{"id":2797,"date":"2025-01-14T15:31:25","date_gmt":"2025-01-14T15:31:25","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=2797"},"modified":"2025-01-14T17:33:05","modified_gmt":"2025-01-14T17:33:05","slug":"die-grose-katalanische-kompanie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-grose-katalanische-kompanie\/","title":{"rendered":"Die Gro\u00dfe katalanische Kompanie"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Das gl\u00fcckliche Heer der Franken.<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Frieden von Caltabellota 1302 wurden die entlassenen S\u00f6ldner schnell zu einem dr\u00fcckenden Problem. Viele hatten inzwischen Frauen und Kinder und sich an das gute Leben in Italien gew\u00f6hnt. In den heimatlichen kargen Bergen Aragons erwartete sie nichts. Selbstverst\u00e4ndlich war es auch mit Ersparnissen bei den meisten nicht weit her. Und falls der eine oder andere tats\u00e4chlich wohlhabend nach Aragon zur\u00fcckkehrte, so verf\u00fchrte er dort nur andere, auf \u00e4hnliche Weise ihr Gl\u00fcck zu versuchen. K\u00f6nig Friedrich III. von Sizilien bem\u00fchte sich sogar die unbesch\u00e4ftigten Krieger an Karl von Valois, der Anspr\u00fcche auf den Thron von Byzanz erhob, abzusto\u00dfen, obwohl er gegen diesen noch kurz zuvor selbst Krieg gef\u00fchrt hatte. Aber Karl musste nach Frankreich zur\u00fcck und hatte wahrscheinlich auch nicht die Mittel, um ein Heer dieser Gr\u00f6\u00dfe zu bezahlen. Roger di Flor war durch den Krieg zwar reich geworden, musste aber im Frieden wieder die Auslieferung an die Templer oder den Papst bef\u00fcrchten, da Friedrich an einer Auss\u00f6hnung mit seinen Gegnern interessiert war. Zudem sah er wahrscheinlich nach seinem steilen Aufstieg immer noch kein Ende seiner Karriere vor sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als erfahrener S\u00f6ldnerf\u00fchrer erkannte er das Problem sofort: &#8222;Dieser K\u00f6nig ist verloren, denn ich sehe nicht, wie er den Catalanen und Aragonesen etwas geben k\u00f6nnen wird, und sie werden zu einer gro\u00dfen Last werden. Wie alle M\u00e4nner k\u00f6nnen sie nicht ohne Essen und Trinken leben, und wenn sie nichts vom K\u00f6nig bekommen, werden sie beginnen zu pl\u00fcndern, und am Ende werden sie das Land zerst\u00f6ren und einer nach dem anderen sterben. Und deshalb ist es n\u00f6tig, da ich dem K\u00f6nig so lange gedient habe, und er mir soviel Ehre erwiesen hat, dass ich ihn von diesen Leuten befreie, ihm zur Ehre und zum Vorteil von allen.&#8220; Durch seinen langen Aufenthalt im Orient wusste Roger, dass wahrscheinlich nur der Kaiser von Byzanz genug Geld hatte und zudem gerade in ernsthaften Schwierigkeiten steckte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einstige Gro\u00dfmacht hatte sich von der Eroberung durch die Teilnehmer des 4. Kreuzzuges nie mehr richtig erholt. Es war zwar schlie\u00dflich gelungen sie aus Konstantinopel und Nordgriechenland zu vertreiben, sie hielten sich jedoch weiter im Bereich des klassischen Griechenland &#8211; u.a. im Herzogtum Athen &#8211; und konspirierten von dort flei\u00dfig mit den Anjou oder Valois, um das lateinische Kaiserreich wieder zu errichten. Vom Balkan aus expandierten Bulgaren und Serben und im S\u00fcden kontrollierten die Venezianer die meisten Inseln. Am gef\u00e4hrlichsten waren aber die T\u00fcrken, die im Laufe der langen K\u00e4mpfe zwischen den verschiedenen byzantinischen Fraktionen und Lateinern fast ganz Kleinasien erobert hatten. Um 1300 kontrollierte Byzanz dort nur einige wenige isolierte St\u00e4dte. Unter diesen Umst\u00e4nden reagierte Andronikos II. hoch erfreut auf Rogers Angebot, ihm ein komplettes Heer zum Kampf gegen die T\u00fcrken zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/roger-di-flor-1024x682.jpg\" alt=\"Roger di Flor und die Gro\u00dfe Kompanie\" class=\"wp-image-2802\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/roger-di-flor-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/roger-di-flor-300x200.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/roger-di-flor-768x511.jpg 768w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/roger-di-flor.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Roger di Flor und die Gro\u00dfe Kompanie ziehen in Konstantinopel ein<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man einigte sich schnell. Der Kaiser versprach 4 Goldunzen pro Monat f\u00fcr jeden Reiter und eine f\u00fcr jeden Infanteristen. Roger sollte den Titel eines &#8222;Megadux&#8220; &#8211; eines Gro\u00dfherzogs- und eine Nichte des Kaisers als Frau erhalten. Aus seinen Sch\u00e4tzen streckte Roger den Sold vor und zog so die arbeitslosen S\u00f6ldner zu seinen Fahnen. Auch Friedrich, erleichtert das gef\u00e4hrliche Volk so einfach loszuwerden, stellte gro\u00dfz\u00fcgig Geld und Schiffe zur Verf\u00fcgung. Es entstand die &#8222;Gro\u00dfe Katalanische Kompanie&#8220;, mit 36 Schiffen, 1.500 Reitern, 4.000 Almogavaren, 1.000 Seeleuten, und nicht zuletzt ihren zahlreichen Frauen und Kindern. Muntaner ist in seiner Cronica zwar bem\u00fcht die Expedition als rein katalanisches Unternehmen darzustellen, man kann aber sicher annehmen, dass zu dem Gros aus Katalanen und Almogavaren zahlreiche Sizilianer, Araber, Norditaliener, heimatlose Krieger, R\u00e4uber, Fl\u00fcchtlinge und Verbannte kamen. Der zwanzigj\u00e4hrige Krieg um Sizilien hatte S\u00f6ldner und Abenteurer von weither angezogen, die nicht alle ihr Gl\u00fcck gemacht hatten, und so schreiben sizilianische und griechische Quellen der Zeit lapidar von: &#8222;arbeitslosen Elementen aus allen Teilen der Welt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcberfahrt verlief ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme und in Konstantinopel wurden die neuen Verb\u00fcndeten mit aller Pracht des alten Kaiserreichs empfangen. W\u00e4hrend Roger im Kreis seiner Unterf\u00fchrer im Palast seine Hochzeit feierte, streiften die einfachen S\u00f6ldner durch Byzanz. Solch einen Reichtum hatten sie selbst in Italien noch nicht gesehen, ganz zu schweigen von ihrer armen Heimat. Der Stadtteil Galata war fest in der Hand der Genuesen, ihrer alten Rivalen aus dem westlichen Mittelmeer. In den Magazinen stapelten sich die Handelsg\u00fcter, Teppiche, Gew\u00fcrze, edle Stoffe, Goldschmiedearbeiten und so vieles, was die S\u00f6ldner noch nie gesehen hatten und schon gar nicht in dieser F\u00fclle. Vielleicht war der Spott eines reichen H\u00e4ndlers \u00fcber die zerlumpten Almogavaren der Ausl\u00f6ser zum Streit. Jedenfalls brauchte es nicht viele Worte, damit die Schwerter gezogen wurden. Ins Gehege war man sich fr\u00fcher schon oft genug gekommen. Die stolzen H\u00e4ndler jagten die Almogavaren aus Galata, doch die kamen schnell mit Verst\u00e4rkung zur\u00fcck und bald stand das ganze Viertel in Flammen und die Kompanie zog pl\u00fcndernd, mordend und vergewaltigend durch die Stra\u00dfen. \u00dcber 3.000 Genuesen sollen erschlagen worden sein, bis es Roger endlich gelang, seine Truppen satt und mit vollen Taschen in ihre Unterk\u00fcnfte zur\u00fcckzuf\u00fchren. Nat\u00fcrlich war der kaiserliche Hof erschrocken und man begann dort vielleicht zu ahnen, was f\u00fcr Verb\u00fcndete man sich da ins Haus geholt hatte. Aber der Pomp und die Titel hatten Roger friedlich gestimmt, und er lie\u00df sich dazu \u00fcberreden, seine Truppen gegen die T\u00fcrken nach Kleinasien zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die T\u00fcrken belagerten gerade die schlecht befestigten Halbinsel Kyzikos im Marmarameer, wohin viele christliche Anatolier mit ihren Familien und ihrem letzten Besitz gefl\u00fcchtet waren. Die Katalanen wurden verst\u00e4rkt durch alanische S\u00f6ldner, die zu dieser Zeit das Hauptkontingent der byzantinischen Armee stellten. Gemeinsam gelang es ihnen die T\u00fcrken zu schlagen und reiche Beute zu machen. Da es aber bereits sp\u00e4t im Jahr war, \u00fcberwinterte das ganze Heer auf der Halbinsel. Obwohl die Versorgung geregelt war, erwiesen sich die &#8222;Befreier&#8220; f\u00fcr die Einheimischen und Fl\u00fcchtlinge bald als genau so schlimm wie die T\u00fcrken. W\u00e4hrend Roger mit seinem Gefolge ritterliche Feste feierte, verpra\u00dften die S\u00f6ldner die Vorr\u00e4te und vergriffen sich an Besitz und Frauen der Griechen. Bei ihren Streifz\u00fcgen gegen die T\u00fcrken pl\u00fcnderten sie auch ohne Unterschied die Christen aus. Zudem kam es bei diesen \u00dcbergriffen und der Verteilung der Beute immer wieder zu blutigen Streitereien mit den Alanen. Die Hauptleute standen diesem Treiben hilflos gegen\u00fcber und die ersten begannen sich mit ihrer Beute abzusetzen. Roger machte gute Miene zu b\u00f6sem Spiel, um seine Beliebtheit nicht aufs Spiel zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"649\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/kilikische-pforte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2807\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/kilikische-pforte.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/kilikische-pforte-231x300.jpg 231w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">die kilikische Pforte<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fr\u00fchjahr 1304 endlich, nachdem der Kaiser noch einmal tief in seine Kassen gegriffen hatte und sogar den Sold der Alanen gek\u00fcrzt hatte, zog die Kompanie nach Anatolien und befreite damit die geplagte Bev\u00f6lkerung von ihrer Anwesenheit. In mehreren siegreichen Gefechten trieben sie die T\u00fcrken zur\u00fcck und die griechischen St\u00e4dte \u00f6ffneten ihnen die Tore. Von ihrem spektakul\u00e4ren Erfolgen angelockt, folgten ihnen weitere ihrer alten Kampfgef\u00e4hrten aus Sizilien. Als erster kam Bernat de Rocafort mit 200 Reitern und 1.000 Almogavare. Rocafort entstammte keiner bekannten Familie, wenn er \u00fcberhaupt adliger Abstammung war. Er hatte sich im Krieg als S\u00f6ldnerf\u00fchrer nach oben gearbeitet und war vor allem bei den Almogavaren sehr popul\u00e4r. Seine Versp\u00e4tung erkl\u00e4rt sich damit, dass er sich geweigert hatte, zwei von seinen S\u00f6ldnern in Kalabrien besetzte Burgen herausgeben, bevor nicht Friedrich III. seine Soldforderungen beglichen hatte. In Kleinasien wurde er von Roger freudig empfangen und zum obersten Hauptmann des Fu\u00dfvolks gemacht. Au\u00dferdem hatte Roger bereits genug Beute gemacht und in den &#8222;befreiten&#8220; St\u00e4dten Steuern erhoben, so dass er die Neuank\u00f6mmlinge sofort gut bezahlen konnte. Mit den neuen Verst\u00e4rkungen stie\u00df die Kompanie weiter siegreich nach Osten vor, durchquerte das alte Lydien, Kappadokien und erreichte schlie\u00dflich den Taurus mit der kilikischen Pforte, wo sich ihnen ein weit \u00fcberlegenes t\u00fcrkischen Heer entgegen stellte. Unter der F\u00fchrung von Rocafort warfen sich die Almogavaren auf das feindliche Fu\u00dfvolk und metzelten alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte, w\u00e4hrend die Kavallerie unter Roger die t\u00fcrkische Reiterei schlug. Die Schlacht tobte lange, aber letzten Endes mussten die T\u00fcrken dem wilden Ansturm der Almogavaren und der schwer gepanzerten Reiter weichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach diesem gro\u00dfen Sieg kontrollierte die Kompanie die wichtigsten Teile Kleinasiens, und da auch die T\u00fcrken schwer angeschlagen waren, h\u00e4tte es sicher nicht lange gedauert auch die restlichen Gebiete zu unterwerfen. Roger di Flor hatte in verschiedenen St\u00e4dten Garnisonen zur\u00fcckgelassen und verteilte unter seinen Hauptleuten schon die eroberten Provinzen als Lehen. Es ist anzunehmen, dass in ihm sp\u00e4testens zu dieser Zeit der Gedanke reifte, sich ein eigenes K\u00f6nigreich in Kleinasien zu schaffen. Doch in Byzanz hatte man bereits genug fr\u00e4nkische Abenteurer gesehen, die als S\u00f6ldner oder Verb\u00fcndete gekommen waren, nur um sich nach den ersten Erfolgen ein St\u00fcck aus dem Imperium herauszuschneiden. Bevor er also seine Macht weiter konsolidieren konnte wurde Roger unter dem Vorwand, gegen die rebellischen Bulgaren k\u00e4mpfen zu m\u00fcssen, zur\u00fcckgerufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl es nicht in seine Pl\u00e4ne passte, f\u00fchrte Roger die Kompanie wieder Richtung Konstantinopel. Dort wurde ihm dann mitgeteilt, dass die Gefahr eines bulgarischen Angriffs vorbei sei und er mit der Kompanie auf der Halbinsel Gallipoli Winterquartier beziehen solle. Inzwischen wurde es aber f\u00fcr den Kaiser immer schwieriger den notwendigen Sold aufzubringen, denn er bezahlte die Kompanie mit schlechten M\u00fcnzen, die erst nach gro\u00dfen Protesten angenommen wurden. Die Hauptleidtragenden waren aber wieder einmal die Griechen, da sie nun von den S\u00f6ldnern gezwungen wurden das Geld zu seinem Nennwert entgegen zu nehmen. So gesehen kann es dem Kaiser nicht besonders gefallen haben, als auch noch der katalanische S\u00f6ldnerf\u00fchrer Berenguer de Entenza mit 300 Reitern und 1.000 Almogavaren eintraf. Dennoch wurde Entenza, der aus einer hochadligen Familie stammte, ebenfalls vom Kaiser zum Megadux ernannt, w\u00e4hrend ihn Roger di Flor zu seinem Stellvertreter machte. Dass diese schnelle Karriere dem alten Haudegen Rocafort nicht besonders gefiel, versteht sich von selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die S\u00f6ldner mit ihrer Bezahlung unzufrieden und auch sonst wenig ausgelastet waren, begannen sie immer ungenierter im Umland zu pl\u00fcndern. Die Griechen lieferten zwar Getreide und Geld, aber die gro\u00dfe Kompanie war uners\u00e4ttlich. Gleichzeitig intrigierten am Hof die Genuesen und Alanen gegen die unbeliebte Konkurrenz. Sie fanden immer st\u00e4rkere Unterst\u00fctzung da die Klagen aus Gallipoli immer lauter wurden. Um die Probleme sollte Roger nun den Titel eines &#8222;C\u00e4sar&#8220; und den \u00f6stlichen Teil des Reichs als Lehen erhalten; aus den reichen Eink\u00fcnften dieser Provinzen sollten die verschiedenen Unterf\u00fchrer dann ihre S\u00f6ldner finanzieren. Damit war Roger am Ziel seiner W\u00fcnsche; die vollst\u00e4ndige Losl\u00f6sung von Byzanz war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Zuerst galt es aber noch die neuen Titel und W\u00fcrden entsprechend zu feiern. Dazu machte sich Roger mit einem gro\u00dfen Gefolge von weit \u00fcber 1.000 Mann auf den Weg nach Adrianopel, wo gerade der Hof residierte. Dort wurde er dann nach siebent\u00e4gigen Feiern und Gelagen zusammen mit seinen Begleitern von den alanischen S\u00f6ldnern \u00fcberfallen und erschlagen. Damit war der kometenhafte des Jungen aus Brindisi zum C\u00e4sar und zum Mitglied der kaiserlichen Familie beendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mord an Roger war aber nur der Ausl\u00f6ser des weit gr\u00f6\u00dferen Planes, endg\u00fcltig mit der Gro\u00dfen Kompanie Schluss zu machen. In Adrianopel wurde Rogers Gefolge gejagt und einzeln oder in kleinen Gruppen abgeschlachtet. Es sollen lediglich drei \u00fcberlebt haben. Ihnen war es gelungen, sich in einem Kirchturm zu verbarrikadieren und so lange Widerstand zu leisten, bis ihnen freier Abzug gew\u00e4hrt wurde. Aber auch \u00fcberall im Land wurden die verschiedenen Garnisonen und verstreuten Detachements der Gro\u00dfen Kompanie verfolgt und ermordet. Auch die katalanischen H\u00e4ndler, die sich schon seit viel l\u00e4ngerer Zeit in Konstantinopel niedergelassen hatten, wurden get\u00f6tet. Den gr\u00f6\u00dften Teil dieser schmutzigen Arbeit \u00fcbernahmen die alanischen S\u00f6ldner, die mehr als eine Rechnung mit den Katalanen offen hatten. Aber auch die griechische Bev\u00f6lkerung beteiligte sich anscheinend mit gro\u00dfem Eifer an den Menschenjagden und r\u00e4chte sich auf diese Weise f\u00fcr die Pl\u00fcnderungen und den Terror der S\u00f6ldner.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"411\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/almogaveres.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2809\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/almogaveres.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/almogaveres-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">die Kompanie im Kampf<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur hinter den Mauern von Gallipoli konnte sich der Rest der Kompanie halten. Nach und nach trafen dort versprengte Trupps und einzelne \u00dcberlebende ein. Dazu kamen andere Katalanen, die vor der Verfolgung im ganzen Land flohen. Nachdem sich ausreichend Truppen gesammelt hatten, begann die Kompanie mit dem Gegenschlag. Entenza \u00fcbernahm das Kommando \u00fcber die Flotte, mit der er die K\u00fcsten des Marmarameers verw\u00fcstete, und Rocafort f\u00fchrte das Landheer gegen den Feind. W\u00e4hrend Entenza bald von den Genuesen geschlagen und gefangen genommen wurde, konnte die Kompanie unter Rocafort den Griechen mehrere blutige Niederlagen bereiten. Muntaner multipliziert die Anzahl der Gegner in bester klassischer Tradition zwar mindestens mit dem Faktor zehn, es besteht aber kein Zweifel, dass die Kompanie meistens auf weit \u00fcberlegene Gegner stie\u00df. Aber auch hier bew\u00e4hrten sich die schwer gepanzerten Reiter und der unaufhaltsame Angriffswille der Almogaveren, die mit ihren Wurfspeeren ohne zu z\u00f6gern auch Ritter angriffen.. Vor allem aber handelte es sich bei ihnen um in Dutzenden von Gefechten erprobte Veteranen, die mit allen Mitteln um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem sich ihnen kein Heer mehr entgegenstellte, begannen sie mit der gezielten Verw\u00fcstung Thrakiens. Die folgenden Taten der Gro\u00dfen Kompanie werden oft als &#8222;die Rache der Katalanen&#8220; bezeichnet. Liest man aber Muntaner etwas genauer, kann man den Gedanken nicht unterdr\u00fccken, dass der Verrat der Griechen im nachhinein eine willkommene Ausrede war, um ungehindert im Land zu pl\u00fcndern und zu morden. Bei ihren Rachez\u00fcgen wateten die Katalanen durch Str\u00f6me von Blut, sie erschlugen die Bev\u00f6lkerung ganzer Landstriche oder verkauften sie auf dem Sklavenmarkt. In einer Stadt, in der zuvor einige ihrer Gesandten ermordet und gevierteilt worden waren, vierteilten sie ohne Gnade M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Als sich die Alanen kriegsm\u00fcde absetzen wollten, setzten sie ihnen nach, \u00fcberfielen ihr Lager und erschlugen auch hier alle ohne R\u00fccksicht auf Alter oder Geschlecht. Aus Muntaners Text spricht pure Mordlust, die lediglich von der Begeisterung, \u00fcber die dabei gemachte Beute \u00fcbertroffen wird: &#8222;Die Beute, die wir in dieser Schlacht gemacht haben, konnte nicht mehr gez\u00e4hlt werden. Wir blieben acht Tage auf dem Schlachtfeld, um alles einzusammeln. Man musste nur das Gold und Silber, das diese Leute an sich trugen, mitnehmen, denn die G\u00fcrtel der Reiter und die Schwerter, S\u00e4ttel und Z\u00fcgel, ihre ganzen R\u00fcstungen waren mit Gold und Silber beschlagen. Und alle hatten Geld bei sich, sogar die Fu\u00dfsoldaten; und so war der Gewinn unermesslich.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"403\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/massaker.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2811\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/massaker.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/massaker-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v80), quality = 70<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ihren Siegen f\u00fchrten die S\u00f6ldner von Gallipoli aus ein in ihrem Sinne traumhaftes Leben. Sie unternahmen immer ausgedehntere Raubz\u00fcge, pl\u00fcnderten D\u00f6rfer, kleine St\u00e4dte und Kl\u00f6ster, sogar bis zu den Kl\u00f6stern am Berg Athos stie\u00dfen sie vor und erbeuteten dabei zahlreiche Reliquien, Kirchenger\u00e4te und Schmuck. &#8222;Wir waren alle reich und mit allem versehen. Wir s\u00e4ten weder aus, noch pfl\u00fcgten wir, noch kelterten wir Wein, noch schnitten wir die B\u00e4ume; trotzdem brachten wir jedes Jahr soviel Wein, Getreide und Hafer ein, als wir nur wollten. So lebten wir f\u00fcnf Jahre lang von der Hand in den Mund. Die Streifz\u00fcge waren eintr\u00e4glicher, als man sich je vorstellen kann&#8220;, beschreibt Muntaner das irdische Paradies eines S\u00f6ldners. Doch irgendwann war das Umland ersch\u00f6pft. &#8222;In der Gegend von Gallipoli hatten wir auf zehn Tagesreisen weit keine Bev\u00f6lkerung mehr vor uns, weil wir alle erschlagen hatten, so dass nichts mehr geerntet werden konnte; deshalb war es dringend notwendig geworden, dieses Gebiet zu verlassen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die internationale Gemeinschaft nannte sich jetzt &#8222;das gl\u00fcckliche Heer der Franken in Romania&#8220; und ihre Erfolge zogen nat\u00fcrlich auch andere Gl\u00fccksritter an. Sogar eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl beutelustiger T\u00fcrken aus Kleinasien hatte sich ihnen angeschlossen. Den Kriegern folgte ein riesiger Tross mit Frauen, Kindern, Sklaven, Viehherden und Beutewagen. Gef\u00fchrt wurde die Kompanie offiziell zwar von einem Gremium mehrerer gew\u00e4hlter Hauptleute; es war aber f\u00fcr Rocafort nicht schwierig, dieses Gremium in seinem Sinne zu beeinflussen, so dass er de facto das unbeschr\u00e4nkte Kommando hatte. Problematisch wurde dies, als Berenguer de Entenza, der auf Vermittlung des K\u00f6nigs von Aragon von den Genuesen losgekauft worden war, wieder mit neuen Freiwilligen aus Katalonien eintraf. Da Rocafort nicht daran dachte, das Kommando so einfach abzugeben, kam es zur Bildung von Fraktionen und zunehmenden Spannungen, sie sich durch die Versorgungsprobleme auf dem Marsch weiter verst\u00e4rkten. Schlie\u00dflich eskalierte der Streit um bessere Quartiere zu einer regelrechten Schlacht, bei der Entenza und 600 Mann ihr Leben verloren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Zeit wurde es jedoch immer schwieriger das wandernde Heer zu versorgen. Das Land war meistens schnell ausgepl\u00fcndert, denn viele Bauern flohen mit ihrem Vieh in die St\u00e4dte, zu deren Belagerung es den S\u00f6ldnern an Geduld und sicher auch an den richtigen Fachleuten fehlte. Deshalb begann sich die Kompanie nach einem neuen Herrn umzusehen, der ihnen im Notfall auch mit Nachschub oder Verst\u00e4rkungen beistehen konnte. Zuerst wandten sie sich an die Friedrich III. von Sizilien. Der schickte ihnen zwar auch einen Neffen als Stellvertreter, doch Rocafort konnte durch geschickte Intrigen verhindern, dass ihn die Kompanie als Herrn akzeptierte. Auch ein Abgesandter von Karl von Valois, der sich immer noch Hoffnungen auf den Thron von Byzanz machte, versuchte die Kompanie f\u00fcr seine Ziele einzuspannen. Ihm gelang es sogar Rocafort zu entmachten, der dann als Gefangener nach Italien gebracht wurde, wo ihn die Anjou im Kerker verhungern lie\u00dfen. W\u00e4hrend dieser Intrigen kam es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen unter den S\u00f6ldnern. Hauptleute wurden erschlagen oder suchten ihr Heil in der Flucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kompanie bewegte sich langsam nach Thessalien und lebte auch dort mehr schlecht als recht vom Raub. Die Disziplin ging dabei zunehmend verloren. Schlie\u00dflich setzte sich auch Karl von Valois Vertreter, in dessen Sold sie zumindest offiziell gestanden hatten nachts heimlich ab und \u00fcberlie\u00dfen die meuternde Soldateska ihrem Schicksal. Diesen &#8222;Verrat&#8220; mussten dann wieder einige Hauptleute mit dem Leben b\u00fc\u00dfen. Dadurch wurde die Situation nat\u00fcrlich nicht besser. In dem von ihnen verw\u00fcsteten Land war immer weniger Nahrung zu finden und der Widerstand der Griechen wuchs. So schlug sich die Kompanie von ihren Anf\u00fchrern verlassen, hungrig und von Feinden bedr\u00e4ngt durch das Land. Da kam 1310 ein Angebot aus dem Kreuzritterstaat von Athen. Herzog Walter von Brienne wollte die Kompanie in Sold nehmen, um mit ihrer Hilfe Thessalien zu erobern. Doch auch Walter untersch\u00e4tzte die Kompanie, die seit Jahren der Schrecken Griechenlands war. Nach der erfolgreichen Eroberung Thessaliens entlie\u00df er alle aus seinen Diensten bis auf 200 Reiter und 300 Almogavaren. Dem Rest blieb er sogar einen Teil des Soldes schuldig und befahl ihm, umgehend sein Herzogtum zu verlassen. Die Kompanie wollte aber ihr gef\u00e4hrliches Wanderleben nicht weiter fortsetzen und behielt einige eroberte Burgen in Thessalien als Pfand. So kam es zum Streit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Walter sammelte die fr\u00e4nkischen Barone Griechenlands und erhielt Zuzug franz\u00f6sischer Ritter aus Neapel. Insgesamt war sein Heer den Katalanen an Zahl und an Ausr\u00fcstung weit \u00fcberlegen. Die Katalanen verf\u00fcgten nur noch \u00fcber wenige schwere Reiter und hatten ihr Fu\u00dfvolk mit Thessaliern und T\u00fcrken verst\u00e4rkt. Ihren Kern bildeten die alten, in hunderten von K\u00e4mpfen erprobten Veteranen, die Almogavaren. Da sie bei ihren internen Streitereien den ganzen Adel verjagt oder erschlagen hatten, verf\u00fcgten sie \u00fcber keinen einzigen bekannten Anf\u00fchrer. Aber sie k\u00e4mpften um Sieg oder Untergang. Eine willkommene Verst\u00e4rkung bildeten die 500 Katalanen, die der Herzog in Sold genommen hatte. Als diese sich geweigert hatten, gegen ihre alten Waffengef\u00e4hrten zu k\u00e4mpfen, hatte sie der Herzog geringsch\u00e4tzig ziehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"398\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/kefissos.jpg\" alt=\"Schlacht am Kephissos\" class=\"wp-image-2813\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/kefissos.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/kefissos-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schlacht am Kephissos<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im M\u00e4rz 1311 trafen die beiden Heere am Fluss Kephissos nordwestlich von Theben aufeinander. Da die Katalanen mit der St\u00e4rke der Ritterheere vertraut waren, w\u00e4hlten sie eine gesch\u00fctzte Stellung hinter einer sumpfigen Bachniederung. Die T\u00fcrken, denen der Ausgang der Schlacht mehr als unsicher erschien, hielten sich abseits. Der Herzog von Athen und seine Ritter griffen im sicheren Gef\u00fchl ihrer eigenen Unbesiegbarkeit an. Doch als das erste Treffen im Morast steckenblieb, wurde es dort von den Wurfspie\u00dfen der Almogavaren \u00fcbersch\u00fcttet. Den ausbrechenden Tumult, aus scheuenden und sterbenden Pferden, verst\u00e4rkten die nachdr\u00e4ngenden fr\u00e4nkischen Ritter. In das immer dichtere Gew\u00fchl plazierten die Almogavaren gezielt ihre Wurfspie\u00dfe und gingen dann zum Gegenangriff \u00fcber, dem sich nun auch die T\u00fcrken anschlossen. Im Gedr\u00e4nge erstachen sie die Pferde oder zerrten die Ritter aus den S\u00e4tteln. In dem furchtbaren Gemetzel kam es zur Panik unter den Franken und sie wendeten ihre Pferde zur Flucht, die aber in dem Chaos im Sumpf nur noch wenigen gelang. Bis auf zwei sollen alle erschlagen worden sein. Einen davon machten die S\u00f6ldner zu ihrem neuen Hauptmann, um zumindest wieder einen Adligen an ihrer Spitze zu haben,<br><br>Die Niederlage der Franken war total, das Herzogtum lag schutzlos vor den Siegern. Der Adel war fast vollst\u00e4ndig gefallen, die von ihm unterdr\u00fcckten Griechen leisteten keinerlei Widerstand, und die Witwe des Herzogs floh mit ihren Kindern nach Frankreich. Die Katalanen \u00fcberfluteten das Land und verteilten unter sich die St\u00e4dte und Burgen der Toten. Um eine vage Rechtsgrundlage zu schaffen, nehmen sie einfach die Frauen und T\u00f6chter der Erschlagenen zur Frau. Manche erhielten dabei so vornehme Frauen &#8222;denen sie vorher nicht die Sch\u00fcssel mit Waschwasser h\u00e4tten reichen d\u00fcrfen&#8220;, schrieb Muntaner \u00fcber diesen damals unerh\u00f6rten Vorgang.<br><br>Die katalanische Kompanie verwandelte sich damit wie viele Eroberer vor ihnen aus einer archaischen Kriegerhorde in eine konservative Feudalgesellschaft. Ihr weiteres Schicksal ist somit hier nur am Rande von Interesse. Von Anjou, Byzanz und dem Papst angefeindet, suchten sie wieder R\u00fcckhalt in Sizilien und unterstellten sich nominell dem K\u00f6nig von Sizilien. Aber sie unternahmen weiterhin ihre Raubz\u00fcge nach Nordgriechenland und bet\u00e4tigten sich als Piraten im Mittelmeer. Einen R\u00fcckeroberungsversuch, den der Sohn des gefallenen Herzogs 1331 mit einer starken Armee aus Italienern und Franzosen unternahm, \u00fcberstanden sie ohne Schaden in ihren Festungen. Erst 1376, als die alten K\u00e4mpfer l\u00e4ngst unter der Erde waren, wurde die Lage schwierig. Der Franzose Jacob von Baux bediente sich zur Durchsetzung seiner Anspr\u00fcche auf das Herzogtum Athen der so genannten navarresischen Kompanie, die sich aus arbeitslosen Veteranen des hundertj\u00e4hrigen Krieges gebildet hatte. Diese neuen, noch hungrigen S\u00f6ldner eroberten schnell gro\u00dfe Gebiete mit Festungen und St\u00e4dten. Nur in Athen konnten sich die Katalanen bis 1387 halten. Danach errichteten die Navarresen wie ihre Vorg\u00e4nger einen Milit\u00e4rstaat in der Morea und Athen. Dennoch gelten die Katalanen als die ber\u00fchmteste S\u00f6ldnerkompanie des Mittelalters, ihre Beutez\u00fcge wurden Legende und den gr\u00f6\u00dften Brocken &#8211; das Herzogtum Athen &#8211; hatten sie von Feinden umringt immerhin \u00fcber 70 Jahre halten k\u00f6nnen.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das gl\u00fcckliche Heer der Franken.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2805,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,37],"tags":[150,208,106],"class_list":["post-2797","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-mittelalter","tag-freie-kompanien","tag-griechenland","tag-spanier"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - 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