{"id":1101,"date":"2024-10-30T14:02:50","date_gmt":"2024-10-30T14:02:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?p=1101"},"modified":"2025-01-14T12:16:37","modified_gmt":"2025-01-14T12:16:37","slug":"danach-ritt-ich-mit-tamerlan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/","title":{"rendered":"Danach ritt ich mit Tamerlan"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Ein bayrischer Knappe k\u00e4mpfte f\u00fcr Sultan Bayazid und f\u00fcr Tamerlan.<\/h5>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"438\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/nikopolis-massaker.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1103\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/nikopolis-massaker.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/nikopolis-massaker-300x263.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hinrichtungen bei Nikopolis<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Einzelne versprengte Ritter und Abenteurer k\u00e4mpften nicht nur in Europa sondern auch in Nordafrika oder dem Vorderen Orient, manche verschlug es sogar bis nach Asien. Normalerweise hat man nie mehr etwas von ihnen geh\u00f6rt, sie starben irgendwo an Krankheiten oder in einem kleinen Scharm\u00fctzel. Von einem dieser Schicksale berichtet jedoch der Bayer Hans Schiltberger. Er wurde 1380 bei Freising geboren und begann wie viele seiner Alters- und Standesgenossen seine Fahrten als Renner im Gefolge eines bayerischen Ritters. Der Anla\u00df war der Kreuzzug von 1396 gegen die T\u00fcrken. Schiltberger zog im Gefolge des gro\u00dfen aus allen L\u00e4ndern Europas zusammengekommenen Kreuzritterheeres nach Ungarn. Dort sah er die ersten K\u00e4mpfe und erlebte die vernichtende Niederlage der Christen bei Nikopolis. Die franz\u00f6sischen Ritter hatten aus dem Krieg gegen die Engl\u00e4nder nichts gelernt und griffen den Feind, allen Warnungen zum Trotz, in altbew\u00e4hrter Weise an. Dadurch rissen sie das ganze Heer ins Verderben. Schiltberger stand mit den anderen Knappen am Rande. Einmal st\u00fcrzte er sich ins Get\u00fcmmel, um seinem Herrn ein neues Pferd zu bringen. Die Ritter k\u00e4mpften hart und erst das Eintreffen von serbischen Verst\u00e4rkungen sicherte den T\u00fcrken den Sieg. Nur wenigen gelang die Flucht, die meisten wurden erschlagen, so auch Schiltbergers Ritter. Der Rest, immer noch mehrere Tausend, unter denen sich auch der verwundete Schiltberger befand, wurde gefangen und gefesselt vor den Sultan Bayazid gef\u00fchrt. Dieser war nicht in der Stimmung Gnade walten zu lassen, denn die Christen hatten vor der Schlacht in einem Anfall von Hochmut alle moslemischen Gefangenen massakriert. Bayazid lie\u00df alle hochadligen Gefangenen, die ein reiches L\u00f6segeld versprachen, aussortieren; die anderen \u00fcbergab er seinen Henkern.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein furchtbares Blutbad. Die Gefangenen wurden Gruppenweise enthauptet oder besser gesagt abgeschlachtet. Schiltberger sah wie seine Gef\u00e4hrten niederknieten und starben. Als die Reihe an ihn kam, rettete ihn ein Sohn des Sultans, indem er darauf hinwies, da\u00df Gefangene unter 20 Jahren verschont werden sollten. &#8222;Und ich war kaum 16 Jahre alt&#8220;, schrieb Schiltberger sp\u00e4ter. Man brachte ihn zu den anderen Gefangenen. Mit ihnen trat er den weiten Weg \u00fcber Konstantinopel und Gallipoli nach Bursa an. Die reichen Gefangenen wurden ausgel\u00f6st, die anderen legte man in einen Turm, bis sie als Geschenke Bayazids an befreundete Herrscher gingen. Einige kamen nach \u00c4gypten, andere nach Bagdad, Armenien und ins Reich der Goldenen Horde. Schiltberger, der noch an seinen schweren Verwundungen litt, konnte nicht verschickt werden und blieb zwei Monate im Turm bis er wieder gesund war. Danach verwendete man ihn am Hofe als Boten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch diese Phase diente nur der Eingew\u00f6hnung, bis er erwachsen genug war und sich ausreichende Sprachkenntnisse angeeignet hatte. Denn bald diente der bayerische Knappe als t\u00fcrkischer S\u00f6ldner. Er wurde wie einige andere Christen Reiter also ein Spahi. Wie es dazu kam, dar\u00fcber schweigt er sich aus. Deutlich wird seine neue Stellung erst an Hand der Beschreibung eines Fluchtversuchs. Eines Nachts floh er mit 60 anderen Christen. Zu Pferde erreichten sie ein Gebirge, wurden aber von einigen hundert Reitern verfolgt, die ihnen Bayazid nachgeschickt hatte. In einer Schlucht wurden sie von ihren Verfolgern eingeholt. Ihre Situation war aussichtslos und als ihnen der t\u00fcrkische Hauptmann ihr Leben zusicherte, legten sie die Waffen nieder. Da sie sonst keinen Schaden angerichtet hatten und sich der t\u00fcrkische Hauptmann f\u00fcr sie einsetzte, begn\u00fcgte sich Bayazid damit, sie ins Verlies werfen zu lassen. An Hunger, Durst und Krankheiten starben dort zw\u00f6lf von ihnen. Nach neun Monaten f\u00fchrte man sie wieder vor den Sultan und sie mu\u00dften Treue schw\u00f6ren. &#8222;Danach gab er uns wieder zu reiten und erh\u00f6hte uns den Sold&#8220;, beendete Schiltberger lapidar diese Episode. F\u00fcr gute Reiter hatte man \u00fcberall Verwendung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"616\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kairo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1109\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kairo.jpg 450w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kairo-219x300.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kairo<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Entweder hatte Schiltberger die Unm\u00f6glichkeit einer Flucht eingesehen oder der erh\u00f6hte Sold tat seine Wirkung. Jedenfalls zog er danach mit den t\u00fcrkischen Armeen ans schwarze Meer und nach \u00c4gypten. Von seinen pers\u00f6nlichen Erlebnissen schreibt er nichts. Es kann sein, da\u00df es ihm in der Heimat unklug erschien seine Taten im t\u00fcrkischen Heer unn\u00f6tig zu betonen. Au\u00dferdem hatte er genug zu beschreiben. Seine Landsleute wu\u00dften so gut wie nichts \u00fcber die T\u00fcrkei, \u00c4gypten, Persien oder Arabien. Er berichtete von den K\u00f6nigen und ihren Kriegen, kolportierte Sagen und Legenden. B\u00e4nde h\u00e4tte er damit f\u00fcllen k\u00f6nnen. Sein eigenes Schicksal als unbedeutender Soldat schien ihm im Vergleich dazu banal. Trotzdem ist immer wieder die Faszination des Zwanzigj\u00e4hrigen zu sp\u00fcren, der durch die riesigen St\u00e4dte geht, sich ihre Sehensw\u00fcrdigkeiten zeigen l\u00e4\u00dft, die fremden Sitten und Gebr\u00e4uche beobachtet und \u00fcber exotische Fr\u00fcchte und Tiere staunt. Er r\u00fchmte die Gr\u00f6\u00dfe der t\u00fcrkischen Hauptstadt Bursa mit 200.000 H\u00e4usern und acht Spit\u00e4lern f\u00fcr die Armen, besuchte die Tempel und Kirchen in Jerusalem, berichtete vom Balsamgarten des Sultans in Kairo und dem Leuchtturm im Hafen von Alexandria. Besonders angetan hatten es ihm die Brieftauben, die in einem Flug wieder in die Stadt und das Haus fliegen, wo sie &#8222;erzogen worden waren&#8220;. Vielleicht hatte ihn bei ihrer Beobachtung etwas das Heimweh gepackt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausf\u00fchrlichst beschreibt er die Religionsvorschriften des Islam und die Zeremonie beim \u00dcbertritt eines Christen zum Islam. Die Christen mu\u00dften die Worte sprechen: &#8222;La illach illalach Machmet rasul ullach. Und das spricht man auf Deutsch so: gott ist m\u00e4chtig und Mohamet sein Prophet.&#8220; Es ist sehr wahrscheinlich, da\u00df er diese Zeremonie selbst mitgemacht hat. Vielleicht bei der Gelegenheit, als man die Fl\u00fcchtlinge aus dem Kerker geholt und ihnen den Sold erh\u00f6ht hatte. Es w\u00e4re nur zu verst\u00e4ndlich, wenn er es sp\u00e4ter verschwiegen h\u00e4tte. Andererseits bestritt er es nirgends oder erw\u00e4hnte Schwierigkeiten, die er als Christ gehabt h\u00e4tte. Sicher nahm man es bei den t\u00fcrkischen S\u00f6ldnern wie \u00fcberall mit der Religion nicht so genau, aber ein Lippenbekenntnis war h\u00f6chstwahrscheinlich von N\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das m\u00e4chtige Reich Bayazids wurde im Osten durch einen neuen furchtbaren Gegner bedroht. Timur der Hinkende, genannt auch Tamerlan, hatte damit begonnen die zerbrochenen Reste des Imperiums von Dschingis Khan zusammenzuf\u00fcgen. Von den Steppen \u00f6stlich des Aralsees hatte er mit seinen Reiterhorden das riesige Persien unterworfen und war dann in das Gebiet der Goldenen Horde n\u00f6rdlich des Schwarzen und des Kaspischen Meers sowie in Indien eingebrochen. Seine Kriege f\u00fchrte er mit unvorstellbarer Grausamkeit. Ganze L\u00e4nder wurden verw\u00fcstet, gro\u00dfe St\u00e4dte niedergebrannt und aus den K\u00f6pfen der Einwohner Sch\u00e4delpyramiden errichtet. Bei seinen Eroberungen stie\u00df Timur im Osten Anatoliens an die Grenzen des t\u00fcrkischen Reichs.<\/p>\n\n\n\n<p>Timur z\u00f6gerte mit dem Angriff; er versuchte sich zuerst noch an einfacheren Opfern. Seine Reiter pl\u00fcnderten Damaskus und zerst\u00f6rten das pr\u00e4chtige Bagdad, auf dessen Ruinen er Pyramiden aus den K\u00f6pfen der Bewohner errichten lie\u00df. In der T\u00fcrkei hatte man von diesen Greueln erfahren, und auch Schiltberger hatte davon geh\u00f6rt: &#8222;Er befahl seinem Volk, da\u00df ihm jeder einen Kopf bringen m\u00fc\u00dfte. Dazu brauchte man drei Tage. Dann errichtete er aus den K\u00f6pfen drei T\u00fcrme.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"318\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schadel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1111\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schadel.jpg 500w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schadel-300x191.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sch\u00e4delpyramide<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Timur endlich alles an Truppen zusammengezogen hatte, was seine L\u00e4nder aufbringen konnten, fiel er 1402 im Nordosten der T\u00fcrkei ein. Bayazid hatte ebenfalls ein gro\u00dfes Heer gesammelt. Zu seinen Elitetruppen den Janitscharen, kamen die berittenen Spahis, serbische Panzerreiter, tatarische Reiter und Aufgebote anderer V\u00f6lker. Mit diesem Heer zog er Timur entgegen, doch dieser wich nach Westen aus und belagerte Ankara. Das t\u00fcrkische Heer folgte ihm in einem wochenlangen Marsch. \u00dcber 500 Kilometer durch die gl\u00fchend hei\u00dfen anatolischen Hochebenen mu\u00dften zur\u00fcckgelegt werden, bis sich die Feinde gegen\u00fcberstanden. Der Zusammenprall war furchtbar. Die t\u00fcrkische Armee galt als die beste der Welt, aber Timur f\u00fchrte nicht nur die wilden und abgeh\u00e4rteten Reiter der turanischen Steppen in die Schlacht, er galt auch als listig und verschlagen. Er hatte die tatarischen Hilfstruppen der T\u00fcrken bestochen, so da\u00df diese mitten in der Schlacht zu ihm \u00fcbergingen. Die gepanzerten Serben wurden erschlagen und die t\u00fcrkische Reiterei zerstreut. Bayazid hielt auf einem H\u00fcgel inmitten seiner Janitscharen aus, bis diese fast alle gefallen waren. Die Niederlage war total. Der Sultan war gefangen und die Armee vernichtet. Irgendwo in dem Get\u00fcmmel hatte sich auch Schiltberger befunden. Wieder einmal hatte er Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck und wurde gefangen. Das Los der Kriegsgefangenen erschien ihm das normalste der Welt. Er fa\u00dfte es kurz und b\u00fcndig zusammen: &#8222;Danach blieb ich bei dem Temurlin und ritt mit ihm.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Timur f\u00fchrte reine S\u00f6ldnerheere, die st\u00e4ndig fremde Krieger in ihre Reihen aufnahmen. Man mu\u00dfte nur reiten k\u00f6nnen, abgeh\u00e4rtet und kr\u00e4ftig sein. Schiltberger war 22 Jahre alt, seit sechs Jahren unterwegs und in den t\u00fcrkischen Armeen erprobt. Zweifelsohne war er ein guter Reiter. F\u00fcr seine S\u00f6ldner war Timur ein Halbgott, er hatte sie von Sieg zu Sieg gef\u00fchrt und immer hatten sie reiche Beute gemacht. Es ist anzunehmen da\u00df sich Schiltberger schnell in diesem Vielv\u00f6lkerheer zurechtfand. Er lernte wieder fremde Sprachen und sah neue L\u00e4nder und St\u00e4dte, doch f\u00fcr die gro\u00dfen Raubz\u00fcge Timurs war er zu sp\u00e4t gekommen. Der alte Herrscher bot noch einmal alle Macht seines Reiches auf, um sich auch noch China, den gr\u00f6\u00dften Brocken aus dem Erbe Dschingis Khans einzuverleiben. An diesem Zug nahm Schiltberger teil. Das Heer kam in eine endlose W\u00fcste und die Tiere und Menschen starben am Durst. Andere erfroren in den eiskalten N\u00e4chten. Erbarmungslos trieb Timur sein Heer weiter, bis ihn selbst die Krankheit zur Umkehr zwang.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Timurs Tod 1405 diente Schiltberger dessen Sohn Scharoch. Bald wurde er aber als Teil einer Hilfstruppe an den Bruder Miranschah, der Kurdistan und Armenien beherrschte, abgetreten. In Armenien und Karabach war Schiltberger gerne und oft gewesen. Das Land gefiel ihm, vielleicht erinnerte es ihn, nach all den Steppen und W\u00fcsten, an die Berge seiner Heimat. Die christlichen Armenier nahmen ihn als Deutschen gastfreundlich in ihren H\u00e4usern auf und lehrten ihn ihre Sprache.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Ruhe w\u00e4hrte nicht lange. Miranschah wurde von einem Konkurrenten erschlagen und unter seinem Sohn wurde Schiltberger mit Hilfstruppen zur Unterst\u00fctzung eines rebellischen K\u00f6nigssohnes ins Reich der Goldenen Horde geschickt. Bei den Machtk\u00e4mpfen in S\u00fcdru\u00dfland und Sibirien erlebte er Aufstieg und Fall von zehn K\u00f6nigen. Entweder mu\u00dfte er mit den Besiegten fliehen, oder er wurde ins Heer des neuen Herrschers eingereiht. Erstmals lebte er richtig unter Nomaden, die mit Frauen, Kindern, Vieh und all ihrer Habe von Weideplatz zu Weideplatz und auch in den Krieg zogen. Erstaunt stellte er fest, da\u00df sie keinerlei Getreide a\u00dfen, sondern sich ausschlie\u00dflich von Fleisch, Kamel- und Stutenmilch ern\u00e4hrten. Er sah Schlittenhunde und wohnte in Filzh\u00fctten. Inzwischen war er \u00fcber 40 Jahre und ein alter erfahrener Reiter. Schnell gew\u00f6hnte er sich an die neuen Sitten und war kaum noch von den Tataren zu unterscheiden. Er berichtete, da\u00df er wie sie rohes Fleisch in Leinen wickelte, um es unter seinem Sattel m\u00fcrbe zu reiten. In seinen Augen waren die Tataren die besten Krieger unter den Heiden. In der Not tranken sie sogar das Blut ihrer Pferde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"496\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/russischer-reiter.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1105\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/russischer-reiter.jpg 900w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/russischer-reiter-300x165.jpg 300w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/russischer-reiter-768x423.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Russischer Reiter des 15. Jahrhunderts. Schiltbergers Bewaffnung sah vielleicht \u00e4hnlich aus<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch das Leben war gef\u00e4hrlich geworden. St\u00e4ndig befand er sich im Gefolge eines Herrschers auf der Flucht. Als er dabei zum Schwarzen Meer kam fa\u00dfte er seit langem wieder den Entschlu\u00df zu fliehen. Er tat sich mit vier anderen Christen zusammen und schlug sich mit ihnen zur K\u00fcste durch. Sie entdeckten ein christliches Handelsschiff und konnten mit einem Feuer auf sich aufmerksam machen. Auf dem Schiff z\u00f6gerte man die verwilderten Tataren, die sich als Christen ausgaben, an Bord zu nehmen. Und erst nachdem sie das Paternoster und die zehn Gebote aufgesagt hatten, glaubte man ihnen und nahm sie mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach l\u00e4ngerer Schiffsreise erreichten sie endlich Konstantinopel. Dort f\u00fchrte man die interessanten Gestalten gleich vor den Kaiser, der immer daran interessiert war Neuigkeiten aus der T\u00fcrkei und den anderen \u00f6stlichen L\u00e4ndern zu erfahren. Der Kaiser h\u00f6rte den Weitgereisten gerne zu und versprach ihnen, f\u00fcr ihr Weiterkommen zu sorgen. Drei Monate mu\u00dfte Schiltberger in Konstantinopel warten bis eine Galeere zur Verf\u00fcgung stand. Man hielt ihn und seine Gef\u00e4hrten im Haus des Patriarchen versteckt, damit die T\u00fcrken die Entflohenen nicht zur\u00fcckfordern konnten. Schiltberger bedauerte sehr, da\u00df er deshalb nur wenig von der Stadt zu sehen bekam. Anschlie\u00dfend ging es \u00fcber die Walachei und die Bukowina nach Lemberg, von dort nach Krakau, Breslau, Mei\u00dfen, Eger und Regensburg nach Freising.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"495\" src=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schildtberger.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1113\" srcset=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schildtberger.jpg 400w, https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/schildtberger-242x300.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">sp\u00e4tere Ausgabe von Schiltbergers Buch<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>1427 war er mit 44 Jahren endlich wieder in der Heimat angekommen. Dort staunte man kr\u00e4ftig \u00fcber den braungebrannten Weltreisenden, der so wundersame Geschichten erz\u00e4hlen konnte, vom Prunk am Hofe des Sultans Bayazid, von den Grausamkeiten des hinkenden Timur, von L\u00e4ndern, in denen Pfeffer und Seide wuchsen, von Elefanten, Kamelen, Schlittenhunden und Brieftauben. Die Menschen waren verr\u00fcckt nach solchen Geschichten und man wird ihn gerne eingeladen haben, um immer wieder davon zu erz\u00e4hlen. Der sp\u00e4tere Bayernherzog Albrecht III. versorgte ihn sogar mit einer Stelle als K\u00e4mmerer. Irgendwann gab er ihm wahrscheinlich auch einen Schreiber und einige Reiseb\u00fccher, darunter das von Marco Polo, und lie\u00df ihn die ganze Geschichte aufschreiben. Der alte Schiltberger verwechselte inzwischen manches und schrieb auch ganze Passagen ab, doch das war in der Zeit allgemein \u00fcblich. Zuerst wurden seine beliebten Erlebnisse handschriftlich verbreitet, bis 1476 der erste Druck erschien. Ihn hat der alte K\u00e4mpe sicher nicht mehr erlebt. \u00dcber sein Todesdatum ist nichts bekannt. Es ist zu vermuten, da\u00df er seine letzten Jahre als exotischer Gast und Geschichtenerz\u00e4hler verbrachte. Viele weitgereiste S\u00f6ldner hatten dasselbe getan und sind unbekannt geblieben, aber mit der Verbreitung gedruckter B\u00fccher sollten es dann immer mehr werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re falsch in Schiltbergers Erlebnissen ein untypisches Einzelschicksal sehen zu wollen. Untypisch war es bestenfalls durch die unglaublich weiten Reisen und dadurch, da\u00df es niedergeschrieben wurde. Kriegsgefangene stellten seit Urzeiten einen betr\u00e4chtlichen Anteil in den meisten S\u00f6ldnerheeren. Von den Rittern, die in Gefangenschaft gerieten, konnten sich nur die wohlhabenden ausl\u00f6sen; die anderen mu\u00dften sehen wo sie blieben und nahmen oft freiwillig Solddienst beim ehemaligen Gegner. Man mag zwar den Gegensatz zwischen Christentum und Islam f\u00fcr eine schwer zu \u00fcberschreitende Grenze halten. Doch die Hauptgegner der T\u00fcrken &#8211; Konstantinopel und die Kreuzritterstaaten &#8211; besch\u00e4ftigten st\u00e4ndig t\u00fcrkische und arabische S\u00f6ldner. Andererseits dienten auch in moslemischen Staaten christliche Ritter gegen gute Bezahlung. In den Maghrebstaaten Nordafrikas waren die schweren Ritters\u00f6ldner so beliebt, da\u00df sie oft als Eliteeinheiten und Leibgarde der F\u00fcrsten dienten. Der weitgereiste Chreutzpeck hat sich wie erw\u00e4hnt wahrscheinlich unter ihnen aufgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesen Freiwilligen kamen die Sklavensoldaten, die seit den Pharaonen in den milit\u00e4rischen Strukturen des vorderen Orients und Nordafrikas ihren festen Platz hatten. 1340 gr\u00fcndete Sultan Orhan die Janitscharen, sie wurden am Anfang vollst\u00e4ndig aus gefangenen Christenkindern aufgestellt. Wobei der Begriff des Kindes sehr weit ausgelegt werden konnte. Neben Schiltbergers Bericht gibt es noch den des Serben Konstantin der 1455 von den T\u00fcrken gefangen genommen und noch mit 20 Jahren zum Janitschar gemacht wurde. Es ist nicht schwer, hier eine Parallele zu der Bemerkung Schiltbergers zu ziehen, da\u00df alle Gefangenen unter 20 Jahren geschont werden sollten. Wenn er nicht ausdr\u00fccklich auf seinen Solddienst als Reiter hinweisen w\u00fcrde, m\u00fc\u00dfte man Schiltberger den Janitscharen zuordnen. Konstantin berichtet ausf\u00fchrlicher \u00fcber die reichen Pl\u00fcnderungen, die sich im t\u00fcrkischen Heer machen lie\u00dfen. Er hatte es sogar schon zum Unterf\u00fchrer gebracht, als er 1463 von den Ungarn gefangen wurde. Nat\u00fcrlich betonte er dann seine Freude, endlich wieder unter Christen zu sein. Es besteht jedoch kein Anla\u00df zwischen seiner Einstellung und der Schiltbergers gro\u00dfe Unterschiede zu sehen. Trotz allen Aufrufen zum Heiligen Krieg, hatte der Krieg eben seine eigenen Gesetze und die S\u00f6ldner, die \u00fcberleben wollten, waren harte Realisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Einnahme von Konstantinopel 1453 dienten freiwillig Tausende christlicher Abenteurer, sogenannte Baschi-Bazuks, aus vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern im t\u00fcrkischen Heer. Sie galten als \u00e4u\u00dferst disziplinlos und wurden beim Sturm an vorderster Front eingesetzt. In den moslemischen Staaten gab es immer tausende von Renegaten. Schwierig war nur die Heimkehr. Die Kirche verzieh den Dienst bei den Heiden nur ungern und deshalb mu\u00dfte man das Unfreiwillige, die Versklavung herausstellen. Andere wollten gar nicht heimkehren, es lebte sich gut in der T\u00fcrkei und Nordafrika. Hier liegt das eigentliche Problem, wenn man sich f\u00fcr die Spuren der europ\u00e4ischen S\u00f6ldner in der Welt des Islam interessiert. Nur ganz wenige kehrten zur\u00fcck und die hatten oft gute Gr\u00fcnde zu schweigen. In der Heimat des Serben Konstantin war die T\u00fcrkei n\u00e4her und vertrauter, vielleicht konnte er deshalb offener von seinem Leben dort berichten. Als Schiltberger zur\u00fcckkam hatte man einige Jahre vorher Jan Hus \u00f6ffentlich verbrannt und f\u00fchrte gerade Krieg gegen die hussitischen Ketzer. Geradezu entschuldigend schrieb er in seiner Vorrede, da\u00df er in diesen L\u00e4ndern nicht alles erfahren konnte, &#8222;darum ich ein gefangener Mann war und meiner selbst nicht war.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">\u00a9 Frank Westenfelder &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein bayrischer Knappe k\u00e4mpfte f\u00fcr Sultan Bayazid und f\u00fcr Tamerlan.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1107,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,114],"tags":[111,115,107],"class_list":["post-1101","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-renaissance","tag-islam","tag-kriegsgefangene","tag-renegaten"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Danach ritt ich mit Tamerlan - Kriegsreisende<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Danach ritt ich mit Tamerlan - Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ein bayrischer Knappe k\u00e4mpfte f\u00fcr Sultan Bayazid und f\u00fcr Tamerlan.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Kriegsreisende\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-10-30T14:02:50+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-01-14T12:16:37+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/tamerlan-ft.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"201\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Xeno78576728\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Geschrieben von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"15\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\"},\"headline\":\"Danach ritt ich mit Tamerlan\",\"datePublished\":\"2024-10-30T14:02:50+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-14T12:16:37+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/\"},\"wordCount\":2918,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/tamerlan-ft.jpg\",\"keywords\":[\"Islam\",\"Kriegsgefangene\",\"Renegaten\"],\"articleSection\":[\"Artikel\",\"Renaissance\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/\",\"name\":\"Danach ritt ich mit Tamerlan - Kriegsreisende\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/tamerlan-ft.jpg\",\"datePublished\":\"2024-10-30T14:02:50+00:00\",\"dateModified\":\"2025-01-14T12:16:37+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/tamerlan-ft.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/tamerlan-ft.jpg\",\"width\":200,\"height\":201,\"caption\":\"PZ 400:06 Inv 4214 Viktor Vasnetsov: Warrior at the Crossroads, 1882 The Russian Museum\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/artikel\\\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Danach ritt ich mit Tamerlan\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"description\":\"Die Geschichte der S\u00f6ldner\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#organization\",\"name\":\"Kriegsreisende\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/10\\\/kr-logo.jpg\",\"width\":114,\"height\":115,\"caption\":\"Kriegsreisende\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/profile.php\\\/?id=100078852462894\",\"https:\\\/\\\/x.com\\\/Xeno78576728\",\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.blogspot.com\\\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/kriegsreisende.de\\\/geschichte\\\/author\\\/admin\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Danach ritt ich mit Tamerlan - Kriegsreisende","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Danach ritt ich mit Tamerlan - Kriegsreisende","og_description":"Ein bayrischer Knappe k\u00e4mpfte f\u00fcr Sultan Bayazid und f\u00fcr Tamerlan.","og_url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/","og_site_name":"Kriegsreisende","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","article_published_time":"2024-10-30T14:02:50+00:00","article_modified_time":"2025-01-14T12:16:37+00:00","og_image":[{"width":200,"height":201,"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/tamerlan-ft.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@Xeno78576728","twitter_site":"@Xeno78576728","twitter_misc":{"Geschrieben von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"15\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8"},"headline":"Danach ritt ich mit Tamerlan","datePublished":"2024-10-30T14:02:50+00:00","dateModified":"2025-01-14T12:16:37+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/"},"wordCount":2918,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/tamerlan-ft.jpg","keywords":["Islam","Kriegsgefangene","Renegaten"],"articleSection":["Artikel","Renaissance"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/","name":"Danach ritt ich mit Tamerlan - Kriegsreisende","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/tamerlan-ft.jpg","datePublished":"2024-10-30T14:02:50+00:00","dateModified":"2025-01-14T12:16:37+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#primaryimage","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/tamerlan-ft.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/tamerlan-ft.jpg","width":200,"height":201,"caption":"PZ 400:06 Inv 4214 Viktor Vasnetsov: Warrior at the Crossroads, 1882 The Russian Museum"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/artikel\/danach-ritt-ich-mit-tamerlan\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Danach ritt ich mit Tamerlan"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#website","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","name":"Kriegsreisende","description":"Die Geschichte der S\u00f6ldner","publisher":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#organization","name":"Kriegsreisende","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kr-logo.jpg","width":114,"height":115,"caption":"Kriegsreisende"},"image":{"@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/profile.php\/?id=100078852462894","https:\/\/x.com\/Xeno78576728","https:\/\/kriegsreisende.blogspot.com\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/#\/schema\/person\/388b4cee2eb722fc8a240bd0191d3ed8","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/4cb2008c2f8581edc32f94e576198e85aa28fab26d76622200388f78f12d0082?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["http:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte"],"url":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/author\/admin\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1101"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2735,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions\/2735"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kriegsreisende.de\/geschichte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}