{"id":1499,"date":"2024-11-12T15:11:10","date_gmt":"2024-11-12T15:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=1499"},"modified":"2026-01-16T16:49:36","modified_gmt":"2026-01-16T16:49:36","slug":"die-saqaliba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-saqaliba\/","title":{"rendered":"Die Saqaliba"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Der Aufstieg der Sklavensoldaten in al-Andalus.<\/h5>\n\n\n\n<p>Besch\u00e4ftigt man sich mit den Kriegen in Spanien zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert, ist die Bedeutung der Milit\u00e4rsklaven, die fast \u00fcberall in den Heeres des Islam eine Schl\u00fcsselrolle spielten, un\u00fcbersehbar. In diesem Zusammenhang wurde schon oft die Frage aufgeworfen, warum sich dieses Ph\u00e4nomen haupts\u00e4chlich auf den Islam beschr\u00e4nkt. Bereits mittelalterliche arabische Autoren haben von der Dekadenz der erfolgreichen Eroberer gesprochen, die es notwendig gemacht habe, in abgelegenen Regionen unverbrachte, abgeh\u00e4rtete Krieger zu rekrutieren. Einige moderne Historiker betonen, dass viele Moslems bei den internen Kriegen nur ungern gegen ihre Glaubensbr\u00fcder k\u00e4mpften und dieses Gesch\u00e4ft deshalb gerne Ungl\u00e4ubigen \u00fcberlie\u00dfen. Obwohl beide Thesen sicher nicht v\u00f6llig von der Hand zu weisen sind, greifen sie unserer Ansicht nach viel zu kurz.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem hier untersuchten Zeitraum lie\u00dfen sich die Araber in Spanien weder von ihrem Glauben noch von ihrem guten Leben davon abhalten \u00e4u\u00dferst eifrig gegeneinander zu Felde zu ziehen. Man kann sogar zu dem Schluss kommen, dass sie kaum etwas lieber taten. Die gro\u00dfen Feldz\u00fcge gegen die Christen im Norden waren bald die Ausnahme, die Regel waren dagegen die internen Kleinkriege und Fehden. Dass Araber und Berber sich in Familien und Clans im Land niedergelassen hatten, f\u00f6rderte diese Tendenz enorm. So berichtet ein arabischer Dichter zum Beispiel von einem siebenj\u00e4hrigen Stammeskrieg in der Gegend von Murcia, der dadurch ausgel\u00f6st worden war, dass ein Mudari ein Weinblatt aus dem Weinberg eines Yemeniten &#8222;gestohlen&#8220; hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"700\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/cordova.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1502\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/cordova.jpg 900w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/cordova-300x233.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/cordova-768x597.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Moschee von C\u00f3rdoba<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Neben diesen zahllosen kleinen Fehden kam es aber auch immer wieder zu gr\u00f6\u00dferen Kriegen, in denen die verschiedenen Fraktionen der Araber, Berber und Muladis \u2013 die konvertierte Bev\u00f6lkerung \u2013 um ihren Anteil an der Macht stritten. Ein F\u00fcrst konnte dabei nur auf seinen Clan, seine Familie z\u00e4hlen, jede andere Hilfe musste mit Zugest\u00e4ndnissen teuer erkauft werden. Hatte aber ein Clan die Vorherrschaft erk\u00e4mpft, war der F\u00fcrst auch vor seinen eigenen Familienmitgliedern nicht mehr sicher, von denen fast immer einige danach trachteten ihn zu st\u00fcrzen oder zu ermorden. Viel zuverl\u00e4ssiger waren da fremde S\u00f6ldner, die mit den Intrigen im Land nichts zu tun hatten, sondern dem dienten, der sie bezahlte und beschenkte. Am treuesten waren aber die Milit\u00e4rsklaven, die oft schon als Kinder ins Land gekommen waren und ihrem Herrn alles verdankten. Sie waren entwurzelt, isoliert und ohne Familie. Ihre einzige Bindung zur Gesellschaft war die \u00fcber die Familie ihres Besitzers, zu der sie gerechnet wurden. Es soll zwar vereinzelt vorgekommen sein, dass auch Sklaven ihren Herrn t\u00f6teten, die Chance von seinem Sohn, Bruder oder Vetter ermordet zu werden lag aber um ein Vielfaches h\u00f6her.<\/p>\n\n\n\n<p>So lange der Islam jedoch auf dem Vormarsch war, gab es keine Gr\u00fcnde den von Anfang an zahlreichen Milit\u00e4rsklaven besondere Vorrechte einzur\u00e4umen. St\u00e4ndig wurden neue L\u00e4nder erobert und immense Beute gemacht, so dass fast alle zufrieden gestellt werden konnten. Die Probleme begannen, als die Expansion zum Stillstand kam und es galt das Eroberte zu verteilen. Bereits wenige Jahre nachdem der Vormarsch von den Franken bei Poitiers (732) gestoppt worden war, begann in al-Andalus ein blutiger B\u00fcrgerkrieg zwischen der kleinen aber privilegierten arabischen Oberschicht und den Berbern, die die Masse der Soldaten gestellt aber die schlechtesten L\u00e4ndereien erhalten hatten. Obwohl der gro\u00dfe Berberaufstand schlie\u00dflich mit Hilfe neuer syrischer Truppen niedergeschlagen werden konnte, kam keine Ruhe ins Land. Die Muladis &#8211; die Konvertiten &#8211; verlangten nun ebenfalls ihren Anteil an der Macht und auch die Mozaraber \u2013 die verbliebenen Christen \u2013 k\u00e4mpften um ihre Rechte. Damit nicht genug, begannen auch die arabischen Clans ihre alten Stammesfehden wieder aufzunehmen. Es kam zu st\u00e4ndig wechselnden Koalitionen und al-Andalus stand kurz vor dem Zerfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitten in diesem Konflikt landete 755 Abd ar-Rahman auf der Halbinsel. Er war der letzte wichtige F\u00fchrer der Umayyaden, die fast hundert Jahre als Kalifen in Damaskus geherrscht hatten. Nur knapp war er dem Gemetzel entkommen, das die Abbasiden unter seiner Familie in Syrien veranstaltet hatten. Mit wenigen Anh\u00e4ngern war er \u00fcber \u00c4gypten bis nach Marokko geflohen, wo er bei einem Berberstamm, zu dem seine Mutter geh\u00f6rte, Zuflucht gefunden hatte. Von Marokko aus nahm er Kontakt mit den Unzufriedenen in al-Andalus auf, von denen sich viele gr\u00f6\u00dfere Freiheiten von einem landfremden Emir versprachen. Wichtige Unterst\u00fctzung erhielt er auch von den syrischen Truppen, die kurz zuvor zur Niederwerfung der Berber ins Land gekommen waren, und unter denen seine Familie sehr viele Anh\u00e4nger hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sieg \u00fcber den Statthalter der Abbasiden war relativ einfach und Abd ar-Rahman konnte sich bald in Cordoba zum Emir ausrufen lassen. Die richtigen Schwierigkeiten begannen danach, als die Araber merkten, dass der von ihnen ins Land geholte &#8222;al-Dajil&#8220; (der Immigrant) eine feste Herrschaft errichten wollte. Abd ar-Rahman regierte 30 Jahre, in denen er fast konstant damit besch\u00e4ftigt war kleine und gro\u00dfe Rebellionen niederzuwerfen. Zu seinen h\u00e4rtesten Gegnern wurden gerade die Yemeniten, die ihn anfangs unterst\u00fctzt hatten. Ein aufst\u00e4ndischer F\u00fcrst rief sogar die Franken unter Karl dem Gro\u00dfen ins Land, dessen Armee dann aber auf dem R\u00fcckzug von den christlichen Basken in Roncesvalles stark dezimiert wurde. Der Glaubenskrieg war zu einer Nebensache geworden, es ging allein darum eine Zentralgewalt zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die traditionellen Aufgebote der St\u00e4mme konnte sich Abd ar-Rahman dabei nicht mehr verlassen. Er st\u00fctzte sich deshalb zunehmend auf Berber, die als S\u00f6ldner in Afrika rekrutiert wurden \u2013 seine famili\u00e4ren Verbindungen waren dabei sicher hilfreich. Die neu geworbenen Berber waren tapfere und erfahrene Krieger; vor allen Dingen aber waren sie arm, und so blieben sie Abd ar-Rahman stets treu ergeben, der sie f\u00fcr ihre Dienste entsprechend belohnte. Neben den Berbern begann er aber auch mit der Aufstellung einer pers\u00f6nliche Leibgarde aus Sklavensoldaten. Zu diesem Zweck kaufte er Adligen geeignete Sklaven ab und lie\u00df sie entsprechend ausbilden. Wahrscheinlich handelte es dabei vorwiegend um &#8222;Sudan&#8220; \u2013 um schwarze Sklaven, die in Nordafrika h\u00e4ufig zu finden waren. Man kann aber annehmen, dass auch christliche Kriegsgefangene hier Verwendung fanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei seinem Tod hinterlie\u00df Abd ar-Rahman ein soweit gefestigtes Reich, dass sein Sohn Hisham I. wieder regelm\u00e4\u00dfig Kriegsz\u00fcge gegen die Ungl\u00e4ubigen im Norden unternehmen konnte. Hisham regierte nur kurz und erfreute sich gro\u00dfer Popularit\u00e4t, was bedeutete, dass er dem Adel wieder gr\u00f6\u00dfere Freiheiten lie\u00df. Die Konsequenzen musste sein Nachfolger al-Hakam I. (796-822) ausbaden, der sich fast in seiner gesamten Regierungszeit mit Verschw\u00f6rungen und schweren Aufst\u00e4nden herumschlagen musste. Zum konstant unzufriedenen arabischen Adel kamen nun noch die immer zahlreicheren Konvertiten \u2013 die Muladis \u2013 die vor allem in den St\u00e4dten nach der Macht strebten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"625\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/arab-henker.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1504\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/arab-henker.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/arab-henker-144x300.jpg 144w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ende einer Hofintrige<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Al-Hakam I. schlug mit eiserner Faust zur\u00fcck, er lie\u00df tausende ermorden oder hinrichten und trieb wahrscheinlich noch mehr ins Exil. Einer Verschw\u00f6rung der B\u00fcrger von Toledo kam er dadurch zuvor, indem er einige tausend zu einem Festmahl in den Palast einladen lie\u00df, wo sie dann gleich von seinen Henkern in Empfang genommen wurden. Bald galt er als einer der meistgehassten Tyrannen seiner Zeit. Doch das scheint ihn wenig gest\u00f6rt zu haben. Zum wichtigsten Werkzeug seiner Terrorherrschaft wurde seine Palastgarde aus 3.000 Reitern und 2.000 Infanteristen. Wahrscheinlich befanden sich unter ihnen auch einige freiwillige S\u00f6ldner aus den n\u00f6rdlichen christlichen K\u00f6nigreichen, die \u00fcberwiegende Mehrheit bestand aber aus &#8222;Mamluk&#8220;, d.h. Milit\u00e4rsklaven. Das Volk nannte sie &#8222;Khurs&#8220; (die Stummen), da sie sich nicht mit ihnen verst\u00e4ndigen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herkunft der Khurs ist unsicher; viele Historiker vermuten, dass es sich haupts\u00e4chlich um gefangene Galizier und Franken gehandelt habe. Wir sind allerdings der Ansicht, dass sie, falls die Mehrheit eine romanische Sprache gesprochen h\u00e4tten, vom Volk kaum als &#8222;Stumme&#8220; bezeichnet worden w\u00e4ren, da Vulg\u00e4rlatein in der Bev\u00f6lkerung von al-Andalus zu dieser Zeit noch stark verbreitet war. Es kann also gut sein, dass sich viele Schwarzafrikaner unter ihnen befanden. Man sollte in diesem Zusammenhang auch daran denken, dass Karl der Gro\u00dfe kurz zuvor die Sachsen unterworfen hatte und die Wikinger mit ihren Raubz\u00fcgen in Westeuropa begonnen hatten. Beide pflegten ihre Gefangenen als Sklaven zu verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch al-Hakams Sohn Abd ar-Rahman II. erbte ein starkes Reich, das sich dann einer langen Periode relativen Friedens und Wohlstandes erfreute. Doch danach ging es schnell bergab. Einzelne Statthalter rebellierten und machten sich selbst\u00e4ndig; einige verb\u00fcndeten sich mit den christlichen K\u00f6nigen im Norden und holten deren Truppen ins Land. Selbst einzelne Mitglieder der Umayyaden erhoben sich gegen die Zentralgewalt. Zu einem regelrechten Fl\u00e4chenbrand entwickelte sich 884 ein gro\u00dfer Aufstand im S\u00fcden unter Umar ibn Hafsun. Emir Abdallah (888-912) kontrollierte zeitweilig nur die Umgebung von Cordoba, musste sich mit der Autonomie von ibn Hafsun in Granada abfinden und schlie\u00dflich sogar die formelle Oberhoheit von Alfons III. von Asturien anerkennen, der ihm daf\u00fcr Hilfstruppen zur Verf\u00fcgung stellte. Erst am Ende seiner Regierungszeit gelang es ihm, seine Macht etwas zu festigen, indem er die verschiedenen Fraktionen seiner zahlreichen Gegner gegeneinander ausspielte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausbau der Zentralgewalt wurde dann zum wichtigsten Anliegen seines Nachfolgers Abd ar-Rahman III. (912-961), unter dem al-Andalus seine gr\u00f6\u00dfte Bl\u00fctezeit erlebte. Abd ar-Rahman III. hatte sicher auch Gl\u00fcck \u2013 so befreiten ihn der Tod von ibn Hafsun und ein B\u00fcrgerkrieg in Le\u00f3n von zwei seiner gef\u00e4hrlichsten Gegner \u2013 vor allen Dingen war er aber ein tapferer Mann und ein \u00fcberaus begabter Politiker, der zielstrebige und hartn\u00e4ckig seine Ziele verfolgte. Sein mit Abstand wichtigstes Vorhaben war die Entmachtung des einheimischen Adels, ob es sich dabei um Araber, alteingesessene Berber oder Muladis handelte, spielte keine Rolle. Dabei st\u00fctzte er sich auf Sklaven, die unter ihm in Armee und Verwaltung fast alle entscheidenden Stellen besetzten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Palast und in den wichtigen \u00c4mtern dominierten fremde Eunuchen. Das hatte nur zum geringeren Teil etwas mit der Stellung als Haremsw\u00e4chter zu tun. Viel wichtiger war, dass Eunuchen keine eigenen Familien und Dynastien gr\u00fcnden konnten. Man spricht in diesem Zusammenhang manchmal von einem &#8222;Ein-Generationen-Adel&#8220;. Dazu kam, dass ein Eunuch immer auch eine l\u00e4cherliche Figur war. Er war dadurch noch viel mehr als die normalen Milit\u00e4rsklaven, ein Fremder und Ausgesto\u00dfener in der Gesellschaft. Sie waren deshalb v\u00f6llig von ihren Herren abh\u00e4ngig und diesen gegen\u00fcber absolut loyal. Im Gegenzug erhielten sie Privilegien und L\u00e4ndereien. Viele Palasteunuchen h\u00e4uften auf diese Weise gro\u00dfe Reicht\u00fcmer an und besa\u00dfen sogar selbst zahlreiche Sklaven.<\/p>\n\n\n\n<p>Eunuchen und Milit\u00e4rsklaven waren zwar auch schon vorher in Cordoba keine Seltenheit gewesen, jetzt aber entwickelten sie sich zu den entscheidenden Institutionen, die nach allen M\u00f6glichkeiten gef\u00f6rdert wurden. Abd ar-Rahman III. war in einer Zeit permanenter Adelsverschw\u00f6rungen und Aufst\u00e4nde aufgewachsen, und fest entschlossen, die Macht des Adels zu brechen. Als ihn zum Beispiel eine Gesandtschaft von Kaiser Otto dem Gro\u00dfen in Cordoba besuchte &#8211; haupts\u00e4chlich um Modalit\u00e4ten des profitablen Sklavenhandels zu besprechen -, lie\u00df Abd ar-Rahman seinem christlichen Kollegen ausrichten: &#8222;Euer K\u00f6nig ist ein weiser und gewandter F\u00fcrst. Allein ich beobachte etwas in seiner Politik, was mir nicht gef\u00e4llt: n\u00e4mlich dieses, dass er anstatt die ganze Macht allein in seinen H\u00e4nden zu behalten einen Teil davon seinen Vasallen \u00fcberl\u00e4sst. Er \u00fcberl\u00e4sst ihnen seine Provinzen, weil er glaubt, sie dadurch an sich zu ketten. Dies ist ein gro\u00dfer Fehler. Solche Herablassung gegen die Gro\u00dfen kann keine anderen Folgen haben, als ihren Stolz und ihre Neigung zum Aufruhr zu n\u00e4hren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"484\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/abd-rahman-otto.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1506\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/abd-rahman-otto.jpg 900w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/abd-rahman-otto-300x161.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/abd-rahman-otto-768x413.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ottos\u00a0Gesandte bei Abd ar-Rahman<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch keiner der christlichen K\u00f6nige in Europa verf\u00fcgte im 10.Jahrhundert \u00fcber die Mittel um S\u00f6ldner \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zu finanzieren, ganz zu schweigen von Milit\u00e4rsklaven. Al-Andalus war dagegen reich. Es gab Gold- und Silberminen, eine florierende Industrie, den profitablen Orienthandel, und aus Afrika kam das westafrikanische Gold. Man sollte hier nicht denken, dass ein Sklave nach der Anschaffung nicht mehr viel kostete. Ein Milit\u00e4rsklave war in der Regel ein sorgf\u00e4ltig ausgebildeter und privilegierter Elitekrieger, der entsprechend bezahlt wurde. Um es vereinfacht zu formulieren: Im Gegensatz zu normalen S\u00f6ldnern, die oft nur f\u00fcr einen Feldzug geworben wurden und dadurch Saisonarbeitern \u00e4hneln, hatten Milit\u00e4rsklaven eine hoch dotierte Lebensstellung mit entsprechendem Pensionsanspruch. Die Sklaven unter Abd ar-Rahman III. wurden meistens als Kinder gekauft, dann jahrelang in den Lehren des Islam unterwiesen und auf ihre k\u00fcnftigen \u00c4mter vorbereitet. Niemand sprach mehr von den &#8222;Stummen&#8220;; man lobte ganz im Gegenteil oft ihr hervorragendes Arabisch und ihre literarischen F\u00e4higkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Palast- und Milit\u00e4rsklaven bezeichnete man zu dieser Zeit meistens generell als &#8222;Saqaliba&#8220;, Slawen, womit ihre Herkunft gemeint ist. Viele Historiker schreiben nun, dass unter diesem Begriff nur urspr\u00fcnglich Slawen zu verstehen seien und er dann sp\u00e4ter auf alle europ\u00e4ischen Sklaven ausgedehnt worden sei. Dabei wird jedoch nur immer wieder die gleiche Stelle des gro\u00dfen Orientalisten Reinhart Dozy abgeschrieben, der sich als erster Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Problematik befasste. In einer modernen Studie wird dagegen sehr detailliert auf \u00dcbersetzungsfehler bei Dozy verwiesen und belegt, dass die arabischen Chronisten sehr deutlich zwischen &#8222;Ifranja&#8220; (Franken), &#8222;Nukabard&#8220; (Lombarden), &#8222;Jalaliqua&#8220; (Galiziern) oder eben heidnischen &#8222;Saqaliba&#8220; zu unterscheiden wussten. Man kann deshalb davon ausgehen, dass die gro\u00dfe Mehrzahl der Saqaliba tats\u00e4chlich Slawen waren, zu denen nat\u00fcrlich einige geraubte Galizier, Italiener, Franken und von den Wikingern gekaufte Iren und Sachsen kamen. Nach 1066 entledigten sich die Normannen auch zahlreicher Angelsachsen auf diese Weise.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders deutlich wird dies, wenn man sich ein wenig mit den westlichen Routen des mittelalterlichen Sklavenhandels befasst. Sehr aufschlussreich ist hier schon, dass die Bezeichnungen f\u00fcr &#8222;Sklave&#8220; in allen westeurop\u00e4ischen Sprachen (slave, esclave, esclavo, schiavo) von einer Volksbezeichnung stammen und nicht vom lateinischen &#8222;servus&#8220; oder &#8222;serf&#8220;. Das Abendland war arm, bettelarm, und so erstaunt es nicht, dass Sklaven sein mit Abstand wichtigster Exportartikel waren. Wenn man liest, dass die Wikinger mit Honig, Fellen und blonden Frauen handelten, ben\u00f6tigt man nicht viel Fantasie um zu verstehen, womit sie ihren Hauptumsatz machten. Was konnte man in Europa \u00fcberhaupt rauben? Die Franken sollen sogar N\u00e4gel aus H\u00e4usern mitgenommen haben. Es wird zwar auch immer wieder berichtet, dass Kl\u00f6ster gepl\u00fcndert wurden, aber doch nur, weil M\u00f6nche schreiben konnten. Au\u00dferdem waren auch die meisten Kl\u00f6ster arm. Man raubte haupts\u00e4chlich Menschen und verkaufte sie. Nicht nur die Wikinger und Ungarn, alle waren daran beteiligt, soweit es ihre milit\u00e4rischen Machtmittel zulie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"414\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/sklaven-england.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1507\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/sklaven-england.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/sklaven-england-300x207.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">mittelalterlicher Sklavenmarkt in England<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Zeit wurde der Verkauf von Christen oder von Landsleuten zumindest teilweise verboten. Also musste man sich mit fortschreitender Christianisierung nach neuen Jagdgr\u00fcnden umsehen, und hier erlangten zur Regierungszeit Abd ar-Rahman III. die Sachsen, von denen kurz zuvor noch selbst viele von den Franken als Heiden versklavt worden waren, schnell eine f\u00fchrende Position. Die Sachsen f\u00fchrten einen permanenten Kleinkrieg gegen die slawischen St\u00e4mme jenseits der Elbe, der unter K\u00f6nig Heinrich I., dem Vater von Kaiser Otto, einen neuen H\u00f6hepunkt erreichte. Heinrich unternahm mehrere erfolgreiche Kriegsz\u00fcge gegen die Elbslawen, von denen er immer mit zahlreichen Gefangenen zur\u00fcckkehrte, so dass sich die St\u00e4dte Magdeburg und Merseburg schnell zu florierenden Zentren des Sklavenhandels entwickelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr aber als diese Feldz\u00fcge war es der Kleinkrieg, die schnellen \u00dcberf\u00e4lle und Raubz\u00fcge, die den Sklavenmarkt mit Nachschub versorgten. F\u00fcr diese K\u00e4mpfe gr\u00fcndete Heinrich aus freigelassenen M\u00f6rdern und Dieben die ber\u00fcchtigte &#8222;Merseburger Legion&#8220; (legione Mesaburiorum), die unter dem Kommando eines gewissen Asik stand. Die Legion\u00e4re erhielten zwar auch Siedlungsland, werden sich aber haupts\u00e4chlich vom Raub ern\u00e4hrt haben. Oft k\u00e4mpften sie im B\u00fcndnis mit slawischen Kleinf\u00fcrsten \u2013 Stammesfehden gab es auch dort genug -, die ihnen dann Hilfstruppen und ortskundige F\u00fchrer zur Verf\u00fcgung stellten. Bei diesen \u00dcberf\u00e4llen tief im feindlichen Hinterland wurden die M\u00e4nner meistens erschlagen, Frauen und Kinder verschleppt und die Alten \u00fcberlie\u00df man einfach ihrem Schicksal.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Abnahme und den Weitertransport der Ware k\u00fcmmerten sich dann j\u00fcdische H\u00e4ndler, die nicht nur hervorragende Beziehungen zu K\u00f6nig Heinrich hatten, sondern auch Gesch\u00e4ftsverbindungen bis nach Cordoba \u2013 auch Kaiser Ottos Gesandtschaft reiste mit ihrer Hilfe. F\u00fcr die gefangenen Elbslawen f\u00fchrte die Reise von Magdeburg meistens nach Koblenz und dort \u00fcber den Rhein. Im Zollverzeichnis hei\u00dft es dann: &#8222;Judei pro unoque sclavo emptico debent 4 denarios.&#8220; Die Juden mussten also pro Sklave 4 Denar entrichten. Entlang von Mosel und Maas ging es weiter nach Verdun. In Frankreich besa\u00dfen j\u00fcdische Kaufleute seit der Zeit Ludwigs des Frommen Privilegien, die ihnen den Kauf und Verkauf von ausl\u00e4ndischen Sklaven ausdr\u00fccklich gestatten. Belegt ist auch ein gewisser Abraham aus Zaragoza, wodurch die Verbindungen verdeutlicht werden. Verdun war ein gro\u00dfer Umschlagplatz und eine wichtige Zwischenstation f\u00fcr Sklaven; die Juden sollen hier sogar eine regelrechte Eunuchenmanufaktur f\u00fcr den spanischen Markt unterhalten haben. Denn dort brachten Eunuchen sehr viel Geld. Wahrscheinlich wurden aber nur die J\u00fcngsten und H\u00fcbschesten auf diese Weise verst\u00fcmmelt, da man von Palastsklaven ein angenehmes \u00c4u\u00dferes erwartete. Bei den k\u00fcnftigen Soldaten sah man davon ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Verdun f\u00fchrte man die Sklaven nach S\u00fcden \u00fcber Lyon nach Arles. Oft ging es dann auf dem Landweg weiter \u00fcber Narbonne nach Barcelona, wo man auch gut am Zwischenhandel verdiente. Viele der f\u00fcr Spanien bestimmten wurden aber von Arles per Schiff nach Almeria transportiert. Andere gingen nach Tunis, Sizilien oder Kairo. Saqaliba ben\u00f6tigte man \u00fcberall, besonders begehrt waren nat\u00fcrlich exotisch blonde Frauen f\u00fcr die Harems. Sogar Abd ar-Rahman III. selbst hatte wahrscheinlich eine slawische Mutter. Denn er hatte blaue Augen und helle Haare, die er sich f\u00e4rbte, um arabischer auszusehen. Aufgrund seiner guten Handelsbeziehungen zum Abendland erreichte al-Andalus eine Art Schl\u00fcsselstellung bei der Versorgung des Orients mit der gefragten Ware. Denn ein arabischer Chronist schreibt: &#8222;Der ber\u00fchmteste Exportartikel der Andalusier sind sch\u00f6ne Sklavenm\u00e4dchen und -Jungen, die im Land der Franken und in Galizien gefangen wurden, und Saqaliba-Eunuchen.&#8220; (Auch hier wird \u00fcbrigens wieder deutlich, dass zwischen Franken, Galiziern und Saqaliba unterschieden wurde).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"425\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/warager-sklaven.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1508\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/warager-sklaven.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/warager-sklaven-300x213.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">War\u00e4ger offerieren arabischen H\u00e4ndlern ihre Ware<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Es war sicher ein \u00fcbles Gesch\u00e4ft, aber au\u00dfer Menschen hatte das Abendland mit seinem chronisch defizit\u00e4ren Au\u00dfenhandel nun einmal wenig zu bieten. Jeder K\u00f6nig verdiente daran, die Grafen der Grenzmarken wurden m\u00e4chtig und die St\u00e4dte am Weg florierten. F\u00fcr den Sklavenhandel lohnten sich selbst die weitesten Wege. Mit der Christianisierung verschoben sich die Zentren dann immer weiter nach Osten. Um 1000 entwickelte sich Prag zu einem Hauptumschlagsplatz, wo sogar arabische Aufk\u00e4ufer anzutreffen waren. Aus dem Osten trafen Sklaven aus dem entfernten Kiew ein, das durch die Petschenegen vom Schwarzen Meer abgeschnitten worden war. Das bedeutete nat\u00fcrlich nicht, dass Christen v\u00f6llig sicher waren. In Italien kauften t\u00fcchtige Kaufleute hungernden Bauern ihre Kinder ab, und in Prag wurden Juden mit Strafen bedroht, falls sie Tschechen ins Ausland verkauften. Wenn man aber von den Saqaliba zur Zeit Abd ar-Rahman III. (912-961) spricht, sollte man vor allem an die Kriege Heinrichs I. gegen die Elbslawen denken (906, 928, 929) und an die etablierten Handelsrouten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den schrecklichen Erfahrungen mit Sklavenj\u00e4gern und \u2013H\u00e4ndlern, den Strapazen der endlosen Reise, betraten die Saqaliba in al-Andalus sicher ein m\u00e4rchenhaftes Reich. Fremdartig verglichen mit ihrer sumpfigen und kalten Heimat, voller imposanter Bauwerke und pr\u00e4chtig gekleideter Menschen. Wahrscheinlich vermissten sie manchmal die gr\u00fcnen W\u00e4lder ihrer Heimat und ihre Familien, ihre neue Existenz hatte aber sicher viel mehr zu bieten. Nach ihrer Ausbildung machten sie Karriere in der Verwaltung oder dienten in der Leibgarde des Kalifen &#8211; Abd ar-Rahman III. hatte sich mit diesem Titel 919 zum religi\u00f6sen Oberhaupt des gesamten Islam erkl\u00e4rt. Im Palast und beim Milit\u00e4r gab es nat\u00fcrlich oft Intrigen, bei denen die verschiedenen ethnischen Gruppen \u2013 Slawen, Berber, Schwarze, manchmal auch T\u00fcrken \u2013 nach M\u00f6glichkeit zusammenhielten, um als &#8222;Pressuregroup&#8220; die eigenen Interessen zu f\u00f6rdern. Man kann annehmen, dass sich die Saqaliba bei solchen Gelegenheiten gerne ihrer slawischen Dialekte bediente.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Abd ar-Rahman III. bildeten die Saqaliba sicher die einflussreichste Gruppe. Es gab tausende von ihnen, und da er sich ihrer Treue sicher war, besetzte er nach M\u00f6glichkeit alle wichtigen \u00c4mter mit ihnen. Das erregte nat\u00fcrlich Neid und Missgunst des arabischen Adels. Dass dies verheerende Folgen haben konnte zeigte die Schlacht bei Simancas 939. Abd ar-Rahman war mit einem gro\u00dfen Heer gegen Ramiro II von Le\u00f3n aufgebrochen. Den Oberbefehl hatte Nayda al-Saqlabi erhalten. Ver\u00e4rgert dar\u00fcber, von einem Mann niedriger Herkunft (einem Slawen) Befehle entgegen nehmen zu m\u00fcssen, ergriffen die arabischen Adligen mit ihrem Gefolge gleich zu Anfang der Schlacht die Flucht und \u00fcberlie\u00dfen die Saqaliba ihrem Schicksal. Da die Christen aber auch die fliehenden Araber verfolgten und ihnen schwere Verluste bereiteten, wurde Simancas f\u00fcr sie zu einem triumphalen Sieg. Abd ar-Rahman war es selbst nur ganz knapp gelungen der Gefangennahme zu entkommen.<br><br>Zum Gl\u00fcck f\u00fcr Abd ar-Rahman unterschied sich der christliche Adel nur wenig vom arabischen. Einige kastilische Grafen verschworen sich gegen K\u00f6nig Ramiro; dieser lud sie zu einem Festmahl und lie\u00df sie enthaupten. Bald war der B\u00fcrgerkrieg da und lie\u00df dem Kalifen genug Zeit sein Heer wieder aufzubauen. Danach verw\u00fcsteten seine Truppen wieder die Grenzregionen und 951 mussten alle christlichen Herrscher seine Oberhoheit anerkennen. Er selbst begleitete allerdings kein Heer mehr in den Krieg. Das war eine der Lehren, die er aus Simancas gezogen hatte. Den Arabern verzieh er ihren Verrat nie und st\u00fctzte sich fortan noch mehr auf die Saqaliba.<br><br>Verglichen mit Arabern, Berbern und Muladis war die Zahl der Saqaliba sicher gering, dennoch gewannen sie auch unter den n\u00e4chsten Kalifen st\u00e4ndig an Einfluss. Es war abzusehen, dass sie bei internen Machtk\u00e4mpfen eine wichtige Rolle spielen w\u00fcrden. Dennoch konnte zu dieser Zeit noch niemand absehen, dass einige von ihnen einmal als selbst\u00e4ndige K\u00f6nige regieren w\u00fcrden.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Frank Westenfelder<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Aufstieg der Sklavensoldaten in al-Andalus.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1500,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,37],"tags":[298,19,149],"class_list":["post-1499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-mittelalter","tag-leibgarden","tag-sklavenhandel","tag-spanien"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Saqaliba - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-saqaliba\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Saqaliba - 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