Neu ist sicher ein wenig übertrieben. Sie finden hier jedoch schnell die letzten Einträge in unserer Datenbank - egal ob Film, Dokumentation, Roman etc.
Wenn es Ihnen zu langsam geht, können Sie uns gerne auf einen Titel hinweisen, oder uns eine Besprechung schicken.

Terry Kajuko: Képi Blanc's Paras

Dieser "Doku-Roman" basiert auf den Erlebnissen ehemaliger Fremdenlegionäre. Ohne Heroisierung und dennoch spannend wird im wesentlichen die verhängnisvolle Schlacht von Dien Bien Phu beschrieben. Obwohl die einfachen Legionäre im Vordergrund stehen, wird dennoch auf die größeren strategischen und politischen Zusammenhänge verwiesen.
Einen besonderen Reiz machen die 260 Abbildungen aus, die zum guten Teil Privatbesitz entstammen und deshalb oft völlig unbekannt sind.

sehr zu empfehlen!

Doku: Bulletproof Salesman

Die ausgezeichnete Doku "Bulletproof Salesman" (2008) begleitet den deutschen Unternehmer Fidelis Cloer, der im Irak gepanzerte Autos made in Germany verkauft. Wenn es sich auch nicht um typisches "Söldnertum" handelt, so wird der Zynismus dieses Glücksritters sicher nur von wenigen Profis erreicht.
Zitat: "Peace? What is this? I want war."

sehr zu empfehlen!

George R.R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer

Ganz im Gegensatz zu Übervater Tolkien, bei dem man die guten Lichtgestalten von den üblen Finsterlingen bereits am Klang der Namen unterscheiden kann, zeichnet Martin komplexe Charaktere. Große Helden erweisen sich gerne als selbstgerechte Naivlinge, ehemalige Schurken entwickeln manchmal tatsächlich Charakter.
Vor allen Dingen aber zeigt Martin – ebenfall im Unterschied zu Tolkien – Krieg nicht als heroisches Gemetzel. Mit großen Schlachtbeschreibungen gibt er sich kaum ab. Bei ihm geht es vor allem um die Auswirkungen auf die kleinen Leute: Plünderungen, Mord, Folter und Vergewaltigungen.
Seine Anregungen besorgte er sich wahrscheinlich in Fachliteratur zum Hundertjährigen Krieg und den Albigenserkriegen. Und so sind trotz aller Fantasy, mit der er übrigens recht sparsam umgeht, ausgesprochen realistische Romane entstanden, die mittelalterliche Kriege in vielem eindringlicher und ralistischer als viele so genannte "historische" Romane beschreiben.

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ein absoluter Hit!

Martin Compart: Die Lucifer-Connection

Die Spur von Kinderhändlern und Satanisten führt Privatdetektiv Gill schließlich in den Dschungel von Sierra Leone, wo er sich mit Veteranen der RUF auseinandersetzen muss, die dort immer noch ihrem grausigen Handwerk nachgehen. Auch wenn Gill den übelsten europäischen Schlächtern gewachsen ist, so benötigt er für seinen Privatkrieg im Busch die die Schützenhilfe einer Söldnerfirma.
Gerade in dem in Sierra Leone angesiedelten Mittelteil merkt man, dass sich Compart eingehend mit den Ereignissen des blutigen Bürgerkriegs und besonders der Geschichte von Executive Outcomes auseinandergesetzt hat.
Als spannende, politisch incorrecte Unterhatungsliteratur voll und ganz zu empfehlen.

lesen Sie dazu den Artikel: Blood Diamond

sehr zu empfehlen!

Hans Germani: Weisse Söldner im schwarzen Land

Bericht eines deutschen Journalisten über die Ereignisse im Kongo während des Simba-Aufstandes.
Obwohl ideologisch "vorbelasted" so ist doch ein hervorragendes Zeitdolument. Besonders interessant aus heutiger Sicht ist die Beschreibung von Unfähigkeit und Korruption der "nationalen" Truppen wie auch der UN-Kontingente.

lesen Sie dazu auch die Rezension im Blog von: Martin Compart


zu empfehlen!

Frank Westenfelder: Kriegsreisende. Eine Geschichte der Söldner

Nachdem lange vergriffen, nun endlich eine neue Ausgabe.

lesen Sie dazu den Artikel: Das Buch



sehr zu empfehlen!