{"id":1330,"date":"2024-11-06T13:55:01","date_gmt":"2024-11-06T13:55:01","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=1330"},"modified":"2025-01-31T16:26:16","modified_gmt":"2025-01-31T16:26:16","slug":"operation-paperclip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/","title":{"rendered":"Operation Paperclip"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Jagd auf die Gehirne.<\/h5>\n\n\n\n<p>Als 1957 der russische Sputnik als erster Satellit die Erde umkreiste, tr\u00f6stete der amerikanische Komiker Bob Hope seine in ihrem Selbstbewu\u00dftsein tief ersch\u00fctterten Landsleute in einer Fernsehsendung mit dem Witz: &#8222;Das ist ganz einfach, ihre Deutschen sind eben besser als unsere Deutschen.&#8220; Wie in jeder guten Pointe, hatte Hope hier lediglich eine allgemein bekannte Tatsache \u00fcberspitzt formuliert. Richtiger w\u00e4re allerdings gewesen, wenn er gesagt h\u00e4tte: &#8222;Die Russen haben eben viel mehr Deutsche als wir.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"511\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/v2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1331\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/v2.jpg 400w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/v2-235x300.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Start einer V2<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Begonnen hatte es mehr als zw\u00f6lf Jahre zuvor. Bereits w\u00e4hrend der Entwicklung der amerikanischen Atombombe, war die deutsche Konkurrenz ins Visier des Geheimdienstes geraten. Das Auftauchen deutscher D\u00fcsenj\u00e4ger und Raketen verst\u00e4rkten dieses Interesse. Als die alliierten Armeen dann siegreich in Europa vorstie\u00dfen, folgten ihnen M\u00e4nner, die gezielt nach den Entwicklern der gef\u00fcrchteten deutschen Geheimwaffen fahndeten. Von den B\u00fcroklammern, mit denen die Karteikarten der wichtigsten Ingenieure gekennzeichnet waren, erhielt das Unternehmen seinen Namen: &#8222;Operation Paperclip&#8220;. Wirklich f\u00fcndig wurden die J\u00e4ger allerdings erst, nach dem deutschen Zusammenbruch. Am 2. Mai, f\u00fcnf Tage vor der Kapitulation, stellte sich Wernher von Braun mit den f\u00fchrenden Mitarbeitern des Raketenzentrums Peenem\u00fcnde den Amerikanern. Eine Tat, f\u00fcr die nicht wenige einfache Soldaten noch zur selben Zeit geh\u00e4ngt wurden. Andere folgten, und die Amerikaner kamen bald kaum noch damit nach, ihre Beute zu sichten. Zu den Atomphysikern, Raketenbauern, Flugzeugingenieuren, Elektronik- und Fernlenkspezialisten, kamen Uranvorr\u00e4te, Raketen, D\u00fcsenj\u00e4ger und tonnenweise Akten und Konstruktionszeichnungen. Bei der Auswertung und Teilung der Beute arbeiteten Amerikaner und Engl\u00e4nder eng zusammen. Schlechter sah es f\u00fcr den dritten im Bunde aus: Die Franzosen fanden ihre Besatzungszone bereits regelrecht ausgepl\u00fcndert vor, da die angels\u00e4chsischen Jagdkommandos bereits alles abger\u00e4umt hatten. Am schlimmsten traf es aber die Russen. Vor ihnen hatten sich nicht nur die meisten Wissenschaftler in Sicherheit gebracht, sondern die Amerikaner hatten auch die unterirdischen Raketenwerke in Th\u00fcringen gr\u00fcndlich ges\u00e4ubert, bevor sie diese an ihre Verb\u00fcndeten \u00fcbergeben hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald nachdem die Gefangenen gr\u00fcndlich vernommen worden waren, wurde deutlich, da\u00df man zumindest einige von ihnen f\u00fcr eine etwas dauerhaftere Zusammenarbeit ben\u00f6tigen w\u00fcrde. Die Amerikaner hatten die erste Wahl, wollten aber zun\u00e4chst nur hundert Wissenschaftler zeitlich befristet in ihre Dienste nehmen. Kurz darauf wurde die Zahl jedoch auf 350 erweitert. Samt ihren Raketen landeten die f\u00fchrenden K\u00f6pfe aus Peenem\u00fcnde nun in New-Mexiko, um dort unter strenger \u00dcberwachung ihre Arbeit fortzuf\u00fchren. Wegen der V-Waffen-Angriffe auf London, war an eine Verwendung deutscher Raketenbauer in England nicht zu denken. Deshalb beschr\u00e4nkte man sich dort auf einige Spezialisten f\u00fcr U-Boote und D\u00fcsenj\u00e4ger. Das waren relativ wenige. Vor allem wenn man bedenkt, da\u00df allein in Peenem\u00fcnde 5.000 Wissenschaftler und Techniker gearbeitet hatten; ganz zu schweigen von denen, die bei Focke-Wulf, Heinkel, Junkers oder Messerschmitt neue Triebwerke und Fernlenkraketen gebaut hatten. Zwar kamen nicht wenige bei der privaten amerikanischen Luftfahrtindustrie unter, dennoch blieben mehr als genug \u00fcbrig, denen das zerst\u00f6rte Deutschland nicht viel zu bieten hatte. Unter ihnen konnten nun auch die Zukurzgekommenen rekrutieren. Zuerst warben die Franzosen mit Forschungseinrichtungen im grenznahen Elsa\u00df und guten Vertr\u00e4gen in Paris. Mit Eugen S\u00e4nger und Rolf Engel, zwei Pionieren im Bereich der Raketentriebwerke, Wolfgang Pilz aus Peenem\u00fcnde und anderen konnten sie jetzt ebenfalls einige hochrangige Spezialisten verpflichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch die Russen bem\u00fchten sich eifrig um Mitarbeiter. Da sie jedoch die ersten Wissenschaftler, die in ihre H\u00e4nde gefallen waren, sofort in die Sowjetunion deportiert hatten, hatten sie damit anfangs nur geringen Erfolg. Doch dann \u00e4nderten sie ihre Taktik und warben mit gut bezahlten Stellen in Berlin, Leipzig und Dessau. Vielen der hungrigen, arbeitslosen Ingenieure war es gleich, f\u00fcr wen sie Flugzeuge oder Raketen konstruieren sollten, und die Forschungseinrichtungen lagen immerhin in Deutschland. Im Herbst 1946 arbeiteten gut 5.000 von ihnen in der sowjetischen Besatzungszone. Am 22. Oktober schlugen die Russen zu. Im Morgengrauen wurden die Wohnungen umstellt und alle zum Dienst in der Sowjetunion &#8222;eingezogen&#8220;. Zusammen mit Frauen und Kindern wurden \u00fcber 15.000 Menschen, nach Russland transportiert, wo sie n\u00f6rdlich von Moskau ganze Siedlungen bev\u00f6lkerten. Es war der gr\u00f6\u00dfte Fang der Siegerm\u00e4chte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"388\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/mig15.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1340\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/mig15.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/mig15-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mig 15<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Abgesehen von dieser Zwangsma\u00dfnahme unterschied sich der &#8222;Dienst&#8220; in Russland von dem in Amerika im Wesentlichen in zwei Dingen: Die Russen beauftragten die Deportierten nie mit ganzen Projekten, sondern immer nur mit Detailfragen. Sie versuchten die Gehirne m\u00f6glichst schnell und effektiv auszupressen, um sie anschlie\u00dfend wieder los zu werden. Das war sicher eine Behinderung, die aber durch die gro\u00dfe Zahl mehr als wett gemacht wurde. W\u00e4hrend in Amerika die kleine auserw\u00e4hlte Schar auf viele ihrer vertrauten Mitarbeiter verzichten mu\u00dfte, hatten die Russen ganze Forschungseinrichtungen verpflanzt, von den f\u00fchrenden K\u00f6pfen bis zu den einfachen Technikern. Ende 1947 starteten die ersten Raketen in Kasachstan, und als im Koreakrieg der amerikanische J\u00e4ger F84 auf die russische Mig15 traf, sahen sich beide zum Verwechseln \u00e4hnlich. Doch die Deutschen erfuhren nur wenig von den Ergebnissen ihrer Arbeit. Sie sollten nur immer neue Probleme l\u00f6sen, wof\u00fcr ihnen dann die baldige Heimkehr versprochen wurde. Lange wurde nichts daraus. Erst 1953 wurde dem Gro\u00dfteil die R\u00fcckreise gestattet; zwei Jahre sp\u00e4ter folgten dann die letzten. Zur Zeit des Sputnikstarts war ihre Arbeit also l\u00e4ngst beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Es blieb jedoch nicht beim Dienst f\u00fcr die Siegerm\u00e4chte. Das Reservoir an Wissenschaftler war gro\u00df genug, um auch andere zu versorgen, die an der neuen Technik teilhaben wollten und bezahlen konnten. Willy Messerschmitt ging mit einigen Mitarbeitern nach Spanien und entwickelte dort f\u00fcr Franco einen D\u00fcsenj\u00e4ger. Der Chefingenieur von Focke-Wulf, Kurt Tank, kam mit einem Koffer voller Blaupausen nach Argentinien und zog andere aus seinem alten Team nach. Die Alliierten hatten zwar eine Auswanderungssperre f\u00fcr S\u00fcdamerika verh\u00e4ngt. Da sie sich aber selbst am wenigsten an ihre Vorschriften hielten, war es nicht besonders schwierig, diese zu umgehen. Manche kamen wie Tank \u00fcber D\u00e4nemark andere entlang der alten Rattenlinie der CIC \u00fcber Italien. Beim Transport halfen bestochene Amerikaner, und Mitarbeiter des Roten Kreuzes besorgten P\u00e4sse f\u00fcr Displaced Persons.<\/p>\n\n\n\n<p>Argentiniens Diktator Juan P\u00e9ron hatte bereits im Krieg eng mit den Nazis zusammengearbeitet und ihnen nur gezwungenerma\u00dfen formal den Krieg erkl\u00e4rt. Die N\u00fcrnberger Prozesse hielt er f\u00fcr eine &#8222;Entehrung der Soldatenehre&#8220;. So erstaunt es nicht, dass Argentinien bald zu einem sicheren Refugium f\u00fcr Nazis aller Couleur wurde. Neben so bekannten Namen wie Adolf Eichmann, Josef Mengele und Erich Priebke fanden sich auch zahlreiche italienische Faschisten, belgische Rexisten und kroatische Ustascha-Leute ein. Der von Hitler hoch dekorierte Stukapilot Hans-Ulrich Rudel \u2013 ein guter Freund von Mengele &#8211; Piloten und Techniker f\u00fcr den Aufbau der argentinischen Luftwaffe und verdiente nebenbei gut als Waffenh\u00e4ndler. Der ehemalige Fliegergeneral Adolf Galland arbeitete als Berater im Luftfahrtministerium. Unter ihm sollen ca. 70 deutsche Fliegeroffiziere t\u00e4tig gewesen sein. Der Andrang war so gro\u00df, dass die Piloten bald als Wartungspersonal verwendet oder an zivile Projekte verwiesen wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"540\" height=\"425\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/tank-peron.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1337\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/tank-peron.jpg 540w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/tank-peron-300x236.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Per\u00f3n gratuliert Kurt Tank zum Pulqui<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das wichtigste Projekt war aber der Bau des ersten D\u00fcsenj\u00e4ger S\u00fcdamerikas, des &#8222;Pulqui&#8220; (Araukanisch Blitz oder Pfeil), der unter Tanks Leitung entstand. Wesentlich an der Entwicklung beteiligt war auch der franz\u00f6sische Ingenieur und Flugzeugdesigner Emile Dewoitine, den seine Landsleute wegen Kollaboration vor Gericht stellen wollten. Auf der Suche nach erfahrenen Flugzeugtechnikern hatte der argentinische Oberst Hennekens sogar in England eine Gruppe polnischer Ingenieure rekrutiert. Die hatten dort im Exil in der Luftfahrtindustrie gearbeitet und wollten nun nicht mehr in ihre kommunistische Heimat zur\u00fcck. Also gingen sie nach Argentinien und arbeiten hier gemeinsam mit ihren ehemaligen Gegnern. Der erste Prototyp des Pulqui startete im August 1947 und galt durchaus als genau so gut wie die sowjetischen oder amerikanischen Modelle dieser Zeit. Bald musste das Projekt jedoch wegen zu hoher Entwicklungskosten aufgegeben werden. Nach Per\u00f3ns Sturz kehrte Tank nach Deutschland zur\u00fcck und versuchte die Bundesregierung f\u00fcr seine Projekte zu gewinnen. Da man aber in seinem Vaterland keine Verwendung f\u00fcr ihn hatte, ging er nach Indien und baute dort den J\u00e4ger &#8222;Hindustan HF24&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich war auch \u00c4gypten, der andere Sammelpunkt alter Nationalsozialisten wieder mit von der Partie. Zu den Veteranen des Afrikakorps und der SS gesellten sich bald einige Ingenieure. Doch diese bunt gemischte Gemeinde war in vielen milit\u00e4rischen Bereichen t\u00e4tig, oder widmete sich irgendwelchen dunklen Gesch\u00e4ften. Erst als 1951 General Wilhelm Fahrmbacher, ein Artillerieexperte der Wehrmacht, mit 67 Beratern nach \u00c4gypten kam, konzentrierte man die Anstrengungen auf den Bau von Flugzeugen und taktischen Raketen. Bald begannen jedoch die Gro\u00dfm\u00e4chte, \u00c4gypten freiz\u00fcgig mit Waffen zu beliefern, und es erschien wesentlich einfacher, Flugzeuge und Raketen zu kaufen, als sie im eigenen Land zu entwickeln. Die Projekte wurden eingestellt, und die Deutschen kehrten in ihre Heimat zur\u00fcck. W\u00e4hrend der Suezkrise wurde Nasser dann aber von seinen Lieferanten im Stich gelassen und musste seine unter Ersatzteilmangel leidende Luftwaffe ins Ausland in Sicherheit bringen. \u00c4gypten ging zwar gest\u00e4rkt aus der Suezkrise hervor, aber Nasser hatte gelernt, was es bedeutete, von der Gunst der Gro\u00dfm\u00e4chte abh\u00e4ngig zu sein. Er war fest entschlossen, nun in \u00c4gypten eigene Waffen herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Kontakte vermittelte Alois Brunner. Brunner hatte als SS-Sturmbannf\u00fchrer f\u00fcr Eichmann, der ihn f\u00fcr einen seiner &#8222;besten M\u00e4nner&#8220; gehalten hatte, die Judendeportation aus dem Reich organisiert. Danach hatte er kurz f\u00fcr die CIA gearbeitet und dann die Org (Organisation Gehlen) in Damaskus vertreten, bevor er sich animiert von Gehlen \u2013 nat\u00fcrlich auf Dr\u00e4ngen der Amerikaner, die dezent im Hintergrund bleiben wollten \u2013 dem Aufbau eines \u00e4gyptischen Sicherheitsdienstes widmete. Im Gegensatz zu vielen seiner deutschen Kollegen, die nach einiger Zeit heimgekehrt waren, zog es Brunner vor in \u00c4gypten zu bleiben, da er inzwischen als Kriegsverbrecher gesucht wurde. Er beschaffte der \u00e4gyptischen Regierung die begehrtesten deutschen S\u00f6ldner dieser Zeit: die Flugzeug- und Raketenbauer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"425\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/raketentechniker.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1335\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/raketentechniker.jpg 450w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/raketentechniker-300x283.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">deutsche Raketentechniker in \u00c4gypten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Zeit war g\u00fcnstig. Schon vor einigen Jahren hatten die Russen ihre deutschen Wissenschaftler entlassen; etwas sp\u00e4ter folgten die Franzosen. In der Heimat konnten diese einst international gesuchten Spitzenkr\u00e4fte nun froh sein, wenn sie Kabinenroller oder N\u00e4hmaschinen bauen durften. Es waren banale, unheroische T\u00e4tigkeiten, die zudem auch noch recht mittelm\u00e4\u00dfig entlohnt wurden. Ein typisches Beispiel war der \u00f6sterreichische ehemalige SS-Standartenf\u00fchrer Ferdinand Brandner. Er war ein Technikfanatiker und einer der f\u00fchrenden Konstrukteure f\u00fcr D\u00fcsentriebwerke bei Junkers gewesen. Nach dem Krieg hatten ihn die Russen aus einem Gefangenenlager im Ural geholt und ihm die Leitung von 800 deportierten Technikern \u00fcbertragen, um eines der st\u00e4rksten Triebwerke zu entwickeln. Als Brandner endlich 1954 aus Ru\u00dfland zur\u00fcckkehrte, fiel es ihm schwer, wieder Fu\u00df zu fassen. Eine erste Stelle mu\u00dfte er verlassen, als das Werk verkauft wurde, und in einer anderen wurde er von ehemaligen Deportierten als Kameradenschinder angegriffen, bis er seinen Hut nahm. Er, der im Dritten Reich und in der Sowjetunion unter schwierigsten Bedingungen gro\u00dfartiges geleistet hatte, war nun nicht nur kaltgestellt, sondern auch in finanziellen Schwierigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich wurde der Kontakt zwischen ihm und der \u00e4gyptischen Regierung \u00fcber Brunner und die alten SS-Verbindungen hergestellt. vielleicht reagierte Brandner aber auch auf eine der Anzeigen, die damals f\u00fcr &#8222;Flugzeugwerke in Nordafrika Fachkr\u00e4fte jeder Art&#8220; suchten. Jedenfalls z\u00f6gerte er nicht lange und unterschrieb einen F\u00fcnfjahresvertrag. Jetzt konnte er nicht nur wieder seiner alten Leidenschaft nachgehen, sondern erhielt auch als Leiter der \u00e4gyptischen Flugzeugproduktion ein f\u00fcrstliches Monatsgehalt von 10.000 Schweizer Franken. Brandner folgten andere deutsche und \u00f6sterreichische Spezialisten, darunter Willy Messerschmitt, der zwar inzwischen in Deutschland ein eigenes Unternehmen besa\u00df aber auf die lukrativen Exportauftr\u00e4ge nicht verzichten wollte. Unter Brandners und Messerschmitts Leitung arbeiteten bald rund 200 deutsche Ingenieure und einige tausend \u00c4gypter an einem neuen Flugzeug. Schlie\u00dflich traf sogar Kurt Tank aus Indien ein, und man kombinierte f\u00fcr erste Testfl\u00fcge den indischen J\u00e4ger Hindustan mit dem \u00e4gyptischen Triebwerk. Man k\u00f6nnte hier deshalb auch von einer fr\u00fchen Verbindung der &#8222;Blockfreien&#8220; sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Raketenproduktion hatten sich mit S\u00e4nger, Engel und Pilz vor allem die Veteranen aus franz\u00f6sischen Diensten zusammengefunden. Auch sie zogen alte Bekannte nach sich, zum Teil aber auch ihre Assistenten von deutschen Universit\u00e4ten. Es lebte sich gut in \u00c4gypten. Viele hatten ihre Familien mitgebracht und leisteten sich die neuesten Modelle von Mercedes und Opel. Die Geh\u00e4lter waren hervorragend, und die fremden Fachleute bev\u00f6lkerten die alten britischen Kolonialclubs und deutschen Bierkneipen. Das Horst-Wessel-Lied wurde jetzt nicht mehr gesungen &#8211; zumindest nicht in Anwesenheit unerw\u00fcnschter Zeugen -; man beschr\u00e4nkte sich bei der Brauchtumspflege auf Karnevalsfeiern in Hilton-Hotel. Die meisten waren wegen des Geldes gekommen oder um endlich an gro\u00dfen Projekten mitarbeiten zu k\u00f6nnen. Einige waren jedoch der \u00dcberzeugung, in Nassers Diensten den &#8222;Kampf gegen das Weltjudentum&#8220; fortsetzen zu k\u00f6nnen. Ein Heimkehrer meinte, dass gerade die Gruppe um Brandner am &#8222;tiefsten in der Vergangenheit&#8220; stecken w\u00fcrde. F\u00fcr eine angemessene medizinische Betreuung der Gruppe sorgte der ehemalige KZ-Arzt Dr. Hanns Eichele, der sich ebenfalls im sicheren Kairo niedergelassen hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"296\" height=\"495\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/elkahir.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1342\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/elkahir.jpg 296w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/elkahir-179x300.jpg 179w\" sizes=\"auto, (max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">El-Kahir<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Trotz einiger interner Intrigen und Machtk\u00e4mpfe entwickelte die Gruppe innerhalb eines Jahres f\u00fcr Nasser zwei taktische Raketen, von denen die gr\u00f6\u00dfere, &#8222;El-Kahir&#8220; (Der Eroberer), 560 Kilometer Reichweite hatte. Anl\u00e4sslich der j\u00e4hrlichen Revolutionsfeiern im Juli 1962 konnte Nasser der Weltpresse seine neuen Waffen vorf\u00fchren und gro\u00dfspurig verk\u00fcnden, dass diese bis s\u00fcdlich von Beirut reichen w\u00fcrden; dort lag Israel, wie jeder wusste. Diese Nachrichten l\u00f6sten \u00fcberall Emp\u00f6rung und wilde Spekulationen aus. Zeitungen berichteten, dass alte Naziwissenschaftler f\u00fcr Nasser Raketen, Giftgas, Atombomben, Todesstrahlen und vieles andere mehr entwickeln w\u00fcrden. Dass in Kairo ein ehemaliger KZ-Arzt praktizierte, der auch viele der deutschen Wissenschaftler und deren Familien behandelte, sorgte f\u00fcr weitere Ger\u00fcchte von finsteren Naziverschw\u00f6rungen. Wesentlich besser informiert war der israelische Geheimdienst, durch seinen Spitzenagenten Johann Wolfgang Lotz, der getarnt als ehemaliger Offizier des Afrikakorps bei Kairo ein Gest\u00fct betrieb. Unterst\u00fctzt von seiner blonden deutschen Frau Waltraudt repr\u00e4sentierte Lotz, der erst als Zw\u00f6lfj\u00e4hriger mit seiner j\u00fcdischen Mutter nach Israel emigriert war, genau den Typus des Deutschen, dem in \u00c4gypten alle T\u00fcren ge\u00f6ffnet wurden. Er erfreute sich der Gunst hoher \u00e4gyptischer Offiziere, befreundete sich mit deutschen Technikern und erfuhr auf diese Weise vieles \u00fcber den Stand und die Schwierigkeiten des Raketenprogramms.<\/p>\n\n\n\n<p>Israel f\u00fchlte sich so stark bedroht, dass es mit einem heimlichen Krieg gegen die Berater begann. 1962 explodierten Bomben in deutschen Niederlassungen \u00e4gyptischer Im- und Exportfirmen und forderten mehrere Tote. Bei L\u00f6rrach lieferte sich ein Wissenschaftler ein Feuergefecht mit einem Killerkommando. Pilz erhielt in Kairo eine Briefbombe, die seine Sekret\u00e4rin schwer verletzte. Brunner hatte weniger Gl\u00fcck; er wurde beim \u00d6ffnen eines Briefes fast get\u00f6tet und verlor mehrere Finger. Nach seiner Genesung hielt er es f\u00fcr besser, sich nach Syrien zur\u00fcckzuziehen. Doch die meisten Wissenschaftler lie\u00dfen sich von den Attentaten nicht beeindrucken. Sie trugen jetzt Waffen und wurden st\u00e4ndig von \u00e4gyptischen Leibw\u00e4chtern begleitet. Aber das Problem wurde schlie\u00dflich nicht mit Gewalt, sondern auf diplomatischer Ebene geregelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutsche Regierung hatte die Aktivit\u00e4ten der Wissenschaftler lange stillschweigend geduldet, denn davon hingen einige lukrative Exportauftr\u00e4ge ab. Mit der Zeit wurde der politische Druck, vor allem aus Israel, immer st\u00e4rker. Die Wissenschaftler selbst verharmlosten ihre Arbeit als reine Forschung. &#8222;Wir haben mit diesen milit\u00e4rischen Dingen nicht das geringste zu tun&#8220;, sagte Pilz. Auf die Angriffe der Presse reagierten sie mit Unverst\u00e4ndnis. So wunderte sich einer der f\u00fchrenden Mitarbeiter des Raketenprogramms, &#8222;dass wir nun Verbrecher sein sollten, weil wir in \u00c4gypten weiterarbeiteten und die \u00c4gypter gerade Krach hatten mit den Israelis&#8220;. Doch diese Statements n\u00fctzten nichts. Die Bundesregierung drohte mit Pa\u00dfentzug und der Streichung von Stellen, die einige der Wissenschaftler an deutschen Forschungsinstituten noch bekleideten. Das brachte die meisten zur\u00fcck in die Heimat. Einige Unentwegte w\u00e4ren sicher trotzdem geblieben, aber sie konnten nicht mehr, wie einst noch die B\u00fcchsenmeister, ihre schrecklichen Waffen im Alleingang produzieren. Da \u00c4gypten \u00fcber keine feinmechanische Industrie verf\u00fcgte, mu\u00dften zahlreiche Kleinteile aus Deutschland importiert werden. Unter anderem waren Messerschmitt, Kugelfischer und Siemens mit im Gesch\u00e4ft. Nachdem sich die Bundesregierung dazu aufgerafft hatte, die Exporte dieser Firmen etwas genauer zu kontrollieren, war die Zeit der deutschen Spezialisten am Nil vorbei. Sehr zum Leidwesen der Amerikaner wurden sie nun dort von den Russen ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"445\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/wernher-von-braun.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1332\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/wernher-von-braun.jpg 350w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/wernher-von-braun-236x300.jpg 236w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wernher von Braun<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Obwohl in keinem Buch zur S\u00f6ldnergeschichte von Wissenschaftlern die Rede ist, muss man sie dennoch dazu rechnen. In gewisser Weise repr\u00e4sentieren sie sogar den einzig effektiven S\u00f6ldnertypus, den Europa im 20. Jahrhundert noch auf dem internationalen Markt anzubieten hat. Am Beispiel der deutschen Raketenkonstrukteure in \u00c4gypten wird dies sicher am deutlichsten. Werner von Braun, der schon dem &#8222;F\u00fchrer&#8220; treu und ohne allzu viele Fragen zu stellen gedient hatte und der dann f\u00fcr die Amerikaner eine Art Nationalheld wurde, \u00e4u\u00dferte sich abf\u00e4llig \u00fcber die &#8222;bedauerliche Geisteshaltung&#8220; seiner Kollegen im \u00e4gyptischen Sold. Doch er hatte vielleicht einfach nur mehr Gl\u00fcck gehabt. Zu seinen eigenen Motiven sagte er dagegen einmal: &#8222;Mein Land hat zwei Weltkriege verloren. Das n\u00e4chste Mal m\u00f6chte ich auf der Seite der Sieger stehen.&#8220; Auf viele deutsche Wissenschaftler, egal ob sie in Ru\u00dfland, \u00c4gypten oder Amerika weiterarbeiteten, trifft die Aussage des B\u00fcchsenmeisters J\u00f6rg von N\u00fcrnberg \u00fcber seinen neuen Herrn den Sultan zu: &#8222;vnd da er erh\u00f6rt dz ich ein b\u00fcchsenmaister was liess er mich leben vn macht mir guten solt.&#8220;<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jagd auf die Gehirne.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1333,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[132,8],"tags":[52,124],"class_list":["post-1330","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-20-jahrhundert","category-artikel","tag-technik","tag-veteranen"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Operation Paperclip - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Operation Paperclip - Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Jagd auf die Gehirne.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-11-06T13:55:01+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-01-31T16:26:16+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/braun-ft.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\"},\"headline\":\"Operation Paperclip\",\"datePublished\":\"2024-11-06T13:55:01+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-31T16:26:16+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/\"},\"wordCount\":2948,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/braun-ft.jpg\",\"keywords\":[\"Technik\",\"Veteranen\"],\"articleSection\":[\"20. Jahrhundert\",\"Artikel\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/\",\"name\":\"Operation Paperclip - Kriegsreisende\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/braun-ft.jpg\",\"datePublished\":\"2024-11-06T13:55:01+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-31T16:26:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/braun-ft.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/braun-ft.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Wernher von Braun\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/operation-paperclip\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Operation Paperclip\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"description\":\"Die Geschichte der S\u00f6ldner\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"width\":114,\"height\":115,\"caption\":\"Kriegsreisende\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/profile.php\\\/?id=100078852462894\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/Xeno78576728\",\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.blogspot.com\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/author\\\/admin\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Operation Paperclip - Kriegsreisende","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Operation Paperclip - Kriegsreisende","og_description":"Die Jagd auf die Gehirne.","og_url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/","og_site_name":"Kriegsreisende","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","article_published_time":"2024-11-06T13:55:01+00:00","article_modified_time":"2025-01-31T16:26:16+00:00","og_image":[{"width":200,"height":200,"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/braun-ft.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@Xeno78576728","twitter_site":"@Xeno78576728","twitter_misc":{"Geschrieben von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8"},"headline":"Operation Paperclip","datePublished":"2024-11-06T13:55:01+00:00","dateModified":"2025-01-31T16:26:16+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/"},"wordCount":2948,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/braun-ft.jpg","keywords":["Technik","Veteranen"],"articleSection":["20. Jahrhundert","Artikel"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/","name":"Operation Paperclip - Kriegsreisende","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/braun-ft.jpg","datePublished":"2024-11-06T13:55:01+00:00","dateModified":"2025-01-31T16:26:16+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#primaryimage","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/braun-ft.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/braun-ft.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Wernher von Braun"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/operation-paperclip\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Operation Paperclip"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","name":"Kriegsreisende","description":"Die Geschichte der S\u00f6ldner","publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization","name":"Kriegsreisende","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","width":114,"height":115,"caption":"Kriegsreisende"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","https:\/\/x.com\/Xeno78576728","https:\/\/kriegsreisende.blogspot.com\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["http:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte"],"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/author\/admin\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1330"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3337,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1330\/revisions\/3337"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}