Fahrende Ritter - II

Von den Militärtouristen des Imperialismus bis zu den Rambos in Bosnien.

Mit der Zeit fanden sich viele Adlige damit ab, ihren Fürsten als Offiziere in den neuen stehenden Armeen zu dienen. Denn für die Fürsten hatte sich der Militärdienst als wichtiges Mittel erwiesen, um den eigenen unruhigen Adel etwas zu befrieden, und so waren sie diesem sehr entgegengekommen. Die Offiziersstellen wurden fast ausschließlich für den Adel reserviert und die Uniformen immer prächtiger. In jeder Armee gab es exklusive Garderegimenter und vor allem zählte die Kavallerie wieder etwas. Natürlich gab es weiterhin jede Menge Abenteurer und Glücksritter, die in fremden Diensten oder auf eigene Faust ihrem Glück hinterher jagten - vielleicht sogar mehr als jemals zuvor. Es fällt jedoch auf, dass sie ihr realitätsfernes Gebaren weitgehend verloren haben, das diese Schicht in der Umbruchszeit des 15. und 16. Jahrhunderts so deutlich charakterisierte. Im Ancien Régime trifft man kaum auf den Typus des fahrenden Ritters, da sich die adlige Lebenswelt mit all ihren Symbolen und Ritualen im Offizierskorps noch einmal verwirklichte. Auch die Französische Revolution änderte vorerst nur wenig daran. Die ganze Entwicklung erfuhr unter Napoleon eher noch einmal einen letzten hybriden Höhepunkt. Uniformen und Orden wurden noch pompöser, die Kavallerieattacken noch schneidiger und Abenteuer gab es im Sonderabgebot.

Napoleonische Kavallerie

Das böse Erwachen kam danach. Eine ganze Generation war von Glanz und Heroismus der napoleonischen Kriege geprägt worden und musste sich nun wieder in die Banalitäten des Friedens finden. Fast noch schlimmer war es für die zu spät Geborenen. Sie wurden mit Memoiren und Erzählungen der "glorreichen Zeit" groß gezogen, nur um festzustellen, dass die Welt keine Helden mehr brauchte. Typisch für sie ist vielleicht der dem österreichischen Hochadel entstammende Fürst Friedrich von Schwarzenberg. Erst 1800 geboren sehnte er sich sein ganzes Leben nach einem "Gewittersturm", was er dann so formulierte: "Für die jüngeren Leute, welche in dieser Glanzepoche der Dampf- und Eisenbahmmirakel aufgewachsen sind, welche das goldene Zeitalter und das goldene Kalb anbeten, ist dieses Bedürfnis weit geringer; aber unsereiner, den die Mutter unter dem Donner der Kanonen einlullte, an dessen Wiege die Riesenschatten der napoleonischen Kaiserzeit vorüberwandelten, der in der damaligen eisernen Zeit mit der Feuertaufe sub invocatione Schills, Hofers, Körners getauft wurde, dem ist und wird nicht wohl in dieser Aktienwelt; mitsamt aller ihrer Dampf-, Gold- und Papierherrlichkeit ist es denn doch eine Misere."

Gelangweilt vom andauernden Frieden nahm Schwarzenberg als Hauptmann seinen Abschied und schloß sich den Franzosen bei der Eroberung von Algier an. 1838 ging er dann nach Spanien zu den Carlisten. In den 40er Jahren nahm er als Tourist lediglich an mehreren preußischen und österreichischen Manövern teil. 1846 diente er wieder in der österreichischen Armee während des galizischen Aufstandes. Dann eilte er zum Aufstand der katholischen Kantone in die Schweiz und kämpfte anschließend in Ungarn und Italien. Seine Memoiren betitelte er bezeichnenderweise "Aus dem Wanderbuch eines verabschiedeten Landsknechts", wodurch seine rückwärts gewandte romantisierende Einstellung unterstrichen wird.

Männer wie Schwarzenberg waren absolut keine Seltenheit. Zu ihm und seinen Standesgenossen waren sogar noch jede Mange bürgerliche Ex-Offiziere gestoßen, und da die Großmächte in Europa in der ersten Hälfte des Jahrhunderts große Konflikte vermieden, kann man für diese Zeit wahrscheinlich in jeder noch so unbedeutenden Revolution oder noch so vergessenem Kleinkrieg im letzten Winkel der Welt einige Veteranen der napoleonischen Kriege entdecken. Viele erwiesen sich als gute Soldaten und passten sich den neuen Gegebenheiten an. Andere wurden jedoch als echte fahrende Ritter auf einer Woge von Idealismus herangespült. So diskutierten die Freiwilligen, die Simon Bolivar zu Hilfe eilen wollten, wochenlang Farbgebung und Zuschnitt ihrer neuen Uniformen und zerstritten sich über die Rangordung.

Am deutlichsten wird der Bruch zwischen Vorstellung und Realität aber bei den sogenannten Philhellenen, die nach dem griechischen Aufstand von 1821 nach Griechenland zogen. Sold war dort nicht zu erwarten und die meisten mußten sich selbst ausrüsten und auf eigene Kosten reisen. Aber viele ehemalige Offiziere träumten von einer steilen Karriere in einer noch zu gründenden griechischen Armee und von glorreichen Heldentaten, von einem Kampf um Troja, von Perserkriegen und Alexanderzügen. Doch wie immer, wenn Träumer in den Krieg ziehen, folgte die Ernüchterung auf dem Fuß. Statt einem von edlen Hellenen bewohnten blühenden Arkadien fanden sie ein Land mit wildem Dornengestrüpp und stinkenden Schäfern. Niemand hatte auf sie gewartet und die Bevölkerung zeigte nur wenig Enthusiasmus, war unfreundlich und verlangte gutes Geld für Unterkunft und Verpflegung. Viele der Neuankömmlinge reisten deshalb, nachdem sie ihr ganzes Geld ausgegeben hatten, unverrichteter Dinge und enttäuscht wieder ab. Andere starben in dem Fischerdorf Missolunghi am Fieber. Unter ihnen der berühmte englische Dichter Lord Byron, den ebenfalls das Fieber hinwegraffte, bevor er große Heldentaten vollbringen konnte. Zudem führten die Griechen einen äußerst grausamen Partisanenkrieg, in dem türkische Gefangene gefoltert und Zivilisten massenhaft abgeschlachtet wurden. In den wenigen Gefechten schlugen sich die Philhellenen zwar tapfer, indem sie sich der türkischen Übermacht entgegenstellten, wie das europäische Infanterie eben so machte. Die Griechen verachteten sie dagegen als Feiglinge, da diese lediglich aus der Deckung ein paar Schüsse abgaben und dann das Weite suchten. Zu der Einsicht, dass diese einen der Situation angemessen Kampf führten, konnten sie sich nicht durchringen.

gelangweilte Offiziere Aber auch nachdem die von der napoleonischen Zeit direkt geprägten Generationen in die Jahre gekommen war, riss der Strom an gelangweilten Offizieren nicht ab. Sehr beliebt war es, sich beurlauben zu lassen und sich der Armee einer kriegsführenden Macht als "Beobachter" anzuschließen. Hierzu boten die Kolonialkriege der Engländer und Franzosen immer mal wieder Gelegenheit. Mit etwas Glück kam man dabei auch wirklich mal zum Schuss und konnte ein paar exotische Trophäen mit nach Hause bringen. Große Risiken waren mit diesen Expeditionen selten verbunden. So schreibt die China Mail 1862 über die Feldzüge der Europäer gegen die Taiping in China: "An expedition against the rebels is now shown to be so harmless to those engaged in it that we may expect to hear of gentlemen giving their wives and sisters a pic-nic in front of the next town that is besieged, when we have no doubt that much amusement could be had among the engineers and artillery by allowing the girls to point the guns. And this is the sort of warfare in which the heart of the jaded and harassed soldier is to be cheered with loot!"

Man sollte nicht glauben, dass sich diese Herren bei ihren Abenteuern immer "gentlemanlike" benahmen, gerade die Kolonialkriege erwiesen sich als ein Refugium, wo einige ihre niedrigsten Instinkte ungehemmt ausleben konnten. Es zahlreiche Berichte über die Massaker und Plünderungen europäischer Truppen in China oder Indien. In Nordamerika versuchten einige einen echten Indianerskalp zu erbeuten und in Neuseeland waren sie hinter den Köpfen der Maoris her. Als Stanley 1887 zu einer neuen Kongo-Expedition aufbrach, war der Andrang britischer Gentlemen groß. Später spielten sich dann am Kongo Szenen von solcher Grausamkeit ab, dass selbst der nicht gerade zart besaitete Stanley darüber schrieb, seine Offiziere hätten Dinge getan, die zu schrecklich und barbarisch gewesen seien um sie zu beschreiben. Joseph Conrad ließ sich dann unter anderem von diesen Ereignissen zu seinem Roman "Im Herz der Finsternis" anregen.

Nur in seltenen Ausnahmen ereilte den einen oder anderen sein Schicksal in einer archaischen Form, die dieser Art von Abenteurreise angemessen erscheint. So als die Briten 1883 ein Expeditionskorps zum Entsatz des belagerten Khartoum unter Colonel Hicks in den Sudan schickten. Unter den wenigen Europäern in diesem Korps befanden sich zwei österreichische Hauptleute und der deutsche Major Goetz Burckhard Baron von Seckendorff. Seckendorff hatte bereits 1867/68 die britische Expedition nach Abessinien als offizieller Beobachter begleitet und darüber ein Buch geschrieben. Als das ganze Korps dann von den Mahdisten überrannt und völlig aufgerieben wurde, brachten diese Seckendorffs Kopf, den sie wegen seines langen blonden Bartes für den von Hicks gehalten hatten, im Triumph zum Mahdi.

Attacke der 21. Lancer bei Omdurman Natürlich waren diese Männer meistens tapfere schneidige Kavalleristen - schließlich hatten sie nicht viel mehr gelernt. Aber sie waren es nur zu oft auf eine weltfremde arrogante Art und Weise, die sich nur mit der des spätmittelalterlichen Rittertums vergleichen lässt. Ein treffendes Beispiel dieser Geisteshaltung ist die Schlacht von Omdurman, in der die Briten die über 50.000 Mann starke Armee der Mahdisten mit dem disziplinierten Salvenfeuer ihrer Kolonialinfanterie und modernen Maschinengewehren massakrierten, ohne dass auch nur ein Derwisch näher als 300 Meter an die britischen Linien herankam. Da dies für die britischen Offiziere natürlich etwas unbefriedigend war, befahl Kitchener - er erlaubte wohl eher - noch eine Kavallerieattacke der 21. Lancers auf die geschlagenen Mahdisten. Es war das einzige Mal, dass sich diese wirklich zur Wehr setzen konnten, und sie richteten die Lancers furchtbar zu, bevor diese ihre Reihen durchbrochen hatten. Winston Churchill, der als junger Mann an der Attacke teilnahm, schreibt darüber: "Reiterlose Pferde galoppierten über die Ebene. Männer klammerten sich an ihren Sätteln fest, oder hingen schwankend darauf, bedeckt mit Blut aus einem Dutzend Verletzungen. Die Pferde verströmten Blut aus furchtbaren Wunden, hinkten und taumelten mit ihren Reitern. In 120 Sekunden waren fünf Offiziere, 66 Mann und 119 Pferde von weniger als 400 getötet oder verwundet worden." Letzten Endes gab es allerdings nur 21 Tote und dafür regnete es Orden und Auszeichnungen - allein drei mal das Victoria Cross -, und alle Teilnehmer wurden ihr ganzes Leben lang in den Clubs für die Teilnahme an diesem Ereignis beneidet.

Das Fatale an dieser Geisteshaltung war, dass sie nicht wie im Spätmittelalter auf eine kleine elitäre Oberschicht begrenzt blieb. Auch große Teile des Bürgertums ließen sich von diesen überholten Wertvorstellungen infizieren. Als dann das Attentat einiger fanatischer Nationalisten in Sarajewo den Vorwand lieferte, zogen alle Europäer mit einer heute kaum noch zu verstehenden Begeisterung in das große Schlachten des Weltkrieges. Diejenigen, die aus Abenteuerlust fremde Dienste gesucht hatten, eilten nun erlöst zu den nationalen Fahnen. So legte ein deutscher Oberst in Mexiko seinen Landsleuten nahe, sich nach Hause durchzuschlagen, um sich dem Vaterland zur Verfügung zu stellen. Auch die meisten deutschen Militärberater in Südamerika kehrten in die Heimat zurück. Sogar viele von denen, deren Heimatländer sich nicht gleich am großen Krieg beteiligten, versuchten als Freiwillige für ihre Sache zu kämpfen. In Frankreich meldeten sich tausende von russischen Sozialisten, Italienern, Amerikanern, osteuropäischen Juden, Armeniern, Kroaten, Griechen und Montenegrinern zur Fremdenlegion. Doch sie fanden nicht den von Schwarzenberg und anderen herbeibeschworenen "Gewittersturm", sondern ein bislang unvorstellbares Gemetzel, das mit modernster Technik, mit Maschinengewehren, Artillerie, Giftgas, Panzern und Flugzeugen geführt wurde.

unheroische Schlachtfelder

Viele der Kriegsfreiwilligen wurden im Krieg zu Pazifisten und selbst der verspätete Romantiker Jünger, der vor dem Krieg als Minderjähriger aus Abenteuerlust eine kurze Episode bei der Fremdenlegion gehabt hatte, mußte ernüchtert feststellen, dass Begeisterung und Idealismus am "unwiderlegbaren Gegenstand eines Maschinengewehrs" scheiterten. In Flandern, an der Somme, in Galizien, am Isonzo und bei Verdun fanden die fahrenden Ritter ihr Ende. Diejenigen, die überlebten, beerdigten dort ihren Glauben. Ernest Hemingway, der als Freiwilliger nach Italien geeilt war, prägte anschließend das Schlagwort von der "lost generation".

Die fahrenden Ritter verschwanden damit natürlich nicht völlig von der Bühne. Das eine oder andere Relikt kann man auch noch danach in inzwischen vergessenen Kriegen entdecken. Doch es waren verschwindend wenige und unter ihnen kehrte wieder einmal kühle Professionalität ein. Der Ex-Priesterschüler und Ex-Fremdenlegionär Rolf Steiner oder der schwedische Aristokrat Carl Gustav von Rosen, die beide in Biafra für eine verlorene Sache kämpften, sind sicher solche Gestalten. Aber auch sie blieben Einzelgänger die keinerlei Einfluss auf die Wertvorstellungen und Ideale ihrer Zeit hatten. In den westlichen Eliten denkt niemand mehr daran als militärischer Tourist durch das Töten einiger Eingeborener sein angekratztes Sozialprestige aufzupolieren.

Noch einmal Don Quijote? Allerdings scheinen einige dieser Ideen in etwas einfacheren sozialen Schichten so langsam wieder ein wenig in Mode zu kommen. Wie so vieles heute kommt dieser Trend aus Amerika, wo der Vietnamkrieg unter der tatkräftigen Mitwirkung Hollywoods inzwischen in einem ähnlichen Glorienschein idealisiert wird wie in Europa dereinst die napoleonischen Kriege. Im Actionfilm haben Söldner und kriegerische Abenteuer wieder Konjunktur. Wohl selten hat ein einzelnes Accessoir die Mode von Möchtergernsöldnern so beeinflusst wie Rambos Strirnband. Dass auch hier wieder einmal Welten zwischen Realität und Vorstellung liegen, zeigt ein Vergleich zwischen dem von Sylvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger verkörperten Typus mit wirklichen Kriegern. Ein Fachmann des Dschungelkrieges verglich das Aussehen der Überlebenden mit "Christus bei der Kreuzabnahme [...] In der Regel sahen sie wirklich so aus: abgemagert zum Skelett durch Hunger und Ruhr, tief eingefallene Augen, mit der typischen tropischen Blässe, ganz im Gegensatz zur bronzefarbigen Haut der 'weißen Jäger', wie sie von Hollywood populär gemacht werden, die abgezehrten Gesichter mit zottigen Bärten bedeckt, auf der Haut eiternde Wunden von Hitzeausschlag, Blutegeln und Fäulnisbakterien des Dschungels."

Trotzdem verkörpern gerade die Bodybuilder aus Hollywood die populären Vorstellungen, die sich momentan einige potentielle Rekruten von dem Gewerbe machen. Früher war die Not der mit Abstand stärkste Werber, dazu kamen Reise- und Abenteuerlust. Heute geht es allein um den Kick des Tötens. Die amerikanische Zeitschrift "Soldier of Fortune", die fast ausschließlich von Möchtegernsöldnern gelesen wird, vertreibt T-Shirts mit Aufschrift: "Join the army, travel to distant lands, meet interesting people and kill them." Doch die vorwiegend jugendlichen Rambos stehen vor dem grundlegenden Problem, dass niemand ihre Dienste benötigt. Ein ehemaliger CIA-Söldner, der im Süden der USA eine Söldnerschule leitete, sagte in einem Interview, dass viele seiner Kursteilnehmer - unter denen sich auch Deutsche befanden - auf einem Job in der Dritten Welt hoffen würden, man dort aber "keine Kerle mit Waffen, sondern Ausbilder" benötigen würde. Auf der Suche nach einer Anstellung versuchten deshalb vor allem rechtsgerichtete Franzosen in den siebziger Jahren ihr Glück bei den christlichen Milizen im Libanon. Aber selbst für einem "Job" im Libanon benötigte man Beziehungen, und mehr als ein Taschengeld war für Amateure dort nicht zu verdienen. Das änderte sich, allerdings nur kurzfristig, mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Die Einsatzorte der kroatischen Milizen wurden nicht nur fast täglich von den Medien bekannt gegeben, sondern waren auch bequem und preiswert mit der Bahn zu erreichen. Bei der kroatischen HOS und ähnlichen Gruppierungen versammelten sich dann auch schnell einige Freiwillige aus Großbritannien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich und der Bundesrepublik.

Seit der Französischen Revolution hatte sich jede internationale Freiwilligenformation dagegen gewehrt, als Söldner bezeichnet zu werden, und spätestens seit den Ereignissen im Kongo waren auch Frankreich und Großbritannien sehr darum bemüht, dass ihre Legionäre und Gurkhas als reguläre Soldaten betrachtet wurden. Die Freiwilligen in Bosnien fanden es dagegen schick, als Söldner aufzutreten, obwohl bei einem Sold von etwa 130,- DM im Monat eigentlich nicht mehr die Rede davon sein konnte. Jeder hatte zu Hause ein Vielfaches an Sozialhilfe zu erwarten. Aber in Gesellschaften, in denen man zum Abenteuerurlaub an fast jeden Ort der Welt aufbrechen kann, erscheint das Killen manchem als die letzte Grenzerfahrung. Indem sie einen archaischen Männlichkeitskult zelebrieren wo High-Tech gefragt ist, sind die jugendlichen Rambos allerdings selbst ein überaus treffendes Beispiel für die von ihnen so sehr verurteilte westliche Dekadenz. Dabei sind sie aber inzwischen zu einer solch banalen Randerscheinung geworden, dass sich wohl kein Cervantes mehr mit dem Problem dieser fahrenden Ritter beschäftigen wird.

© Frank Westenfelder  
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