{"id":1434,"date":"2024-11-10T10:33:51","date_gmt":"2024-11-10T10:33:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=1434"},"modified":"2025-01-16T12:02:00","modified_gmt":"2025-01-16T12:02:00","slug":"die-gurkhas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-gurkhas\/","title":{"rendered":"Die Gurkhas"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Englands Fremdenlegion.<\/h5>\n\n\n\n<p>Im Gebiet des modernen Nepal gibt es ca. 100 ethnische Gruppen und St\u00e4mme, die mehrere Dutzende verschiedene Sprachen sprechen. Die meisten sind indo-arischer oder tibetischer Herkunft; es gibt aber auch starke mongolische Einschl\u00e4ge. Die gewaltigen Berge und abgelegenen T\u00e4ler f\u00f6rderten lange die politische Zersplitterung des Landes. Die zahlreichen F\u00fcrstent\u00fcmer und St\u00e4mme lagen fast st\u00e4ndig im Streit um die begehrten fruchtbaren Zonen des Landes, die besseren Weidepl\u00e4tze oder die Kontrolle der Handelsrouten. Jeder Clan oder Stamm musste seine kargen Felder und Weiden verteidigen. Dazu kamen immer wieder Fl\u00fcchtlinge aus Indien oder Tibet, die sich vor den Mongolen oder den Mogul-Herrschern in das abgelegene Bergland zur\u00fcckzogen und nun ihrerseits mit den Alteingesessenen um die wenigen Ressourcen k\u00e4mpfen mussten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"570\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkha.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1435\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkha.jpg 450w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkha-237x300.jpg 237w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gurkha mit Kukri<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Einige dieser Fl\u00fcchtlinge, die zur indischen Kriegerkaste der Rajputen geh\u00f6rten, erk\u00e4mpften sich ein winziges K\u00f6nigreich mit dem Namen &#8222;Gurkha&#8220; (eigentlich &#8222;Gorkha&#8220;). Unter ihrem besonders energischen und grausamen Herrscher Prithvi Narayan Shah (1742-1775) gelang es den Gurkhas dann in einem 25j\u00e4hrigen Krieg das ganze Kathmandu-Tal nach und nach zu erobern. Danach dehnten sie ihren Herrschaftsbereich weiter aus. Die unterworfenen V\u00f6lker und St\u00e4mme wurden in das neue K\u00f6nigreich integriert, wobei die Gurkhas viel von deren Kultur \u00fcbernahmen, allerdings blieb ihre dem Hindi verwandte Sprache zur einzigen Amtssprache und der Hinduismus zur Staatsreligion.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die nepalesischen St\u00e4mme vereinigt waren, fiel ihr Blick automatisch auf die fruchtbare Gangesebene, die alles zu bieten hatte, woran es ihnen mangelte. Sie unternahmen erste Raubz\u00fcge. Doch dabei trafen sie auf die britische East India Company, die sich zu dieser Zeit zwar noch nicht ganz Indien einverleibt hatte, aber zielstrebig von Bengalen am Gangesdelta den Fluss entlang ins Landesinnere vorstie\u00dfen. Die Briten hatten erfolgreich die Franzosen aus Indien vertrieben und auch den Widerstand der m\u00e4chtigsten einheimischen Herrscher gebrochen. Sie waren deshalb nicht bereit, mit einem neuen Mitspieler ihre Beute zu teilen. 1814 schickten sie eine gro\u00dfe Armee von 22.000 Mann in mehreren Kolonnen nach Nepal um den Gurkhas eine Lehre zu erteilen. Doch daraus wurde nichts. Die Gurkhas lieferten den weit \u00fcberlegenen Briten einen erbarmungslosen Kampf um ein unwichtiges Grenzfort, und als sie schlie\u00dflich die zerschossenen Tr\u00fcmmer r\u00e4umen mussten, hatten die Briten wesentlich schwerere Verluste als sie. Die Strafexpedition endete als Fehlschlag; auch die n\u00e4chste im folgenden Jahr f\u00fchrte zu keinem Ergebnis. Erst in einer dritten 1816 gelang es die Gurkhas in einer offenen Feldschlacht zu schlagen, so dass diese um Frieden baten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die East India Company behandelte sie entgegen ihren Gepflogenheiten sehr gn\u00e4dig und begn\u00fcgte sich mit ein paar Grenzprovinzen. Das war nicht weiter erstaunlich, denn in Nepal gab es ohnehin nicht viel zu holen, und auf der anderen Seite lag das unermesslich reiche Indien, das erst noch unterworfen werden musste. Bei der Eroberung Indiens waren die Briten schon lange dazu \u00fcbergegangen haupts\u00e4chlich einheimische aber europ\u00e4isch ausgebildete Truppen so genannte &#8222;Sepoys&#8220; zu verwenden. Dabei bevorzugten die Briten jene V\u00f6lker, die sie als &#8222;martial races&#8220; (kriegerische Rassen) bezeichneten. Von den Gurkhas waren die Werber nat\u00fcrlich sofort tief beeindruckt und begannen deshalb noch w\u00e4hrend des Krieges mit der Rekrutierung in Gefangenenlagern. Da auch die Gurkhas Kampfkraft und Disziplin der britischen Truppen bewunderten, herrschte an Freiwilligen kein Mangel. Der erste Werbeoffizier, der ein Gefangenenlager aufsuchte, berichtete begeistert: &#8222;Ich ging alleine hin und kam mit 3.000 Mann zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Friedensvertrag mit Nepal wurde den Briten dann das Recht einger\u00e4umt, in Nepal S\u00f6ldner zu werben. Der kleine Staat konnte dadurch nicht nur einen Teil seiner kriegslustigen Bev\u00f6lkerung mit einer Besch\u00e4ftigung versorgen, sondern erhielt auch wertvolle Devisen und moderne Waffen, wurde aber vor allem zum Partner einer Gro\u00dfmacht, die in der Not seine Grenzen garantieren konnte. Am Anfang wurden drei Regimenter aufgestellt, die alle lediglich aus einem Bataillon mit jeweils acht Kompanien zu 120 Mann bestanden. Die Gurkhas schlugen sich gut in den verschiedenen Kriegen gegen die Mahratten (1817\/18) und die Sikhs (1845\/46), in denen die East India Company ihre letzten Konkurrenten um die Vorherrschaft auf dem Subkontinent beseitigten. Ihre Hauptbesch\u00e4ftigung bestand aber in der Banditenjagd und der Grenzsicherung. Sie unternahmen Patrouillen auf den endlosen Landstra\u00dfen oder dienten als Garnisonen in entlegenen Bergforts an der afghanischen Grenze. Dabei galten sie sicher als besonders zuverl\u00e4ssiger Truppenteil, unterschieden sich aber nur wenig von den anderen Kolonialtruppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies \u00e4nderte sich mit dem Sepoy-Aufstand von 1857, der auch die Herrschaft der East India Company beendete &#8211; von nun an \u00fcbernahm die britische Regierung selbst die Herrschaft. Die Ursachen der Aufstandes lagen in der Arroganz und brutalen Ausbeutung der Briten, auch wenn die mit Kuh- oder Schweinefett eingeriebenen Patronenh\u00fclsen vielleicht ein konkreter Ausl\u00f6ser waren. Jedenfalls erhob sich der Gro\u00dfteil der einheimischen Truppen gegen die britische Herrschaft. Auch viele als loyal gesch\u00e4tzte Einheiten hieben ihre britischen Offiziere nieder und schlossen sich den Aufst\u00e4ndischen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Briten mussten durch die von ihnen ausgebildeten Sepoys mehrere schwere Niederlagen einstecken und konnten erst zum Gegenschlag ausholen, nachdem aus Gro\u00dfbritannien umfangreiche Verst\u00e4rkungen eingetroffen waren. Die Gurkhas blieben ohne Ausnahme loyal und waren gerade in der Anfangszeit oft die letzte Hoffnung der verzweifelt k\u00e4mpfenden Europ\u00e4er. Aber auch bei der R\u00fcckeroberung des Landes besonders bei der verlustreichen Belagerung von Delhi waren sie meistens an vorderster Front mit dabei &#8211; ein Bataillon soll allein vor Delhi 327 von 490 Mann verloren haben. Trotz der schweren Verluste wurde der Zahl der Gurkharegimenter w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe von drei auf f\u00fcnf erh\u00f6ht. Zum Dank daf\u00fcr, dass es die umfangreichen Werbungen erlaubte, erhielt Nepal sp\u00e4ter die verlorenen Tieflandprovinzen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"512\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-indien.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1439\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-indien.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-indien-293x300.jpg 293w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gurkhas als Elitetruppe der Kolonialarmee<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Obwohl sich nat\u00fcrlich auch indische Truppenteile &#8222;loyal&#8220; (d.h. gegen\u00fcber der Kolonialmacht, nicht gegen\u00fcber ihrem Volk) verhalten hatten, waren die Gurkhas doch die einzigen, die in ihrer Gesamtheit nicht den geringsten Anlass zum Zweifel gegeben hatten. Zudem hatten sie w\u00e4hrend der harten K\u00e4mpfe gezeigt, dass sie mindestens so viel leisten konnten wie europ\u00e4ische Truppen. Der treue und tapfere Gurkha mit seinem gro\u00dfen Kampfmesser, dem Kukri, wurde in dieser Zeit zu einer Legende. Die Briten waren nun sogar bereit zu akzeptieren, dass die Gurkhas genau so gute Soldaten seien wie sie selbst. Das war nat\u00fcrlich mehr als dumme Fehleinsch\u00e4tzung. Denn w\u00e4hrend die britischen Kolonialtruppen ein Sammelbecken f\u00fcr den Bodensatz der Gesellschaft bildeten, wo trotz brutaler Milit\u00e4rstrafen Disziplinarvergehen, Diebstahl und Desertionen an der Tagesordnung waren, ist von den Gurkhas vergleichbares nicht bekannt. Sie waren einfach viel zu gerne Soldat, als dass es zu solchen Problemen h\u00e4tte kommen k\u00f6nnen. So existiert zum Beispiel kein Bericht, dass ein Gurkha jemals ausgepeitscht worden w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>In der folgenden Zeit wurde die Grenzsicherung wieder zur Hauptaufgabe der Gurkhas. Hier war es vor allem die wilde Nordwestgrenze wo gegen Paschtunen und Pathanen ein permanenter und \u00e4u\u00dferst grausamer Kleinkrieg gef\u00fchrt wurde. Ein Regiment diente dort bis zur Unabh\u00e4ngigkeit Indiens, also gut 90 Jahre! Dazu kamen immer mehr Aufgaben als Polizei- und Ordnungstruppe, wozu die Gurkhas wegen ihrer freundlichen und ausgeglichenen Art als besonders geeignet galten. Ab 1890 rekrutierte deshalb auch die Polizei von Assam und von Burma Gurkhas. Gegen Ende des Jahrhunderts wurden dann die Regimenter nach und nach auf zwei Bataillone verst\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es versteht sich von selbst, dass bei diesem Bedarf die Rekrutierung organisiert werden musste. Ein gewisses Problem ergab sich aus der Tatsache, dass Ausl\u00e4ndern die Einreise nach Nepal verboten war. Denn der K\u00f6nig hatte in wei\u00dfer Voraussicht einmal festgestellt: &#8222;Zuerst kommt die Bibel, dann die Handelsstation, dann die Kanonen.&#8220; Bislang hatte jedes Bataillon verdiente Unteroffiziere zur\u00fcck in die Heimat geschickt, wo sich dann in ihren D\u00f6rfern Freiwillige warben. Oft brachten auch Soldaten vom Heimaturlaub Verwandte und Freunde mit. Es konnte auch vorkommen, dass sich die diplomatischen Beziehungen zu Nepal verschlechterten, dann mussten die Rekruten geschmuggelt werden. Um den Nachschub besser zu organisieren errichteten die Briten schlie\u00dflich einen Depot in Gorakhpur (Uttar Pradesh) als zentrale Anlaufstelle. Dort fanden sich dann auch viele Freiwillige auf eigene Faust ein. Da bestimmte St\u00e4mme bei der Rekrutierung bevorzugt wurden, kam es nicht selten vor, dass einige der Freiwilligen ihre Namen \u00e4nderten. Manchmal geben sich sogar Inder, Sikhs und sogar Gurkhas aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch kamen viele Gurkhas nicht nur aus den selben St\u00e4mmen und D\u00f6rfern, sondern sogar aus den selben Familien. Oft folgte der Sohn dem Vater. Der Fremdendienst galt als \u00e4u\u00dferst ehrenwerte Tradition, und die Heimkehrer genossen in ihren D\u00f6rfern ein hohes Ansehen. Viele wurden sogar B\u00fcrgermeister. Zu erlaubte ihnen sogar die bescheidene Pension in der Heimat einen gewissen Wohlstand. Sp\u00e4ter gr\u00fcndeten Ex-Soldaten auch gerne Grundschulen in ihren D\u00f6rfern, um etwas Zivilisation in diese abgelegenen Winkel zu bringen. Sie brachten den Kindern aber vor allem milit\u00e4rischen Drill bei. Ein Besucher, der eine solche Schule besuchte und nach Lesen und Schreiben fragte, erhielt von dem alten Soldaten die Antwort: &#8222;Solches Zeug ist hier von keinem Nutzen. Alles, was diese Kinder brauchen, ist Disziplin.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die meisten Rekruten aus den unglaublich armen Bergd\u00f6rfern war die Armee ein Ort des Luxus und Wohlstandes. Bereits das erste Essen, das sie im Depot erhielten, war f\u00fcr einige reichlicher als alles, was sie jemals gesehen hatten. Dazu kamen Decken, Jacken, Besteck und viele andere n\u00fctzliche Dinge. Geld und Gewinn waren somit f\u00fcr die Gurkhas sicher wichtige Motive um sich anwerben zu lassen. Dennoch st\u00f6\u00dft man wie bei vielen anderen S\u00f6ldnern auch bei ihnen auf eine Mischung verschiedener Beweggr\u00fcnde. Es ging nicht nur ums Geld. Sie wollten tapfer sein, Abenteuer erleben und zeigen, dass sie M\u00e4nner von Ehre waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Milit\u00e4rdienst war normalerweise die einzige M\u00f6glichkeit, der engen Heimat zu entfliehen und etwas von der Welt zu sehen. Ein Gurkha-Hauptmann beschreibt diese &#8222;Verlockungen des S\u00fcdens&#8220;: &#8222;There ist he glittering life of trains, cars, boats, studded by brilliant electric lights; of buildings taller than the forest trees, teeming with busy men, women and children all withing to get somewhere; of bazaars and markets which never shut, hotels and women of doubtful virtue, thieves murderers and Lord Sahibs in sprawling palaces veiled by succulent fruit trees\u2026&#8220;. Ein alter Veteran in Nepal formulierte es in einfacheren Worten: &#8222;I was a simple man. I knew nothing. But now I have travelled and met people and I can talk and think and understand better&#8220;. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Wikinger, die nach Byzanz zogen, oder die Schweizer, die aus ihren Alpent\u00e4lern aufbrachen, \u00e4hnlichen Tr\u00e4umen folgten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden gab es fast immer mehr als genug Freiwillige. Die Briten konnten sich deshalb eine strenge Auswahl erlauben. Das Maximalalter lag zwar bei 23 Jahren, dennoch wurden die meisten Rekruten mit 17 eingestellt. Dazu kam, dass es in Nepal viele chronische Krankheiten wie Tuberkulose oder Lepra gab, was zur Ausmusterung f\u00fchrte. F\u00fcr die Abgelehnten war dies eine furchtbare Entt\u00e4uschung. Manche waren \u00fcber Wochen gewandert, um Depot zu erreichen. Au\u00dferdem galt es als gro\u00dfe Schande zu Hause, nicht angenommen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"290\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/line-boys.jpg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1441\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/line-boys.jpg.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/line-boys.jpg-300x174.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">S\u00f6ldnerkinder: Line-boys<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die meisten Gurkhas holten ihre Frauen aus der Heimat nach. Da die Ehen in Nepal normalerweise bereits in jungen Jahren von den Familien arrangiert wurden, waren Heiraten mit Inderinnen die Ausnahme. So lange aber in Nepal die Polygamie erlaubt war, lie\u00dfen diejenigen, die sich zwei Frauen leisten konnten, die \u00e4ltere zu Hause und nahmen die j\u00fcngere mit. Die in den Garnisonen geborenen S\u00f6hne hie\u00dfen &#8222;line-boys&#8220; und wuchsen praktisch automatisch in den Soldatenberuf hinein. Allerdings wurden sie nicht so gerne genommen, da sie als verweichlicht galten. Sie hatten immer ausreichend zu essen bekommen und waren zur Schule gegangen; allein deshalb betrachtete man sie nicht mehr als echte Gurkhas. Oft mussten sie dennoch eingestellt werden, um ihre V\u00e4tern nicht zu beleidigen. Wenn es zu viele waren, lie\u00dfen sie die Rekrutierungsoffiziere dann vom Arzt ablehnen. Dadurch konnten V\u00e4ter ihr Gesicht wahren und der Ehrverlust hielt sich in Grenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von den letzten beiden Kriegen gegen Afghanistan, in denen auch Gurkhas zum Einsatz kamen, den Scharm\u00fctzeln an der Nordwestgrenze und der Jagd auf Banditen bot Indien nach dem Sepoy-Aufstand jedoch nicht viele Gelegenheiten f\u00fcr gro\u00dfe Heldentaten und Abenteuer. Im wesentlichen beschr\u00e4nkte sich das Leben in den Garnisonen auf Routinedienst, Patrouillen, Appelle und Paraden. So gesehen ist es verst\u00e4ndlich, dass der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor allem Freude und Erwartungen unter ihnen ausl\u00f6ste. Nat\u00fcrlich hatten sie absolut keine Vorstellung von dem, was auf sie zukommen sollte. Von Europa hatten nur die allerwenigsten eine geographische Vorstellung, und dort sollten sie, die ja aus einem absolutistischem K\u00f6nigreich kamen, f\u00fcr die Demokratie k\u00e4mpfen. Aber das war f\u00fcr sie nicht so wichtig; als professionelle Soldaten k\u00e4mpften sie in allererster Linie f\u00fcr die Ehre ihrer Bataillone und Regimenter.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nun eine ganze Reihe von Geschichten \u00fcber die Heldentaten, die sie unter anderem in Flandern vollbrachten. Obwohl kein Zweifel besteht, dass sie sich mit gewohnter Tapferkeit und Selbstaufopferung schlugen, ist sich die modernere Geschichtsschreibung (auch die britische) darin einig, dass der Einsatz der Gurkhas an der Westfront ein absolutes Desaster war. Wie das gesamte indische Korps wurden sie bei den schlecht geplanten britischen Angriffen verheizt, und es macht wenig Sinn diese erb\u00e4rmliche Geschichte durch eine Auflistung ihrer Heldentaten zu verkl\u00e4ren. Gleich bei ihrer Ankunft im Oktober 1914 musste man feststellen, dass sie f\u00fcr die gebauten Gr\u00e4ben zu klein waren. Sie vertrugen das Essen nicht, und die Briten mussten extra Reis aus Indien heranschaffen lassen. Auch der moderne Krieg mit Artillerie und Gas war ihnen v\u00f6llig fremd. Dementsprechend waren sie selbst v\u00f6llig unzureichend mit Maschinengewehren und Granatwerdern ausger\u00fcstet. Am schlimmsten war f\u00fcr sie aber das ungewohnte Klima, die feuchte K\u00e4lte Flanderns. Regen, K\u00e4lte und Schlamm setzten allen Truppen hart zu, aber unter den Gurkhas forderten sie besonders viele Opfer. Nach 13 Monaten hatte auch der Generalstab ein Einsehen und das indische Korps wurde von der Westfront abgezogen<\/p>\n\n\n\n<p>Erfolgreicher war ihr Einsatz gegen die T\u00fcrken in Mesopotamien. Hier kamen sie besser mit dem Klima zurecht und es kamen wesentlich weniger moderne Waffen zum Einsatz. Doch auch hier mussten sie schwere Verluste hinnehmen. Als bei Kut-el-Amara ein britisches Kontingent kapitulierte, kamen auch viele Gurkhas in Gefangenschaft, wo Tausende elend in den Lagern umkamen. Auch bei Landung auf Gallipoli wurden die Gurkhas an vorderster Front eingesetzt. Es soll ihnen als einzigen gelungen sein den T\u00fcrken einen H\u00fcgel (!) abzunehmen. Es n\u00fctzte nichts. Das ganze Unternehmen scheiterte an der schlechten Organisation und am Kompetenzgerangel zwischen Heer und Marine.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-burma.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1443\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-burma.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-burma-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gurkhas auf dem Vormarsch in Burma<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Zweiten Weltkrieg z\u00f6gerten die Briten dann lange, bevor sie auf das Menschenreservoir Indiens und Nepals zur\u00fcckgriffen. Das lag haupts\u00e4chlich daran, dass ein Erstarken der Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung bef\u00fcrchtete. Und so wurden die Angebote des K\u00f6nigs von Nepal erst einmal dankend abgelehnt, bis schlie\u00dflich 1940 10 neue Gurkha-Bataillone aufgestellt wurden. Sie dienten, wie es ein General ausdr\u00fcckte in &#8222;high wastage roles&#8220;, also als Kanonenfutter dort, wo sehr hohe Verluste zu erwarten waren. So k\u00e4mpften sie in Nordafrika, in Italien (Monte Cassino), Griechenland und nat\u00fcrlich in Burma, wo sie 1942 an dem katastrophaler R\u00fcckzug teilnehmen und dann bei der R\u00fcckeroberung einige ihrer ber\u00fchmtesten Schlachten (Kohima und Imphal) schlugen. Ohne den heldenhaften Einsatz der Gurkhas h\u00e4tten die Japaner m\u00f6glicherweise sogar Indien \u00fcberrannt, und so hatten sie wieder einmal das Kronjuwel der britischen Kolonien gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch der Krieg gegen Japan sollte das Schicksal der Gurkhas grundlegend ver\u00e4ndern. Bei der Kapitulation Singapurs waren ungef\u00e4hr 45.000 Inder und Gurkhas in Gefangenschaft gekommen. Unter diesen Gefangenen begannen die Japaner recht bald mit Werbungen f\u00fcr die Indischen Nationalarmee (INA.) unter Chandra Bose. Etwa 20.000 Inder wechselten die Fronten. Auch die Gurkhas waren harten Repressalien ausgesetzt, um sie f\u00fcr die &#8222;asiatische&#8220;, d.h. japanische Sache zu gewinnen. Allerdings blieben alle Schikanen und Versprechungen ohne Erfolg. Nur ein einziger Gurkha soll in die INA. eingetreten sein &#8211; ein Line-Boy wie betont wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Milit\u00e4r wird Treue zumindest manchmal belohnt, Verrat dagegen unerbittlich bestraft. Nun konnten die Briten aber nicht mehr &#8211; Kitchener hatte da beim Sepoy-Aufstand noch keine Probleme &#8211; tausende Deserteure hinrichten lassen. Zudem wurden diese jetzt von den Massen als Volkshelden gefeiert; die Gurkhas standen dagegen pl\u00f6tzlich als Kollaborateure da. Also beschr\u00e4nkte sich die Anklage auf drei der 3 Anf\u00fchrer &#8211; einen Hindu, einen Moslem und einen Sikh. Doch dann setzte sich Nehru f\u00fcr die Angeklagten ein und es kam zu Massendemonstrationen. Letzten Endes wurden sie deshalb nur aus der Armee ausgeschlossen, was ihre Popularit\u00e4t nur noch steigerte. Einer wurde sp\u00e4ter sogar Minister. Das Empire war nicht mehr, was es einmal gewesen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sich die Demonstrationen jedoch weiter ausweiteten und es auch zunehmend zu gewaltt\u00e4tigen Angriffen auf Briten kam, beschlossen diese recht schnell das Land zu r\u00e4umen. Nachdem bereits Anfang 1946 klar war, dass die Briten Indien verlassen w\u00fcrden, gingen die Angriffe auf diese zwar schnell zur\u00fcck, daf\u00fcr fielen jetzt die verschiedenen Religionsgruppen \u00fcbereinander her. Es kam zu ersten Massakern, durch die dann sofort die Vergeltung der anderen Partei provoziert wurde. Die Unabh\u00e4ngigkeit Indiens im August 1947 und die geplante Teilung des Landes steigerte die Gemetzel nur weiter. Denn nun wollte jede Gruppen Tatsachen schaffen. Ganze Z\u00fcge mit Fl\u00fcchtlingen wurden massakriert, Frauen und Kinder in St\u00fccke gehackt. Bei diesen &#8222;Unruhen&#8220; sollen in einem Jahr mehr Menschen als in allen britischen Schlachten des Zweiten Weltkrieges umgekommen sein. Polizei und Armee sahen dabei meist tatenlos zu, wenn die Angeh\u00f6rigen ihrer Volkgruppe sich an der anderen vergriffen. Nur die Gurkhas bew\u00e4hrten sich in dieser Zeit als Polizeitruppe. Allerdings waren sie viel zu wenige.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem Chaos blieb lange unklar, was eigentlich aus den Gurkhas werden sollte. Das hatte auch gro\u00dfe Auswirkungen auf die Gurkhas selbst. Sie hatten hart gegen die Japaner um Indien gek\u00e4mpft und dabei gro\u00dfe Opfer gebracht. Nun f\u00fchlten sie sich verraten und von den Briten im Stich gelassen. Sie hatten den Eindruck, dass diese wie Ratten das sinkende Schiff verlie\u00dfen. Sie dagegen hatten dem Empire seit Generationen treu gedient und wurden jetzt einfach dem Chaos \u00fcberlassen. Ihr Bild der wei\u00dfen \u00dcbermenschen bekam schwere Risse. Schlie\u00dflich einigte sich Gro\u00dfbritannien mit Indien. Von den 27 Bataillonen sollten 8 in britischen Diensten bleiben; den Rest wollte Indien \u00fcbernehmen. Die Mehrheit der Gurkhas bevorzugte den Dienst in Indien, da ihnen dort die Lebensverh\u00e4ltnisse vertraut waren. Am Ende wurden die Einheiten aber willk\u00fcrlich verteilt; lediglich die Offiziere konnten w\u00e4hlen, wo sie dienen wollten. Gro\u00dfbritannien und Indien vereinbarten auch, nie Gurkhas gegeneinander einzusetzen, wozu es bislang nicht gekommen ist. Sie hatten aber auch festgelegt, die Gurkhas nie gegen andere Hindus oder Zivilisten einzusetzen &#8211; beide L\u00e4nder haben diese Vereinbarung inzwischen gebrochen.<\/p>\n\n\n\n<p>In indischen Diensten k\u00e4mpften die Gurkhas in den Kriegen gegen Pakistan, bei der Invasion von Hyderabad, in Kaschmir gegen die Chinesen und bei mehreren UN-Missionen, wovon die bekannteste sicher ihr Einsatz gegen die wei\u00dfen S\u00f6ldner im Kongo 1961 war. Die Briten verlegten ihre Gurkhas Anfang 1948 nach Malaysia, wo chinesische Kommunisten einen Guerillakrieg f\u00fchrten. Die Operationen im Dschungel waren \u00e4u\u00dferst schwierig und langwierig. Tausende Stunden Patrouille waren notwendig um einen Gegner zu sehen, und noch viel mehr um einen zu t\u00f6ten. Dennoch machten die Gurkhas ihre Arbeit gut und trugen wesentlich dazu bei, den Revolutionsversuch niederzuschlagen. Dennoch hatten sie wenig davon. Denn das Land war nur wenige Jahre beruhigt, als Malaysia 1963 unabh\u00e4ngig wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"502\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkha-sarawak.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1445\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkha-sarawak.jpg 400w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkha-sarawak-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gurkhas in Sarawak<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Unabh\u00e4ngigkeit von Malaysia begann der Streit um Sarawak (Nordborneo), das als ehemalige britische Kolonie Teil von Malaysia werden sollte aber gleichzeitig von Indonesien beansprucht wurde. Drei Jahre verteidigten Gurkhas und britische SAS die Grenzen in einem m\u00fchsamen Dschungelkrieg gegen die Einf\u00e4lle indonesischer Truppen, nur um dann auch Malaysia r\u00e4umen zu m\u00fcssen. In dieser Zeit retteten sie auch in einer Blitzaktion den Thron des Sultans von Brunei (einer kleinen Enkklave von Sarawak), der von ein paar Revolution\u00e4ren bedroht worden war. Dieser eigentlich \u00e4u\u00dferst unbedeutender Einsatz hatte zumindest f\u00fcr die Gurkhas weitreichende Folgen. Brunei ist einer dieser Staaten, die ihre Existenz allein einer gigantischen \u00d6llagerst\u00e4tte unter ihrem winzigen Territorium verdanken. An Geld fehlt es also nicht, und so bezahlt der Sultan bis heute die Stationierungskosten f\u00fcr ein Bataillon Gurkhas, das sozusagen seine Palastgarde bildet. Es gilt auch als sicher, dass er mindestens dieses Bataillon in seine Dienste \u00fcbernehmen wird, falls sich die Briten einmal zur Aufl\u00f6sung ihre Gurkha-Einheiten entschlie\u00dfen sollten.<br><br>Nach dem Abschluss der Entkolonialisierung hatte aber auch Gro\u00dfbritannien nicht mehr viel Verwendung f\u00fcr die Gurkhas. Sie dienten haupts\u00e4chlich beim Polizeidienst in Hongkong und bei UN-Missionen. 1963 wurde deshalb ihre Reduzierung von 14.600 auf 10.000 beschlossen. Viele Offiziere verstanden nicht, warum aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden ausgerechnet die Gurkhas reduziert wurden, da sie mit die besten Einheiten stellten und mit Abstand die billigsten. Aber Regierungen m\u00fcssen eben auch an die nationalen Arbeitspl\u00e4tze beim Milit\u00e4r denken, und so gingen die Reduzierungen weiter. Ein Bataillon kam dann auch im Falklandkrieg zum Einsatz, allerdings hatte die Presse solche Horrorgeschichten \u00fcber die Grausamkeit der Gurkhas und ihre langen Messer verbreitet, dass sich die argentinischen Wehrpflichtigen lieber anderen Einheiten ergaben.<br><br>Heute dient der gr\u00f6\u00dfte Teil der Gurkhas in zahlreichen Infanterieeinheiten der Indischen Armee und nimmt mit diesen an UN-Missionen teil. Auch Gro\u00dfbritannien verwendet seine verbliebenen Gurkhas bei UN-Missionen und im Irak. Allerdings l\u00e4sst sich dabei ein v\u00f6llig neuer Trend beobachten. Die immer so gen\u00fcgsamen und treuen Diener werden pl\u00f6tzlich rebellisch; sie klagen vor Gerichten auf gleichen Sold und Pensionen wie ihre britischen Kameraden und auf die britische Staatsb\u00fcrgerschaft. Viele der alten S\u00f6ldner m\u00f6chten heute nach geleisteten Diensten einfach als normale Immigranten im gelobten Land bleiben.<br><br>Das bettelarme Nepal ist dagegen auf den Sold und die Pensionen dringend als Devisenquelle angewiesen und erlaubt deshalb auch diversen Sicherheitsfirmen die Rekrutierung. An Freiwilligen herrscht ein solcher \u00dcberschuss, dass alle fremden Werbeoffiziere in der Regel von potentiellen Rekruten bestochen werden. Unter diesen Umst\u00e4nden beteiligt sich inzwischen auch der nepalesische Staat &#8211; wie einst die deutschen F\u00fcrstent\u00fcmer &#8211; als &#8222;S\u00f6ldnerunternehmer&#8220; und vermietet gut ausgebildete Truppen und Polizeieinheiten f\u00fcr die lohnenden UN-Missionen und hat es dabei gemessen an seiner Bev\u00f6lkerungszahl inzwischen zum Hauptlieferanten gebracht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-wagner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1447\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-wagner.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/gurkhas-wagner-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Allerdings gibt es in Indien inzwischen Pl\u00e4ne, die Gurkhas in der Armee zu reduzieren, und auch die privaten PMCs bieten bei weitem nicht ausreichend Jobangebote f\u00fcr Nepals rasch wachsende Jugend. So \u00fcberrascht der Erfolg den Russland bei der Rekrutierung hatte eigentlich wenig. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, aber einige Sch\u00e4tzungen gehen von weit \u00fcber 10.000 Nepalis aus, die sich f\u00fcr Putins Krieg in der Ukraine rekrutieren lie\u00dfen. Angelockt von einem Sold von ca. 3.000 Dollar monatlich und einer m\u00f6glichen russischen Staatsb\u00fcrgerschaft, posieren viele martialisch auf Twitter, Tik Tok oder anderen Social Media, und versuchen dann ihren Vorfahren nachzueifern. In Kiev wurden inzwischen die ersten Gefangenen vorgef\u00fchrt, die ihre Entscheidung bitter bereuen.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Frank Westenfelder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Englands Fremdenlegion.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1436,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,104],"tags":[39,146,62],"class_list":["post-1434","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-volker","tag-england","tag-gurkha","tag-kolonien"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Gurkhas - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/die-gurkhas\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Gurkhas - 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