{"id":4312,"date":"2025-04-25T14:28:13","date_gmt":"2025-04-25T14:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=4312"},"modified":"2025-04-25T14:28:14","modified_gmt":"2025-04-25T14:28:14","slug":"mit-funf-dukaten-um-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/mit-funf-dukaten-um-die-welt\/","title":{"rendered":"Mit f\u00fcnf Dukaten um die Welt."},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Reise des Christoph Carl Fernberger von Egenberg.<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"536\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4314\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger.jpg 400w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger-300x402.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christoph Carl Fernberger von Egenberg wurde kurz vor 1600 geboren. Als zweiter Sohn eines nicht besonders beg\u00fcterten \u00f6sterreichischen Adligen hatte er zu Hause nicht viel zu erwarten. Wie viele seiner Standesgenossen beschloss er deshalb sein Gl\u00fcck als S\u00f6ldner zu versuchen. Obwohl er Protestant war, schloss er sich 1620 der spanischen Armee in den Niederlanden an. M\u00f6glicherweise erhoffte er sich dort als \u00d6sterreicher bessere Karrierechancen oder oder er hatte Verwandte oder Bekannte in dem betreffenden Regiment.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz darauf geriet er jedoch in holl\u00e4ndische Gefangenschaft, konnte sich aber bald f\u00fcr 300 Gulden freikaufen. Man kann annehmen, dass das Geld von seiner Familie geschickt worden war. Danach bot ihm der niederl\u00e4ndische Kommandeur eine F\u00e4hnrichsstelle, wenn er in seine Dienste treten w\u00fcrde. Aber Fernberger war nun ein freier Mann und wollte zur\u00fcck zu den Spaniern. Damit begannen allerdings seine Probleme. Da ein Wechsel zwischen den Fronten ohne gr\u00f6\u00dfere Eskorte nicht m\u00f6glich war, machte er sich auf den Weg nach Amsterdam, um von dort per Schiff nach Antwerpen zu kommen. Doch als er in Amsterdam ankam, war der Seeverkehr zwischen den beiden Landesteilen eingestellt worden. Da er inzwischen v\u00f6llig abgebrannt war, z\u00f6gerte er nicht lange und heuerte als K\u00fcchengehilfe auf einem holl\u00e4ndischen Kauffahrer an, der nach Venedig wollte. Dass man unterwegs noch ein paar Sklaven an der westafrikanischen K\u00fcste einhandeln wollte, nahm er dabei gerne in Kauf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 18. Dezember ging die Reise nach einigen Vorbereitungen endlich los, und Fernberger sammelte Erfahrungen auf dem Schiff und dann auch bei ersten Landg\u00e4ngen in Afrika auf der H\u00f6he von Sierra Leone. Bald darauf geriet das Schiff jedoch in einen schweren Sturm und sank. Fernberger konnte sich mit einem Teil der Besatzung auf eine kleine Felseninsel retten. Dort litten die Schiffbr\u00fcchigen furchtbar unter Hunger und Durst. Als bereits die ersten den Strapazen erlegen waren, kam eine niederl\u00e4ndische Flotte mit f\u00fcnf Schiffen in Sicht. Auf Magellans Spuren sollte sie Seerouten erkunden, den spanischen \u00dcberseehandel st\u00f6ren, die Kolonien in S\u00fcdamerika pl\u00fcndern und schlie\u00dflich die Garnisonen der VOC in Ostindien verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war eine Fahrt ins Ungewisse, und es spricht B\u00e4nde, dass es trotz ihrer erb\u00e4rmlichen Situation ein guter Teil der Schiffbr\u00fcchigen ablehnte, sich daran zu beteiligen. Wahrscheinlich waren es gerade diejenigen, die etwas von Seefahrt verstanden und wussten, was eine solche Reise um den halben Erdball mit sich brachte. &#8222;Einer sagt, er wolle lieber hier Todes sterben, als dort soviel Ungl\u00fcck ausstehen. Andere sagen: wenn sie die \u00e4rgsten Buben w\u00e4ren, so wollten sie nit mit&#8220;. Schlie\u00dflich war nur die H\u00e4lfte bereit, das Risiko auf sich zu nehmen &#8211; unter ihnen Fernberger. Da er bereits als Soldat gedient hatte, trat er als Adelspursch oder Gefreiter die gro\u00dfe Reise an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zur\u00fcckbleibenden sollten Recht behalten. Zu Anfang klagte Fernberger noch dar\u00fcber, dass er keine eigene Trinkkanne besa\u00df, weshalb er seine ganze Wasserration gleich morgens trinken musste und dann tags\u00fcber schrecklichen Durst litt. Er w\u00fcnschte deshalb oft &#8222;es m\u00f6ge ein Sterben ins Schiff kommen&#8220;, nur um in den Besitz einer Kanne zu kommen. Dieses Problem war bald gel\u00f6st. Als die Schiffe wochenlang in der windstillen Zone festlagen und das Wasser rationiert wurde, verbreitete sich der Skorbut, und innerhalb von zehn Tagen starben allein auf Fernbergers Schiff 109 Mann. Auch auf den anderen waren die Verluste nicht viel geringer, und nachdem die s\u00fcdamerikanische K\u00fcste erreicht worden war, musste ein Schiff verbrannt werden, da die Besatzung nicht mehr f\u00fcr alle ausreichte. Sp\u00e4ter geriet ein Schiff durch Unvorsichtigkeit in Brand. Doch das war kein dramatischer Verlust. Denn nachdem Kap Horn umrundet war, musste bereits das n\u00e4chste versenkt werden, da die Besatzung wieder nicht mehr f\u00fcr alle ausreichte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"274\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/spanisch_niederl_schiffe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4316\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/spanisch_niederl_schiffe.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/spanisch_niederl_schiffe-300x137.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gefecht zwischen spanischem und niederl\u00e4ndischem Schiff<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der chilenischen K\u00fcste pl\u00fcnderten sie dann einige spanische Niederlassungen. Aber sie fanden nur wenig Silber und das gro\u00dfe Sterben unter den Seeleuten ging weiter, so dass schlie\u00dflich nur noch ein einziges Schiff bemannt werden konnte. Damit waren sie nun zu schwach, um die schwer befestigten St\u00e4dte Panama und Acapulco angreifen zu k\u00f6nnen, wo das Silber f\u00fcr den K\u00f6nig von Spanien verladen wurde. Es wurde immer schwieriger zu landen, um Proviant und Wasser zu laden. Schlie\u00dflich wurde sogar Leder gekocht und verzehrt. Als ein gro\u00dfes spanisches Schiff in Sicht kam, hatte der Admiral leichtes Spiel. &#8222;Er lie\u00df einen Sack Brot herauftragen und schwur, dass dieser der letzte w\u00e4r.&#8220; So motiviert k\u00e4mpfte die halb verhungerte Besatzung wie &#8222;hungrige W\u00f6lf&#8220;. Dieses mal machten sie reiche Beute, aber vor allem erhielten sie so viel Proviant, dass sie die \u00dcberquerung des Pazifik wagen konnten. Fernberger entdeckte in der Kapit\u00e4nskaj\u00fcte sogar mehrere Edelsteine, die er f\u00fcr sich behielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer langen Seereise durch die S\u00fcdsee, erreichten sie die Philippinen, dann die Molukken und schlie\u00dflich das niederl\u00e4ndische Batavia. &#8222;Da war eine solche Freude, die unaussprechlich war, denn wir hatten, durch f\u00fcnfzehn Monate zwischen Himmel und Wasser, Tag und Nacht keine Freude, nit viel zu essen und wenig zu trinken, teils gro\u00dfe K\u00e4lte, aber mehr noch gro\u00dfe Hitz erlitten,&#8220; schreibt Fernberger. Von den 1.300 Mann, die urspr\u00fcnglich aufgebrochen waren, waren noch 318 am Leben, und selbst von diesen war die H\u00e4lfte krank und viele starben anschlie\u00dfend im Spital. Fernberger hatte damit vorerst genug vom Soldatenleben. Nachdem er sich erholt hatte und seinen Dienst in den niederl\u00e4ndischen Kolonialtruppen beginnen sollte, erkaufte er sich mit einem der erbeuteten Edelsteine seine Freiheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da er bei seiner Entlassung die Auflage erhalten hatte, sich noch f\u00fcnf Jahre im niederl\u00e4ndischen Kolonialbereich aufzuhalten, begann er ein Leben als Kaufmann. Dabei war auch ihm ein ehemaliger schweizer S\u00f6ldner behilflich, der sich in Batavia niedergelassen und eine einheimische Frau geheiratet hatte. Im fernen Asien war der Schweizer f\u00fcr Fernberger ein &#8222;Landsmann&#8220;. Er wohnte bei ihm, lernte die notwendigen Gesch\u00e4ftspraktiken und von seiner Frau die Landessprache. Als Kaufmann bereiste er nun mit wechselnden Erfolg einen Gro\u00dfteil der asiatischen K\u00fcsten zwischen der arabischen Halbinsel und Japan.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"327\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/voc_allegorie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4317\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/voc_allegorie.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/voc_allegorie-300x164.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Allegorie: die Sch\u00e4tze Asiens<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man merkt Fernbergers Bericht deutlich an, dass ihn die fremde Welt und ihre Kulturen faszinierten. Er konnte sich neben Niederl\u00e4ndisch zumindest gut in Portugiesisch und Malay verst\u00e4ndigen. Anstatt vom sicheren Batavia aus seine Gesch\u00e4fte zu betreiben unternahm er weite Reisen nach China, Japan, Siam, Indien und Persien, wo er sogar Isfahan im Landesinneren besuchte. Er handelte dabei vorwiegend mit Pfeffer, Gew\u00fcrznelken und Stoffen. Allerdings scheinen die Gesch\u00e4fte f\u00fcr ihn eher zweitrangig gewesen zu sein, denn er berichtet haupts\u00e4chlich von fremden Sitten, exotischen Tiere und auch den politischen Verh\u00e4ltnissen. Nat\u00fcrlich waren diese Handelsreisen riskante Unternehmungen. Einmal geriet er mit einem VOC-Schiff in ein schweres Gefecht mit zwei spanischen Galeonen. Der Kampf dauerte viele Stunden, und die Gesch\u00fctzkugeln richteten unter Deck das \u00fcbliche Massaker an. Als die Spanier endlich abzogen, wurde zur Belohnung gro\u00dfz\u00fcgig Arrak ausgeschenkt, und Fernberger schreibt lapidar: &#8222;Da wurde der gmeine Mann wieder lustig, und sie sungen und sprungen, wiewohl es doch noch ziemlich einem Fleischhackersladen bei uns gleichsah.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die Handelsprivilegien der Europ\u00e4er oft auch mit milit\u00e4rischer Hilfe verbunden waren, zeigen seine Erlebnisse im Sultanat Patani an der S\u00fcdgrenze von Siam. Patani war damals ein kleiner selbstst\u00e4ndiger Staat, der von der Tochter des verstorbenen Sultans regiert wurde (Fernberger nennt sie &#8222;K\u00f6nigin&#8220;). Als er sich dort Anfang 1624 aufhielt, fiel die Armee des K\u00f6nigs von Siam ins Land. Die K\u00f6nigin wandte sich an die ans\u00e4ssigen portugiesischen Kaufleute um Hilfe. Doch die lehnten ab, da sie angeblich im Kampf unerfahren waren. Da bot Fernberger seine Hilfe an und verlangte daf\u00fcr 24 Niederl\u00e4nder, die als Schiffbr\u00fcchige im Gef\u00e4ngnis gelandet waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem er die Niederl\u00e4nder erhalten und bewaffnet hatte, schlossen sich ihm auch die Portugiesen an, so dass er schlie\u00dflich 66 Mann als Musketiere und Pikeniere ins Gefecht f\u00fchren konnte. Sie stellten damit zwar nur einen kleinen Teil des ca 3.000 Mann starken patanischen Heers, sollten sich aber dank der \u00fcberlegenen europ\u00e4ischen Waffen und Disziplin als entscheidend im Gefecht erweisen. Fernberger, der auf seine Erfahrungen in den Niederlanden zur\u00fcckgreifen konnte, lie\u00df sie abwechselnd Salvenfeuer geben und trieb damit das siamesische Heer schnell in die Flucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fernbergers Bericht illustriert sehr anschaulich, welche M\u00f6glichkeiten sich waffenkundigen Europ\u00e4ern in Asien boten. Die meisten Herrscher in Indien und S\u00fcdostasien hatten europ\u00e4ische Deserteure und Abenteurer an ihren H\u00f6fen, wo diese als Gesch\u00fctzgie\u00dfer, Ausbilder oder einfache Musketiere ein vielfaches von dem verdienten, was sie als S\u00f6ldner bei den Handelskompanien zu erwarten hatten. Das bekannteste Beispiel war zu dieser Zeit der Portugiese Filipe de Brito, der im s\u00fcdlichen Burma als &#8222;K\u00f6nig von Pegu&#8220; herrschte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Fernberger und seine Truppe wurden reich belohnt. Sein Ehrgeiz ging aber nicht dahin sich in Patani als Berater der K\u00f6nigin zu installieren. Er nahm seine Reisen wieder auf und besuchte in den folgenden Jahren Persien und Macau. Im Herbst 1627 verkaufte er dann seinen Besitz und begann am 1. Oktober die lange Seereise nach Europa. Wieder starben zahlreiche Seeleute \u2013 vor allem an Skorbut &#8211; , bevor sie im Juni 1628 endlich Seeland erreichten. Von dort reiste Fernberger dann langsam \u00fcber Amsterdam, Hamburg und Prag nach Wien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"366\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger-karte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4318\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger-karte.jpg 800w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger-karte-300x137.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fernberger-karte-768x351.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fernbergers Weltreise entnommen dem Artikel der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christoph_Carl_Fernberger\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Wikipedia<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">Abschlie\u00dfend stellte er fest, dass er mit f\u00fcnf Dukaten in der Tasche sein Vaterhaus verlassen und die Welt umrundet hatte. Sein kostbarstes Reiseandenken war ein sprechender Papagei, der in Malay folgenden Satz sagen konnte: &#8222;Wann ihr dem Vogel nit werdt zu essen geben, so wird er Hungers sterben!&#8220; Er hatte ihn unter wesentlich kostbareren Geschenken ausgew\u00e4hlt, die ihm der Sultan von Ternate f\u00fcr einen portugiesischen Harnisch angeboten hatte. Man kann dar\u00fcber spekulieren, warum er sich ausgerechnet f\u00fcr den relativ wertlosen Vogel entschied und warum er den Satz wortw\u00f6rtlich \u00fcberliefert hat. Wahrscheinlich belegt der Vogel nur, dass Fernberger an fremden, exotischen Dingen viel mehr Interesse hatte als an materiellem Gewinn.<br><br>Aber wie viele weit gereiste Abenteurer wurde er sicher auch oft aufgefordert von seinen Abenteuern zu erz\u00e4hlen. Anscheinend wurde er sogar an den kaiserlichen Hof geladen, denn er berichtet, dass er den Papagei der Kaiserin am 19. August 1628 als Geschenk \u00fcberreichte. 1642 erhielt er dann als Oberst ein Regiment, das er im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg f\u00fchrte. 1653 ist er relativ jung gestorben.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph\">\u00a9 Frank Westenfelder<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reise des Christoph Carl Fernberger von Egenberg.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4315,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[118,8],"tags":[121],"class_list":["post-4312","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-absolutismus-artikel","category-artikel","tag-voc"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Mit f\u00fcnf Dukaten um die Welt. - 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