{"id":4836,"date":"2025-11-01T11:59:05","date_gmt":"2025-11-01T11:59:05","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=4836"},"modified":"2025-11-01T11:59:05","modified_gmt":"2025-11-01T11:59:05","slug":"gaddafis-islamische-legion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/gaddafis-islamische-legion\/","title":{"rendered":"Gaddafis Islamische Legion"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">vom Tschad bis nach Darfur.<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ursache f\u00fcr viele Schwierigkeiten, die Muammar al-Gaddafi seinen Mitmenschen verursachte, ist wahrscheinlich in seinem ma\u00dflosen Ehrgeiz zu suchen und dann in der fehlenden Geduld und Sprunghaftigkeit, mit denen er seine Ziele verfolgte. An Fantasie und gro\u00dfen Pl\u00e4nen fehlte es ihm nicht. Er wollte alle arabischen Staaten vereinen, dem Islam neue L\u00e4nder gewinnen und der gesamten Welt seinen Stempel aufdr\u00fccken. Unter seiner Regie wurde versucht Libyen mit \u00c4gypten, dem Sudan, Tunesien, Marokko, Syrien, dem Tschad und einer ganzen Reihe anderer L\u00e4nder zu vereinigen. Sehr oft endeten die gro\u00df gefeierten F\u00f6derationen dann mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen oder sogar offenem Krieg, wenn die auserw\u00e4hlten Partner bemerkten, dass Gaddafi, dem alles nicht schnell genug gehen konnte, gleichzeitig Umsturzversuche in ihren L\u00e4ndern unterst\u00fctzte. Die arabischen Regierungschefs begriffen schnell, dass die br\u00fcderlichen Umarmungen des Colonels t\u00f6dliche Folgen haben konnten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"607\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gaddafi.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4839\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gaddafi.jpg 450w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gaddafi-300x405.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viele junge Offiziere seiner Generation war Gaddafi (er hatte sich 1969 an die Macht geputscht) von der revolution\u00e4ren Sto\u00dfkraft des Sozialismus tief beeindruckt und versuchte deshalb seine eigene Version von einem &#8222;islamischen Sozialismus&#8220; zu verwirklichen. Diese Ideen fasste er in seinem &#8222;Gr\u00fcnen Buch&#8220; zusammen, das als eine Art Mao-Bibel der arabischen Welt gedacht war. Da das bev\u00f6lkerungsarme Libyen seinen m\u00e4chtigen Nachbarn Algerien und \u00c4gypten &#8211; \u00fcber Tunesien hielt Frankreich seine sch\u00fctzende Hand &#8211; milit\u00e4risch nicht gewachsen war, lag es nahe die Verbreitung seiner Ideen mit der Hilfe revolution\u00e4rer Gruppen und subversiver Kr\u00e4fte voranzutreiben. Geld hatte er reichlich, und so entwickelte sich Libyen zum wichtigsten Helfer zahlreicher Terrorgruppen von Pal\u00e4stina bis nach Indonesien. Es blieb aber nicht bei der Hilfe f\u00fcr islamische Terroristen, auch gut katholische Gruppen wie die spanische ETA oder die irische IRA fanden in Libyen Zuflucht und materielle Hilfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings lie\u00dfen sich diese Gruppen kaum kontrollieren und nahmen nur selten direkte Befehle entgegen. Zur Durchf\u00fchrung libyscher Gro\u00dfmachtpl\u00e4ne ben\u00f6tigte Gaddafi eine eigene ihm direkt unterstellte Organisation und gr\u00fcndete deshalb 1972 die &#8222;al-Failaka al-Islamiya&#8220;, die &#8222;Islamische Legion&#8220;. Es mag sein, dass er dabei ein wenig die franz\u00f6sische Fremdenlegion im Auge hatte, die \u00fcberall dort so ruhmreich gek\u00e4mpft hatte, wo Frankreich eigenes Blut hatte sparen wollen. Wahrscheinlich schwebte ihm aber auch so etwas wie die Internationalen Brigaden im Spanischen B\u00fcrgerkrieg vor. Tapfere Idealisten aus allen arabischen L\u00e4ndern sollten nun f\u00fcr seine Ziele sterben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gedanke war sicher nicht ganz verkehrt. Denn Dank seiner reichen \u00d6lvorkommen war Libyen zwar der mit Abstand reichste nordafrikanische Staat, hatte aber viel zu wenig Personal, um das mit den \u00d6lmilliarden angeschaffte Ger\u00e4t zu bemannen. So verf\u00fcgte die libysche Armee Mitte der 70er Jahre nur \u00fcber 300 Besatzungen f\u00fcr die 2.500 Panzer, die in ihren Depots vergammelten. Libyen war generell knapp an Menschen und wie in vielen \u00d6lstaaten hielten zigtausende Gastarbeiter die Wirtschaft am laufen. Der Milit\u00e4rdienst war besonders unpopul\u00e4r, und so lag es auf der Hand auch hier auf Ausl\u00e4nder zur\u00fcckzugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider hatte die ganze Sache eine gro\u00dfen Haken: es gab kaum echte Freiwillige. Bin Laden und Al Qaida lagen noch in ferner Zukunft, und nur ganz wenige Araber waren bereit, f\u00fcr Gaddafis hochfliegende Pl\u00e4ne ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Es gab allerdings noch ein anderes Reservoir. Wegen mehrerer starker D\u00fcrreperioden waren viele Halbnomaden der Sahelzone aus Mali, Niger, dem Tschad und dem Sudan nach Libyen gekommen und fristeten nun in Fl\u00fcchtlingslagern ein erb\u00e4rmliches Leben. Dazu kamen politische Exilanten, die in ihrer Heimat vergeblich um mehr Autonomie gek\u00e4mpft hatten. Au\u00dferdem machten sich st\u00e4ndig Westafrikaner auf den langen Weg durch die Sahara, um in Libyen Arbeit zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter diesen armen Teufeln rekrutierte man nun das Gros der Islamischen Legion. Einige konnte man sicher damit gewinnen, indem man ihnen versprach, sie w\u00fcrden einmal als siegreiche Befreier in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckkehren. Doch die meisten kamen wie so oft in der S\u00f6ldnergeschichte wegen regelm\u00e4\u00dfiger Bezahlung und Essen. Normalerweise verschwieg man den angehenden Legion\u00e4ren au\u00dferdem ihre eigentliche Bestimmung. Und mancher, der nur einen Job gesucht hatte, fand sich pl\u00f6tzlich in einem Trainingslager in der W\u00fcste wieder. Falls es dennoch an Rekruten fehlte, griff die Polizei bei Stra\u00dfenkontrollen einfach ausreichend Immigranten auf, und stellte sie dann vor die Alternative: Abschiebung oder Eintritt in die Islamische Legion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Libyen in den ersten Jahren von Gaddafis Regierung zumindest offiziell keinen Krieg f\u00fchrte, ging der Aufbau nur langsam voran. Einzelne Gruppen wurden zwar in den Tschad und zur Unterst\u00fctzung der Pal\u00e4stinenser in den Libanon geschickt, ansonsten konnte man sich aber in Ruhe der Ausbildung widmen. Allerdings scheint sich diese &#8211; was durch die sp\u00e4teren Kampfeins\u00e4tze unterstrichen wird &#8211; im Wesentlichen auf ideologische Schulung und die Lekt\u00fcre des Gr\u00fcnen Buches beschr\u00e4nkt zu haben. Die abstruse Mischung aus Islam und Sozialismus w\u00fcrzte man dabei mit einer geh\u00f6rigen Portion Rassismus, wobei die Araber zum auserw\u00e4hlten Volk stilisiert wurden, das allen anderen haushoch \u00fcberlegen war. Diese rassistische Ideologie richtete sich zwar vordergr\u00fcndig gegen Israel und den dekadenten Westen, diente wohl aber in erster Linie dazu, arabische &#8211; das hie\u00df nat\u00fcrlich libysche &#8211; Gro\u00dfmachttr\u00e4ume am S\u00fcdrand der Sahara zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den Legion\u00e4ren, die sich f\u00fcr Araber halten konnten, fielen diese Gedanken sicher auf fruchtbaren Boden. Dennoch war der Dienst in den einsamen W\u00fcstencamps hart und von t\u00f6dlicher Langeweile. Das zeigte sich, als sich die Spannungen mit dem einstigen Bundesbruder \u00c4gypten im Juni 1977 zu einem Grenzkrieg ausweiteten. Die \u00c4gypter erteilten den Libyern eine deutliche Lektion. Sie bombardierten einige St\u00fctzpunkte und \u00fcberfielen in einem Kommandounternehmen einige grenznahe Ausbildungslager der Legion, da sie sicher nicht zu Unrecht vermuteten, dass dort Terroristen f\u00fcr den Einsatz in \u00c4gypten ausgebildet w\u00fcrden. Von den Gefangenen baten anschlie\u00dfend viele um politisches Asyl, und einige arbeiteten sogar in Kairo f\u00fcr die antilibysche Propaganda im Rundfunk.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"445\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/amin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4841\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/amin.jpg 400w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/amin-300x334.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum ersten gr\u00f6\u00dferen Einsatz der Legion kam es anderthalb Jahre sp\u00e4ter in Uganda. Da Idi Amin Moslem war, hatte ihn Gaddafi von Anfang an mit Milit\u00e4rberatern und Material unterst\u00fctzt, da er hoffte auf diese Weise das mehrheitlich christliche Land f\u00fcr den Islam zu gewinnen. &#8222;Kaiser&#8220; Bokassa erfreute sich \u00fcbrigens ebenfalls dieser br\u00fcderlichen Hilfe, nachdem er Moslem geworden war. Im Herbst 1978 fiel Idi Amin dann in den Norden Tansanias ein, da dort viele Ugander Zuflucht gefunden hatten. Nach einigen Anfangserfolgen machten die Tansanier jedoch mobil, bewaffneten die Exilanten aus Uganda und schlugen Idi Amins schlecht motivierte Truppen. Damit nicht genug, setzten sie ihnen nach und marschierten weiter Richtung Kampala.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gaddafi war nat\u00fcrlich nicht bereit, dabei unt\u00e4tig zuzusehen. Material hatte er mehr als genug, und bald flogen gro\u00dfe Transportmaschinen T55-Panzer, Artillerie und Katjuscha-Raketenwerfer nach Entebbe. Bei den notwendigen Truppen sah es dagegen schlechter aus. In Libyen wollte niemand f\u00fcr Idi Amin irgendwo im afrikanischen Busch sterben. Das erste Kontingent von 2.500 Mann bestand deshalb nur zum kleineren Teil aus regul\u00e4ren Truppen, den Rest bildeten Milizion\u00e4re und Legion\u00e4re, denen man zur St\u00e4rkung der Moral verschwiegen hatte, wohin die Reise ging. Im M\u00e4rz 1979 stie\u00dfen sie dann s\u00fcdwestlich von Entebbe bei Lukuya auf die vorr\u00fcckenden Tansanier. Das Treffen kam f\u00fcr beide Seiten \u00fcberraschend, und die Libyer konnten die weit \u00fcberlegene Feuerkraft ihrer Panzer und Raketenwerfer mit gro\u00dfem Erfolg einsetzen. Die Tansanier, die \u00fcber keine schweren Waffen verf\u00fcgten, wurden geschlagen und flohen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch nach diesem schnellen Sieg zeigte sich die Mischung aus Arroganz, Inkompetenz und mangelnder Motivation, die auch f\u00fcr die sp\u00e4teren Kriege typisch sein sollte. Die Libyer verzichten nicht nur darauf den geschlagenen Feind zu verfolgen, sondern auch darauf, ihre eigene Stellung zu befestigen oder Sp\u00e4htrupps auszuschicken. So wurden sie dann bereits nach einem Tag von dem tansanischen Gegenangriff v\u00f6llig \u00fcberrascht. In dem allgemeinen Chaos gelang es ihnen dieses mal nicht ihre Feuerkraft zur Geltung zu bringen. Als erste suchten die schlecht ausgebildeten Legion\u00e4re und Milizion\u00e4re das Weite, und bald floh alles in wilder Aufl\u00f6sung nach Kampala.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es galt nun die Hauptstadt zu halten, und Gaddafi schickte weiteres Material und noch einmal 2.000 Mann, unter denen sich wieder viele Legion\u00e4re befanden. Mit ihren schweren Waffen h\u00e4tten sie die Tansanier wahrscheinlich zur\u00fcckwerfen k\u00f6nnen. Doch kaum keiner der Libyer und schon gar nicht die Legion\u00e4re wollte hier noch als Held sterben, w\u00e4hrend sich die ugandischen Offiziere l\u00e4ngst mit voll geladenen Lastwagen absetzten. Zudem lie\u00df der Pr\u00e4sident von Tansania verbreiten, dass der Weg nach Osten zum Flughafen und nach Kenia offen gelassen w\u00fcrde f\u00fcr den R\u00fcckzug der Libyer. So gab es letzten Endes nur sporadischen Widerstand und die Libyer zogen unbehindert nach Kenia ab, von wo sie nach Libyen ausgeflogen wurden. Trotzdem hatten sie in dem kurzen Krieg etwa 600 Tote und das Dreifache an Verwundeten verloren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ganze Unternehmen war ein Desaster. Es w\u00e4re aber falsch, die Gr\u00fcnde der Legion anzulasten. Die Ursachen lagen weit tiefer. Gaddafi hatte eine ganze Reihe von Putschversuchen unzufriedener Milit\u00e4rs niederschlagen m\u00fcssen. Das Resultat waren umfangreiche S\u00e4uberungen, Exekutionen hoher Offiziere und die Bevorzugung politisch ergebener bei Bef\u00f6rderungen, wobei nicht gerade die F\u00e4higsten aufstiegen. Zus\u00e4tzlich wurden Offiziere st\u00e4ndig versetzt, so dass sie keinen engen Kontakt zu ihren Untergebenen aufbauen konnten. Der Ausbildungsstand war erschreckend niedrig, und es fehlte konstant an Personal, um die teuren in der Sowjetunion angeschafften Waffensysteme Ger\u00e4t zu bedienen. Verheerend wirkte auch die zentrale Bedeutung der Ideologie, die eine reale Einsch\u00e4tzung der Lage unm\u00f6glich machte. So hatte Gaddafi einmal gro\u00dfspurig get\u00f6nt, dass &#8222;Araber niemals von einer Hand voll barf\u00fc\u00dfiger Afrikaner geschlagen werden k\u00f6nnten.&#8220; Das h\u00f6rte sich im libyschen Fernsehen sicher gut an, war an der Front dagegen wenig hilfreich. Die Legion sollte die Zeche dieser Ignoranz bei den Kriegen im Tschad noch bitter bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vielv\u00f6lkerstaat Tschad k\u00e4mpften seit Jahren verschiedene Fraktionen um die Macht. Gaddafi unterst\u00fctzte die moslemischen Gruppen, die ihren R\u00fcckhalt haupts\u00e4chlich unter den Toubou (auch Tubu) des Tibesti-Gebirges hatten. Dabei ging es ihm aber nicht nur um Hilfe f\u00fcr die Glaubensbr\u00fcder, sondern er versuchte auch alte libysche Gebietsanspr\u00fcche auf den n\u00f6rdlichen Aouzou-Streifen durchzusetzen. Die Rebellen wurden in S\u00fcdlibyen ausgebildet und mit Infanteriewaffen versorgt. Zus\u00e4tzlich kamen aber auch kleinere Einheiten der Islamischen Legion zum Einsatz. Da sich in ihren Reihen viele Fl\u00fcchtlinge aus dem Tschad befanden, konnte man diese Aktionen gut als die von Freiheitsk\u00e4mpfern ausgeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"357\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/libyen_tschad.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4842\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/libyen_tschad.jpg 640w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/libyen_tschad-300x167.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">libyscher St\u00fctzpunkt im Tschad<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe der Jahre wuchs jedoch das libysche Engagement, bis schlie\u00dflich einige tausend Mann im Norden standen und feste Basen im Aouzou-Streifen errichteten. Auf internationalen Druck hin wurden die K\u00e4mpfe immer wieder unterbrochen und man versuchte auf dem Verhandlungsweg zu einer L\u00f6sung zu kommen. 1979 konnten dann die beiden Toubou-Rebellenf\u00fchrer Habr\u00e9 und Goukouni in N\u2019Djamena die Macht \u00fcbernehmen. Bald kam es jedoch auch zwischen ihren Truppen zu Zusammenst\u00f6\u00dfen, und Goukouni wurde mit seinen Anh\u00e4ngern aus der Hauptstadt vertrieben. Obwohl Moslem war Habr\u00e9 sehr antilibysch eingestellt und dachte gar nicht daran Gaddafis Anspr\u00fcche auf den Aouzou-Streifen anzuerkennen. Dieser schloss daraufhin mit Habr\u00e9s Konkurrenten Goukouni, der offiziell als Pr\u00e4sident galt, ein Freundschaftsb\u00fcndnis und schickte Truppen in gro\u00dfer Zahl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben gut 7.000 Mann der libyschen Armee kamen nun auch 7.000 Legion\u00e4re zum Einsatz. F\u00fcr diese Masse konnten nat\u00fcrlich bei weitem nicht ausreichend Freiwillige geworben werden. In Libyen ging man deshalb in gro\u00dfem Stil dazu \u00fcber Arbeitsimmigranten und Fl\u00fcchtlinge mit T\u00e4uschung und Zwang zu rekrutieren und ohne Ausbildung an die Front zu werfen. Die franz\u00f6sische Zeitung Le Monde schrieb dar\u00fcber: &#8222;Das Expeditionskorps von 15.000 Mann, das in den Tschad geschickt worden war, war eine sehr gemischte Gruppe, von \u00e4u\u00dferst begrenzten strategischen F\u00e4higkeiten und wenig Motivation. Einige waren Berufssoldaten, dazu eine gro\u00dfe Zahl schlecht ausgebildeter Reservisten; der Rest Ausl\u00e4nder. Araber oder Afrikaner, S\u00f6ldner, die sich selbst verachteten; arme Teufel, die nach Libyen auf der Suche nach Arbeit gekommen waren und mit mehr oder weniger Gewalt dazu gezwungen worden waren sich zu melden und nun in einer unbekannten W\u00fcste k\u00e4mpfen sollten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr weiteren Nachschub sorgten die libyschen Volksb\u00fcros, die in befreundeten Staaten unterhalten wurden und nun in gro\u00dfem Stil damit begannen S\u00f6ldner zu rekrutieren. Man warb dabei nicht nur in arabischen Staaten, sondern auch in Westafrika, Bangladesch und Pakistan. Mit der Wahrheit nahm man es dabei nicht so genau. Viele &#8222;Freiwillige&#8220; unterzeichneten Arbeitsvertr\u00e4ge und dachten, sie w\u00fcrden in der \u00d6lindustrie gutes Geld verdienen. So sollen 1981 einige tausend Pakistaner als Gastarbeiter nach Libyen geholt worden sein, um dann im Tschad zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz dieser M\u00e4ngel hatten Habr\u00e9s Truppen den libyschen Flugzeugen und Panzern nichts entgegen zu setzen. Sie mussten sich geschlagen in den Sudan zur\u00fcckziehen, setzten aber von dort aus den Kampf fort. Gaddafi konnte nun seinen ersten gro\u00dfen Sieg feiern und verk\u00fcndete kurz darauf die Vereinigung des Tschad mit Libyen. Allerdings kam die Arroganz der Besatzer bei der Bev\u00f6lkerung nicht gut an. Die Libyer bevorzugten in allem die arabische Minderheit und versuchten das Land radikal zu arabisieren. Besonderen Unwillen erregte, dass zur Vereinigung der &#8222;untrennbaren V\u00f6lker&#8220; im Norden einheimische Frauen mit libyschen Soldaten verheiratet wurden. Dabei verstand sich von selbst, dass Toubou-M\u00e4nner daf\u00fcr nat\u00fcrlich niemals libysche Frauen erhielten. Diese Praxis wurde mit gutem Grund als rassistisch empfunden, und ein GUNT-K\u00e4mpfer klagte: &#8222;sie verachten uns, es ist unertr\u00e4glich\u2026 Sie heiraten unsere Frauen, aber geben uns nie eine der ihren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bald kam es zu schweren K\u00e4mpfen zwischen der von Goukouni gef\u00fchrten GUNT und der Islamischen Legion, die den Gro\u00dfteil der Besatzungstruppen stellte. Die Legion hatte dabei schwere Verluste sowohl im Gefecht wie auch durch Desertionen. Schwerer wog allerdings der politische Druck der afrikanischen Staaten, und als dann auch noch Goukouni den Abzug der Libyer forderte, zogen sich diese Ende 1981 in den Aouzou-Streifen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"560\" height=\"353\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/libyer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4843\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/libyer.jpg 560w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/libyer-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">libysche Gefangene im Tschad<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die inneren K\u00e4mpfe und die allgemeine Unzufriedenheit nutzte Habr\u00e9 zu einem Einfall in den Osttschad. Gest\u00e4rkt durch neue Allianzen eroberte er die Hauptstadt N\u2019Djamena, den ganzen S\u00fcden und schlie\u00dflich sogar die strategisch wichtige Oase Faya-Largeau im Norden, so dass die GUNT v\u00f6llig ins Tibesti-Gebirge zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wurde. Dies provozierte im Juni 1983 eine neue Offensive der Libyer mit der GUNT. Die Legion war daran nur gering beteiligt, da anscheinend erst noch die schweren Verluste von 1981 ersetzt werden mussten. Die K\u00e4mpfe konzentrierten sich auf Faya-Largeau, das mehrmals den Besitzer wechselte. Habr\u00e9 reorganisiert die verschiedenen Milizen nun als FANT, die ausgesprochen gut k\u00e4mpfte. Dennoch konnte eine libysche Gro\u00dfoffensive nur durch massives franz\u00f6sisches Eingreifen abgewehrt werden. Entscheidender war aber, dass sich durch die Pr\u00e4senz franz\u00f6sischer Kampfflugzeuge die Libyer nicht mehr am Himmel sehen lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die Franzosen aber auf keinen Fall einen langwierigen Krieg w\u00fcnschten, einigten sie sich schlie\u00dflich mit Gaddafi auf einen gegenseitigen Truppenabzug. Die Franzosen gingen, und die Libyer bauten Wadi Doum im Aouzou-Streifen zu einer gewaltigen Milit\u00e4rbasis aus. Die Zeit dr\u00e4ngte. Denn die FANT wurde immer st\u00e4rker. Frankreich lieferte Milan-Panzerabwehrraketen, die USA Boden-Luft-Raketen und schnelle Toyota-Gel\u00e4ndewagen, wodurch die FANT enorm an Mobilit\u00e4t gewann. Au\u00dferdem liefen nun auch im Norden immer mehr GUNT-K\u00e4mpfer zur FANT \u00fcber, da der Kampf gegen Libyen zunehmend als nationale Angelegenheit betrachtet wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"364\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/toyota_war.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4844\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/toyota_war.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/toyota_war-300x182.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Toyota War<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Februar 1986 f\u00fchlte sich Gaddafi stark genug und startete eine Gro\u00dfoffensive mit \u00fcber 10.000 Mann &#8211; GUNT, Libyer und Legion\u00e4re -, hunderten von Panzern und zahlreichen Flugzeugen. Nach ersten R\u00fcckschl\u00e4gen schickte er nur weitere Truppen und noch mehr Material. Doch die Lage hatte sich grundlegend ge\u00e4ndert. Mit Hilfe der schnellen Toyotas kehrte die FANT zur Taktik des ihr vertrauten W\u00fcstenkrieges zur\u00fcck. Die schwerf\u00e4lligen Panzerkolonnen der Libyer wurden \u00fcberraschend an den Flanken angegriffen, einzelne Einheiten isoliert und aufgerieben. Diese reagierten darauf mit den traditionellen Methoden, die ihnen ihre sowjetischen Instrukteure beigebracht hatten: starkes Artilleriefeuer und massierte Angriffe mit Panzern. Aber die Toyotas entzogen sich schnell und waren schwer zu treffen; au\u00dferdem wirkten die Milan-Raketen verheerend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der verlustreiche Krieg war in Libyen alles andere als popul\u00e4r und so musste die Islamische Legion m\u00f6glichst viel des Kanonenfutters stellen, das nun im Tschad verheizt wurde. Wieder lie\u00df Gaddafi kr\u00e4ftig die Werbetrommel r\u00fchren. Auf einer gro\u00dfen internationalen Konferenz sozialistischer Staaten in Tripolis warb er f\u00fcr seine Sache, und in den Volksb\u00fcros versprach man den Armen der Dritten Welt Ruhm und Reichtum. Angeblich kamen 500 Legion\u00e4re aus Dschibuti und 2.000 aus dem Sudan f\u00fcr den &#8222;Heiligen Krieg&#8220;. In eher christlichen westafrikanischen Staaten wie Ghana und Benin wurde dagegen unter dem Banner des Sozialismus geworben. Aus Benins Hauptstadt Kotonu flog Aeroflot regelm\u00e4\u00dfig vorwiegend jugendliche Rekruten nach Libyen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als in Pakistan und Bangladesch nicht schnell genug das ben\u00f6tigte Menschenmaterial zusammenkam, verfielen die Werber auf Indien. Die Religion spielte l\u00e4ngst keine Rolle mehr. Die Presse berichtete im April 1986 von langen Warteschlangen vor dem libyschen Volksb\u00fcro in Neu-Delhi. Tausende Arbeitslose, verarmte Landarbeiter und Slumbewohner waren von Anzeigen angelockt worden, die einen Monatssold von 833-1.666 Dollar versprachen. Besonders gesucht wurden Ex-Soldaten, Techniker und Piloten, aber auch andere waren willkommen. Einer der Wartenden sagte: &#8222;Hier verhungere ich. Wenn ich in Libyen sterbe, haben wenigstens meine Kinder genug zum \u00dcberleben&#8220;. Libyen verkaufte die Aktion als Solidarit\u00e4t der Inder gegen den US-Imperialismus. Schlie\u00dflich beendete aber die indische Regierung die Werbungen auf Druck der USA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der verfahrenen Situation im Tschad konnten die direkt an die Front geworfenen Legion\u00e4re nichts \u00e4ndern. Von der GUNT liefen nun ganze Truppenteile zum Gegner \u00fcber, so dass es schlie\u00dflich zum offenen Kampf zwischen ihr und den Libyern kam. Gaddafi lie\u00df daraufhin die Lager und Siedlungen seiner einstigen Waffenbr\u00fcder mit Napalm und wahrscheinlich auch Giftgas bombardieren. Die Lage der libyschen Truppen verschlechterte sich dennoch rapide. Ohne ihre einheimischen Verb\u00fcndeten bewegten sich ihre Kolonnen praktisch blind durch das Land, und igelten sich immer st\u00e4rker in ihren St\u00fctzpunkte ein, die mit Minenfeldern, Erdw\u00e4llen, eingegrabenen Panzern, Artillerie, Landebahnen und Depots zu imposanten Festungen ausgebaut worden waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die m\u00e4chtigste dieser Anlagen war Wadi Doum. Dort hatten sich an die 7.000 Mann mit mehreren hundert Panzern hinter ausgedehnten Minenfeldern verschanzt. Der FANT gelang es Anfang 1987 eine starke Kolonne herauszulocken und nach und nach in einem m\u00f6rderischen Gefecht aufzureiben. Eine Entsatzkolonne aus Wadi Doum erlitt das gleiche Schicksal. Danach folgten die FANT-K\u00e4mpfer den Fliehenden und starteten nachts einen \u00dcberraschungsangriff. Obwohl zahlenm\u00e4\u00dfig stark unterlegen, lie\u00dfen sie sich nicht aufhalten &#8211; noch Jahre konnte man die Toyatowracks in den Minenfeldern sehen. Als sie aber die erste Verteidigungslinie durchbrochen hatten, gab es f\u00fcr die Libyer kein halten mehr. Viele sollen bei der Flucht von den eigenen Minen get\u00f6tet worden sein, und f\u00fcr die anderen war es ein verzweifeltes Unternehmen durch die unbekannte W\u00fcste die eigenen Stellungen zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Fall von Wadi Doum war der Krieg f\u00fcr Libyen verloren. Faya-Largeau wurde kampflos ger\u00e4umt, und die verbliebenen St\u00fctzpunkte im Aouzou-Streifen sp\u00e4ter aufgegeben oder von der FANT erobert. Die zerschlagenen und demoralisierten Reste der Islamischen Legion wurden gr\u00f6\u00dftenteils aufgel\u00f6st. Einige Einheiten wurden aber in den Sudan geschickt, wo sie von Darfur aus im Osten des Tschad einfallen sollten. So meldete die Regierung des Tschad im November 1987 44 get\u00f6tete Legion\u00e4re bei K\u00e4mpfen an der Ostgrenze. Die in Gefangenschaft geratenen Legion\u00e4re wurden von Tschad je nach Stand der diplomatischen Beziehungen in ihre Ursprungsl\u00e4nder zur\u00fcckgeschickt, was immer ein sch\u00f6ner Propagandaerfolg war. Einige wurden auch in den Gefangenenlagern zusammen mit einigen hundert Libyern von der CIA f\u00fcr k\u00fcnftige Putschversuche gegen Gaddafi rekrutiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"318\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/janjaweed.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4845\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/janjaweed.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/janjaweed-300x191.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Janjaweed<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch war die Geschichte der Islamischen Legion noch nicht ganz an ihrem Ende. Einige konnten in ihre Heimat nicht zur\u00fcckkehren und manche hatten sicher auch an dem kriegerischen Leben Gefallen gefunden. Bei diesem Rest dominierten nun eindeutig arabische Beduinen aus der Sahelzone, darunter viele Exilanten aus dem Sudan und dem Tschad. Dezent von Gaddafi unterst\u00fctzt zogen sie sich in die unwegsame W\u00fcste des nordwestlichen Sudan zur\u00fcck und f\u00fchrten dort eine Existenz als Waffenh\u00e4ndler, Schmuggler und Wegelagerer. Die Regierung des Sudan duldete es, da sie mit den Rebellen im S\u00fcden mehr als genug besch\u00e4ftigt war und man nie wissen konnte, ob man diese Gruppe nicht einmal ben\u00f6tigen w\u00fcrde.<br><br>Der passende Moment kam 2003, als eine Rebellengruppe in Darfur eine sudanesische Milit\u00e4rbasis angriff. Die Truppen der Zentralregierung waren wie gesagt im S\u00fcden gebunden, und so rief sie die Milizen der Janjaweed ins Leben, die dann f\u00fcr Jahre durch V\u00f6lkermord und Vertreibung der schwarzen Bev\u00f6lkerung weltweit f\u00fcr Schlagzeilen sorgte. Bei vielen der Janjaweed handelte es sich zwar um Beduinen aus dem Nordsudan, den harten Kern stellten jedoch die Veteranen von Gaddafis Islamischer Legion. Die rassistische panarabische Ideologie, mit der man sie \u00fcber Jahre gef\u00fcttert hatte, tr\u00e4gt nun in Darfur ihre Fr\u00fcchte. Inzwischen sind die Janjaweed zwar in den RSF (Rapid Support Forces) aufgegangen. Die Kontinuit\u00e4ten bei Personal, Idelogie und Brutalit\u00e4t sind jedoch offensichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph\">\u00a9 Frank Westenfelder \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom Tschad bis nach Darfur.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4837,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[132,8],"tags":[140,111],"class_list":["post-4836","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-20-jahrhundert","category-artikel","tag-afrika","tag-islam"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gaddafis Islamische Legion - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/gaddafis-islamische-legion\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gaddafis Islamische Legion - Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"vom Tschad bis nach Darfur.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/gaddafis-islamische-legion\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-11-01T11:59:05+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/gaddafi-ft.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"18\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/gaddafis-islamische-legion\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/gaddafis-islamische-legion\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\"},\"headline\":\"Gaddafis Islamische Legion\",\"datePublished\":\"2025-11-01T11:59:05+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/gaddafis-islamische-legion\\\/\"},\"wordCount\":3584,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/gaddafis-islamische-legion\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/11\\\/gaddafi-ft.jpg\",\"keywords\":[\"Afrika\",\"Islam\"],\"articleSection\":[\"20. 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