer Qualit\u00e4t. Doch auch unter seinen Leuten brachen bald Seuchen aus, und er verlor \u00fcber 500 Mann auf dem Marsch nach Dublin. Weitere mussten krank zur\u00fcckgelassen werden, und so wurde umgehend damit begonnen, die L\u00fccken mit Iren zu f\u00fcllen. In Dublin mussten die Offiziere dann zu ihrem Entsetzen feststellen, dass \u00fcber 500 ihrer M\u00e4nner protestantische Gottesdienste besuchte, und damit ihre Sympathien f\u00fcr die Orangisten zum Ausdruck brachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Wilhelm von Orange hatte es f\u00fcr notwendig gehalten, weitere professionelle Truppen zu mieten. Da seine deutschen S\u00f6ldnerlieferanten aber inzwischen an Rhein und Mosel gebunden waren, brauchte er eine neue Quelle. Er verfiel auf D\u00e4nemark. Dort hatte der K\u00f6nig w\u00e4hrend der langen Auseinandersetzung mit Schweden eine starke Armee aufgebaut, die seine Finanzen aber auf Dauer \u00fcberforderte. Deshalb erschien es ihm eine gute L\u00f6sung einen Teil davon an England zu vermieten. Dort w\u00fcrden sie nicht nur ihren Sold und weitere Praxis erhalten, sondern auch dringend ben\u00f6tigte Subsidien verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man wurde sich schnell handelseinig, und D\u00e4nemark verpflichte sich insgesamt 7.000 Mann f\u00fcr den Krieg in Irland zu liefern. Diese wurden mit einer gro\u00dfen Flotte im November nach England transportiert. Ironischerweise wurde die Flotte von einem Sturm zerstreut, weshalb franz\u00f6sische Kaper ein Schiff erbeuten konnten. Auf ihm befanden sich vier Kompanien, die nach Brest gebracht und dort zum Dienst im franz\u00f6sischen Regiment &#8222;Royal Danois&#8220; gepresst wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Bedeutung des d\u00e4nischen Kontingents lohnt es sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen. Es stand unter dem Kommando von Ferdinand Wilhelm von W\u00fcrttemberg, einem nicht erbberechtigten Sohn des Herzogs von W\u00fcrttemberg, der wie viele seiner Klasse als Berufssoldat im Dienst verschiedener M\u00e4chte Karriere zu machen versuchte. Die anderen Offiziere waren meisten Deutsche und Hugenotten, ein paar Schotten und sehr wenig D\u00e4nen. Bei den Mannschaften gab es sicher ein paar D\u00e4nen mehr, dennoch stellten sie auch dort eine Minderheit. D\u00e4nemark hatte eine relativ kleine Bev\u00f6lkerung und nutzte deshalb seine deutschen Besitzungen zur Rekrutierung. Ein Zeitzeuge schreibt \u00fcber die d\u00e4nische Infanterie: &#8222;Zum Gro\u00dfteil waren es Fremde aus allen L\u00e4ndern, die Wahl oder Zufall hierher gebracht hatte: Deutsche, Polen, Kurl\u00e4nder, Holl\u00e4nder, Schweden, Schotten, Iren und der eine oder andere englische Seemann, den sie nach einer langen Reise betrunken gemacht hatten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den &#8222;D\u00e4nen&#8220; als Kern, einigen weiteren niederl\u00e4ndischen, einem brandenburgischen und neuen englischen Regimentern landete Wilhelm im Juni 1690 in Belfast, fest entschlossen dem unter Schomberg festgefahrenen Feldzug neuen Schwung zu geben. Ohne viel Zeit zu verlieren marschierte er nach S\u00fcden Richtung, bis er am Boyne auf die Armee der Jakobiten stie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Wilhelm war mit ca. 36.000 Mann seinen Gegnern um gut 12.000 Mann und an Artillerie \u00fcberlegen. Seine gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke lag aber bei seinen professionellen S\u00f6ldnertruppen, die mit etwa 7.000 D\u00e4nen, 6.000 Niederl\u00e4ndern und Brandenburgern und 3.000 Hugenotten fast die H\u00e4lfte seiner Streitmacht stellten. Die Jakobiten hatten daf\u00fcr hinter dem Fluss eine gute Verteidigungsposition. Ihre irischen Regimentern waren aber oft unerfahren und schlecht ausger\u00fcstet. Manche verf\u00fcgten nur \u00fcber Spie\u00dfe. Ihre St\u00e4rke waren ihre sechs franz\u00f6sischen Regimenter und die irische Kavallerie, die hoch motiviert und auch gut bewaffnet war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"468\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-karte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5212\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-karte.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-karte-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Schlacht wurde aber durch ein taktisches Flankenman\u00f6ver entschieden. W\u00e4hrend das Zentrum seiner Truppen unter Friedrich von Schomberg gegen\u00fcber des kleinen Ortes Oldbridge aufmarschierte, schickte Wilhelm dessen Sohn Meinhard mit ca. 7.000 Mann fl\u00fcssaufw\u00e4rts, um dort den Boyne bei Rosnaree oder Slane zu \u00fcberqueren. Als die Jakobiten den Marsch von Meinhard von Schombergs Korps &#8211; darunter viel Kavallerie &#8211; beobachteten, gingen sie davon aus, dass es sich um das Gros von Wilhelms Truppen handelte. Lauzun \u00fcberzeugte daraufhin Jakob, ihn mit dem gesamten franz\u00f6sischen Korps und der Artillerie ebenfalls flussaufw\u00e4rts zu schicken, um dort die gef\u00e4hrdete Flanke zu decken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem sich die Truppen unter Meinhard von Schomberg den \u00dcbergang \u00fcber den Boyne bei Rosnaree und Slane freigek\u00e4mpft hatte, marschierten sie s\u00fcdlich des Flusses Richtung Oldbridge. Etwa auf halben Weg stie\u00dfen sie auf die franz\u00f6sischen Regimenter unter Lauzun, die ihnen hinter einer sumpfigen Niederung den Weg versperrten. Da das Gel\u00e4nde f\u00fcr einen Angriff \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig war, verbrachten beide Parteien die n\u00e4chste Zeit weitgehend unt\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen hatte bei Oldbridge der eigentliche Gro\u00dfangriff begonnen. Nach und nach begann Schomberg seine Bataillone \u00fcber den Fluss zu schicken. Zuerst kamen die niederl\u00e4ndischen Garden, ihnen folgten die Hugenotten, dann die Veteranen der Anglo-Dutch Brigade, und schlie\u00dflich setzten sich die D\u00e4nen mit acht Bataillonen Infanterie und zwei Regimentern Kavallerie in Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jakobiten wurden relativ schnell aus ihren Uferstellung gedr\u00e4ngt, konnten sich dann aber wieder konsolidieren. Gegenangriffe ihrer Kavallerie brachten sowohl die niederl\u00e4ndischen Garden, wie auch die Hugenotten in schwere Bedr\u00e4ngnis. Um ihnen zu Hilfe zu eilen f\u00fchrte Friedrich von Schomberg pers\u00f6nlich sein Kavallerieregiment \u00fcber den Fluss und fand in dem Chaos mit 74 Jahren den Tod.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"500\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-1690.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5224\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-1690.jpg 1000w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-1690-300x150.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/boyne-1690-768x384.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Jetzt erwies es sich als fatal, dass Lauzun mit allen professionellen Regimentern abgezogen war. Nur wenige der kaum ausgebildeten und oft unzureichend bewaffneten irischen Regimenter waren bereit, professionelle S\u00f6ldnerregimenter im Nahkampf anzugehen, und ihre Kavallerie wurde zunehmend schw\u00e4cher, w\u00e4hrend st\u00e4ndig neue Bataillone \u00fcber den Fluss kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend fast alle Kr\u00e4fte der Jakobiten in einem verzweifelten Abwehrkampf bei Oldbridge gebunden waren, f\u00fchrte Wilhelm seinen linken Fl\u00fcgel etwas weiter flussabw\u00e4rts \u00fcber den Boyne. Nun bedroht abgeschnitten zu werden, begannen die Jakobiten mit dem R\u00fcckzug, dem sich dann auch die Regimenter unter Lauzun anschlossen, nachdem sie von den Ereignissen erfahren hatten. Obwohl sie von der feindlichen Kavallerie verfolgt wurden, gab es beim R\u00fcckzug relativ wenige Verluste, da das Regiment Zurlauben die Verfolger in bester Ordnung abwehrte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"506\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jakob-exil.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5214\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jakob-exil.jpg 650w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jakob-exil-300x234.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">K\u00f6nig Jakob flieht ins Exil<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Verluste waren mit 1.500 Mann alles andere als dramatisch &#8211; die Orangisten hatten nur 500 Mann verloren &#8211; und der Krieg war dadurch noch lange nicht verloren. Doch Jakob fl\u00fcchtete von Dublin aus per Schiff nach S\u00fcdirland und von dort direkt weiter nach Frankreich. B\u00f6se Zungen behaupteten, dass er als erster die Nachricht von seiner Niederlage nach Paris brachte. Anstatt um Hilfe zu bitten, \u00fcberzeugte er Ludwig davon, dass alles verloren war. Dieser befahl daraufhin die R\u00fcckkehr der Fremdenregimenter<\/p>\n\n\n\n<p>Die geschlagene irische Armee zog sich nach Limerick zur\u00fcck und verlor nun sehr viele Leute durch Desertion. Die Iren tauchten im Land unter, aber von den gepressten S\u00f6ldnern der franz\u00f6sischen Fremdenregimenter liefen mehr als 500 zu den Orangisten \u00fcber. Dort versuchte man sie nat\u00fcrlich sofort wieder zu rekrutieren. Doch die meisten hatten anscheinend vom Krieg genug und baten nur um ein Schiffspassage nach Deutschland. Lediglich 100 konnten von den Werbern letztlich \u00fcberzeugt werden. Mit ihnen wurden vor allem die L\u00fccken in der d\u00e4nischen Brigade aufgef\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg ging dennoch \u00fcber ein Jahr weiter. Die Jakobiten k\u00e4mpften auch ohne ihren K\u00f6nig und franz\u00f6sische Hilfe. Sie schlugen sich erbittert in den blutigen Schlacht bei Aughrim im Juli 1691 und verteidigten sich in Limerick, bis ihnen bessere Bedingungen zugesagt worden waren. Nach der Kapitulation von Limerick gingen \u00fcber 10.000 Mann mit 4.000 Frauen und Kindern nach Frankreich ins Exil, um dort als S\u00f6ldner zu dienen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"396\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/iren-exil.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5215\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/iren-exil.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/iren-exil-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die &#8222;Wildg\u00e4nse&#8220; gehen ins Exil<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter bezeichnete man diesen Exodus als den &#8222;Flug der Wildg\u00e4nse&#8220;, und er wurde zu einem der gro\u00dfen, romantischen Mythen der irischen Geschichte. Doch bei aller Sympathie f\u00fcr die irischen Emigranten, die in der Fremde ihre Haut zu Markte trugen, sollte man nicht vergessen, dass sie f\u00fcr die franz\u00f6sischen Milit\u00e4rs in allererster Linie billiges Kanonenfutter waren. Man erz\u00e4hlte ihnen nat\u00fcrlich, dass sie Teil einer Exilarmee seien und eines Tages unter K\u00f6nig Jakob triumphal nach Irland zur\u00fcckkehren w\u00fcrden. Doch das war nie der Plan. Sie wurden verstreut an allen Fronten verheizt. Dabei erhielten sie auch nicht den besseren Sold der anderen Fremdenregimenter oder gar den der Schweizer.<\/p>\n\n\n\n<p>1697 nach dem Frieden von Ryswick wurden die einfachen Soldaten einfach entlassen. Einige schlugen sich bis nach Spanien oder \u00d6sterreich durch, wo ebenfalls irische Regimenter dienten. Die anderen bettelten, hungerten und wussten nicht wie sie ihre Familien durchbringen sollten. In den Friedensjahren wurden irische Stra\u00dfenr\u00e4uber deshalb zu einer echten Landplage in Frankreich. W\u00e4hrenddessen residierte K\u00f6nig Jakob, f\u00fcr den viele noch nach seiner schm\u00e4hlichen Flucht tapfer gek\u00e4mpft hatten, mit einer k\u00f6niglichen Pension in einem pr\u00e4chtigen Schloss in der N\u00e4he von Paris. Erst als 1701 der spanische Erbfolgekrieg begann, hatte man wieder f\u00fcr die Iren Verwendung. In Italien und Katalonien trafen sie dann auf irische Regimenter im Dienst der Habsburger, was beide Seiten dazu nutzten um \u00dcberl\u00e4ufer zu werben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Childs, John<br>The Williamite Wars in Ireland, 1688-91<br>2007<\/p>\n\n\n\n<p>Ellis, Peter Berresford<br>Boyne Water: Battle of the Boyne, 1690<br>1976<\/p>\n\n\n\n<p>Galster, Kjeld Hald<br>Danish Troops in the Williamite Army in Ireland, 1689-91: For King and Coffers<br>2012<\/p>\n\n\n\n<p>Graham, D. P.<br>The Irish Brigade 1670 1745. The Wild Geese in French Service<br>2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und der Flug der Wildg\u00e4nse.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5206,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[118,8],"tags":[109,39,306,129,305,120],"class_list":["post-5204","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-absolutismus-artikel","category-artikel","tag-emigranten","tag-england","tag-hugenotten","tag-iren","tag-irland","tag-soldatenhandel"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Schlacht am Boyne und der Flug der Wildg\u00e4nse<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"am Boyne siegte England mit der Hilfe europ\u00e4ischer S\u00f6ldner. Danach dienten viele emigrierte Iren - &quot;die Wildg\u00e4nse&quot; - in Frankreich.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Schlacht am Boyne 1690 und der Flug der Wildg\u00e4nse.\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In der Sckacht am Boyne siegte England mit der Hilfe europ\u00e4ischer S\u00f6ldner. Danach emigrierten viele Iren - &quot;die Wildg\u00e4nse&quot; - nach Frankreich um dort \u00fcber Generationen als S\u00f6ldner zu dienen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-03-24T09:19:44+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-04-12T14:52:57+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/exil-ft.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"22\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\"},\"headline\":\"Die Schlacht am Boyne 1690\",\"datePublished\":\"2026-03-24T09:19:44+00:00\",\"dateModified\":\"2026-04-12T14:52:57+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/\"},\"wordCount\":3825,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/03\\\/exil-ft.jpg\",\"keywords\":[\"Emigranten\",\"England\",\"Hugenotten\",\"Iren\",\"Irland\",\"Soldatenhandel\"],\"articleSection\":[\"Absolutismus\",\"Artikel\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":[\"WebPage\",\"ItemPage\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/\",\"name\":\"Die Schlacht am Boyne und der Flug der Wildg\u00e4nse\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/03\\\/exil-ft.jpg\",\"datePublished\":\"2026-03-24T09:19:44+00:00\",\"dateModified\":\"2026-04-12T14:52:57+00:00\",\"description\":\"am Boyne siegte England mit der Hilfe europ\u00e4ischer S\u00f6ldner. Danach dienten viele emigrierte Iren - \\\"die Wildg\u00e4nse\\\" - in Frankreich.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/03\\\/exil-ft.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/03\\\/exil-ft.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"A Lost Cause: Flight of King James II after the Battle of the Boyne 1888 Andrew Carrick Gow 1848-1920 Presented by Sir Henry Tate 1894 http:\\\/\\\/www.tate.org.uk\\\/art\\\/work\\\/N01530\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/die-schlacht-am-boyne-1690\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die Schlacht am Boyne 1690\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"description\":\"Die Geschichte der S\u00f6ldner\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"width\":114,\"height\":115,\"caption\":\"Kriegsreisende\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/profile.php\\\/?id=100078852462894\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/Xeno78576728\",\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.blogspot.com\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/author\\\/admin\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die Schlacht am Boyne und der Flug der Wildg\u00e4nse","description":"am Boyne siegte England mit der Hilfe europ\u00e4ischer S\u00f6ldner. Danach dienten viele emigrierte Iren - \"die Wildg\u00e4nse\" - in Frankreich.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Die Schlacht am Boyne 1690 und der Flug der Wildg\u00e4nse.","og_description":"In der Sckacht am Boyne siegte England mit der Hilfe europ\u00e4ischer S\u00f6ldner. Danach emigrierten viele Iren - \"die Wildg\u00e4nse\" - nach Frankreich um dort \u00fcber Generationen als S\u00f6ldner zu dienen.","og_url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/","og_site_name":"Kriegsreisende","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","article_published_time":"2026-03-24T09:19:44+00:00","article_modified_time":"2026-04-12T14:52:57+00:00","og_image":[{"width":200,"height":200,"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/exil-ft.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@Xeno78576728","twitter_site":"@Xeno78576728","twitter_misc":{"Geschrieben von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"22\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8"},"headline":"Die Schlacht am Boyne 1690","datePublished":"2026-03-24T09:19:44+00:00","dateModified":"2026-04-12T14:52:57+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/"},"wordCount":3825,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/exil-ft.jpg","keywords":["Emigranten","England","Hugenotten","Iren","Irland","Soldatenhandel"],"articleSection":["Absolutismus","Artikel"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#respond"]}]},{"@type":["WebPage","ItemPage"],"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/","name":"Die Schlacht am Boyne und der Flug der Wildg\u00e4nse","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/exil-ft.jpg","datePublished":"2026-03-24T09:19:44+00:00","dateModified":"2026-04-12T14:52:57+00:00","description":"am Boyne siegte England mit der Hilfe europ\u00e4ischer S\u00f6ldner. Danach dienten viele emigrierte Iren - \"die Wildg\u00e4nse\" - in Frankreich.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#primaryimage","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/exil-ft.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/exil-ft.jpg","width":200,"height":200,"caption":"A Lost Cause: Flight of King James II after the Battle of the Boyne 1888 Andrew Carrick Gow 1848-1920 Presented by Sir Henry Tate 1894 http:\/\/www.tate.org.uk\/art\/work\/N01530"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-schlacht-am-boyne-1690\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die Schlacht am Boyne 1690"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","name":"Kriegsreisende","description":"Die Geschichte der S\u00f6ldner","publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization","name":"Kriegsreisende","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","width":114,"height":115,"caption":"Kriegsreisende"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","https:\/\/x.com\/Xeno78576728","https:\/\/kriegsreisende.blogspot.com\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["http:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte"],"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/author\/admin\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5204","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5204"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5204\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5268,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5204\/revisions\/5268"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5204"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5204"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5204"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}