Jean Schramme (1929-1988)

Jean Schramme

Jean Schramme (auch „Black Jack Schramme“) war ein belgischer Plantagenbesitzer im Kongo. Nach der Unabhängikeit 1960 organisierte er eine eigene Söldnertruppe das „Bataillon Léopard“ und kämpfte für die Sezession Katangas. Nach dem Sieg der UN zog er sich mit seinen Söldnern nach Angola zurück. Beim Ausbruch der Simba-Rebellion 1964 stand er deshalb schnell mit einer eigenen Truppe zur Verfügung und kämpfte für die Zentralregierung.

Als die Söldner 1967 dann entlassen werden sollten, war er mit Bob Denard einer der Hauptorganisatoren des Söldnerputsches gegen die neue Zentralregierung unter Mobutu. Nach dem Scheitern des Putsches zog er sich mit den restlichen Söldnern nach Ruanda zurück. Später lebte er einige Zeit in Belgien und Portugal.

Da ihm jedoch in Belgien wegen der Ermordung eines weißen Farmers im Kongo der Prozess gemacht wurde, setzte er sich 1978 nach Bolivien ab und von dort nach Brasilien. Nach einigen unbelegten Nachrichten soll er un Bolivien an der Ausbildung illegaler Todesschwadronen beteiligt gewesen sein. 1986 wurde er dann wegen Mordes in Belgien in Abwesenheit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Da er jedoch inzwischen in Brasilien geheiratet hatte, war er vor einer Auslieferung an Belgien sicher. Er betrieb dort einen Farm, wo er 1988 starb.

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