{"id":1275,"date":"2024-11-05T12:04:12","date_gmt":"2024-11-05T12:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=1275"},"modified":"2025-01-31T16:24:14","modified_gmt":"2025-01-31T16:24:14","slug":"ausenposten-in-surinam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/","title":{"rendered":"Au\u00dfenposten in Surinam"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Nachts sah ich Bacchanalien.<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der gro\u00dfen Zahl an Revolutionen und Freiheitskriegen fand der \u00fcberwiegende Teil der S\u00f6ldner im 19. Jahrhundert im Kolonialdienst Verwendung. Dass dabei fast jeder automatisch an die franz\u00f6sische Fremdenlegion denkt, hat mehr mit deren sp\u00e4terer Legendenbildung als mit den historischen Fakten zu tun. So enthielten die britischen Kolonialregimenter noch lange einen veritablen Ausl\u00e4nderanteil. Vor allem aber die Niederl\u00e4nder, die \u00fcber kein besonderes Rekrutierungsreservoir verf\u00fcgten, schickten nach wie vor so viele fremde S\u00f6ldner nach \u00dcbersee, dass man oft von einer &#8222;holl\u00e4ndischen Fremdenlegion&#8220; sprach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich kam es auch im 19. Jahrhundert zu schweren K\u00e4mpfen in den Kolonien. Es war die hohe Zeit des Imperialismus, in der die Kolonialm\u00e4chte riesige Gebiete, die sie vorher nur nominell oder gar nicht beherrscht hatten, ihrer Gewalt unterwarfen. Dennoch t\u00e4uschen die heroisierenden Memoiren einzelner Offiziere und Fremdenlegion\u00e4re dar\u00fcber hinweg, dass der durchschnittliche S\u00f6ldner nur sehr selten k\u00e4mpfte. Die allermeisten verbrachten ihre Dienstzeit in langweiligen Garnisonen und winzigen Au\u00dfenposten. Und wenn sie ihre Musketen \u00fcberhaupt einmal abfeuerten, so war es bei der Jagd. Der schlimmste Feind, dem sie sich dabei gegen\u00fcber sahen war die allgegenw\u00e4rtige Langweile, den sie bevorzugt mit dem \u00e4ltesten Freund aller Soldaten, dem Alkohol bek\u00e4mpften. Dazu kamen oft Tropen- und Geschlechtskrankheiten, gegen die Alkohol ebenfalls als eine Art Allheilmittel galt. Nach M\u00f6glichkeit wurde er sogar an Stelle des &#8222;ungesunden&#8220; Wassers getrunken. In der Kombination mit Krankheiten und schlechter Ern\u00e4hrung forderte der Alkohol sicher ein Vielfaches der Opfer wie milit\u00e4rische Aktionen. Ganz nebenbei war er auch die Hauptursache f\u00fcr disziplinarische Probleme und die oft gro\u00dfe Verschuldung der Soldaten, die dann manchmal wiederum zu Diebstahl, Unruhen, Raub und Mord f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"434\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-sklaven.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1278\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-sklaven.jpg 600w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-sklaven-300x217.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Verkauf von Sklaven in Surinam<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessiert man sich also nicht nur f\u00fcr Heldentaten, sondern f\u00fcr den banalen Alltag der S\u00f6ldner zwischen Suff und Langeweile, so muss man sich mit dem Leben in den kleinen, abgelegenen, von Gott und der Welt vergessenen Vorposten besch\u00e4ftigen. Sehr detaillierte Beschreibungen liefert hier August Kappler, der seine sechsj\u00e4hrige Dienstzeit als Gemeiner und schlie\u00dflich als Unteroffizier abseits der gro\u00dfen Eroberungen in Surinam verbrachte. Die Zeit der schmutzigen Sklavenjagden in den Mangroves\u00fcmpfen, von denen Stedman so eindringlich berichtet hat, war l\u00e4ngst vorbei. Die kriegerischen Maroons hatten sich mit der Kolonialverwaltung arrangiert und lebten wie die Indianerst\u00e4mme relativ autonom im Landesinneren. Dennoch beruhte die Wirtschaft der Kolonie immer noch auf den gro\u00dfen Zuckerplantagen, die von etwa 45.000 Sklaven bewirtschaftet wurden. Zu Sicherung der Ordnung dienten etwa 500 europ\u00e4ische S\u00f6ldner und einige Kompanien schwarzer Soldaten. Das gr\u00f6\u00dfte Problem dabei war jedoch kein neuer Sklavenaufstand, wie er von den Plantagenbesitzern immer wieder an die Wand gemalt wurde, sondern dass die Sklaven in die benachbarten franz\u00f6sischen oder britischen Kolonien flohen, wo die Sklaverei abgeschafft war. Aus diesem Grund wurden die meisten S\u00f6ldner in winzigen Milit\u00e4rposten zur \u00dcberwachung der Grenzen eingesetzt. Dabei fingen sie zwar kaum einmal einen entlaufenen Sklaven, sondern dienten wohl mehr der Abschreckung. Kappler musste jedenfalls weder Sklaven jagen noch gegen sie k\u00e4mpfen, sondern lediglich den \u00fcblichen Routinedienst ableisten, aber er war ein guter Beobachter und nutzte die Mu\u00dfe zu eingehenden Studien seiner Umgebung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wurde 1815 in Mannheim geboren und begann mit 14 Jahren eine Lehre als &#8222;Specereih\u00e4ndler&#8220;. Doch hinter der Ladentheke beim &#8222;Zimmt stossen und Pfeffer mahlen&#8220; ergriffen ihn bald Langeweile und Fernweh. Wie viele unruhige Geister dieser Zeit zog es ihn zuerst nach Griechenland, um sich dort am Freiheitskampf zu beteiligen. Doch ohne Pass, Geld und Beziehungen kam er nicht weit und musste &#8222;desswegen mit h\u00e4ngendem Kopfe wieder in die Heimath zur\u00fcckkehren&#8220;. Jetzt fiel sein Blick auf Ostindien; er wollte das Pfefferland suchen, dessen exotische Gew\u00fcrze er so oft in seinen H\u00e4nden gehalten hatte. Mit einem Pass und etwas Kleingeld machte er sich 1835 auf den Weg nach Holland, wo er sich in Amsterdam anwerben lie\u00df. Im Rekrutendepot von Harderwyk traf er auf eine bunte Gesellschaft aus belgischen und deutschen Deserteuren, holl\u00e4ndischen Zuchth\u00e4uslern und Strafversetzten aus anderen Regimentern. Unter den zahlreichen Deutschen traf er angebliche Grafen und Barone, bankrotte Kaufleute, verkrachte Offiziere, arbeitslose Schauspieler und sogar einen katholischen Priester. Die Rekruten mussten tags\u00fcber exerzieren, erhielten aber gutes Essen und brachten abends Handgeld und Sold in den Geneverkr\u00fcgen oder mit den Freudenm\u00e4dchen durch; von beiden gab es in der Garnisonsstadt mehr als genug.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"419\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-soldaten-1830.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1281\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-soldaten-1830.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-soldaten-1830-300x251.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Soldaten in Surinam um 1830<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach drei Monaten Ausbildung wurde wieder ein Transport nach Surinam zusammengestellt. Bereits auf dem Marsch nach Amsterdam kam es zu Pr\u00fcgeleien, da viele betrunken waren. Als sich die Abfahrt wegen einer Reparatur des Schiffes um zwei Wochen verz\u00f6gerte, nutzten die meisten Rekruten die Zeit zu weiteren Gelagen. Da der Sold inzwischen aufgebraucht war, verkauften viele ihre Kleider. Einer f\u00fchrte abends Schattenspiele auf, deren derbe und vulg\u00e4re Szenen von den versammelten Soldaten, Matrosen und Dirnen begeistert aufgenommen und dann noch \u00fcberboten wurden. Dazwischen verging kein Tag ohne schwerste Schl\u00e4gereien. Erst die Einschiffung beendete dieses Lotterleben. An der Seereise hatte sich in den vergangenen 300 Jahren nur wenig ge\u00e4ndert. Die Nahrung bestand immer noch aus Erbsen, Speck, Salzfleisch und Gr\u00fctze, die jeweils zehn Mann gemeinsam in einem h\u00f6lzernen K\u00fcbel empfingen. Von Kappler erf\u00e4hrt man jetzt aber auch etwas \u00fcber die kleinen Details, \u00fcber die Enge und den Gestank unter Deck, die heftigen Streitigkeiten bei der Verteilung des Specks oder dar\u00fcber, ob die Erbsen nun mit Essig gew\u00fcrzt werden sollten oder nicht, oder \u00fcber den J\u00fcngsten, der das Essen holen musste, und schon mal Pr\u00fcgel erhielt, wenn er bei Sturm zuviel davon versch\u00fcttete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Ankunft in Surinam schw\u00e4rmte Kappler vom indigoblauen Wasser, den Wohlger\u00fcchen der Bl\u00fcten, von Schmetterlingen und Flamingos. Der Gro\u00dfteil seiner Kameraden st\u00fcrzte sich dagegen sofort in das wilde Leben der kleinen Garnison Neu-Amsterdam. Alte schwarze Prostituierte verkauften sich f\u00fcr ein St\u00fcck K\u00e4se, und die gelangweilten S\u00f6ldner des Forts feierten mit den Neuank\u00f6mmlingen deren gl\u00fcckliche \u00dcberfahrt. In der einzigen Schenke floss der Rum bis zum Zapfenstreich in Str\u00f6men. &#8222;Die Besoffenen lagen unter Tischen und B\u00e4nken. An Ruhe und Stille war nicht zu denken; denn die ganze Nacht durch dauerten die Z\u00e4nkereien um die sch\u00f6nen Damen, welche aus allzugro\u00dfer Z\u00e4rtlichkeit Jedem angeh\u00f6ren wollten&#8220;. Kappler lie\u00df sich dadurch nicht weiter st\u00f6ren, sondern beobachtete fasziniert die n\u00e4chtlichen Feuerfliegen, und kostete am Morgen die erste Mango seines Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In allen Kolonialarmeen war der Alkoholismus das gr\u00f6\u00dfte Problem. In Algerien war es der Absinth, in Indochina der Tschum-Tschum, in Indonesien der Arrak und in Surinam der als Dram bekannte Rum. Kappler hielt gut die H\u00e4lfte seiner Kameraden f\u00fcr schwere Trinker. Wie der Tschum-Tschum in Indochina durch eine Congai erg\u00e4nzt wurde, so lebte der Gro\u00dfteil der S\u00f6ldner in Surinam mit schwarzen Konkubinen zusammen. Die Offiziere konnten sich dabei die H\u00fcbscheren leisten, w\u00e4hrend sich die Mannschaften an diejenigen halten mussten, die am untersten Rand der Gesellschaft lebten. Kappler schreibt: &#8222;eine surinamische Missin muss schon ziemlich abgen\u00fctzt seyn, wenn sie sich von den Abf\u00e4llen des d\u00fcrftigen Soldatentisches n\u00e4hren muss&#8220;. Um die zahlreichen Kinder aus diesen Verbindungen k\u00fcmmerte sich kaum jemand; sie wuchsen auf wie &#8222;die Lilien auf dem Felde&#8220;. Dennoch wird sich auch daran nicht viel ge\u00e4ndert haben. Falls einige dieser Kinder tats\u00e4chlich halbwegs lesen und schreiben lernten, fanden sie in der Verwaltung oder in einem der Kontore Anstellung. Wenn nicht, konnten sie immer noch in die Fu\u00dfstapfen ihrer V\u00e4ter treten und Soldat werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"362\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/huette-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1283\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/huette-1.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/huette-1-300x217.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das lockere Leben w\u00e4hrte nicht lange. Die S\u00f6ldner wurden auf die entlegenen Au\u00dfenposten versetzt, die in einer losen Kette entlang der Grenze die Sklaven an der Flucht hindern sollten. F\u00fcr Monate waren dort in der Wildnis ein bis zwei Dutzend S\u00f6ldner v\u00f6llig auf sich gestellt. Da sie sich meistens bei ihren Fourieren verschuldet hatten, mussten sie sich dort mit etwas Kleintierhaltung, Ackerbau und von der Jagd ern\u00e4hren, bis sie wieder Kredit hatten. Da jedoch einige der kommandierenden Sergeanten oder in der N\u00e4he lebende Eingeborene weiterhin den begehrten Dram lieferten, blieb manchen noch nicht einmal das Hemd auf dem Leib. Nach Kappler waren die Besatzungen nur dann nicht betrunken, wenn absolut nichts zu bekommen war. Alkohol scheint der einzige tr\u00f6stende Helfer gegen Langeweile und Einsamkeit in diesen gottverlassenen St\u00fctzpunkten gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz zu den meisten lebte Kappler in der Wildnis erst richtig auf. Er beobachtete seltene V\u00f6gel, Affen, Schlangen, Krokodile, fing Schmetterlinge oder begleitete die Eingeborenen bei der Jagd. Als er allein mit einem Schwarzen monatelang eine winzige Station im Dschungel besetzen musste, konnte er ganz ungest\u00f6rt seinem Forscherdrang fr\u00f6nen. Schuhe wurden dort in der Wildnis praktisch nie getragen; erstens waren sie unpraktisch uns zweitens teuer. Auch das Hemd zog sich Kappler nur \u00fcber, wenn er Besuch bekam oder einen anderen Posten aufsuchen musste. Mit seinem schwarzen Kameraden konnte er sich zwar fast nur pantomimisch verst\u00e4ndigen, aber er achtete ihn als hervorragenden J\u00e4ger. Sie ern\u00e4hrten sich weitgehend aus der Natur und wurden von keinerlei Dienstpflicht behelligt. Sp\u00e4ter schreibt Kappler: &#8222;Obwohl Soldat, war ich doch im Besitz einer uneingeschr\u00e4nkten Freiheit, nie jagte mich die Ladenglocke, die ich so oft verw\u00fcnscht, von meinem frugalen Mahle auf. Der Insektenfang und die Fischerei besch\u00e4ftigten mich den ganzen Tag. Die freie Luft und das kalte Wasser des Kreek erhielten mich gesund und munter, und jetzt noch, nach 15 Jahren, denke ich sehr gerne an jenes freie, sorgenlose Leben zur\u00fcck&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In manchen Posten waren Str\u00e4flinge inhaftiert, die unter Aufsicht Wege und Kasernen in Ordnung halten mussten, allerdings scheinen sie relativ gut behandelt worden zu sein. Mit einem von ihnen freundete sich Kappler an, da er seine Gesellschaft wesentlich interessanter fand als die seiner Kameraden. Bei ihm handelte es sich um einen gewissen Alexander Bariteaud, der als Kapit\u00e4n noch unter Napoleon gek\u00e4mpft hatte. Danach hatte er im Dienst von Argentinien ein Kaperschiff kommandiert gef\u00fchrt und damit vor Afrika einen brasilianischen Sklavenh\u00e4ndler gekapert. In der Karibik war er dann von den Niederl\u00e4ndern gefangen genommen worden, die ihn und seine Offiziere wegen Piraterie zu 20 Jahren Festungshaft verurteilten. Inzwischen hatte er sieben Jahre hinter sich, wurde allgemein gut behandelt, und verdiente sich in seiner freien Zeit etwas Geld mit N\u00e4hen und Strohflechten. Auch ein S\u00f6ldnerschicksal.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"540\" height=\"336\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-sold.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1286\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-sold.jpg 540w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-sold-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 540px) 100vw, 540px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Soldaten in Surinam um 1900<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kappler wechselte durch eine ganze Reihe kleinster und etwas gr\u00f6\u00dferer Au\u00dfenposten. Aber \u00fcberall war etwas anderes zu entdecken. Ob im Urwald, den Savannen oder am Meer immer gab es neue Tiere und Pflanzen. Anfang 1840 erhielt er dann als Vicecorporal das Kommando \u00fcber f\u00fcnf Mann, die an der M\u00fcndung des Grenzflusses zu Franz\u00f6sisch Guyana stationiert waren. Sein Vorgesetzter, ein Leutnant, befand sich auf einem nur geringf\u00fcgig gr\u00f6\u00dferen Posten eine gute Tagereise weiter landeinw\u00e4rts. Auch hier lief alles gem\u00e4chlich und wenn kein Dram in der N\u00e4he war, konnte Kappler seine Untergebenen sogar zu Ausbesserungsarbeiten an den verfallenen H\u00fctten bewegen. Mitten in dieser Ruhe strandete vor der K\u00fcste ein holl\u00e4ndisches Frachtschiff. Da das Schiff gut versichert war, \u00fcberlie\u00df es der Kapit\u00e4n Kappler, von der Ladung zu bergen, was er f\u00fcr n\u00f6tig hielt. Allerdings bestand die Fracht neben Manufakturwaren und Lebensmitteln aus 1.200 Kisten Genever. Kappler nahm nun seinen Mannen das Versprechen ab, sich w\u00e4hrend der Bergung nicht zu betrinken, und alle versicherten hoch und heilig, &#8222;dass sie sich lieber die Zunge abbeissen, als einen Schnaps trinken wollten, um sich diese Vortheile doch ja nicht entschl\u00fcpfen zu lassen&#8220;. Nat\u00fcrlich kam es dann, wie es kommen musste. Nachdem eine Bootsladung an Land geschafft worden war, begann das Saufen und Prassen. Mit dem Genever sp\u00fclten die S\u00f6ldner Konservenfleisch und Konfekt hinunter. Einer tanzte nackt zur allgemeinen Belustigung und um zu zeigen, dass ihm die Moskitos gleichg\u00fcltig waren. Kappler, der einiges gewohnt war berichtete: &#8222;und Nachts sah ich Bacchanalien, wor\u00fcber ich erstaunte, obgleich ich doch schon manche Partie mit angesehen hatte&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da mit dieser Truppe in absehbarer Zeit nichts mehr anzufangen war, bewegte Kappler einen in der N\u00e4he lebenden Indianerstamm dazu, die Ladung an Land zu schaffen. Diese tranken zwar auch flei\u00dfig, waren aber sonst mit Lebensmitteln, Stiefeln und federgeschm\u00fcckten Damenh\u00fcten zufrieden. Doch damit begannen die Probleme erst richtig. Bald r\u00fcckten seine M\u00e4nner an und forderten lautstark Rheinwein und Madeira. Erst als sich Kappler mit zwei Gewehren zur Verteidigung entschlossen zeigte, waren sie bereit, sich weiterhin mit Genever zu begn\u00fcgen. Nach einigen Tagen erschien dann sein Vorgesetzter, um sich m\u00f6glichst viel von den Sch\u00e4tzen zu sichern. Doch zu seinem Leidwesen hatte Kappler bereits eine genaue Aufstellung an den Gouverneur geschickt. Die Beute lockte auch wieder Indianer samt ihren Frauen an, und die S\u00f6ldner spendierten ihnen gro\u00dfz\u00fcgig Genever. &#8222;Es war gerade nicht n\u00f6thig, dass die Nacht ihren Schleier \u00fcber diese Scene warf; denn die Indianer waren so betrunken, wie ihre Weiber, dass sie die Fehltritte derselben nicht bemerken konnten&#8220;, skizziert Kappler die Ereignisse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst nachdem die Reste der Ladung abgeholt worden waren, kehrte wieder Ruhe ein. F\u00fcr acht Gulden erwarb Kappler das ausger\u00e4umte Wrack und begann es nach und nach in seine Einzelteile zu zerlegen. Da er noch \u00fcber gewisse Schnapsreserven verf\u00fcgte, erwiesen sich seine inzwischen ausgen\u00fcchterten Mannen als eifrige Helfer. F\u00fcr Holz, Metallteile und die Ballaststeine erhielt er von der \u00c4btissin eines nahe gelegenen Klosters in Franz\u00f6sisch Guyana einen guten Preis. \u00dcber diesen Arbeiten verging fast seine gesamte restliche Dienstzeit, und als er nach Paramaribo kommandiert wurde, war er fest entschlossen, an seinen geliebten Fluss zur\u00fcckzukehren, um sich niederzulassen und &#8222;in reizender Abgeschiedenheit ganz unabh\u00e4ngig in der freien Natur leben zu k\u00f6nnen&#8220;. Als er bald darauf entlassen werden sollte, dachte er lange dar\u00fcber nach, seine Dienstzeit zu verl\u00e4ngern, nahm dann aber doch seinen Abschied und kehrte nach Deutschland zur\u00fcck. Dort blieb er allerdings nicht lange. Es zog ihn wieder nach Surinam, wo er als Schmetterlingsj\u00e4ger und Naturaliensammler lebte und sich einen Namen als Forscher machte. Teile seiner Sammlungen befinden sich noch heute in Museen in Stuttgart und T\u00fcbingen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"578\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/niederlander-tropen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1284\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/niederlander-tropen.jpg 900w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/niederlander-tropen-300x193.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/niederlander-tropen-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">niederl\u00e4ndischer Milit\u00e4rstposten in den Tropen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kappler war sicher ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher S\u00f6ldner, aber man sollte ihn dennoch nicht f\u00fcr einen Einzelfall halten. Neugier und Fernweh hatten bereits seit einigen hundert Jahren junge M\u00e4nner in holl\u00e4ndische Dienste gef\u00fchrt, und auch im modernen 19. Jahrhundert war der Solddienst immer noch eine beliebte Methode diesen Zielen nachzugehen. Die meisten wurden schnell entt\u00e4uscht, starben am Fieber oder verkamen im Suff. Doch einige betrachteten ihre fremde Umgebung weiterhin mit Interesse und erlagen manchmal v\u00f6llig ihrer Faszination. Man wei\u00df nur von den Wenigen, die sp\u00e4ter B\u00fccher schrieben und ber\u00fchmt wurden. Aber auch manch bedeutender Forscher begann seine Karriere als S\u00f6ldner. Der \u00d6sterreicher Theobert Maler war als Freiwilliger mit dem \u00f6sterreichischen Freikorps nach Mexiko gekommen. Nach Maximilians Tod bereiste er Yucat\u00e1n und studiert die Mayakultur. Der preu\u00dfische Milit\u00e4rarzt Franz Wilhelm Junghuhn wurde 1832 wegen eines Duells zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Aus der Festung Ehrenbreitstein floh er nach Frankreich, landete in der Fremdenlegion w\u00e4hrend der ersten K\u00e4mpfe in Algerien. Obwohl er in Preu\u00dfen inzwischen begnadigt worden war, trat er anschlie\u00dfend als Sanit\u00e4tsoffizier in den Dienst der holl\u00e4ndischen Kolonialtruppen. In Indonesien wurde er zu einem bedeutenden Naturforscher und lebte bis zu seinem Tod in Batavia. Am ber\u00fchmtesten wurde der Bremer Arztsohn Gerhard Rohlfs. Er brannte bereits als Gymnasiast nach Amsterdam durch, um als Schiffsjunge etwas von der Welt zu sehen. Er wurde gerade noch rechtzeitig zur\u00fcckgeholt und schloss sich sp\u00e4ter den schleswig-holsteinischen Freikorps an. Das anschlie\u00dfend begonnene Medizinstudium brach er ab und trat in die \u00f6sterreichische Armee ein. Als es ihm dort zu langweilig wurde, desertierte er und trat 1855 in die Fremdenlegion ein. Bei den K\u00e4mpfen gegen die Kabylen wurde er mehrmals ausgezeichnet und nach f\u00fcnf Jahren als Sergeant entlassen. Wie viele Legion\u00e4re tr\u00e4umte auch er von Marokko und versuchte dort eine Stelle als Offizier zu bekommen. Der Sultan machte ihn zum obersten Arzt seiner Armee. Aber auch dort hielt es ihn nicht lange. \u00c4u\u00dferlich v\u00f6llig zum Araber geworden unternahm er ausgedehnte Reisen in Nordafrika und schlie\u00dflich gelang ihm als erstem Europ\u00e4er die Durchquerung der Sahara.<br><br>Aber die Gro\u00dfen und Ber\u00fchmten sollen hier nur kurz die Faszination belegen, die immer noch manche in die letzten europ\u00e4ischen S\u00f6ldnertruppen lockte. Kapplers Buch ist vor allem deshalb interessant, weil er ausf\u00fchrlich vom unheroischen Alltag in den Kolonien berichtet. Durch die Beschreibung von Fieber, Monotonie und Alkohol ist es viel charakteristischer als die schw\u00fclstigen und heroisierend Berichte der Fremdenlegion\u00e4re, in denen nur ganz vage von Z\u00fcgellosigkeit, Lastern und Unsittlichkeiten die Rede ist. Man sollte aber auch nicht die H\u00e4rten des Dienstes in Surinam untersch\u00e4tzen, nur weil Kappler daran Freude hatte. So starb zum Beispiel auf einem seiner Posten innerhalb eines Jahres fast die halbe Besatzung am Fieber, wozu nat\u00fcrlich der Alkohol gewaltig beigetragen hatte. Auch die Bergung der Schiffsladung ist weit mehr als eine gute Anekdote. Hier zeigt sich \u00fcberdeutlich die Unf\u00e4higkeit der S\u00f6ldner durch organisiertes Handeln, Besitz zu erwerben und zu behalten. Jeder h\u00e4tte dabei leicht mehr verdienen k\u00f6nnen, als in seiner gesamten Dienstzeit. Aber Porzellan, Butterf\u00e4sser, Kisten mit Leinwand, kurzum alles, was nicht trinkbar war, wurde mutwillig zerschlagen, und danach versanken alle f\u00fcr Wochen in gl\u00fccklichen Delirien. Kapplers scharfe Beobachtungsgabe wurde weder von falschem Heldentum noch von Selbstmitleid oder Rassismus getr\u00fcbt, und deshalb \u00fcberlieferte er sicher eines der echtesten Bilder von S\u00f6ldnern im Kolonialdienst w\u00e4hrend des 19. Jahrhunderts. Vieles daran kann sogar als Erg\u00e4nzung zu den alten Reiseberichten \u00fcber den Dienst bei der VOC dienen. Ein wesentlicher Unterschied verdient allerdings noch erw\u00e4hnt zu werden: die Gewaltbereitschaft und bedenkenlose Grausamkeit der S\u00f6ldner war viel geringer geworden. Kappler schreibt, dass er sich bei Auspeitschungen von Sklaven kaum &#8222;der Thr\u00e4nen enthalten&#8220; konnte. Auch seine verkommenen Kameraden scheinen eher friedliche Zeitgenossen gewesen zu sein. Denn er berichtet zwar h\u00e4ufig von Schl\u00e4gereien, aber nie von Mord, Totschlag oder Messerstechereien, die fr\u00fcher keiner noch so kleinen Garnison erspart worden waren.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachts sah ich Bacchanalien.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1276,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,127],"tags":[62,128],"class_list":["post-1275","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-imperialismus","tag-kolonien","tag-lateinamerika"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Au\u00dfenposten in Surinam - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Au\u00dfenposten in Surinam - Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Nachts sah ich Bacchanalien.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-11-05T12:04:12+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-01-31T16:24:14+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-ft.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\"},\"headline\":\"Au\u00dfenposten in Surinam\",\"datePublished\":\"2024-11-05T12:04:12+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-31T16:24:14+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/\"},\"wordCount\":3103,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/surinam-ft.jpg\",\"keywords\":[\"Kolonien\",\"Lateinamerika\"],\"articleSection\":[\"Artikel\",\"Imperialismus\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/\",\"name\":\"Au\u00dfenposten in Surinam - Kriegsreisende\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/surinam-ft.jpg\",\"datePublished\":\"2024-11-05T12:04:12+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-31T16:24:14+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/surinam-ft.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/11\\\/surinam-ft.jpg\",\"width\":200,\"height\":200,\"caption\":\"Soldaten in Surinam um 1830\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/ausenposten-in-surinam\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Au\u00dfenposten in Surinam\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"description\":\"Die Geschichte der S\u00f6ldner\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"width\":114,\"height\":115,\"caption\":\"Kriegsreisende\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/profile.php\\\/?id=100078852462894\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/Xeno78576728\",\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.blogspot.com\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/author\\\/admin\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Au\u00dfenposten in Surinam - Kriegsreisende","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Au\u00dfenposten in Surinam - Kriegsreisende","og_description":"Nachts sah ich Bacchanalien.","og_url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/","og_site_name":"Kriegsreisende","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","article_published_time":"2024-11-05T12:04:12+00:00","article_modified_time":"2025-01-31T16:24:14+00:00","og_image":[{"width":200,"height":200,"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-ft.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@Xeno78576728","twitter_site":"@Xeno78576728","twitter_misc":{"Geschrieben von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8"},"headline":"Au\u00dfenposten in Surinam","datePublished":"2024-11-05T12:04:12+00:00","dateModified":"2025-01-31T16:24:14+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/"},"wordCount":3103,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-ft.jpg","keywords":["Kolonien","Lateinamerika"],"articleSection":["Artikel","Imperialismus"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/","name":"Au\u00dfenposten in Surinam - Kriegsreisende","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-ft.jpg","datePublished":"2024-11-05T12:04:12+00:00","dateModified":"2025-01-31T16:24:14+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#primaryimage","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-ft.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/surinam-ft.jpg","width":200,"height":200,"caption":"Soldaten in Surinam um 1830"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/ausenposten-in-surinam\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Au\u00dfenposten in Surinam"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","name":"Kriegsreisende","description":"Die Geschichte der S\u00f6ldner","publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization","name":"Kriegsreisende","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","width":114,"height":115,"caption":"Kriegsreisende"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","https:\/\/x.com\/Xeno78576728","https:\/\/kriegsreisende.blogspot.com\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["http:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte"],"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/author\/admin\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1275"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1275\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3031,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1275\/revisions\/3031"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}