
Die Abenteuer des Röde Orm zählt heute zu den bedeutendsten nordischen Abenteuerromanen des 20. Jahrhunderts.
Der Roman folgt dem jungen Orm Tostesson, genannt Röde Orm als Seefahrer, Krieger und Glücksritter zwischen Skandinavien, dem maurischen Spanien, England und Russland. In seinen abenteurlichen Leben begegnet Orm vielen historisch bedeutenden Personen der Epoche. Er dient in der Leibgarde des andalusischen Herrschers Almanzur, kommt an den Hof von König Harald Blauzahn, zieht mit Thorkel dem Hohen nach England. Schließlich führt ihn seine letzte Reise auf der Route der Waräger ins südliche Russland.
Bengtsson orientiert sich im Aufbau der Handlung wie auch sprachlich an den altnordischen Sagas. Er verbindet eine scheinbar schlichte, klare Sprache mit feiner Ironie. Der Erzähler kommentiert das Geschehen mit trockenem Humor.
Dabei ist der historische Hintergrund hervorragend recherchiert. Politische Umbrüche, religiöse Spannungen zwischen Heidentum und Christentum sowie interkulturelle Begegnungen werden organisch in das Abenteuer integriert.
Die Abenteuer des Röde Orm ist weit mehr als ein historischer Abenteuerroman. Es ist eine literarische Hommage an das Erzählen selbst – getragen von Bildung, Humor und epischer Weite. Bengtsson gelingt es, das Wikingerzeitalter nicht als bloße Epoche der Gewalt, sondern als Welt komplexer kultureller Begegnungen darzustellen.
Unsere Bewertung: 9 von 10
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